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Monat: Januar 2014 - russland.NEWS - russland.TV

Delikatesse: Pferdefleisch [Video-Classic]

Einer unserer meistdiskutierten Filme des Jahres 2010 war mit Sicherheit unser Beitrag zum Thema Pferdefleisch aus dem Altai.

Denn die dort idyllisch grasenden Pferdeherden werden durch auch zu kulinarischen Zwecken gelegentlich verwertet. Eine Sache, die manchem Mitteleuropäer bei YouTube nicht besonders gefiel, was dann aber auch wieder Reaktionen von bekennenden Pferdefleisch-Fans auslöste. Ein umstrittes Video-Classic von russland.TV




Schwerer Unfall im Ural mit vier Toten [Video aus YouTube]

Auf der transrussischen Straßentrasse M5, die Moskau mit Sibirien verbindet und dann bis nach Russisch Fernost weiter führt, hat sich Mitte Januar ein schwerer Unfall ereignet, dessen Videoaufzeichnung jetzt ins Internet gewandert ist.

Zwischen Ascha und Sim in der Tscheljabinsk-Region unweit der Grenze zwischen Europa und Asien geriet bei schneebedeckter Fahrbahn ein Toyota in Folge überhöhter Geschwindigkeit auf die Gegenspur und löste eine Kettenreaktion aus, in die am Ende drei PKW und ein Lastkraftwagen verwickelt waren. In einem Auto, das besonders schwer getroffen wurde, starben alle vier Insassen. Die Insassen der übrigen Fahrzeuge wurden lediglich verletzt, so auch der Fahrer des Autos, dessen Dashcam das Geschehen aufnahm. Die an dieser Stelle nur zweispurig ausgebaute und viel befahrene Magistrale 5 gehört zu den Unfallschwerpunkten im russischen Inlandsverkehr und hatte sich damit vor einiger Zeit auch einmal bei den Einheimischen die Bezeichnung „Straße des Todes“ verdient. Vor allem zahlreicher Schwerlastverkehr rollt hier zwischen dem europäischen Russland und den Metropolen Sibiriens hin und her. Nach dem Unfall war diese wichtige Lebensader des Landes für mehrere Stunden gesperrt.

Auf dem untenstehenden Dashcam-Video ereignet sich der Unfall bei etwa 1:30 Minuten. In Deutschland wurde die Region Tscheljabinsk im südlichen Ural vor allem bekannt durch den Meteoriteneinschlag Anfang letzten Jahres. Das Video des Unfalls ist ein weiterer trauriges Dashcam-Film, der es in die Top Ten der 10 meistgeschauten Videos Russlands geschafft hat.

 

 




Sefarima Sachanowitsch – die neue Juniorenmeisterin [Video]

Serafima Sachanowitsch heißt die frisch gebackene russische Juniorenmeisterin im Eiskunstlauf. Sie ist 13 Jahre alt und kommt aus Sankt Petersburg.

Für die nächsten Jahre besteht bei ihr die berechtigte Hoffnung, dass sie in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen tritt und auch im internationalen Erwachsenenbereich Erfolge feiern wird. Doch als nächste Hürde steht jetzt im März für Serafima erst einmal die Junioren-Weltmeisterschaft in Sofia an. Ein Film aus unserer Reihe Russlands Kinder – Russland für Kinder.




Sotschi-Ticker: Die aktuellsten internationalen Olympia-Nachrichten

Deutsche Bundeskanzlerin Merkel reist nicht nach Sotschi

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel wird definitiv nicht zu den XXII. Olympischen Winterspielen nach Sotschi reisen. Das teilte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin mit.

Für die Bundesregierung wird der für den Sport zuständige Innenminister Thomas de Maiziere nach Sotschi reisen.

Deutscher Ex-Bundeskanzler Schröder kommt nach Sotschi

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Russlands Bürger sind von erfolgreicher Olympia-Austragung überzeugt

Für zwei Drittel der russischen Bürger ist es wichtig, dass die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gut verlaufen. Die Mehrheit der Bürger (68 Prozent) ist sicher, dass die Behörden des Landes die Spiele tadellos austragen werden, wie die jüngste Umfrage des Fonds „Öffentliche Meinung“ ergab. Für nur 24 Prozent der Befragten ist es von keiner Bedeutung, wie die Spiele verlaufen.

Von jenen, für die es wichtig ist, dass Olympia erfolgreich verläuft, führt die Mehrheit diesen Wunsch darauf zurück, dass „man der ganzen Welt beweisen muss, dass wir die besten und Patrioten sind“.

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Tennis: Scharapowa erreicht Viertelfinale des WTA-Turniers in Paris

Moskau. Die beiden russischen Tennisspielerinnen Maria Scharapowa und Anastasia Pawljuschenkowa haben bei ihrem ersten Auftritt nach dem Aus bei den Australian Open jeweils Erfolge gefeiert.  Beide sind in das Viertelfinale des WTA-Turniers in Paris eingezogen. Dagegen musste Galina Woskobojewa ebenfalls aus Russland bereits im Achtelfinale die Segel streichen.

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Kommunale Einrichtungen als Gehaltsschuldner registriert

Zehn Kaliningrader kommunale Einrichtungen haben Gehaltsschulden in Höhe von 37 Mio. Rubel (822.000 Euro) angehäuft.
Ein Teil der genannten Summe ist die direkte Gehaltssumme, weitere Teile betreffen Lohnsteuern und Sozialabgaben. Von den zehn genannten kommunalen Einrichtungen befinden sich sieben in Liquidation.
An der Spitze der Liste steht die Kaliningrader Stadtreinigung, die den Mitarbeitern zwar kein Gehalt schuldet, aber dem Staat die daraus resultierenden Steuern und Sozialabgaben. Der größte direkte Gehaltsschuldner in Kaliningrad ist die „Banja Nr. 7“. Hier wurde bereits der Direktor per Gerichtsbeschluss bestraft und mit Funktionsverbot belegt.
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Russlands Haushaltsgerätemarkt steht vor Ungewissheit

[Von Ullrich Ulmann/gtai] Auf dem russischen Markt für Elektrohausgeräte bleibt es 2014 für alle Hersteller  eng. Der Konsum will nicht so recht anspringen, nachdem es bereits 2013 Abstriche in dieser  Hinsicht zu beklagen gab. Ausländische Investoren, wie Indesit oder Bosch Siemens  Haushaltsgeräte, setzen daher nicht mehr allein auf den russischen Markt als Trumpfkarte,  sondern sondieren Exportmöglichkeiten.

Das Konsumniveau ist in Russland 2013 gesunken. Wie die Marktforschungsgesellschaft Romir  ermittelt hat, sind die täglichen Konsumausgaben der russischen Bevölkerung im Vergleich zum  Vorjahr (Dezember 2013 zu Dezember 2012) nominal um weniger als 1% gestiegen. Unter  Berücksichtigung der Inflation bedeutete das einen realen Einbruch um 5% – der erste Rückgang  seit 2008. Die Absatzrückgänge auf dem Markt für elektrische Haushaltsgeräte werden für 2013  vorläufig ebenfalls mit -5% beziffert.

Unter den Anbietern elektrischer Haushaltsgeräte führte 2012 die italienische Indesit mit einem  Marktanteil von 18,6%, wie einer Studie von GfK zu entnehmen ist. An zweiter Stelle folgte Bosch  Siemens Haushaltsgeräte (BSH) mit 15,8%. Bei Waschmaschinen lag BSH wiederum mit 16,2%  auf Platz drei, hinter Indesit mit 23,9% und LG mit 19,4%. GfK gab auch bekannt, dass das  jährliche Absatzvolumen bei Kühlschränken etwa 4,6 Mio. Stück beträgt, wovon 75% vor Ort  gefertigt werden. An Waschmaschinen wechseln jedes Jahr etwa 3,6 Mio. Stück den Besitzer. Hier  stammen allerdings knapp die Hälfte aus Importen. Der Einfuhranteil nimmt bei Waschmaschinen  perspektivisch ab.

Wegen recht hoher Investitions- und Herstellungskosten in Russland hatten Ausfuhren in andere  Länder für niedergelassene ausländische Hersteller ursprünglich wenig Sinn. Allein die Märkte  innerhalb der Zollunion Russland – Belarus – Kasachstan und der ukrainische Markt sollten bedient  werden. Doch mussten die Absatzverantwortlichen bei Indesit 2013 feststellen, dass ihr  Russlandgeschäft um 5% eingebrochen ist, nachdem ursprünglich ein Zuwachs von 5% geplant  war. Um Produktionskapazitäten dauerhaft auszulasten, werden nun Ausfuhrmöglichkeiten in  andere Währungsräume geprüft.

Generell setzt Indesit in der GUS 25% seines weltweiten Gesamtumsatzes um und unterhält ein  eigenes Logistikzentrum sowie Fertigungsstätten für Kühlschränke und Waschmaschinen  (Markennamen Indesit und Hotpoint-Ariston) im Raum Lipezk. Für die Endfertigung bei Indesit  arbeiten 12 Zulieferunternehmen mit zusammen 6.500 Angestellten. Die Planung zum Bau eines  Werkes für Elektroherde liegt jedoch seit der Finanzmarktkrise 2009 auf Eis und dürfte angesichts  der aktuellen Absatzlage auch nicht reaktiviert werden, zumindest nicht kurzfristig.

Einen ähnlich ernüchternden Blick werfen die Manager von BSH auf das Marktgeschehen in  Russland. Noch 2012 stiegen die Verkäufe von BSH auf dem russischen Markt um 12,9%. Die  Ergebnisse für 2013 wurden zwar noch nicht veröffentlicht. Doch erwähnte eine  Unternehmensvertreterin gegenüber Germany Trade and Invest auf schriftliche Anfrage, „dass  sich der russische Markt für Haushaltsgeräte 2013 das erste Mal seit vielen Jahren rückläufig  entwickelte. Ungeachtet dessen ist es der OOO BSH Haushaltstechnik gelungen, dank einer  breiten Produktpalette, die im mittleren Preissegment beginnt und bis zu Premiumtechnik reicht,  sowie dank Absatzaktivitäten in den Regionen die Umsätze zu steigern.“

Weiterhin heißt es in der Stellungnahme: „Zu Beginn des Jahres 2014 hat sich der Kriseneffekt,  ausgelöst durch eine zeitlich verschobene Nachfrage, nivelliert und der Markt kehrte zu seinem  gewöhnlichen Wachstumstempo zurück. Im Jahr 2014 erwarten wir eine weitere  Marktstabilisierung.“

BSH bezifferte das Gesamtvolumen des russischen Haushaltsgerätemarktes mit 2,6 Mrd. Euro,  womit er der viertgrößte in Europa wäre. Das Unternehmen sieht sich in Russland bei  Haushaltsgroßgeräten unter den Anbietern als die Nummer zwei und bei Kleingeräten als die  Nummer drei.

Im Leningrader Gebiet verfügt BSH über zwei Produktionen – von Kühlgeräten und von  Waschmaschinen mit verringerten Außenmaßen, die in den häufig eng bemessenen russischen  Wohnungen besser aufstellbar sind und daher vorzugsweise nachgefragt werden. Die  Fertigungskapazitäten des Waschmaschinenwerkes werden mit 350.000 Stück pro Jahr beziffert.  Auch BSH geht in den Export und begann im September 2013, Waschmaschinen aus dem  Leningrader Gebiet nach Polen zu liefern. Noch 2012 lancierte der Konzern in der russischen  Wirtschaftspresse, bei dieser Geräteart vor Ort zum Marktführer aufsteigen zu wollen. Dazu  könnte das Waschmaschinenwerk weiter ausgebaut werden. Doch dazu ist es nicht gekommen.  Gegenwärtig bestehen auch keinerlei Ausbaupläne, wie das Unternehmen gegenüber Germany  Trade and Invest bestätigte.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, setzt BSH neben der Funktionalität der Haushaltsgeräte  auf Energieeffizienz. Eigens arbeitet BSH an einer Initiative der Association of European  Businesses (AEB) mit, um Normen und Standards für eine freiwillige Produktzertifizierung zur  Kennzeichnung des Energieverbrauchs auszuarbeiten. Steht erst einmal dieses System in  Russland, können Geräte mit dem neuen Energiesiegel am Markt besser platziert werden.

Der schwedische Wettbewerber Electrolux hatte eine Produktion von Waschmaschinen am  Standort Sankt Petersburg wegen der hohen Gestehungskosten nach einem fünfjährigen Betrieb  2010 wieder eingestellt. Von dort wurden unter anderem die Märkte in Deutschland, Italien und in  der Schweiz beliefert. Eine Auftragsproduktion von Kühlschränken der Marke Zanussi im  Kaliningrader Betrieb TechPromInvest wurde sogar noch früher (2009) aufgegeben.  LG hat im Moskauer Gebiet gleich drei Produktionen hochgezogen – für Fernsehgeräte, für  Waschmaschinen und für Kühlschränke. Die Gesamtkosten dafür lagen bei 100 Mio. US$.  Die türkische Beko investierte 80 Mio. Euro in ein Werk für Waschmaschinen und Kühlschränke im  Gebiet Wladimir. Der Anteil an eingeführten Komponenten, die hier eingebaut werden, soll nach  Unternehmensangaben bei 68% liegen.




Basketball: ZSKA Moskau zeigt den Bayern ihre Grenzen auf

Moskau. Der amtierende russische Basketball-Meister ZSKA Moskau fügte dem Tabellenführer der deutschen Beko Basketball-Bundesliga dem FC Bayern München eine deutliche 61:86 (23:40)-Niederlage in der Turkish Airlines Euroleague zu. Angeführt vom überragenden Aufbauspieler Milos Teodosic (24 Punkte) zeigte der russische Serienmeister den Bayern ganz klar ihre Grenzen auf.

Mit einer Dreierquote von 52 Prozent (13 von 25) zog Moskau den Bayern vor den Augen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß „die Hosen aus“. Selbst beim Rebound-Verhältnis hatten die bisher in dieser Statistik führenden Bayern (40,0 pro Spiel) mit 32:37 das Nachsehen.

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Ist Doping ein Phänomen des Sports in Russland? – Teil 2

Moskau. Zu den maßgeblichen Treibern des Dopings zählen ebenfalls korrumpierte internationale Pharmakonzerne, die fünfmal so viel Anabolika und EPO herstellen, wie aus therapeutischen Zwecken eigentlich notwendig wäre. Dieses ebenfalls auf der gesamten internationalen Sportbühne,

So geriet etwa der US-Biotechkonzern Amgen, dem es 1989 erstmals gelungen war EPO zur Behandlung von Blutarmut bei Krebs-und Nierenpatienten synthetisch herzustellen, ins Dopingzwielicht – Amgen setzte mit dem Präparat innerhalb eines Jahres sechs Milliarden Dollar um. Ärztlich verordnet wurden allerdings nur Ampullen im Wert von 1,5 Millionen Dollar. Laut einer aktuellen Studie des belgischen Senats werden etwa 80 Prozent der jährlichen Produktion von EPO und 84 Prozent der Wachstumshormone weltweit illegal im Sport abgesetzt.

 Die Sportler werden in eine Abhängigkeit gezwungen

Die wichtigsten Konsequenzen aus dem internationalen Beziehungsgeflecht zwischen Spitzensport, Publikum, Wirtschaft und Politik lassen sich wie folgt resümieren: Die Siegesorientierung ist durch die dem Sport von außen verfügbar gemachten Ressourcen geradezu angetrieben worden.

Viele Gelder fließen in die Vereine und Landesverbände. Hauptamtliche Trainer finden eine Anstellung und werden vertraglich auf die Erfolge ihrer Schützlinge gebunden. Aus Amateuren sind längst Vollzeit-Profis geworden die sich selbst in jenen Disziplinen mit ihrer Gesundheit hinzugeben haben in denen wenig Geld fließt.

So geraten die Sportler durch den immer weiter eskalierenden Erfolgsdruck in eine Situation, in der sich die starke Nachfrage nach hochkarätigen Leistungen durch Publikum, Politik und Wirtschaft nicht mehr mit den begrenzten körperlichen und psychischen Möglichkeiten in Einklang bringen lässt.

Der Standpunkt vom Radprofi Alexandre Vinokourov belegt dieses „Es ist halt unser Beruf, Gesundheitsfragen sind unsere eigene Angelegenheit. Wir sind von den Sponsoren, vom Geld, von Rekorden abhängig“.

Alte Traditionen zählen einfach nicht mehr

Die inneren Kontrollmechanismen die der Sport in Gestalt von Fairplay-Orientierungen traditionell ausgebildet hat geraten immer mehr unter Druck. Die noch unter den Bedingungen einer geringen gesellschaftlichen Bedeutung des Leistungssports entstandene Sportmoral verflüchtigt sich in zunehmender Weise. Legale Innovationen wie Technik, Taktik und Training werden nicht länger als alleinige Motoren für die Steigerung sportlicher Leistungen angesehen. Ungewollt aber unvermeidlich wird ein heimliches Experimentieren in den Grau- und Verbotszonen der Leistungsförderung überall in der Welt des Sports angeregt.

Dopingmöglichkeiten werden von den Sportlern nicht mehr gemäß Fairness-Normen verworfen, sondern unter Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten abgewogen und gegebenenfalls klammheimlich ergriffen. Doping ist somit eine vorgeprägte und rationale Wahlhandlung. Sozial als legitim angesehene Ziele wie sportliche Erfolge und Siege werden mit illegitimen Mitteln verfolgt. Die oftmals enormen aber zumeist mit zeitlicher Verzögerung eintretenden gesundheitlichen Risiken werden entweder verdrängt oder zähneknirschend in Kauf genommen.

Ursachen für Doping sind nicht rein Russland typisch

Bis hierher sollte klar geworden sein, dass eine personenfixierte und lediglich auf Kontrolle und Bestrafung setzende Auseinandersetzung mit der Dopingproblematik vollkommen an der Sache vorbeigeht. Die Ursachen sind auf der Ebene internationaler komplexer gesellschaftlicher Konstellationen angesiedelt.

Entscheidend ist, dass auch diejenigen Akteure, von denen der Erfolgsdruck ausgeht, diesen nicht einfach abstellen können. Auch sie handeln nicht aus freien Stücken und regen nicht mutwillig zu Normverstößen an, sondern unterliegen ihrerseits strukturellen Zwängen. Letztlich handelt jeder Akteur aus seiner Sicht völlig rational – internationale Wirtschaftsunternehmen wollen mit dem Spitzensport werben und Produkte verkaufen, staatliche Instanzen wollen Nähe zum Sportpublikum herstellen, Politiker auf dem ganzen Globus sind darauf aus die eigene Wählbarkeit zu steigern und das Publikum will an spannenden Sportereignissen teilhaben. Das Resultat des Zusammenwirkens all dieser nachvollziehbaren und legitimen Interessen ist die Antwort auf die Frage: Warum Doping. Und dieses ist kein Phänomen des russischen Sports allein sondern geschieht täglich überall auf der Welt.

Welche Rolle spielt Russland im Dopinghandel?

Den größten Drahtziehern im schmutzigen Sportgeschäft, nämlich den weltweiten Dopingnetzwerken, ging Sandro Donati Italiens renommiertester Dopingbekämpfer, im Auftrag der WADA auf die Spur. Seine Erkenntnisse: Die Dealer von Heroin und Wachstumshormonen sind in den meisten Fällen dieselben. Die wesentlichsten Routen des weltweiten Dopinghandels decken sich mit jenen des Drogenhandels.

Der größte Player im Schwarzmarkt ist die „Russenmafia“. 20 Prozent des globalen Umsatzes laufen von Russland und Ex-UdSSR-Ländern nach Westeuropa, Nordamerika und in den Mittleren Osten. Und die Situation in Russland lässt auch Vermutungen zu, dass hier das Organisierte Verbrechen mitmischt.

Nikolai Durmanow hält den Kampf gegen das Doping für verloren, zumal vor dem Hintergrund der seiner Meinung nach katastrophalen Entwicklung in Russland, er sagte dazu: „Tausende arbeitslose Chemiker, ein unregulierter Arzneimittel-Markt und unzählige Talente, die mit dem Sport ihrem elenden Leben entfliehen möchten, bei uns sind alle Voraussetzungen gegeben, um alles nur noch schlimmer zu machen. Russland könnte in Sachen Doping für Europa das werden, was Kolumbien in Sachen Kokain für die USA ist“.

Weiterhin betonte er: “Gemäß den geltenden Regeln kommt heute sowohl der Arzt als auch der Trainer, dem es einfällt, seine Zöglinge mit anabolischen Präparaten „nachzudüngen“ gleich hinter Gittern. Gemäß dem Artikel 234 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation werden viele anabole Steroide solchen Drogen wie Kokain, Heroin und Marihuana gleichgestellt“. Da kann man nur hoffen, dass dieses auch umgesetzt wird und die Dopingsünder und die dafür Verantwortlichen hinter Gittern kommen.