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Monat: September 2017 - russland.NEWS - russland.TV

Deutschland gibt Gemälde „Waldweiher“ von Wassili Polenow an Russland zurück

Am 26. September wurde in einer öffentlichen Übergabe in der Kunsthalle zu Kiel das Gemälde „Waldweiher“ von Wassili Polenow an den Staatlichen Literatur- und Architekturhistorischen Museumspark Taganrog zurückgegeben. Die Übergabe erfolgte durch die Direktorin der Kunsthalle zu Kiel, Anette Hüsch, an die Direktorin des Museumsparks Taganrog, Jelisaweta Lipowenko.

Das 1881 entstandene Gemälde „Waldweiher“ wurde durch die deutsche Wehrmacht im August 1943 zusammen mit anderen Sammlungsstücken aus dem örtlichen Museum an einen unbekannten Ort verbracht. 1959 gelangte es auf den Kunstmarkt. 1986 erwarb der damalige Direktor der Kunsthalle zu Kiel das Bild zusammen mit 12 weiteren Gemälden des 19. Jahrhunderts von russischen und polnischen Künstlern mit Hilfe der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein.

Seit 2015 untersucht die Kunsthalle zu Kiel systematisch ihre Bestände in einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekt, um während des Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in der Sammlung zu identifizieren. Bei diesen Recherchen entstand der Verdacht, dass es sich beim Polenow-Gemälde um im Krieg unrechtmäßig verbrachtes Kulturgut handeln könnte. In einem engen Austausch zwischen der Kunsthalle zu Kiel, dem Deutsch-Russischen Museumsdialog und dem Staatlichen Literatur- und Architekturhistorischen Museumspark Taganrog konnten die Forschungen zur Verlustgeschichte zusammengeführt und die Identität des Werkes bestätigt werden.

Aus Anlass der Rückgabe erklärte Botschafter von Fritsch: „Unrechtmäßig verbrachte Kulturgüter müssen an ihren rechtmäßigen Eigentümer oder dessen Rechtsnachfolger zurückgegeben werden. Die Bundesregierung hält sich strikt an diese Maßgabe des Völkerrechts. Mit der Rückgabe des Gemäldes ‚Waldweiher‘ von Wassili Polenow an Russland wollen wir zugleich in deutscher Verantwortung entstandenes Unrecht wiedergutmachen.“

Pressemitteilung der deutschen Botschaft in Moskau




Russland besteht auf rechtmäßige Luftaufklärung über den USA

Russland hat auf eine rechtmäßige Luftaufklärung über dem Territorium der USA bestanden.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, drohte am Donnerstag mit Gegenmaßnahmen, sollten die USA Beobachtungsflüge Russlands im Rahmen des „Vertrags über den Offenen Himmel“ verhindern.

Russland und die USA haben sich in letzter Zeit gegenseitig Verstöße gegen den „Vertrag über den Offenen Himmel“ vorgeworfen. Einem Bericht der US-Zeitung „The Wall Street Journal“ zufolge bereiten sich die USA im Moment darauf vor, russische Beobachtungsflüge über dem Territorium der USA im Rahmen des vereinbarten Programms „Offener Himmel“ einzuschränken.

Der „Vertrag über den Offenen Himmel“ wurde 1992 unterzeichnet und trat 2002 in Kraft. Die teilnehmenden Nationen werden darin berechtigt, ihre Territorien auf festgelegten Routen gegenseitig zu überfliegen und Aufnahmen zu machen. Mit dem Vertrag soll sichergestellt werden, dass die internationale Vereinbarung zur Waffenkontrolle befolgt wird.

China Radio International.CRI




Russland von seiner schmutzigsten Seite

Sogenannte Rankings sollen im Durchschnitt eruieren, wie es um eine bestimmte Sache, einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Meinung bestellt ist. Die Ergebnisse können dabei auf unverrückbaren Faktoren beruhen oder auf des Volkes subjektiver Meinung. Während üblicherweise versucht wird, bei solcher Gelegenheit die schönen Seiten von irgendetwas hervorzuheben, soll nun einmal die Schattenseite ans Licht gebracht werden. Es geht um die zehn schmutzigsten Städte Russlands.

So überhäuft wie Russland mit Naturschönheiten und landschaftlichen Reizen auch sein mag, die Größe des Landes und seine schier unerschöpflichen Ressourcen verleiteten die Menschen seit jeher zum Raubbau an seiner fragilen Umwelt. Sicherlich ist das nun wahrlich kein typisch russisches Phänomen. Die Intensität jedoch, mit der, besonders in den Zeiten der damaligen Sowjetunion, die nachhaltige Zerstörung einzelner Landstriche voran getrieben wurde, ist durchaus bemerkenswert.

Das russische Ministerium für Naturresourcen hat jüngst – anstelle einer „Must see“-Reiseempfehlung – eine Statistik veröffentlicht, in der die größten „Dreckschleudern“ des Landes verzeichnet sind. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass in diesem Ranking die wichtigsten Industriestandorte Russlands zu finden sind. Die Emisionswerte stiegen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf drastische 31,6 Millionen Tonnen. Immerhin leben in den zwanzig am meisten belasteten Städten gut vier Millionen Menschen. Die unrühmlichen Top 10 der schmutzigsten Städte hier nun im Einzelnen.

10. Bratsk: Die Wirtschaft der Stadt Bratsk im Oblast Irkutsk ist stark von ihren Aluminium- und Chemiefabriken abhängig. 1952 wurde in der Nähe ein großer Stausee angelegt, der ein 4.500 Megawatt-Kraftwerk speist. Der größte Arbeitgeber von Bratsk, RUSAL, betreibt hier eines der größten Aluminiumwerke des ganzen Landes. Laut dem Blacksmith Institute soll die Fabrik die Umwelt dermaßen stark belastet haben, dass die Stadt im Jahr 2001 evakuiert werden musste.

9. Tscheljabinsk: Die Großstadt am Rand des Ural-Gebirges zählt heute etwas mehr als eine Million Menschen und ist die neuntgrößte Stadt Russlands. Die hier ansässigen metallurgischen Kombinate gehören zu den größten metallverarbeitenden Betrieben in ganz Europa. Weitere Wirtschaftsschwerpunkte in Tscheljabinsk sind der Maschinenbau und eine Nahrungsmittel-Industrie sowie die Herstellung von Baumaterialien. In der Umgebung der Stadt befinden sich Lagerstätten von Braunkohle, Marmor und Mineralien, aus denen Seltene Erden gewonnen werden.

Die hohe Luftverschmutzung und zahlreiche, meist unkontrollierte, Mülldeponien der Schwerindustrie sorgen für ein exorbitantes Maß an Umweltzerstörung. Außerdem, als wäre das alleine nicht genug, ereignete sich 1957 ein schwerwiegender Unfall in der Nähe von Tscheljabinsk, bei dem ein Stahltank mit hoch radioaktiver Flüssigkeit explodierte. Dabei gelangten rund 750 Millionen Gigabequerel in die Umwelt, mehr als bei dem Reaktorunfall 1986 im ukrainischen Tschernobyl. Der Kernwaffenkomplex „Majak“ ist sei 1948 Teil der geheimen Atomtest-Sperrzone „Tscheljabinsk 70“.

8. Omsk: Die sibirische Millionenstadt am Zusammenfluss von Om und Irtysch entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem großen Zentrum der Petrochemie-Industrie. Heute ist Omsk Standort des Erdöl-Konzerns Gazprom Neft. Neben der Erdöl-Industrie befinden sich hier zudem große Betriebe für Geräte- und Maschinenbau, Leichtindustrie sowie für Elektronik. Weitere Erwerbsquellen für die Bewohner der Region sind die Holzverarbeitung und Nahrungsmittelproduktion.

7. Krasnojarsk: In der Nähe der fast Einmillionenstadt an Jenissei und Transsibirischer Eisenbahn befindet sich mit der kerntechnischen Anlage „Bergbau- und Chemiekombinat Schelesnogorsk“ einer der größten unterirdischen Industriekomplexe weltweit. Ein abgeschirmter und ehemals geheimer Betrieb, der seit den 1950er-Jahren Material für das russische Kernwaffenprogramm herstellt. Metallverarbeitung und Maschinenbau fallen als Umweltsünder trotz aller Präsenz nicht einmal so ins Gewicht.

Vielmehr ist das Aluminiumwerk KrAS für eine weit stärkere Umweltbelastung verantwortlich. Der Betrieb der heute ebenfalls für RUSAL produziert, ist die zweitgrößte Aluminium produzierende Anlage der Welt. Ein Wasserkraftwerk am eigens dafür aufgestauten Krasnojarsker See deckt den Energiebedarf des Aluminiumwerks. Laut Roman Pukalow, einem Umweltaktivisten der „Grünen Patrouille“ der Umweltpartei Russlands, stoße der Betrieb fast 300 mal mehr Benzopyren aus, als gesetzlich zulässig. Die Belastung durch das besonders gesundheitsschädliche Fluor, das bei der Produktion von Aluminium anfalle, sei erschreckend hoch, so Pukalow.

6. Magnitogorsk: „Die Stadt am magnetischen Berg“, so die wörtliche Übersetzung der Stadt, die ebenfalls im Oblast Tscheljabinsk liegt, ist seit 1930 ein Zentrum der Stahlerzeugung. Der Stahl für die russischen Panzer im Zweiten Weltkrieg stammte fast ausnahmslos aus dem hier ansässigen Stahl- und Eisenwerk, einem der größten in ganz Russland. Heute hat das Unternehmen Magnitogorsk Iron and Steel Works seinen Hauptsitz in der 460.000 Einwohner zählenden Stadt.

Dem Blacksmith Institute zufolge verursachen hohe Konzentrationen an Schwermetallen eine dementsprechend hohe Krebsrate. Auf Grund der extremen Luftverschmutzung sei es in Magnitogorsk schwierig ein Kind lebend zur Welt zu bringen, heißt es. Laut dem örtlichen Krankenhaus schätzt man lediglich bei einem von hundert Kindern auf einen guten gesundheitlichen Zustand.

5. Nischni Tagil: Ebenfalls im Ural, nördlich von Jekaterinenburg, wird Eisen gewonnen und verhüttet. Industriezweige der Stadt mit 360.000 Einwohnern sind demzufolge auch die Metallverarbeitung und der Maschinenbau. Das bedeutendste Unternehmen in Nischni Tagil ist der weltgrößte Panzerfahrzeughersteller Uralwagonsawod. Ebenso hat das Stahlwerk NTMK seinen Hauptsitz in der Stadt. Für die Reorganisation der Metallkombinate sind hauptsächlich deutsche Unternehmen, wie zum Beispiel Thyssenkrupp, verantwortlich.

4. Nowokusnezk: Die Halbmillionen-Stadt im Steinkohlerevier des Oblasts Kemerowo im Südwesten Sibiriens, ist eines der größten Industriezentren Westsibiriens. Hier befinden sich die Metallurgiekombinate der beiden größten Eisenbahnschienen-Hersteller Russlands. Das Aluminiumwerk Nowokusnezk, eine Fabrik für Eisenlegierungen sowie Maschinenbaubetriebe, Nahrungsmittelproduktionen und zwei Heizkraftwerke sorgen für nicht zu unterschätzende Umweltbelastungen. In zwei der Nowokusnezer Steinkohlebergwerke kam es im Jahr 2007 zu folgenschweren Grubenunglücken, als sich Methangas-Explosionen ereigneten. Insgesamt 158 Bergarbeiter verloren dabei ihr Leben.

3. Tscherepowez: Eisenhütten, Stahlwerke, Werften und Chemiebetriebe bestimmen das Bild der nordwestrussischen Stadt, mit etwas mehr als 310.000 die Größte im Oblast Wologda. Eines der weltgrößten integrierten Hüttenwerke wird vom Stahlproduzenten Severstal betrieben. Die hohe Erzeugung von Rohstahl führte zu beträchtlichen Staubemissionen in Tscherepowez. Seit dem Jahr 2012, im Zuge eines Umweltprogramms des Unternehmens, wurde in dem Werk in eine neue Sekundärentstaubung der Firma Siemens investiert.

2. Lipezk: Im Jahr 1805 verlieh man der heutigen Halbmillionenstadt in der Nähe von Woronesch wegen seiner Mineralheilquellen das Prädikat Kurort. Wenn man sich Lipezk jedoch heute als Zentrum eines Eisenerz-Abbaugebiets mit all seinen Stahlwerken, Maschinenbaubetrieben und seiner chemischen Industrie ansieht, mag man daran zweifeln. Der größte Arbeitgeber der Region ist das seit 1992 privatisierte metallurgische Kombinat OJSC Novolipetsk Steel. Im Jahr 2011 wurde in Lipezk das Internationale Umweltschutzforum „ÖkoRegion“  abgehalten.

1. Norilsk: Unrühmlicher Spitzenreiter der Top 10-Städte der Umweltsünden in Russland ist zweifelsohne Norilsk. Nicht weit von der Küste des Nordpolarmeeres entfernt – die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt Minus zehn Grad Celsius – ist der Weltmarktführer der Nickel- und Palladium-Produktion, Norilsk Nickel, zu Hause. Die Produktion von Nickel verursacht extrem nachhaltige Umweltschäden und hat schwerste gesundheitliche Folgen für die 175.000 Einwohner der Industriestadt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Norilsk, der nördlichsten Großstadt der Welt, als moderne Planstadt aus Plattenbauten konzipiert, gut zehn Jahre unter der anderer Regionen Russlands. Atemwegserkrankungen sind an der Tagesordnung und die Krebsrate dementsprechend hoch. Waren es zur gründung der relativ jungen Stadt 1935 ausschließlich Gulag-Insassen, die im Nickelabbau tätig waren, bietet Norilsk Nickel heute eine der wenigen Erwerbsmöglichkeiten in der Region.

Den am stärksten verschmutzten Gebieten und Regionen widmete sich unterdessen das russische Umweltministerium, wie die staatliche Zeitung Rossijskaja Gazetta berichtet. Bis Ende des Jahres, dem „Jahr der Ökologie“ in Russland, will man analog zu den russischen Städten ein Umweltranking der russischen Regionen erarbeiten, erklärte der russische Umweltminister Sergej Donskoj. Hierzu soll auch das dazugehörige Umwelt-Management bewertet werden.

[mb/russland.NEWS]




Russlands Internet ist anders! [Video]

Das russischsprachige Internet ist in vielerlei Beziehungen ganz anders als das Deutsche und wer sich für dieses Thema interessiert sollte unser kleine Einführung ins RuNET mit Ariana schauen.

Wo man was findet, was sehens- oder lesenswert ist, all diese Themen schneidet unsere junge Onlineführerin an – ob Soziale Netze, Suchmaschinen, News oder Webvideos. Ein Video im Rahmen von Ariana´s Freitagsreihe Russisch vs. Deutsch mit vielen Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Russland und Deutschland.




Putins Rede bei Erdogan auf deutsch [Video]

Russlands Präsident Putin besucht aktuell in Ankara den türkischen Staatschef Erdogan.

Seine Rede in der dortigen Pressekonferenz widmete er allen wichtigen Aspekten der russisch-türkischen Zusammenarbeit: Dem Bemühen um ein Ende des Syrienkriegs gemeinsam mit dem Iran und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, etwa im Energiesektor. Auch aus dem Tourismusbereich hatte er gute Nachrichten für den Gastgeber zu verkünden: 2017 fuhren die Russen wieder in großer Zahl als Touristen in die Türkei und schlossen damit manche Lücke, die von ausbleibenden Urlaubern aus dem Westen bestand. Bei uns die wesentlichen Teil der Rede in Übersetzung des Originalmanuskripts des Kreml.




Russland begrüßt kurdische Autonomie

Die syrische Außenministerin hat erklärt, dass die syrische Regierung „bereit ist, eine Selbstverwaltung mit den syrischen Kurden zu diskutieren, nachdem der endgültige Sieg über die terroristische Gruppe Islamischer Staat“ errungen sein wird.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums erklärte dazu, „Wir begrüßen und unterstützen die syrische Regierung bei ihren Bemühungen, eine nationale Versöhnung zu erreichen und gute Bedingungen für die Existenz von Vertretern verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen der Gesellschaft in Syrien zu schaffen.“

Die Kurden besiedeln heute nach den Kämpfen mit dem IS wieder einen breiten Streifen an der fast 1.000 km langen Grenze zur Türkei.
Bei der Bekämpfung des IS standen die Kurden auf der Seite der US-geführten Koalition.

Die Türkei befürchtet, dass die Kurden in Syrien einen unabhängigen kurdischen Staat an der Südgrenze der Türkei bilden könnten, was separatistische Stimmungen unter Kurden in der Türkei auslösen könnte.
Seit Jahrzehnten gibt es Bestrebungen der an der Grenze in der Türkei, in Syrien und in benachbarten Staaten lebenden Kurden einen eigenen Staat zu bilden. Die militanteste Gruppe ist die Arbeiterpartei Kurdistans (kurdisch: Partiya Karkerên Kurdistanê, Abk. PKK), eine kurdische, sozialistisch ausgerichtete Untergrundorganisation mit Ursprung in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei. Sie kämpft für die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete in der Türkei, teilweise auch in den angrenzenden Ländern.

[hmw/russland.NEWS]




Frischer Wind auf der Seidenstraße

Berlin nimmt einen neuen Anlauf zur Sicherung seines Einflusses in Zentralasien gegenüber Russland und China. Schauplatz ist Usbekistan, das bevölkerungsreichste Land der Region, das in den vergangenen 25 Jahren stets Schlüsselpartner der Bundesrepublik unter den fünf postsowjetischen Staaten Zentralasiens war. Lange Zeit unterhielt die Bundeswehr dort sogar einen Stützpunkt.

Jetzt sucht die Bundesregierung mit einem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen ihre Stellung in Usbekistan wieder zu stärken. Hintergrund ist einerseits das Bestreben des seit einem Jahr amtierenden Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev, eine neoliberale Öffnung einzuleiten; andererseits setzen Einflussgewinne Russlands auf ökonomischem und militärischem Gebiet sowie die erheblich zunehmende wirtschaftliche Bedeutung Chinas Deutschland unter Druck: Soll die eigene Position in Zentralasien nicht geschwächt werden, gilt es, rasch gegenzusteuern.

Die Bundesregierung nimmt einen neuen Anlauf, um ihre Beziehungen zu Usbekistan wieder zu stärken. Erstmals seit fünf Jahren fand im Sommer eine Sitzung der Deutsch-Usbekischen Regierungsarbeitsgruppe für Handel und Investitionen statt. Zum ersten Mal hatte die Arbeitsgruppe 2012 getagt – mit dem erklärten Ziel, „die Grundlage für die weitere Vertiefung [der deutsch-usbekischen] Beziehungen“ zu legen, wie der deutsche Botschafter damals erklärte. Die fünfjährige Pause, die dieser Ankündigung folgte, zeigt, dass sich die Berliner Hoffnung auf wachsenden Einfluss in Taschkent bislang nicht erfüllt hat. Jetzt jedoch wittert der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft „frischen Wind“.

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Blauhelm-Soldaten für den Donbass – unwahrscheinlich

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat am Donnerstag erklärt, dass Kiews Forderungen, eine UNO-Mission zum Schutz der OSZE-Mission an der russisch-ukrainischen Grenze einzusetzen, dem Minsker Abkommen widerspreche.

Der Entwurf, den Russland am 5. September bei der UNO eingereicht habe, ziele einzig und allein darauf ab, die Sicherheit der OSZE-Mission an der Frontlinie und in den „Donbass-Republiken“ zu gewährleisten. Damit solle weder das Minsker Abkommen noch, die Kontaktgruppe für Gespräche ersetzt werden – dies werde in den Medien häufig falsch dargestellt, besonders in den ukrainischen.

Die Aufgaben der UN-Mission müsse genau definiert werden und kämen nur infrage, wenn beide Parteien die Waffen von der Frontlinie abgezogen hätten und mit der Mission einverstanden seien.

Die »Iswestija« schreibt heute, Bezug nehmend auf eine hohe diplomatische Quelle, dass Russland gegen einen ukrainischen Entwurf, der nicht dem Minsker Abkommen entspricht, sein Veto einlegen werde. Bislang sei zwar viel über einen solchen Entwurf gesprochen worden, er sei jedoch bisher nicht eingereicht.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrats, Konstantin Kosatschew, hält diese Tatsache für wenig erklärbar und meint „Es entsteht das Gefühl, dass es der Ukraine wichtig ist, diesen Prozess zu bremsen, um die Besprechung des russischen Entwurfs zu verhindern.“

In dem Bestreben der Ukraine, UN-Soldaten auch an der russischen Grenze einzusetzen, sieht er den Versuch, den Konflikt als zwischenstaatlich – zwischen Ukraine und Russland – zu deklarieren, wodurch Russland zum Konfliktpartner würde. Die Ukraine befände sich nach dieser Definition mit Russland im Krieg.

Nach der im Minsker Abkommen getroffenen Definition ist der Konflikt jedoch ein innerukrainischer mit der heutigen Konfliktzone zwischen den „Donbass-Republiken“ und der Ukraine als Grenze und Russland ist als Teilnehmer des Minsker Abkommens ein Garant.

Das Minsker Abkommen sieht UN-Soldaten an der ukrainisch/russischen Grenze als letzten Schritt vor, nachdem alle anderen Punkte erfüllt sind.

Der Abgesandte der „Donezker Volksrepublik“ bei der Kontaktgruppe der Minsker Gespräche, Denis Puschilin, erklärte in einem Gespräch im Russischen Föderationsrat, dass die Krise erst dann beigelegt werden könne, wenn es ein Gesetz über den besonderen Status des Donbass gebe.

Die Ukraine müsse ihre gegenüber dem Donbass und gegenüber der Weltgemeinschaft eingegangenen Verpflichtungen erfüllen.

„Das ist ein Thema, wo wir kein Recht haben, irgendwelche Zugeständnisse zu machen, denn das ist die Grundlage des Minsk-Prozesses“, betonte er.

„Ohne einen besonderen Status und klaren politischen Perspektiven gibt es keine Chancen, den Konflikt zu beenden. Das Leben von Tausenden von Donbass-Bürgern hängt davon ab“, sagte er und warnte, dass das Hinausziehen dieses Prozesses zu einer weiteren Eskalation und mehr Toten führen kann.

[hmw/russland.NEWS]




Russland und USA planen gemeinsame Mondstation

Irgendwie hat der Mond immer noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Es war zwar seit langem niemand mehr oben auf dem Erdtrabanten, aber so ganz hat ihn die Raumfahrt nie aus den Augen verloren. Nun soll der gute alte Mond als Basis für fernere Exkursionen ins All dienen.

Der damalige Wettlauf zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, wer denn nun als Erster den Mond betreten würde, ging 1969 eindeutig an die NASA. Lange Zeit sah es so aus, als wenn dieses Wetteifern der beiden „Supermächte“ der einzige Grund der Wissenschaft für das Interesse an dem Anhängsel unseres Planeten gewesen sei. Die Mission war dann auch fürs Erste zu Ende. Zwar flog man bis 1972 noch ein paar Mal hin, um Steine aufzulesen und Daten zu sammeln, danach jedoch wandte man sich sowohl bei den Kosmischen Streitkräften, später Roskosmos, und der NASA wieder anderen Dingen zu.

Nun scheint der Erdtrabant nach 45 Jahren sein Comeback zu erleben. Zum Einen will man gut betuchte Weltraumtouristen dorthin in den Urlaub locken, was theoretisch noch vor 2020 Realität werden könnte, und zum Anderen soll der Mond als Ausgangspunkt für Missionen in die unendlichen Weiten des Weltraums genutzt werden. Die USA und Russland unterzeichneten bereits ein entsprechendes Koalitionsabkommen für das Langzeitprojekt unter Federführung der NASA. Geplant ist demnach die Entwicklung einer ganz oder teilweise bemannten Raumstation, die ähnlich der ISS die Erde, den Mond in seinem Orbit umkreisen soll.

„Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir zusammen am Bau der internationalen Raumstation Deep Space Gateway teilnehmen werden“, bestätigte der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow, am gestrigen Mittwoch gegenüber den Medien. „Die Partner beabsichtigen, internationale technische Standards zu entwickeln, die später genutzt werden können, um insbesondere eine Raumstation im Mond-Orbit zu bauen“, hieß es bei der russischen Raumfahrtagentur.

Laut Komarow könne Russland den Bau von einem bis drei Modulen oder auch die Entwicklung einheitlicher Standards von Andockmodul-Mechanismen für Raumschiffe sowie Trägerraketen für den Transport ins All zu dem Projekt beisteuern. Die Raumstation selbst soll auf einer Umlaufbahn um den Erdtrabanten kreisen, um von dort aus Mondlandungen und weitere Flüge in die Tiefen des Weltalls vorzubereiten und zu koordinieren. Allein der einfache Flug zum Mars dauert derzeit noch rund sechs Monate und könnte durch eine Mondbasis entsprechend verkürzt werden. Man schätzt, dass die ersten Bauteile in den Jahren 2024 bis 2026 ins All gebracht werden könnten.

Viele Details stünden jedoch noch in Frage, heißt es unisono bei beiden Behörden. So ist man sich beispielsweise nicht einmal einig, in welcher Höhe die Raumstation den Mond umkreisen soll. Igor Komarow hätte auch nichts gegen eine Beteiligung der BRICS-Staaten China und Indien einzuwenden, wie er betonte. Zudem habe auch die europäische Raumfahrtagentur ESA bereits angefragt und ihr reges Interesse bekundet.

Einzig der Abschluss eines bindenden Vertrages von staatlicher Seite stünde noch aus, um dem Mond endgültig zu seiner Renaissance zu verhelfen. Genügend Erfahrung bei der Kooperation im Kosmos haben sie inzwischen ja sammeln können, die USA und Russland. Immerhin betreiben sie schon seit 1998 die rund 400 Kilometer oberhalb der Erde stationierte Raumstation ISS. Seit dem Jahr 2000 ist die Station sogar dauerhaft von wechselnden Crews bewohnt. So wie es aussieht, soll die ISS noch bis 2024 genutzt werden. Was dann mit ihr geschehen soll, steht buchstäblich in den Sternen.

[mb/russland.NEWS]




Auch in Katalonien sollen „russische Beeinflussungskampagnen“ am Werk sein

[von Florian Rötzer] Mittlerweile ist die Strategie, hinter unerwünschten Richtungen der Ereignisse russische Beeinflussungsoperationen zu sehen, zu einem Standard geworden. Das Narrativ ist von den Demokraten und von den Anti-Trump-Medien in den USA während des Wahlkampfs ausgearbeitet worden und schloss an den Ukrainekonflikt an, in dem Russland aus der Sicht der Nato einen „hybriden Krieg“ mit militärischen und medialen Mitteln geführt habe.

El Pais, die größte spanische Zeitung, die gegen das Unabhängigkeitsreferendum positioniert ist, hat eine Woche vor dem geplanten Referendum, das die spanische Regierung auf jeden Fall verhindern will, das Narrativ der russischen Beeinflussung entdeckt oder ausgegraben – auf fast schon peinliche Weise.

Russische Medien, so die Behauptung, würden den Konflikt um das Streben nach Unabhängigkeit in Katalonien benutzen, „um Europa zu destabilisieren“. Nach angeblichen Eingriffen, um den Brexit zu fördern, Trump an die Macht zu bringen, Le Pen in den französischen Wahlen oder auch die AfD in Deutschland zu stärken, habe die „russische Online-Beeinflussungsmaschine“ nun Katalonien ausgemacht, um den Hebel gegen die spanische Regierung und eben die ganze EU anzusetzen. Russische Medien reagieren amüsiert.

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