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Monat: Januar 2016 - russland.NEWS - russland.TV

Eiskunstlauf-EM: Russland dominant

Zwei Gold-, eine Silber und vier Bronze-Medaillen  – das ist die überragende Bilanz der russischen Eiskunstlauf-Nationalmannschaft bei der heute zu Ende gegangenen Europameisterschaft in Bratislava.

Zweites EM-Triple in Folge bei den Damen

Das Sahnestück produzierten wieder einmal die russischen Damen – sie besetzten zum zweiten Mal in Folge alle drei Treppchenplätze bei der EM – und das genau in der gleichen Reihenfolge wie bei den kürzlichen Russischen Meisterschaften in Jekaterinburg, die vom Niveau der Darbietungen durchaus mit dem Wettkampf in Bratislava mithalten konnte.

Medwedjewa Europameisterin

Der alles überragende Moskauer Nachwuchsstar Jewgenia Medwedjewa siegte in Kurzprogram und Kür und wurde nach Punkten mit deutlichem Abstand Europameisterin. Silber ging an ihre Mannschaftskameradin Elena Radionowa, die online bereits eine riesige Fan-Community besitzt, Dritte wurde Anna Pogorilaja. Alle drei Medaillengewinnerinnen kommen aus Moskau.

Die neue Generation des russischen Eiskunstlauf

Medwedjewa und Radionowa sind ein Symbol für den aktuell stattfindenden Generationenwechsel bei den Damen. Die beiden deklassierten auch die letztjährige Europameisterin Elisaweta Tuktamyschewa aus Sankt Petersburg und die Olympiasiegerin Adelina Sotnikowa bei den russischen Meisterschaften in Jekaterinburg und kosteten ihnen das EM-Ticket. Weitere Jungtalente wie Maria Sozkowa und Polina Zurskaja, die momentan die Juniorinnen dominieren, verheißen den russischen Frauen eine Zukunft, die nicht weniger erfolgreich sein dürfte, wie das Abschneiden in Bratislava. Beste deutsche Teilnehmerin dort war Natalie Weinzierl auf Rang sieben.

Wolososchar-Trankow Europameister der Sportpaare

Das zweite starke Standbein der russischen Mannschaft sind die Sportpaare. Hier ging Gold an die aktuell überragenden Wolososchar/Trankow aus Moskau vor Aljona Sawtschenko und Bruno Massot aus Deutschland. Bronze holte sich das junge Moskauer Paar Tarasowa/Morosow.

Zweimal russische Bronze bei den Herren und im Eistanz

Auch bei den Männern und im Eistanz, wo die Russen bei weitem nicht so beherrschend in der europäischen Konkurrnz sind, gab es russische Medaillen, jeweils Bronze für Maxim Kowtum und Bobrowa/Solowjow. Weltmeister wurde bei den Herren der Spanier Javier Fernandez, im Eistanz die Franzosen Papadakis/Cizeron.

Foto: Die neue Europameisterin Jewgenia Medwedjewa, hier bei den von ihr ebenfalls gewonnenen Russischen Meisterschaften, (c) 2016 Michail Scharow / russland.RU

 




Baubeginn für neuen Passagierhafen im Herbst

Das russische Transportministerium hat versprochen, dass der Baubeginn für den neuen Passagierhafen in der Stadt Pionersk im Herbst 2016 sein wird.

Diese Erklärung gab der stellvertretende Minister für Transport Russlands Viktor Olerski während eines Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur Zukanow ab.

Die technische Lösung liegt bereits vor und mit der Umsetzung wird der Hafen in der Lage sein, jährlich in der Saison 230.000 Passagiere abzufertigen. Gegenwärtig laufen viele Arbeiten bereits parallel und der reale Baubeginn wird im Herbst 2016 sein. Auch die Frage der zum Hafen führenden Zufahrtswege ist, nach Worten des Ministers, in idealer Weise gelöst. Gleichzeitig versprach der stellvertretende Minister, dass die Bauarbeiten möglichst wenig negativen Einfluss auf die Bewohner der Stadt haben werden.

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Sind die Russen wieder arm? [Video]

Im Jahr 2015 gab es in Folge des niedrigen Ölpreises und der dramatischen Kursverluste des Russischen Rubels einen deutlichen Wohlstandsrückgang in Russland.

Doch wie dramatisch ist dieser bisher? Sind weite Teile der Bevölkerung wieder in Armut versunken, wie das im Russland der 90er Jahre war und wie es uns nun wieder Berichte großer westlicher Medien suggerieren? Anna Gamburg informiert im Rahmen der Reihe Russland.direct über die tatsächliche Lage der Russen anhand verlässlicher Zahlen, ohne Dramatisierung oder Verharmlosung.




Kommentar zum Fall Lisa: Russische Kollektivschuld

[von Roland Bathon] Wenn die Bild-„Zeitung“ eine Falschmeldung verbreitet – haftet dafür der Spiegel? Haftet der Spiegel dafür, wenn die Falschmeldung auch vom Focus und der Frankfurter Allgemeinen übernommen wird, oder von vielen anderen Zeitungen? Natürlich nicht, so lange er sie nicht selbst übernimmt. In Russland ist das anders – jedenfalls in den Augen vieler deutscher Journalisten und „aufgeklärten“ Internet-Nutzer.

Kein russisches Kollektiv …

Die von den großen russischen Staatssendern und dem russischen Mainstream lancierte Vergewaltigungs- und Entführungsthese im Missbrauchsfall Lisa aus Berlin wurde von einer  Reihe von russischen Zeitungen und Sendern nicht mitgetragen – neben liberaler Presse auch nicht von russland.RU. Wir haben erstmals am 22.01. über den Fall berichtet, da er durch den entstandenen Pressekrieg zwischen deutschen und russischen Medien eine politische Dimension bekommen hatte – ohne unser Zutun. Aber genau das betraf unsere Kernarbeit, denn wir sind eine unabhängige russische Onlinezeitung mit deutschen und russischen Mitarbeitern und fühlen uns eigentlich dem Gegenteil eines Pressekrieges, der russisch-deutschen Zusammenarbeit verpflichtet. Bei all den Berichten kam uns die unverhüllte Sicht des Opfers und seiner Familie (ohne Hinzudichtungen wie  Flüchtlinge) bei weitem zu kurz und so kontaktierten wir deren Anwalt und interviewten ihn am 27.1., nach der gestrigen „Enthüllungseuphorie“ gestern noch ein zweites Mal. Prügel bezogen wir derweil von russischen „Patrioten“, da wir den zur russischen Aufregung sehr kritischen Telepolis-Artikel „Angebliche Vergewaltigung – hört auf zu übertreiben“ mit dortiger Freigabe anteaserten. Auch eine umfassende Darstellung der tatsächlichen Vorkommnisse, konnte man über denselben Pressepartner bei uns lesen.

… aber kollektive Schuldzuweisung

Dennoch stehen wir jetzt unter starkem Onlinebeschuss von Leuten, die sich für aufgeklärt und weltoffen halten und uns Hetze, Panikmache und die Verbreitung von Falschmeldungen vorwerfen – ebenso wie viele deutsche Journalisten pauschal der russischen Presse. So wie die entsprechenden Leser vorher nicht recherchiert haben. Das klingt dann in etwa so: „´Journalisten´ wie ihr? (…) Es bedeutet unterm Strich nur, dass ihr von Anfang an Mist erzählt habt„. Manchmal wird es fast skurril. So verlangt bei YouTube derselbe Nutzer in zwei Posts, wir sollte Lisa nicht in die Öffentlichkeit ziehen, aber doch einmal persönlich interviewen und „nicht nur ihren Anwalt“. Das angesichts der Tatsache, dass zwei Staaten bereits ihr Privatleben diskutieren und ihr Anwalt unter anderem dazu da ist, die Sicht der Familie zu schildern, ohne dass sich diese ins Licht der Öffentlichkeit begeben muss. Vergessen wird, dass Russland ebenso wie Deutschland nicht nur aus den staatlichen TV-Sendern und ihrem Anhang besteht, dass es Gegenstücke zu primitiver Boulevardpresse ebenso gibt wie renommierte und sachlich fundiert arbeitende Zeitungen. Am verlogensten sind hier deutsche Mainstream-Journalisten, die in Russland eingesetzt sind: Sie wissen, dass beide existieren, schildern in ihren antirussischen Artikel, was die ersteren schreiben und beziehen ihre Informationen, sofern sie des Russischen mächtig sind, aus den letzteren – bevorzugt dem kremlkritischsten Anteil, der sich finden lässt. Nicht besser ist das Verhalten mancher Internetnutzer, die jetzt die Chance wittern, ihren unterschwelligen Russlandhass in Kommentare zu schmieren und dabei vom Niveau in die Tiefen hinab zu stoßen, die sonst nur von rechten Rassistenhetzern bewohnt werden.

Eklatante Fehler des russischen Mainstreams

Natürlich wurden im Fall Lisa vom russischen journalistischen Mainstream große Fehler gemacht und in der Tat passte einem ein sexueller Gewaltfall gut ins „Konzept“. Die „Avantgarde“ der russischen regierungsnahen oder -eigenen Medien wie Perwij Kanal oder RT freute sich, angesichts der westlich-medialen Dauerangriffe auf das eigene Land einmal im Schmutz dort zu wühlen, von Vertuschung und Manipulation durch deutsche Behörde zu schreiben. Dabei verarbeitete sie Material von sehr zweifelhaften, politisch deutlich rechts stehenden, deutschen Quellen. Es war eine Frage der Zeit, wann einem die eigenen Berichte bei solch einer Quellenlage – Flüchtlinge als mutmaßliche Täter, präsentiert von bekannten, rechten Seiten – um die Ohren fliegen. Arbeitet das russische Fernsehen noch häufiger so, wird das gesunkene Vertrauen der dortigen Zuschauer mit Sicherheit nochmals nach unten gehen. Ah ja, das gesunkene Vertrauen, darüber haben wir doch als „Russen“ glatt berichtet.

Wer im Glashaus sitzt …

Aber dennoch ist selbst im vorliegenden Fall die Rolle der deutschen Mainstream-Presse und ihre Einseitigkeit in der Berichterstattung nicht besser. Man betrachte nur den gestrigen Tag: Die Tatsache, dass Lisa wähend ihres Verschwindens „nur beim Freund“ war, schaffte es in die Top-Schlagzeilen aller Zeitungsartikel, die Tatsache, dass offenbar zwei Deutschtürken des sexuellen Missbrauchs des 13jährigen Mädchens zu einem früheren Zeitpunkt überführt wurden, entweder nur ganz hinten und verharmlosend als „einvernehmlich“ etikettiert (weil offenbar Sex von 13jährigen mit Erwachsenen nichts schlimmes ist) oder eben nicht berichtet. Es ist pures Glück, dass die Realität im Fall Lisa bezüglich des Vermisstenzeitaums näher an der deutschen Version ist und hätte sich etwas anderes bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit heraus gestellt, die von Lisas Anwalt übrigens mehrfach bei russland.RU gelobt wurde, wären die dummen Gesichter nicht in Moskau zu sehen gewesen.

Sicherer Verlierer: Das deutsch-russische Verhältnis

Die Zeiten im deutsch-russischen Verhältnis werden nach dem Fall Lisa nicht besser werden. Deutsche Journalisten liegen schon auf der Lauer, was als nächstes aus Moskau oder Petersburg berichtet wird, so lange sie nicht (wie die meiste Zeit) an ihrem eigenen, düsteren Russlandbild arbeiten. Wie im Beißreflex werde sie sich auf die nächste für sie zweifelhafte Meldung aus Russland stürzen. Wer diese Runde dann „gewinnt“, ist noch völlig offen, denn beim gegenseitigen Bekriegen nehmen es die Vertreter beider Seiten mit so etwas wie der „Wahrheit“ nicht so genau – hier seien die Verteidiger der deutschen Presse nur an die unseriöse Putin-Reportage des ZDF im Dezember erinnert oder die große Zahl von Falschmeldungen aus dem Ukrainekonflikt. Einen Verlierer wird es dabei auf jeden Fall geben: Die deutsch-russische Verständigung und alle die sich wie russland.RU dieser verpflichtet fühlen. Wir berichten natürlich trotzdem weiter.

Foto (c) Hanns-Martin Wietek, russland.RU

 

 

 

 




Die Ausweitung der Kampfzone

Die Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Moskau um den Umgang mit dem mutmaßlichen Missbrauch einer 13-jährigen Berlinerin dauern an. Es gebe keinerlei Rechtfertigung dafür, den Fall „für politische Propaganda zu nutzen“, erklärt Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf Vorwürfe seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.

Lawrow hingegen bleibt bei seiner Kritik und hält den deutschen Behörden vor, in dem Fall aus politischen Motiven Rücksichten zu nehmen. Der Streit hat Gewicht, weil Lawrow mit seinen Äußerungen deutlich Partei für die russlanddeutsche Community ergriffen hat, aus der am vergangenen Wochenende weit über 10.000 Menschen auf die Straße gegangen waren, um unter anderem gegen angeblich kriminelle Flüchtlinge zu demonstrieren – teils gemeinsam mit extrem rechten Aktivisten.

Mit der Intervention des Moskauer Außenministers erlebt die Bundesrepublik erstmals Praktiken offener Einmischung im eigenen Land, wie sie Berlin sich in fremden Staaten seit langer Zeit anmaßt. Paradebeispiel ist das deutsche Vorgehen in Kiew bei Vorbereitung und Durchführung des Umsturzes Anfang 2014. Es zeigt, welche Eskalation Moskau provozieren könnte, nähme es sich dieselben Rechte wie Berlin heraus.

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Fall Lisa: 13-Jährige soll bei Bekannten übernachtet haben

[Von Thomas Pany] – Laut Staatsanwaltschaft Berlin gibt es keine Hinweise auf sexuellem Missbrauch im fraglichen Zeitraum. Aufgeklärt ist der Fall damit nicht. Obendrein ist er mit Kampagnen verbunden, denen Gerüchte reichen.

Der Fall Lisa (Die 13-jährige Lisa, Flüchtlinge und der Propagandakrieg) hat sich bis ins deutsche und russische Außenministerium hochgeschaukelt. Ein klärendes Telefongespräch zwischen Steinmeier und Lawrow war für heute angekündigt, berichtete der Spiegel mit Berufung auf die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

Ob und worüber die beiden Außenminister gesprochen haben, war am Freitagabend gegen 18 Uhr noch nicht öffentlich bekannt. Tage zuvor hatte der russische Außenminister in der deutschen Öffentlichkeit für Aufregung gesorgt, als er sich zum Fall der 13-Jährigen äußerte, einem Mädchen aus Berlin mit russischem Pass, das 30 Stunden verschwunden war und angeblich vergewaltigt worden sein soll.

Erstaunlicherweise brachte Lawrow die Geschichte, die mit allerhand Gerüchten aufgeheizt wurde, bei einer großen Pressekonferenz zur Sprache. Dabei nahm er Vorwürfe auf, die von bestimmten politischen Milieus befeuert werden.

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WM 2018: Stadtverwaltung hat andere Vorstellungen zu Kaliningrader Sportstadien

Vertreter der Kaliningrader Stadtverwaltung zeigten sich nicht begeistert von den Projekten für Sportstadien, die in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad als Trainingsstätten errichtet werden sollen.

Hierbei geht es um die Stadien „Lokomotive“ und „Pionier“, die bereits existieren, aber rekonstruiert werden müssen.

Die Firma, die die Ausschreibung für das Stadion „Lokomotive“ gewonnen hat, wird mit der Aufgabe nicht fertig. Wir haben deshalb den Vertrag gekündigt – so der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk. Dasselbe trifft auch für den Stadionbau „Pionier“ zu. Die Projekte müssen überarbeitet werden.

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Busunglück auf der Schnellstrasse „Skandinavia“

Bei einem Zusammenstoss eines Reisebusses und einem Lastwagen in der Nähe von Wyborg wurden am 30. Januar 21 Personen verletzt. Der Bus mit russischen Touristen war auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Transporter zusammengestossen.

Wie der Katastrophendienst MTschS mitteilt, befanden 34 Personen im Bus, der nach Kotka in Finnland unterwegs war. Um 10.15 kam der Scania-Bus bei Kilometer 158 der Schnellstrasse „Skandinavia“ auf der Höhe von Selenowo auf die entgegengesetzte Fahrbahn, stiess mit einem Lastwagen zusammen und raste über den Strassenrand hinaus.

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Saudi-Arabien und Moskau für Kürzung der Ölförderung?

[Von Ralf Streck] – Nach einem kurzen Anstieg der Ölpreise macht sich nach einem russischen Angebot aber wieder Ernüchterung breit.

Nachdem die Nachricht am Donnerstag die Runde gemacht hat, dass Russland bereit sei, mit der von Saudi-Arabien geführten OPEC über eine gemeinsame Absenkung der Ölförderung zu sprechen, stiegen die Ölpreise zunächst deutlich an. Nach den Vorstellungen Russlands soll es eine Senkung der Fördermengen um bis zu 5% geben, sagte der russische Energieminister Minister Alexander Nowak in St. Petersburg. Er unterbreitete den Vorschlag und will zu einem Treffen über die OPEC-Staaten hinaus auch weitere Förderländer einladen.

An den Börsen gingen die Ölpreise im Anschluss deutlich nach oben. Das Barrel der Nordseesorte Brent stieg sogar zeitweise um knapp 8%, weshalb das Fass am Donnerstag zum Teil wieder fast 36 US-Dollar gekostet hat. Das war der höchste Stand seit drei Wochen. Ganz ähnlich sah die Entwicklung bei der US-Ölsorte WTI aus, die allerdings knapp unter der Marke von 35 Dollar blieb. Doch schon heute macht sich wieder Skepsis breit, auch wenn nur leichte Verluste anzeigen, dass abgewartet wird, ob aus der Initiative tatsächlich etwas wird. Etwa 1% gehen die Preise wieder nach unten, weshalb auch ein Fass Nordseeöl wieder unter der Marke von 35 Dollar gehandelt wird.

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Eine Kolumne von Daria Boll-Palievskaya. Heute: Die Russen und ihre Liebe zur Kunst.

[Dr. Daria Boll-Palievska] Die spinnen, die Russen…

Sie essen Eis bei minus 30 Grad, trinken Wodka aus der Flasche und schlagen sich gegenseitig mit Birkenzweigen in der Sauna. Das weiß ja jedes Kind. Und sie lieben Kunst und Literatur, vor allem russische. Hier kennt ihre Liebe keine Grenzen. Um eine Kunstausstellung zu besuchen, sind sie bereit in klirrender Kälte bis zu fünf (!) Stunden lang Schlange zu stehen.

Dieses Phänomen konnte man im Januar 2016 vor der Filiale der Tretjakow-Galerie in Moskau beobachten, wo die Ausstellung des großen russischen Malers Walentin Serow (1865-1911) lief.

Mehr als 450.000 Menschen haben die Werkschau besucht. «Das ist eine Rekordzahl in der Geschichte der Tretjakow-Galerie und der Ausstellungen der Russischen Kunst in den letzten 50 Jahren überhaupt“, sagte die Museumsdirektorin Zelfira Tregulowa.

„Mit den Türangeln rausgerissen“

Kurz vor der Schließung der Werkschau ist es zu einem Eklat gekommen. Der Drang, endlich die schönen Gemälde bewundern zu können, muss so unerträglich gewesen sein, dass die Kunstliebhaber das Museum stürmten und die Türen eindrückten. „Einfach mit den Türangeln rausgerissen“, wunderte sich ein Museumsmitarbeiter. Zum Glück gab es keine Verletzten. Danach hat man ein Polizeiaufgebot und einen Notarzt zu der Galerie abkommandiert, der Zivilschutz mit Feldküchen rückte an, und der Verkauf heißer Getränke wurde organisiert.

Polizei und Krankenwagen vor einem Museum – das fand Kulturminister Wladimir Medinskij gar nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, er war stolz auf seine Landsleute. „Wir sind wahrscheinlich das einzige Land in der Welt, wo so etwas möglich ist“, meinte er – die Menschen frieren, um sich Bilder anzuschauen.

Der Sowjetbürger war das lange Schlangestehen durchaus gewohnt. Sein Leben lang musste er irgendwo anstehen, ob für Orangen, Fleisch oder Toilettenpapier. Sogar vor dem Leninmausoleum gab es jeden Tag Schlangen – eine unversiegbare Quelle für Witze. Eine legendäre Schlange bildete sich auch vor dem ersten Moskauer McDonalds-Restaurant. Die neugierigen Sowjetbürger waren bereit, fünf Stunden zu warten, um ihren ersten Big Mac zu probieren. Die Schlange am Eröffnungstag ging in das Guiness Buch der Rekorde als die längste vor einem Restaurant ein.

Dieser Volkssport gehört inzwischen (hoffentlich für immer) der Geschichte an. Nicht mal das Leninmausoleum ist es wert, sich die Beine in den Bauch zu stehen. Vielleicht haben die Russen es einfach verlernt? Zelfira Tregulowa erklärt den Vorfall mit der Nervosität der Besucher, die befürchteten, die Ausstellung zu verpassen. Ein Theaterregisseur meinte, es sei eben typisch russisch, alles in der letzten Sekunde erledigen zu wollen, deswegen bildeten sich kurz vor Toresschluss besonders lange Schlangen.

Bis Ende Januar verlängert

Und tatsächlich, kaum hatte die Museumsleitung verkündet, dass die Ausstellung bis 31. Januar verlängert wird, sahen die Schlangen nicht mehr so beängstigend aus. Jetzt brauchte man nicht mal 15 Minuten, um in die Galerie zu kommen. Allerdings ist zu erwarten, dass die Szenen sich am letzten Januarwochenende wiederholen.

Kein Schneesturm, keine minus 20 Grad konnten die Moskauer davon abhalten, die Werke von Walentin Serow zu sehen. Dabei sind die wichtigsten Bilder des Malers das ganze Jahr über in verschiedenen Galerien zu bewundern. Sein berühmtestes Bild „Das Mädchen mit den Pfirsichen“ hängt sogar in der Tretjakow-Galerie.

Das Gedränge vor der Ausstellung wurde von den russischen Intellektuellen heiß diskutiert. Wie passt das zusammen: tumultartige Szenen, Aggression, Vandalismus und der Wunsch, sich über Malerei zu erfreuen? Der bekannte Schriftsteller Jewgenij Grischkowez brachte es auf den Punkt: „In Russland, und das ist eben typisch russisch, gibt es vieles, was sogar für die russischen Kulturträger selbst unerklärlich und unbegreiflich bleibt.“