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Monat: Mai 2017 - russland.NEWS - russland.TV

St. Petersburger Wirtschaftsforum: Deutsche und russische Wirtschaft starten Digitalisierungsinitiative

Im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF) starten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der russische Industrieverband RSPP eine Digitalisierungsinitiative für russische Unternehmen und Institutionen.

Über eine gemeinsame Plattform sollen der Austausch von Know-how organisiert und Kooperationen zwischen deutschen und russischen Unternehmen und Institutionen gefördert werden. Unter anderem ist der Aufbau eines Demonstrationszentrums der deutschen Wirtschaft für Digitalisierungslösungen in Russland vorgesehen. Unterschrieben wird die Vereinbarung am 1. Juni auf dem SPIEF durch Roland Busch, Mitglied des Ost-Ausschuss-Vorstands und Vorstandsmitglied der Siemens AG, sowie Alexander Shokhin, Präsident des RSPP.

Russland ist auf dem Weg zum größten E-Commerce-Markt Europas. Nirgendwo in Europa gibt es mehr Internetnutzer und Programmierer. Russische Firmen wie Yandex oder Kaspersky Lab gehören zur Weltspitze. Die deutsche Wirtschaft wiederum ist Vorreiter beim Thema Industrie 4.0 und damit bei der Implementierung digitaler Anwendungen im Produktionsalltag. „Beim Thema Digitalisierung gibt es ein riesiges Potenzial für eine intensivere Zusammenarbeit mit Russland“, betont der Ost-Ausschuss
Vorsitzende Wolfgang Büchele. „Dringend notwendig sind dazu auch Gespräche über einheitliche Standards für die Digitalisierung in Europa.“

Aktuell wird angenommen, dass weltweit nur 3,5 Prozent und in Russland ein verschwindend geringer Anteil der Fabriken in digitale Netzwerke zur Analyse und Optimierung von Produktionsprozessen integriert sind. In zehn Jahren könnten es schon 75 Prozent sein. Hier entsteht ein riesiger Markt. 2016 wurde deshalb im Ost-Ausschuss ein Arbeitskreis Digitalisierung gegründet, der die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Richtung Osteuropa bündelt und neue Initiativen startet.

Ost-Ausschuss auf dem SPIEF

Die Unterzeichnung der Kooperation mit dem RSPP findet direkt im Anschluss an eine hochkarätige Diskussionsrunde zum Thema „Smart Factoring – Efficiency Enhancement by Networked Production“ (1. Juni, 16:45 – 18:00 Uhr Pavilion G, Conference Hall G7) statt, die durch den früheren Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Klaus Mangold moderiert wird. Zu den Teilnehmern der Diskussionsrunde gehören neben Roland Busch (Siemens) auch der zuständige Minister der Eurasischen Wirtschaftskommission Sergey Sidorsky, Alexander Khatyn, Geschäftsführer von Yandex Data Factory, Andrej Bievetski, Geschäftsführer von SAP Labs in den GUS-Staaten, Igor Bogachev, Vize-Präsident des IT-Clusters der Skolkovo Stiftung sowie Rainer Lindner, CEO für Zentral- und Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika der Schaeffler AG.

Neben dem genannten Panel ist der Ost-Ausschuss in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem RSPP auf dem SPIEF auch an einem Forum im Rahmen des B20Prozesses mit dem Thema „The Power of Trade and Investment“ beteiligt, mit dem ein Zeichen gegen Protektionismus in der Weltwirtschaft gesetzt werden soll. Das B20-Forum findet am 1. Juni von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr im EXPOFORUM Convention and Exhibition Centre, Halle D3, statt. Eröffnet wird es durch den russischen Vize-Premierminister Arkady Dvorkovich und den deutschen B20Präsidenten Jürgen Heraeus.

Am Samstag, den 3. Juni, wird es abschließend ein hochkarätiges deutsch-russisches Wirtschaftsfrühstück mit politischen Vertretern beider Länder sowie rund 30 Unternehmensvertretern geben. Auch hier wird das Thema Digitalisierung einen breiten Raum einnehmen.

Pressemitteilung




Russisch: Berufe – inkl. der Horizontalen! [Video]

Wenn Anna Kotschewa Wortschatz vermittelt, wird es nie langweilig.

Manchmal müssen wir dabei aber ganz schön kämpfen, wie wenn wir eine große Latte russischer Berufsbezeichnungen beibringen wollen. Nun ja, auf die Auswahl kommt es ebenso an, wie auf die reizende Präsentation 🙂 Das schaffen wir schon beides. Russisch.life wird unterstützt von Babbel http://www.babbel.de – wo Ihr auch Russisch so lernen könnt, wie Ihr wollt.




Fifa bestätigt Einsatz nordkoreanischer Sklavenarbeiter beim Petersburger Stadionbau

Wie die Fifa offiziell bestätigte, wurden beim Bau des neuen Zenit-Stadions für die WM 2018 mehr als hundert nordkoreanische Sklavenarbeiter eingesetzt. Die Männer arbeiteten rund um die Uhr und fast kostenlos – Opfer tödlicher Unfälle wurden verschwiegen.

Die englische Zeitung The Guardian schreibt von insgesamt 110 Nordkoreanern auf der Baustelle auf der Petersburger Krestowski-Insel. Sie wurden wie Geiseln gehalten, und nicht alle kehrten in ihre Heimat zurück. Bei Arbeitsunfällen sollen vier Männer umgekommen sein, einer wurde später in einem Container gefunden. Er starb offenbar an einem Herzinfarkt, erhielt jedoch keine ärztliche Hilfe. Der Skandal war bereits Ende März bekannt geworden.

Der Einsatz nordkoreanischer Arbeitssklaven ist in Russland und anderen Ländern gebräuchlich. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nordkoreaner in Sibirien als Waldarbeiter eingesetzt werden, um die Staatsschulden gegenüber Russland zu tilgen. Sie haben praktisch keine Rechte, und müssen bis zu 90 Prozent ihres Einkommens an den Staat abgeben. Laut Angaben der Uno verdient der nordkoreanische Staat auf diese Weise bis zu zwei Milliarden Dollar jährlich.

Die Arbeiter müssen sich mit einer Ration Reis und der „ewigen Dankbarkeit“ ihres Staatsführers Kim Jong-un zufrieden geben. Trotz dieser schlechten Bedingungen soll die Sklavenarbeit im Ausland beliebt sein, da dort trotz allem bessere Bedingungen herrschen als in der Heimat.

Das russische Aussenministerium bestreitet die Medienberichte und bezeichnete sie als „politische Erpressung“. Das neue Zenit-Stadion war 2017 nach zehnjähriger Rekordbauzeit und begleitet von zahlreichen Skandalen und Betrugsverfahren fertiggestellt worden.

St. Petersburger Herold




Verantwortungsloses Kaliningrad oder Kaliningrad ohne Verantwortung?

Kaliningrad ist die jüngste Region der Russischen Föderation. Kaliningrad ist die geographisch westlichste Region der Russischen Föderation. Kaliningrad hat den jüngsten Gouverneur der Russischen Föderation. Kaliningrad scheint die Region der russischen Superlative zu sein. Vielleicht wird es langsam Zeit, dass sich Kaliningrad dessen bewusst wird und mehr Verantwortung übernimmt?

Seit Mitte vergangenen Jahres scheint Bewegung in das letargische Kaliningrader Leben gekommen zu sein. Täglich mehr finden wir Stadt und Gebiet im föderalen Aufmerksamkeitsfocus. Und so provoziert dies die Frage, wenn wir denn schon die jüngste russische Region, mit dem jüngsten russischen Gouverneur sind und die Zukunft Russlands in den Händen der Jugend liegt, warum man der Stadt und dem Gebiet Kaliningrad nicht seitens der Föderation mehr Verantwortung übergibt. Ich habe den Eindruck, als ob Kaliningrad im föderalen Interesse bisher verantwortungslos ist und seinen provinziellen Status pflegt.

Kaliningrad hat seit 1991 ein Sinuskurvenleben hinter sich: Höhen und Tiefen in regelmäßigen Intervallen, allerdings mit Rhythmusstörungen.

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Fifa bestätigt Einsatz nordkoreanischer Sklavenarbeiter beim Petersburger Stadionbau

Wie die Fifa offiziell bestätigte, wurden beim Bau des neuen Zenit-Stadions für die WM 2018 mehr als hundert nordkoreanische Sklavenarbeiter eingesetzt. Die Männer arbeiteten rund um die Uhr und fast kostenlos – Opfer tödlicher Unfälle wurden verschwiegen.

Die englische Zeitung The Guardian schreibt von insgesamt 110 Nordkoreanern auf der Baustelle auf der Petersburger Krestowski-Insel. Sie wurden wie Geiseln gehalten, und nicht alle kehrten in ihre Heimat zurück. Bei Arbeitsunfällen sollen vier Männer umgekommen sein, einer wurde später in einem Container gefunden. Er starb offenbar an einem Herzinfarkt, erhielt jedoch keine ärztliche Hilfe. Der Skandal war bereits Ende März bekannt geworden.

Der Einsatz nordkoreanischer Arbeitssklaven ist in Russland und anderen Ländern gebräuchlich. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nordkoreaner in Sibirien als Waldarbeiter eingesetzt werden, um die Staatsschulden gegenüber Russland zu tilgen. Sie haben praktisch keine Rechte, und müssen bis zu 90 Prozent ihres Einkommens an den Staat abgeben. Laut Angaben der Uno verdient der nordkoreanische Staat auf diese Weise bis zu zwei Milliarden Dollar jährlich.

Die Arbeiter müssen sich mit einer Ration Reis und der „ewigen Dankbarkeit“ ihres Staatsführers Kim Jong-un zufrieden geben. Trotz dieser schlechten Bedingungen soll die Sklavenarbeit im Ausland beliebt sein, da dort trotz allem bessere Bedingungen herrschen als in der Heimat.

Das russische Aussenministerium bestreitet die Medienberichte und bezeichnete sie als „politische Erpressung“. Das neue Zenit-Stadion war 2017 nach zehnjähriger Rekordbauzeit und begleitet von zahlreichen Skandalen und Betrugsverfahren fertiggestellt worden.

St. Petersburger Herold




Patriarch Kyrill vergleicht homosexuelle Ehe mit Nationalsozialismus

Das Oberhaupt der orthodoxen Kirche verglich die Annahme homosexueller Ehegesetze mit der Annahme von Gesetzen im faschistischen Deutschland. Der Patriarch kommentierte dies in Kirgistan bei der Vorstellung der neuen Übersetzung seines Buches, berichtet RIA Novosti auf seiner russischsprachigen Webseite.

Der Patriarch sagte gegenüber der Moscow Times, dass „sogenannte homosexuelle Ehen“ eine Bedrohung für die Familien darstellten, und fügte hinzu, „wenn Gesetze von der Moral losgelöst werden, sie aufhören, Gesetze zu sein, die die Menschen akzeptieren können“. Ähnlich sei es mit den Gesetzen in Nazi-Deutschland gewesen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Patriarch Kyrill ähnliche Kommentare abgegeben hat. In einem Interview im November 2016 mit Russia Today hatte der Patriarch denselben Vergleich mit Nazi-Deutschland gezogen. Zusätzlich verglich er im November-Interview homosexuelle Ehegesetze mit dem „sowjetischen Totalitarismus“ und sagte, sie seien eine Bedrohung für die „Menschheit“ gewesen.

[hub/russland.NEWS]




Putin und Macron im Pressekampf [Video]

An kritischen Fragen mangelte es bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Russlands Präsident Putin und Frankreichs Staatschef Macron heute in Versailles nicht.

Putin befand sich dabei auf gewohntem Terrain – denn Fragen nach mutmaßlichen russischen Hackerattacken und unterstellten Wahlbeeinflussungsversuchen hörte er nicht zum ersten Mal. Macron wiederum wurde von einer russischen Journalistin gefragt, warum er Kollegen von RT und Sputniknews keine Zutritt zu seiner Wahlkampfzentrale gewährt hatte. Die Antwort fiel ebenso scharf aus wie es die gegensätzlichen Positionen der beiden Staatenlenker zum Thema Sanktionskrieg zwischen Russland und der EU waren.




Das syrische Projekt des Kremls ist obsolet – was weiter?

Die oppositionelle „Republic“ macht sich Gedanken darüber, warum die USA und Europa die Rolle Russlands im Kampf gegen den Terrorismus vergessen haben und was weiter geschehen wird.

Der Mangel an Nachrichten gilt gemeinhin als gute Nachricht. Aber in Bezug auf Russland ist diese Regel kaum anzuwenden, wenn man die Ergebnisse des letzten Nato-Gipfels betrachtet. Russland geriet nicht nur in den Hintergrund (…), es ist gänzlich von der globalen Tagesordnung verschwunden, und das nicht nur bei bedeutenden internationalen Fragen, sondern auch bei einem Problem, das für unser Land in den letzten beiden Jahren wegweisend war – dem Kampf gegen den Terrorismus. Der Westen fokussiert sich auf sich selbst und die eigenen Meinungsverschiedenheiten und überlässt Moskau die Position einer lokalen Unannehmlichkeit, die man besser nicht bemerkt, als zu versuchen, mit ihr klarzukommen.

Die Gipfel der Nato und der G7 zeigen, dass zeitgleich zwei miteinander verbundene Prozesse ablaufen: die Globalisierung des Kampfes gegen den Terrorismus und die Lokalisierung oder auch Regionalisierung der Rolle Russlands.

Nicht nur Syrien

Das erste Thema – der Kampf gegen den Terrorismus – verändert sowohl seine Geografie als auch seinen geopolitischen Kontext. Noch vor einem Jahr drehte sich die Diskussion meist um Syrien, wobei die USA, Deutschland, Frankreich und Russland darum wetteiferten, wer den Positionen des IS die meisten Schläge versetzt hat. Es wurde um Assads Schicksal gestritten; man versuchte, die Opposition in eine gemäßigte und eine extremistische zu teilen; es wurde nach Mechanismen gesucht, die militärischen Zwischenfälle in der Luft zu minimisieren. Alles endete mit der Annahme einer antiterroristischen Sonderdeklaration.

In diesem Jahr wurde klar, dass alle Anstrengungen Russlands, den Westen in den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus zu involvieren, mit dem Präsidentenwechsel in den USA endeten. Es geht keineswegs darum, welche Position Trump gegenüber Russland einnimmt (offensichtlich hat der neue Chef des Weißen Hauses gar keine feste Position), sondern um das Verschwinden des Obama-Faktors. Letztgenannter unternahm ungeheure, wenn auch im Endeffekt erfolglose Versuche, um in der syrischen Richtung ein irgendwie deutliches Resultat zu erzielen.

Der neue US-Präsident, der zunächst eine pragmatische Herangehensweise bezüglich des Kremls an den Tag legte, meidet Russland nach den Skandalen über den Einfluss auf den Präsidenten-Wahlkampf wie der Teufel das Weihwasser. Die Arbeit am Friedensprojekt (Systematisierung der Opposition, Vorbereitung von Bedingungen für Verhandlungen über die Zukunft Syriens) zwischen Russland und den USA hat seine politische Energie eingebüßt. Putin wartet auf ein Treffen mit Trump, und Trump, so will es scheinen, tut alles, um das auf ein minimal inhaltliches Kennenlernen zu reduzieren.

Der Kampf gegen den Terrorismus erstreckt sich für den Westen weit über Syrien hinaus. Jetzt sind Irak und Afghanistan die Hauptthemen. General Joseph Dunford, der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, lobbyierte am vergangenen Mittwoch die Beteiligung der Nato an der Antiterroroperation im Irak: Es ging um eine Mission zur Schaffung von Trainingslagern für die irakischen Kräfte. Der Premierminister des Irak antwortete, die irakischen Streitkräfte würden eine solche Unterstützung sogar nach der Niederschlagung des IS benötigen. Was Afghanistan angeht, so versucht die Führung der Allianz hier die Zahl der Militärangehörigen zu erhöhen, die an der Ausbildung der Nationalen Armee und ihren Operationen gegen den IS und die Taliban teilnehmen.

Für Russland bedeutet das erstens, dass Trump entgegen seinen früheren Versprechen und Erklärungen zu einer Politik der Verstärkung der Nato-Rolle im Antiterrorkampf übergegangen ist. „Die Beteiligung der Nato am Kampf gegen den IS ist ein Mittel, um Trump das Geständnis abzuringen, dass die Allianz überhaupt zu irgendetwas taugt“, kommentierte eine amerikanische Quelle, die offensichtlich die Position der amerikanischen Falken repräsentiert. Zweitens ist der Irak und nicht Syrien zur endgültigen geografischen Stütze der Antiterrorpolitik des Westens geworden.

Der Streit um die Details

Allein die Tatsache, dass Trump bei seinen Anstrengungen auf den Widerstand und die Wachsamkeit Deutschlands und Frankreichs stößt, kann Russland diese bittere Pille verzuckern. So bezeichnete der deutsche Außenminister die Einbeziehung der Allianz in den Krieg gegen die Radikalen als gefährlich, wobei er die verstärkte Ablehnung der Nato in der islamischen Welt befürchtet.

Christophe Castaner, der offizielle Vertreter der französischen Regierung, erklärte, der amerikanische Präsident wolle die Nato-Kräfte für den Kampf gegen den IS mobilisieren, der französische Präsident würde den amerikanischen Kollegen aber seine Position zur Kenntnis bringen, die darin bestehe, dass die Nato sich nicht die Rolle anmaßen sollte, die einzige Schlagkraft gegen den Terrorismus zu sein.

Aus Macrons Umgebung verlautete anonym, in den Fragen der Effektivität des Kampfes gegen den Terrorismus sei es gerade die Koalition aus 68 Ländern, die ihre Schlüsselrolle bewahre, und die Nato dürfe dies alles nicht zerstören. In Wirklichkeit, so die Informanten, verdächtige Paris das Weiße Haus der Absicht, den amerikanischen Operationen gegen den IS einen „Nato-Schick“ zu verleihen und die ganze Welt dazu zu zwingen, dafür zu bezahlen. Anders gesagt: Die Einbeziehung der Nato würde es den USA erlauben, den Druck auf die Verbündeten in Fragen der Finanzierung der Antiterrormaßnahmen zu erhöhen, wobei Frankreich und Deutschland keine Eile an den Tag legen.

Aber selbst bei all diesen Reibereien wird immer klarer, dass es hier keineswegs um konzeptionelle Fragen im Antiterrorkampf geht, sondern lediglich um seine Finanzierung. Trump, der in seinem Wahlkampf die gerechte Rolle der USA in der Nato (soll heißen: Entweder tätigen alle Mitglieder der Allianz ihre Beiträge, wie vereinbart – zwei Prozent vom BIP – oder die USA könnten die Allianz sogar verlassen) zur Schlüsselaufgabe erklärte, hat von seinen Forderungen nicht Abstand genommen. Bei der Frage der Beteiligung der Nato am Kampf gegen den Terrorismus hat Trump einen halben Erfolg errungen: Die Allianz wird den irakischen Streitkräften bei der militärischen Ausbildung helfen, ihre Truppen werden allerdings nicht unmittelbar an den Kampfhandlungen teilnehmen.

Lokale Allianzen

Zugleich ist die Globalisierung des Kampfes gegen den Terrorismus zur Kehrseite des wachsenden Chaos innerhalb der westlichen Welt selbst geworden. Trump, der mit seiner „prorussischen Position“ die osteuropäischen Mitglieder der Nato verschreckt und seine Aggression gegen die westeuropäischen Staatschefs richtet (so soll er sich zum Beispiel grob über die „schlechten Deutschen“ geäußert haben), die außenpolitische Trägheit Deutschlands und die wachsenden Ambitionen Frankreichs – all dies zeigt im Ganzen an, dass es für die Spitze von Nato und G7 immer schwieriger wird, sich zu arrangieren.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht nicht nur der Kampf gegen den Terrorismus, sondern auch die Frage nach den unterzeichneten Klimavereinbarungen (Trump erkennt ihren Nutzen für das Land nicht an), die Verteilung der Verantwortung und der Kosten. All dies führt dazu, dass jeder Akteur eine reale Politik im Rahmen lokalerer Allianzen und Partnerschaften fahren wird.

Solange die Nato also Kräfte sammelt, reißt Frankreich die europäische antiterroristische Initiative an sich. Bereits im Juni wird ein Sonderzentrum zur Koordinierung der in den Antiterrorkampf involvierten Sicherheitsbehörden geschaffen. Es wird dem Präsidenten persönlich unterstehen. „Wir schaffen einen Sonderstab, der die gesamte Arbeit der Staatsorgane zu Fragen der inneren Sicherheit, der Aufklärung und des Antiterrorkampfes beaufsichtigen wird“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Eine ähnliche Koordinierungsarbeit könnte auch auf EU-Ebene eingerichtet werden; dass Paris auf Berlin setzt, ist die Basis von Macrons außenpolitischer Strategie.

All dies bedeutet die Lokalisierung der Rolle Russlands. Moskau ist nun nicht mehr das Projekt der Anti-IS-Koalition, wie es im September 2015 vorgestellt wurde. Moskau – das sind Baschar Assad und Kriegsverbrechen in Syrien. Putin ist schon nicht mehr der Schiedsrichter in einem multilateralen Konflikt, sondern ein Teilnehmer, wobei er im Verständnis des Westens auf der Seite der „bad boys“ steht, die um keinen Deut besser sind als die Terroristen.

Wie groß die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Spitzenpolitikern des Westens auch sein mögen – es ist eine Bewegung in Richtung Selbstorganisation zu verzeichnen, wo es einerseits die atlantische, bisher nicht besonders klare Initiative des Weißen Hauses und andererseits das franko-germanische Projekt des neuen französischen Präsidenten gibt. Russland ist vor dem Hintergrund dieser neuen Trends, will scheinen, irgendwo im Jahr 2015 abhanden gekommen – mit Putins vergessener September-Rede vor der UN-Vollversammlung. Das syrische Projekt des Kremls, angeschoben in der akuten Phase der ukrainischen Krise, tritt in das Stadium seines moralischen geopolitischen Verfalls ein.




Ost-Ausschuss-Delegation reist nach Belarus

Im Rahmen einer Delegation des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft reisen vom 31. Mai bis 2. Juni 2017 rund 25 Vertreter vorwiegend mittelständischer Unternehmen zu hochrangigen Gesprächen in die belarussische Hauptstadt Minsk. Geleitet wird die Wirtschaftsdelegation von Egbert Tölle, Sprecher des Länderkreises Belarus im Ost-Ausschuss und Vorstandsmitglied der Remondis Gruppe. „Die nur eine Flugstunde von Deutschland entfernte Republik Belarus hat hervorragende Potenziale für Industrie und Handel. Sie ist zudem eine Schnittstelle internationaler Warenströme zwischen Asien und Europa. Das starke Interesse an der Reise bestätigt die Attraktivität des Standortes“, so Tölle.

Auf dem Programm der Delegation stehen Treffen mit hochrangigen Vertretern des belarussischen Außen- und Wirtschaftsministeriums sowie der Nationalen Agentur für Investitionen und Privatisierung. Darüber hinaus sind eine Präsentation des Flughafens Minsk und ein Besuch des chinesisch-belarussischen Industrieparks Great Stone geplant. „Belarus ist ein wichtiges Transitland nach Russland und Zentralasien und über die Eurasische Wirtschaftsunion an einen Markt mit 180 Millionen Verbrauchern angeschlossen. Diese Brückenfunktion könnten deutsche Investoren noch stärker nutzen, und dafür wollen wir den Weg bereiten“, sagte Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms.

Erstes Treffen des deutsch-belarussischen Unternehmerrats

Im Rahmen der Reise trifft sich erstmals seit seiner Neugründung im März 2017 der Deutsch-Belarussische Unternehmerrat. Dessen erste Sitzung wird vom belarussischen Außenminister Wladimir Makej eröffnet. Co-Vorsitzende des Unternehmerrats sind Sergej Nowitskij (HENKEL Bautechnik) als Vertreter der belarussischen Unternehmer sowie Felix Zimmermann (REMONDIS SE) auf deutscher Seite. „Der Unternehmerrat sorgt für Annäherung und Austausch zwischen Firmen in Belarus und Deutschland“, betont Zimmermann: „Als Schnittstelle zwischen Industrie und Behörden unterstützt der Rat den Abbau von Handelshemmnissen und wird seinen Beitrag zur Entwicklung der Wirtschaftskontakte zwischen Unternehmen beider Länder leisten, die gegenwärtig eine hervorragende Wachstumsperspektive haben.“

Deutsch-belarussischer Handel belebt sich

Die belarussische Wirtschaft kommt nur langsam aus der Rezession, in die sie durch die Wirtschaftskrise in Russland und verschleppte Strukturreformen geraten war. Für 2017 prognostiziert die Osteuropabank EBRD nochmals einen leichten Wachstumsrückgang um 0,5 Prozent, 2018 soll die Konjunktur dann wieder anziehen. Die deutschen Ausfuhren nach Belarus sind im ersten Quartal 2017 nach mehrjähriger Talfahrt erstmals wieder gestiegen. Sie legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 285,4 Millionen Euro zu. Die Einfuhren aus Belarus sanken hingegen im selben Zeitraum um 5,5 Prozent auf 108 Millionen Euro.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft wurde 1952 als erste Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft gegründet. Der Ost-Ausschuss vertritt die deutsche Wirtschaft in bilateralen Gremien und führt jährlich eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 21 Länder durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Der Ost-Ausschuss wird von fünf großen Wirtschaftsverbänden sowie über 200 Mitgliedsunternehmen getragen.

Pressemitteilung Ost-Ausschuss




Russland – Mähdreschermangel?

Laut Nachrichtenportal »agrarheute.com« herrscht in Russland weiterhin Mähdreschermangel. „Im Jahr 2016 hat Russland 10 Millionen Tonnen Getreide wegen des Defizits an Getreidemähdreschern verloren“, so die Meinung Peter Tschekmarevs, Direktor der Abteilung Pflanzenproduktion im Moskauer Landwirtschaftsministerium, in der Föderationsversammlung.

Aufgrund der Knappheit an Mähdreschern werde auch für dieses Jahr mit einer deutlich kleineren Getreideernte, als eigentlich eingebracht werden könnte, gerechnet. In einem Bericht schätzt er sie auf ca. 110 Millionen Tonnen, wovon etwa 63,7 Millionen Tonnen Weizen zu erwarten seien.

[hmw/russland.NEWS]