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Monat: November 2009 - russland.NEWS - russland.TV

Walesa bestreitet führende Rolle Gorbatschows beim Mauerfall

Wie nicht anders aus Polen zu erwarten war, hat der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa bestritten, dass der Mauerfall vor 20 Jahren vor allem dem früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zu verdanken sei.

Es sei „eine Lüge“, dass Gorbatschow die Mauer zu Fall gebracht habe, sagte der Friedensnobelpreisträger am Montag dem polnischen Fernsehsender tvn24. Viel wichtiger sei die Rolle des damaligen Papstes Johannes Paul II. und der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc gewesen, die Walesa anführte.

„Es macht mich heute traurig, dass Helden aus denen gemacht werden, die keine waren“, sagte Walesa. Gorbatschow habe weder den Kommunismus noch die Berliner Mauer stürzen wollen – „das lag nicht auf seinem Weg“. „Wenn die Dinge so dargestellt werden, heißt das, dass Europa auf einer Lüge errichtet wird, das erschreckt mich“, sagte der frühere Gewerkschaftsführer.

„Die Wahrheit ist, dass Papst Johannes Paul II. zu 50 Prozent zum Mauerfall beigetragen hat, 30 Prozent die Solidarnosc und Lech Walesa und nur 20 Prozent der Rest der Welt“, sagte Walesa. Der polnische Papst habe seinerzeit die Völker Europas aufgerufen, das „Gesicht der Welt zu verändern“, und seine Botschaft habe die Menschen ermutigt, die Politiker zu Veränderungen zu zwingen.

Außerhalb Polens scheint das jedenfalls anders gesehen zu werden.




Gorbatschow rät US-Regierung zu Truppenabzug aus Afghanistan

Der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hat den USA von einer Truppenverstärkung in Afghanistan abgeraten und stattdessen einen vollständigen Truppenabzug empfohlen.

Afghanistan brauche keine weiteren Soldaten, sagte Gorbatschow am Sonntag in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN. Stattdessen sollten die USA den Dialog mit Kabul intensivieren. In Gorbatschows Amtszeit von 1985 bis 1991 fiel der Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan im Jahr 1989. Auch er habe damals über eine Truppenverstärkung am Hindukusch nachgedacht, sagte Gorbatschow. „Wir haben darüber diskutiert, das ist sehr lange her. Aber wir haben uns dagegen entschieden.“ Die Erfahrungen der Sowjetunion sollten berücksichtigt werden, sagte Gorbatschow. Die US-Regierung berät derzeit in Washington mit der Militärführung über eine Aufstockung ihrer Truppen in Afghanistan.




Gorbatschow ist stolz auf Rolle im Prozess der deutschen Einheit

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow ist stolz auf seine Rolle beim Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren. „Ich bin stolz, dass wir, und damit meine ich west- und osteuropäische Länder, einen Ansatz fanden, der alle Interessen berücksichtigte“, sagte Gorbatschow am Dienstag vor Journalisten in Moskau.

„Wenn die Sowjetunion gewollt hätte, hätte sie die deutsche Einheit durchaus verhindern können“, sagte Gorbatschow kurz vor dem 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. „Aber was wäre dann passiert? Ich weiß es nicht, vielleicht der Dritte Weltkrieg.“ Schließlich sei Deutschland, ein „Land im Herzen Europas, im Zentrum der Welt mit einer riesigen Bevölkerung“ gespalten gewesen.

Der 78-jährige einstige sowjetische Staatschef kritisierte vor diesem Hintergrund zudem die USA für ihren alleinigen Herrschaftsanspruch in der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges. „Die Amerikaner müssen verstehen, dass die Zeit des Monopols vorbei ist“, fügte Gorbatschow hinzu.




Gorbatschow, Kohl und Bush treffen in Berlin

Michail Gorbatschow, Helmut Kohl und George H. W. Bush, drei Politiker, die im Jahr 1989 an der Spitze der UdSSR, der Bundesrepublik Deutschland und der Vereinigten Staaten gestanden hatten, sind in Berlin zusammengetroffen, um an den internationalen Veranstaltungen anlässlich des 20- jährigen Jubiläums des Falls der Berliner Mauer teilzunehmen.

Zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall haben Helmut Kohl, George Bush senior und Michail Gorbatschow die Wiedervereinigung als Glücksmoment der Geschichte gewürdigt. „Ich habe nichts Besseres, um darauf stolz zu sein, als die deutsche Einheit“, sagte Kohl bei einer Feierstunde am Samstag in Berlin. Der Altkanzler dankte dem früheren US-Präsidenten Bush und dem sowjetischen Ex-Staatschef Gorbatschow für ihre Verdienste um die Einheit.

Bush senior und Gorbatschow seien ein „Glücksfall für Deutschland“ gewesen, sagte Kohl bei der Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung im Berliner Friedrichstadtpalast. Beide Weggefährten seien damals „die wichtigsten Partner“ der Bundesrepublik gewesen.

Seit einem schweren Sturz Anfang 2008 hat sich Kohl fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der 79-Jährige musste im Rollstuhl auf die Bühne geschoben werden und konnte nur mit Mühe sprechen. Kohl sagte, er sei „sehr froh und dankbar“, überhaupt bei der Feierstunde anwesend sein zu können.

Bush lobte Kohl als „großen Staatsmann des 20. Jahrhunderts“. Der frühere US-Präsident erinnerte daran, dass die Ereignisse des Herbstes 1989 zuerst in den „Herzen und Gedanken“ jener Menschen in Bewegung gesetzt worden seien, denen hinter dem Eisernen Vorhang ihre Freiheit vorenthalten worden sei.

Gorbatschow hob die Verdienste der vorangegangenen Generationen um die Wiedervereinigung hervor. „Das ist ja nicht vom Himmel gefallen“, sagte der frühere sowjetische Staatschef. Neben der Ostpolitik des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt (SPD) nannte er auch ausdrücklich den Beitrag der DDR, die für Moskau ein „Fenster nach Deutschland“ geöffnet habe.

Unter den 1800 Gästen im Friedrichstadtpalast waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Horst Köhler sowie hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft aus dem In- und Ausland. Köhler dankte Kohl, Bush senior und Gorbatschow „im Namen der Deutschen und – ich bin sicher – auch im Namen aller Völker Europas“. Die drei Politiker hätten mit ihrer „Staatskunst“ für „Millionen Menschen Türen und Tore aufgestoßen“, sagte er.

Die heutigen Staats- und Regierungschefs rief der Bundespräsident auf, das Erbe des Kalten Krieges endgültig zu überwinden. Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer stecke die internationale Ordnung noch in den Strukturen der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg fest.

Mit einem Empfang beim Axel-Springer-Verlag setzten Kohl, Bush senior und Gorbatschow die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am Samstagabend fort. In seiner Tischrede würdigte der Altbundeskanzler die Wiedervereinigung als entscheidenden Schritt zur politische Reife Deutschlands. Irgendwann habe der Zeitpunkt kommen müssen, an dem auch die Deutschen „vernünftig“ würden, sagte er. „Und der Zeitpunkt ist da.“

Neben den „Vätern der Einheit“ waren zahlreiche Prominente aus Politik und Wirtschaft erschienen. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nahmen an dem Empfang ebenso teil wie Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (beide CDU). Bereits am Freitag hatten sich Kohl, Bush senior und Gorbatschow auf Initiative der „Bild“-Zeitung im Springer-Gebäude erstmals seit Jahren wiedergetroffen.

Letztes Mal waren Gorbatschow, Kohl und Bush der Ältere vor zehn Jahren, in Jahr 1999, in Berlin zusammengekommen, um das zehnjährige Jubiläum des Mauerfalls zu begehen.

Im Jahr 2005 erhielten die drei Politiker den Point- Alpha- Preis für ihren Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschlands.

An den weiteren Feierlichkeiten in Berlin werden der Präsident Russlands Dmitri Medwedew, die US-Außenamtschefin Hillary Clinton, der Staatschef von Frankreich Nicolas Sarkozy, der Premierminister von Großbritannien Gordon Brown, der Präsident der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und der ehemalige Bundesaußenminister Hans- Dietrich Genscher teilnehmen.