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Monat: April 2005 - russland.NEWS - russland.TV

Wiederholung der Katastrophe von Tschernobyl nicht ausgeschlossen

Die Schutzhaube über dem zerstörten Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl befindet sich in einem Havarie-Zustand, schreibt die Zeitung „Trud“ am Freitag. Die Mauern sind von Rissen bedeckt, das Betondach ist tiefer gerückt.

Da Regenwasser und Schnee auf die zusammengeschmolzenen abgebrannten Kernstäbe kommt, entstehen spontane nukleare Kettenreaktionen. Die Wände der Schutzhaube sind stets aufgewärmt, im Inneren ist ein Leuchten zu sehen. Sollte das Dach abrutschen, so wird tonnenweise radioaktiver Staub in eine Höhe von zwei Kilometern aufsteigen und nicht nur die Ukraine, sondern auch die Nachbarländer Russland und Weißrussland erfassen.

Noch im April vergangenen Jahres stellte Valentin Kupny, ein großer ukrainischer Experte auf dem Gebiet der Atomenergie und früherer stellvertretender Generaldirektor des AKW Tschernobyl, fest, dass die Hülle des Reaktors jeden Augenblick zusammenstürzen kann. Akademiemitglied Dmitri Grodsinski, der sich seit 16 Jahren mit dem Kernkraftwerk befasst, behauptet, dass sich im zerstörten Reaktor Brennstoffmassen erhitzen. Geräte registrieren eine Zunahme von Neutronenströmen und das Entweichen von radioaktivem Staub. Die Schutzhaube, mit der der zerstörte Reaktorblock bedeckt wurde, hat insgesamt mehr als ein Kilometer lange Risse und Löcher, während sich unter der Haube 170 Tonnen Nuklearbrennstoff befinden.

Wie Grodsinski feststellt, war die Schutzhaube im Schnellverfahren gebaut worden. Die Betonwände haben keine Bewehrung. Im Raum des Unglücks von Tschernobyl befinden sich nach seinen Angaben mehr als 800 radioaktive Entsorgungsstellen. Es handelt sich um hunderttausende Kubikmeter radioaktiver Stoffe. Sie waren unmittelbar nach dem Unglück gebaut worden und für fünf bis sechs Jahre bestimmt gewesen. Jetzt entweicht Americium daraus, das gefährlicher als Strontium ist. Der Fluss Pripjat wurde in eine Art Entsorgungskanal verwandelt. Auch der Dnjepr wurde in Mitleidenschaft gezogen: Sein Wasser enthält Strontium. Dabei werden mit diesem Wasser Felder berieselt.

In der Zone nimmt die Zahl der Mutationsfälle zu. Geboren werden blinde bzw. doppelköpfige Ferkel, anstelle von Kücken kommen richtige Monster aus der Schale heraus. Immer häufiger werden Kinder mit Down-Syndrom zur Welt gebracht. Schilddrüsenkrebs bei Kindern wird 1000 Mal häufiger diagnostiziert als vor dem Unglück. „Es gibt keine starke Strahlung mehr, die genetische Instabilität bleibt aber weiterhin bestehen“, so Grodsinski.

Heute liegt ein Projekt für eine zweite Schutzhaube vor, die über der ersten gebaut werden und den Reaktorblock für weitere 100 Jahre isolieren soll. Der Realisierung dieser Idee stehen aber die starke Hintergrundstrahlung und der Geldmangel im Wege: Das Bauprojekt wird auf 750 Millionen Dollar geschätzt.




Tschernobyl – 19. Jahre nach der Havarie im Kernkraftwerk

Am Dienstag jährt sich zum 19. Mal die Havarie im Kernkraftwerk Tschernobyl – der größten Strahlungskatastrophe, die die Geschicke von Millionen Bürgern Russlands, Weißrusslands und der Ukraine betroffen hat.

Wie der Pressedienst des Katastrophenschutzministeriums der Russischen Föderation (Russ. Abk.: MTschS) gegenüber der RIA Nowosti mitteilte, wurde allein in Russland über 56 000 Quadratkilometer Territorium, darunter etwa zwei Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Flächen und zirka eine Million Hektar Waldflächen, radioaktiv verseucht. In größtem Maße betraf die radioaktive Verseuchung die Gebiete Brjansk, Kaluga, Orjol und Tula.

Nach MTschS-Angaben lebten etwa drei Millionen Menschen zum Zeitpunkt der Havarie auf später radioaktiv verseuchten Territorien. Seitdem wurden über 52 000 Menschen umgesiedelt, oder sie siedelten selbständig um.

„Ohne Zweifel wären die Maßstäbe der Katastrophe in Tschernobyl unermesslich größer gewesen wären ohne Mut jener, die ihre Folgen liquidiert hatten. Das waren über 200 000 ‚Liquidatoren'“, wurde im Ministerium betont.

Nach Angaben des Russischen staatlichen medizinisch-dosimetrischen Registers (Russ. Abk.: RGMDR), in dem mehr als 600 000 Menschen registriert sind, ging die Zahl der praktisch gesunden Liquidatoren in der ganzen Periode der Beobachtung ständig zurück und betrug Ende 2003 etwa 2,5 Prozent. Dabei betrug in den Jahren 1986-1987 ihre Zahl 95 Prozent. Zur Zeit leiden 78,4 Prozent der Liquidatoren an chronischen Erkrankungen und sind Invaliden der dritten Kategorie.

Die Gesamtzahl der unter den Liquidatoren registrierten Invaliden betrug 2003 mehr als 66 000 Menschen, das heißt, etwa ein Drittel der Gesamtzahl der registrierten Liquidatoren. Heute machen die Invaliden der ersten Kategorie unter den Liquidatoren 2,7 Prozent, der zweiten Kategorie 51,9 Prozent und der dritten Kategorie 45,4 Prozent aus.

Bis Ende 2003 sind 22 998 Liquidatoren verstorbenen. Das sind etwa 12,3 Prozent der Gesamtzahl der Liquidatoren, die im staatlichen medizinisch-dosimetrischen Register eingetragen sind.

Auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung auf den verseuchten Territorien eingehend, teilte man im Katastrophenministerium mit, dass die Zahl der praktisch gesunden Bewohner in den letzten fünf Jahren ständig zurückging und Ende 2003 nur noch 17,8 Prozent betrug. Zum Vergleich: 1999 belief sich die Zahl von Menschen, die die erste Invaliditätskategorie hatten, auf 27,5 Prozent. Heute leiden 59,1 Prozent der Bewohner der verseuchten Territorien, die im staatlichen Register eingetragen sind, an chronischen Erkrankungen, während diese Kennziffer 1999 43,3 Prozent betrug.




Experten vermuten: Tschernobyl-Unglück von Erdbeben verursacht

An dem Tschernobyl-Reaktorunglück ist möglicherweise kein Dispatcher des AKW, sondern ein Erdbeben schuld. Diesen Standpunkt vertritt eine Gruppe russischer und ukrainischer Experten, berichtet die „Parlamentskaja gaseta“.

Laut dem Chef des Zentrums für instrumentale Umweltkontrolle und geophysikalische Prognosen, Igor Janizki, liegen Angaben vor, wonach sich die geophysikalischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erdoberfläche vor Erdbeben und Katastrophen drastisch verändern – alle physischen Felder und Medien: elektromagnetische, dynamische, temperaturgebundene, akustische und sonstige werden gestört.

Laut dem Experten verwandelt sich Berggestein schon in einer Tiefe von sieben Kilometern, mit Sauerstoff und Helium gesättigt, in einen gewissen Plasmoid. Bei einer aktiveren Geodynamik, die Hochfrequenzen aufweist, kann ein tief gelegener Plasmoid von der Erde nach oben ausgestoßen werden, und zwar in Form von Hochtemperaturplasma, welches ihre Oberfläche verformt.

Nach Angaben der Forscher fing der atmosphärische Druck um Tschernobyl seit dem 20. April 1986 an, sich drastisch zu verändern. Der kritische Punkt fiel auf den 25. April, den Vorabend der Katastrophe.

Janizki zufolge wird auch heute noch mit Geräten im Raum von Tschernobyl eine erhöhte seismisch-tektonische Aktivität registriert.




Ukrainischer Experte führt Unglück von Tschernobyl auf hochangereichertes Uran zurück

Der Zusatz von hochangereichertem Uran zum herkömmlichen Atombrennstoff hätte die Explosion im vierten Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl verursachen können. Diese Ansicht äußerte Sergej Tschebanenko, Oberassistent im Kiewer Institut für Geochemie, Mineralogie und Erze, am Dienstag in einem Gespräch mit RIA Nowosti.

„Nach dem Unglück von Tschernobyl hatten wir in Bodenproben und in Resten von Brennstäben Uran mit einem höheren Anreicherungsgrad entdeckt. Man hätte annehmen können, dass der Atombrennstoff für den Reaktor durch das Mischen von Uranpulver mit unterschiedlichem Anreicherungsgrad hergestellt wurde. Aber das ist unmöglich, weil Atombrennstoff aus homogenen Gasen bzw. Lösungen gefertigt wird und alle Teilchen eine gleiche Isotopen-Zusammensetzung aufweisen“, fuhr der Experte fort.

Zur Begründung seiner Hypothese sagte Tschebanenko: „Der Reaktor wird ab und zu zu prophylaktischen Arbeiten heruntergefahren. Sein Hochfahren nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch, was sehr teuer ist. Zum beschleunigten Start des Reaktors hätte Uran mit einem höheren Anreicherungsgrad verwendet werden können, so zum Beispiel Kernbrennstäbe mit 80-prozentigem Uran wie in U-Boot-Triebwerken.“

Brennstoff mit höherem Anreicherungsgrad habe auch intensivere Neutronenströme zur Folge. „Der automatische Schutz, der nicht für solche Neutronenströme gedacht war, wurde einfach abgeschaltet, damit er den Reaktor nicht stilllegt.“ „Ich bin davon überzeugt, dass die Reaktoren so mehr als einmal hochgefahren wurden. Aber ein zweites, ein sensibleres Schutzsystem, wurde nicht entwickelt“, sagte der Wissenschaftler.




Putin und Gorbatschow würdigen den Papst

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den am Samstagabend verstorbenen Papst Johannes Paul II. als „herausragende Persönlichkeit unserer Zeit“ bezeichnet.

Mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche sei eine „ganze Ära verknüpft“, heißt es in einer in der Nacht zum Sonntag von der russischen Nachrichtenagentur Interfax veröffentlichten Erklärung des Kreml. Darin versicherte Putin weiter, er behalte seine Treffen mit dem Papst in bester Erinnerung. Der Kremlchef würdigte den Verstorbenen als „weisen und aufgeschlossenen Mann“, der immer zum Dialog bereit gewesen sei.

Gorbatschow: Papst Johannes Paul II war größter Humanist der Erde

Der letzte sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow hat den verstorbenen Papst Johannes Paul II. als „obersten Humanisten auf diesem Planeten“ gewürdigt.

Das am Samstagabend im Alter von 84 Jahren verstorbene Oberhaupt der katholischen Kirche habe nicht nur für die Katholiken „viel getan, sondern für die ganze Welt“, sagte Gorbatschow in der Nacht zum Sonntag der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass.