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Monat: Juni 2018 - russland.NEWS - russland.TV

WM-Blog – Ruhepause, Spielpause, Fanpause in Tarussa

Es beschleicht mich heute ein seelisches Tief. Ich vermisse die Familie. Aber zum Glück habe ich ja die Jungs. Und Guntar natürlich.
Unser nach Russland ausgewanderter Freund hat uns gestern in Serpuchow mit seinem Militärfahrzeug, einem Jeep UAZ, sehr herzlich in Empfang genommen und nach Tarussa mitgenommen. Serpuchow (dort sind russische Atomraketen stationiert) ist eine Stadt rund 100 Kilometer südlich von Moskau.
Die Fahrt nach Tarussa (nochmals rund 35 Kilometer) wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Außer Luft zum Atmen war kein Platz für nix mehr in dem Auto (die Koffer hatten wir auf dem Schoß, die Arme irgendwo in einer freien Spalte, Rausgucken und selbst ein Foto machen war kaum möglich).
In Tarussa wohnt Guntar seit mehr als 20 Jahren. Er und seine Freunde betreiben eine Bio-Farm und er ist Chef-Herausgeber von russland.news. Er erzählt uns so viel Spannendes über Russland, dessen Geschichte, Kultur, seine Menschen. Und auch Guntar selbst hat ein bewegtes Leben. Alles hier darzustellen, würde leider den Rahmen sprengen und ein eigenes Buch ausfüllen. Nur so viel: Wir haben in der kurzen Zeit in Tarussa unglaublich viel gelernt!
Der Transfer von Kasan nach Tarussa dauerte insgesamt 17 Stunden – TransSib, Metro in Moskau, ausgiebiger Fußmarsch samt Gepäck, russische Eisenbahn (die ist breiter als die deutsche) und schließlich
Wir lassen es den ganzen Tag gemütlich angehen, gehen an die Oka (zweitgrößter Fluss der Welt mit drei Buchstaben – für alle Kreuzworträtselfans) in ein schnuckeliges Restaurant, essen Borsch (traditionelle russische Suppe mit Fleisch und Gemüse, sehr lecker!).
Viele reiche Russen aus Moskau machen seit ein paar Jahren Urlaub in Tarussa oder fahren übers Wochenende in ihre Ferienhäuschen (Datschen). Richtig gemocht werden die Moskauer Touristen hier nicht wirklich. Kaufen die doch oft das ganze Fleisch auf.
Bier geht zum Glück nicht aus. Guntar hat einen sensationellen Kühlschrank, der nie leer wird. Trotz aller Anstrengung. Man könnte meinen, er funktioniere halbautomatisch und es säße jemand drin, der stetig nachfüllt.
Wohnen tun wir im „Stiftungshaus“. Guntar und seine schweizer Freunde haben eine Stiftung gegründet, die z.B. Menschen mit Behinderung, in Arbeit bringt. Man betreibt Viehzucht, und landwirtschaftliche Produkte werden angebaut. Die werden dann nach Moskau in teure Restaurants verkauft.
Auch im Stiftungshaus werden wir freundlich empfangen. Und ein eigenes Zimmer nach zwei Wochen diverser Schlafplatzgesellen ist ebenfalls toll! Landschaftlich erinnert mich diese Gegend sogar an meinen Heimatort Marpingen.
Und es gibt ein tolles blaues Haus, das mich an Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbunt erinnert:
Dass Schwule und Lesben in Russland verfolgt werden würden – so wie in der westlichen Presse gerne dargestellt -, ist vollkommener Quatsch. Es gibt auch in Russland zum Beispiel Kneipen für Homosexuelle. Oder die Internetseite www.gay.ru. Diese darf man erst ab 18 Jahren einsehen. Aber daraus gleich eine „Unterdrückung“ zu machen, ist sehr weit hergeholt.
Überhaupt: Russland wird vielfach von westlichen Medien in ein schlechtes Licht gerückt. Vieles, was wir vorher an Negativem über Russland gelesen haben, trifft schlicht nicht zu. Wir treffen so viele aufgeschlossene, freundliche Menschen, die fortschrittlich denken und sich daüber freuen, dass so viele Fans aus allen Ländern der Welt nach Russland kommen.
Was ist anders als in Deutschland? Zum Beispiel die Nylontüten, die es an den Einkaufskassen gibt. Und viele Plastikflaschen – die dann einfach mit dem übrigen Restmüll entsorgt werden.
Bei Guntar im Garten – Entspannungstag:
Auf dem Wochenmarkt:
Orthodoxe Kirche in Tarussa:
Guntar erwies sich eines Schwenkers absolut würdig! Zum Dank bekam er natürlich unser mitgebrachtes Roter-Platz-Exemplar geschenkt. Steht nun exponiert in seinem Garten. Macht sich gut, wie wir finden.
Außerdem bekam Guntar ein Team-Trikot von uns. Er gehört jetzt ja mit dazu!
Und dann kam der große Moment: Wir stießen mit unserem ersten Wodka gemeinsam an … es sollte – wie sollte es anders sein – traditionsbedingt nicht der letzte sein …
Ehemaliges Gefängnis in Tarussa. Heute Unterbringung der Feuerwehr. Hier waren insbesondere die Häftlinge untergebracht, die mit einem Bann belehrt worden waren: Sie durften nicht näher als 100 km an Moskau herankommen.
Typisches Fahrzeug:
Tomaten aus Aserbaidschan:
Norberto Grillmeister:
Bei Guntar ließen wir gestern auch den zweiten Tag gelassen angehen: Frühstück um die Mittagszeit, danach eine Marktbesichtigung, kleiner Spaziergang, Grillen (Norberto war nicht zu bremsen!), Fußball Argentinien-Frankreich.
Von Guntar erfahren wir weiter viel über Russland und wie es kam, dass er dorthin auswanderte. Die Lebenshaltungskosten sind gering (etwa 80 Euro an Nebenkosten im Monat für ein Haus). Vermietete Wohnungen gibt es so gut wie gar nicht. Nach der Wende Anfang der 90er Jahre wurden die Wohnungen an diejenigen verschenkt, die gerade darin wohnten. So wurde man zwar Eigentümer der Wohnung (und kann diese weiterverkaufen), nicht aber Eigentümer des gesamten Hauses oder des Grundstücks. Das verbleibt im Staatsbesitz. Das erklärt vielleicht auch, warum so viele Häuser äußerlich in einem verbesserungswürdigen Zustand sind.
Putin hat viel für dieses Land gemacht. Auf Putins Vorgänger Boris Jelzin dagegen sind die meisten Russen nicht so gut zu sprechen. Unter ihm gab es Sodom und Gomorrha, die Reichen wurden reicher, die Armen immer ärmer. In dieser Zeit machten einige Russen richtig Kasse, weil sie tun und lassen konnten, was sie wollten. Mit Putin wollten die Oligarchen dann einen weiteren „Strohmann“ installieren, aber Putin ließ das nicht mit sich machen und unterband dieses Treiben letzlich. Das stärkte den Anfangs unterschätzten neuen Präsidenten.
Putin hat den Russen auch ihr Selbstbewusstsein und den Stolz zurückgegeben. Warum ihn einige doch nicht wählen würden, liegt an der Sozialpolitik, die von westeuropäischen Standards weit entfernt ist.
Das Alter zwischen 20 und 50 ist in Russland das gefährlichste, schwierigste Alter. „Erlebst du die 50, hast du gute Chancen, richtig alt zu werden“, meint Guntar. Als Beispiel nennt Guntar seine unmittelbare Nachbarschaft, in der zwei Männer auf mysteriöse Art gestorbene seien: Der eine bekam von seiner aktuellen Ehefrau (nachdem er mit seiner Ex ein Trechtelmechtel anfing) einen Messerstich in den Oberschenkel und verblutete quasi noch während des Zechens, der andere ging besoffen in den Fluss.
Die reichsten Leute seien früher übrigens die Verkehrspolizisten gewesen, meint Gunnar. Und auch noch heute könne man Führerscheine kaufen. Auf Autos legen Russen mindestens ebenso viel Wert wie die Deutschen – im Allgemeinen zumindest, denn mit meinem Dacia würde ich auch in Russland eher belächelt werden.
Guntars Wunder-Kühlschrank, der nie leer wird, war gestern Morgen noch voller als wir  abends zuvor.
Doch ganz am Ende – also nach zwei vollen Tagen – schafften wir es doch noch, den Kühlschrank komplett zu plündern. Guntar ist ein liebenswerter, hervorragender Gastgeber. Vielen lieben Dank, lieber Guntar! Vielleicht kriegst du ja mal die Kurve, im Saarland vorbeizuschauen – wir haben ähnlich gute Kühlschränke …



Das Ende wertegeleiteter Außenpolitik – Merkel ein Auslaufmodell

Bundeskanzlerin Merkel, arg gebeutelt in der Flüchtlingskrise und im Handelsstreit mit Amerika, beschwört die Festung „Wertegemeinschaft Europa“. Sie versucht ihrer angestammten Rolle gerecht zu werden, das liberale Wertemodell des Westens vor Autokraten wie Trump, Putin, Xi Jingping und Erdogan zu retten.

Doch außer Deutschland glaubt niemand mehr ernsthaft an das Primat der wertegeleiteten Außenpolitik. Merkel gilt als Auslaufmodell. Auch wenn es der liberalen Elite in Deutschland sehr weh tut: Künftig werden wieder Interessen, nicht eng verstandene Werte, die Weltpolitik bestimmen. Ein Aufschrei geht durch die Reihen der liberalen Eliten wenn US-Präsident Trump „nationale Interessen“ seines Landes wieder in den Vordergrund rückt. Russland, China, Indien haben das aber nie anders gehandhabt.

Trump wird zwar am NATO-Gipfel in Brüssel übernächste Woche teilnehmen, wird jedoch die dorthin eilenden Verbündeten wie Vasallen behandeln. Noch nie hat ein US-Präsident so verächtlich auf seine Partner herabgesehen. Unmissverständlich wird er mehr Geld von den Alliierten für die Nato fordern. Und die unterwürfigen EU-Politiker, allen voran Generalsekretär Stoltenberg, werden eilig versprechen, die Rechnung zu bezahlen.

Trump wird seine Nato-Partner in größter Verwirrung und Sorge über die Zukunft des Verteidigungsbündnisses zurücklassen. Dann wird er nach Osten fliegen, um in Finnland seinen Amtskollegen Putin zu treffen, den er offensichtlich mehr respektiert, als die wortstarken aber handlungsschwachen „Waschlappen“ in den eigenen Reihen.

Natürlich wird in Helsinki keine neue Freundschaft zwischen den USA und Russland besiegelt werden. Das wäre Utopie. Aber, anders als sein Vorgänger Obama, sieht Trump in Russland keine Regionalmacht, sondern einen starken Akteur, mit dem man zankt, Schläge austeilt, aber dennoch in den Brennpunkten der Weltpolitik kooperiert – jedenfalls effektiver als mit den Europäern.

Trump würde am liebsten den geopolitischen Konflikt mit Russland im postsowjetischen Raum beenden. Er ist, aus seiner Sicht, völlig nutzlos. Die Perspektive seiner Vorgänger, die an eine Demokratisierung der Ukraine, Belarus sowie anderer postsowjetischen Länder glaubten, ist ihm fremd. Wohin soll sich eine EU, die selbst um ihr Überleben kämpft, denn weiter erweitern?

Wenn es zwischen Trump und Putin zur Einigung über ein koordiniertes Vorgehen in Syrien, im Nahen Osten (atomare Entwaffnung des Iran) und Korea kommt, wird an der Ostgrenze Europas abgerüstet. Auch in der Ukraine. Trump könnte die NATO-Manöver im Baltikum ebenso schnell aussetzen, wie er die „Kriegsspiele“ an der nordkoreanischen Küste gestoppt hat.

Trump liebt Deals über alles – und er ist eitel. Er schwächt brutal seine Kontrahenten und zwingt ihnen seinen Kompromiss auf. Die Europäer behandelt er jedenfalls so. Russland ist da ein härterer Brocken. Nichtsdestotrotz sieht Russland seine Vorteile im Dealen mit diesem Trump. Der größte: Russland und die USA werden wieder ebenbürtig.

Putin kann Trump, wenn er will, schon in diesem Jahr zum Nobelfriedenspreis verhelfen.




Putin unterzeichnete neues Gesetz zur Sperrung von Kreditkarten

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Bundesgesetz über die Änderung bestimmter Gesetze zur Bekämpfung des Gelddiebstahls von Bankkarten unterzeichnet.

Zuvor konnten Banken die Karten nur auf Wunsch des Kunden sperren. Jetzt brauchen Banken nicht mehr die Zustimmung des Benutzers, um die Funktion der Karten für bis zu zwei Arbeitstage zu stoppen. Als Grundlage für diese Sperrung dient der Verdacht auf Diebstahl.

Wenn die Bank feststellt, dass ein verdächtig großer Betrag von einem Konto abgebucht wurde, kann sie diesen Vorgang nicht ignorieren und wird das Konto einfrieren.

Die Blockierung erstreckt sich nicht nur auf die Karte, sondern auch auf die damit verbundenen Dienste und mobilen Anwendungen. Falls einer Bank etwas Verdächtiges an einer Karte auffällt, muss sie den Besitzer telefonisch oder per E-Mail informieren. Nach der Mitteilung des Bankkunden, dass mit der Karte und den Geldbewegungen alles in Ordnung ist, muss die Bank die Karte wieder entsperren.

Letztes Jahr wurden in Russland 300 Tausend Bankkarten gestohlen, wobei ein Schaden von 1,05 Milliarden Rubel entstand. Banken geben ihren Kunden das Geld, das über ihre Karten gestohlen wurde, normalerweise zurück, aber nicht immer. Und nur, wenn der Kunde den Diebstahl im Laufe von 24 Stunden meldet, und nicht für den Diebstahl der Datenkarte verantwortlich ist.

Das neue Gesetz tritt 90 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft.

[hub/russland.NEWS]




RZD wird Belegschaft um 42 Tausend Menschen reduzieren

Die russische Eisenbahngesellschaft RZD plant, die Anzahl der Mitarbeiter bis zum Jahr 2025 um 42.000 Personen zu reduzieren, hat RIA Novosti aus dem langfristigen Entwicklungsprogramm des Unternehmens erfahren.

Derzeit arbeiten 737.400 Menschen bei der russischen Eisenbahn. Die Zahl der Beschäftigten soll aufgrund des natürlichen Personalabflusses, der Umorganisation von Arbeitskräften und der Einführung neuer Technologien abgebaut werden.

Nach diesem Schritt soll das durchschnittliche Gehalt im Unternehmen auf ungefähr 80 tausend Rubel wachsen wird – jetzt sind es ungefähr 55 tausend Rubel.

Gleichzeitig will das Unternehmen jährlich 65.000 neue Mitarbeiter einstellen.

[hub/russland.NEWS]




Nord Stream 2 könnte Dänemark umgehen

Die Nord Stream 2 AG erklärte, dass Dänemarks mögliche Weigerung, den Bau der Nord Stream-2-Gaspipeline in seinen Hoheitsgewässern zu genehmigen, die Durchführung des Projekts nicht beeinträchtigen wird.

Der Finanz-Direktor von NS2, Paul Corcoran, sagte am Rande einer Gaskonferenz in Washington, dass die Verlegung der Rohre im Sommer beginnen könnte. „Wenn die dänische Regierung die Verlegung der Gaspipeline in ihren Hoheitsgewässern nicht genehmigt, werden wir die Route ändern müssen, und die wahrscheinlichste Option dafür liegt in den internationalen Gewässern nördlich von Dänemark“, sagte der Top-Manager.

Laut ihm wird die Änderung der Route die Kosten und den Zeitplan des Projekts nicht wesentlich beeinflussen. Das Gebiet, das in den dänischen Hoheitsgewässern liegt, beträgt nur etwa 10 Prozent der Gesamtlänge der Gaspipeline.

Bisher gingen die Betreiber von NS2 davon aus, „in den nächsten Monaten“ die Erlaubnis von Dänemark zu bekommen. Schon jetzt gibt es Genehmigungen von vier der fünf Länder, deren Gewässer die Gaspipeline passieren wird – Russland, Finnland, Schweden und Deutschland.

[hub/russland.NEWS]




Fans gaben bei der WM viel Geld aus

In den ersten Tagen der Fußballweltmeisterschaft in Russland gaben ausländische Gäste 1,7 Milliarden Rubel, das entspricht rund 23,6 Millionen Euro, mittels Visa-Karten in Moskau aus, berichtet des Unternehmen. Das Zahlungssystem ist offizieller Partner der FIFA und globaler Sponsor der Weltmeisterschaft.

Als weitere Städte, in denen Ausländer das meiste Geld ausgegeben haben, werden St. Petersburg mit 506 Millionen Rubel, das sind sieben Millionen Euro und Sotschi mit 104 Millionen Rubel, etwa 1,4 Millionen Euro, genannt. In Kasan ließen die WM-Touristen 71 Millionen Rubel, knapp eine Million Euro, und in Jekaterinburg 48 Millionen Rubel, über 650.000 Euro. Die meisten Ausländer verbuchten die Austragungsorte Moskau, St. Petersburg und Sotschi. Das ergab eine Analyse durch Visa vom 14. bis 18. Juni.

Die verschwenderischsten ausländischen Gäste waren Touristen aus den Vereinigten Staaten, gefolgt von China und Mexiko. Am wenigsten hätten demnach die Gäste des Königreichs Tonga ausgegeben.

Die meisten ausländischen Touristen in den Städten, in denen die Meisterschaft ausgetragen wurde, gaben ihr Geld für Hoteldienstleistungen, Kleidung sowie in Restaurants und Cafés aus. Die durchschnittliche Rechnung für ausländische Inhaber von Visa-Karten betrug 3575 Rubel, also rund 50 Euro. Jeder fünfte Einkauf in den elf Spielstädten erfolgte über kontaktlose Bezahlmethoden wie Smartphones, Armbänder und Ringe.

USA und China weltmeisterlich im Geld ausgeben

Die durchschnittliche Summe für eine Bezahlung über ausländische Visa-Karten wurde in der Kategorie „Luxusgüter“ mit 23.000 Rubel, etwa 320 Euro, verzeichnet. Danach folgt die Kategorie „Hotelleistungen“ mit 15.000 Rubel, knapp 210 Euro. Die durchschnittliche Ausgabe in der Kategorie „modische Kleidung“ betrug 8.000 Rubel, etwas mehr als einhundert Euro.

Da Visa ein Sponsor der Weltmeisterschaft ist, kann in den Stadien, in denen die WM-Spiele stattfinden, nur mit Visa-Karten oder mit Bargeld bezahlt werden. Das Zahlungssystem analysierte auch die Daten über die Ausgaben in den Stadien vom 14. bis 21. Juni.

Angeführt wird das Volumen der Transaktionen innerhalb der Stadien von der Luzhniki-Arena, wo die Zuschauer 139 Millionen Rubel, fast zwei Millionen Euro, ausgaben, von denen etwas mehr als die Hälfte, nämlich 71 Millionen Rubel, Ausländer ausgegeben haben und 68 Millionen Rubel die Russen. Die Fans gaben mit nur 16,5 Millionen Rubel, knapp 230.000 Euro, am wenigsten Geld im Stadion in Kaliningrad aus,. Der Durchschnitt pro Person in allen Stadien betrug 1.682 Rubel, nicht ganz 25 Euro.

Besucher aus aller Welt

Das „teuerste“ Spiel bezüglich dem Volumen der Zahlungen mit Visa-Karten war das Spiel zwischen Russland und Saudi Arabien, das am Eröffnungstag der Meisterschaft im Luschniki-Stadion stattfand. Dieses Spiel wurde von Touristen aus 123 Ländern besucht. Auf dem zweiten Platz unter den von Touristen am meisten besuchten Spielen war das Spiel zwischen Deutschland und Mexiko. Das Spiel fand ebenfalls im Luschniki statt. Das Spiel besuchten Touristen aus 116 Ländern. Die Summe, die die Fans für diese Spiele ausgegeben haben, wollte das Unternehmen nicht preisgeben.

Die meisten Transaktionen in den Stadien wurden von Inhabern von Visa-Karten der Banken der USA, Mexikos und Chinas getätigt. Der Anteil kontaktloser Zahlungen in allen Stadien betrug 54 Prozent. Darüber hinaus bevorzugten mit 66 Prozent die Besitzer von russischen Visa-Karten diese Zahlungsmethode häufiger als Ausländer.

Am meisten haben die Fans in den Stadien für Speisen und Getränke ausgegeben., Auf dem zweiten Platz folgt der Kauf von die Souvenirs. Wie es heißt, gaben die Russen im Vergleich zu den ausländischen Besuchern fast doppelt so viel für Lebensmittel und Getränke aus, während in Geschäften mit Sportattributen die Anzahl der Transaktionen auf russischen und ausländischen Karten fast gleich war. Der durchschnittliche Einkauf mit ausländischen Visa-Karten ist in beiden Kategorien anderthalb Mal höher.

Sondermarken und Sonderstempel

Die Nikolskaja Straße wurde zum Anziehungspunkt für die Fußballfans in Moskau. Der Umsatz im dortigen Postamt ist seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft um das Zehnfache gestiegen. In der ersten Woche der Meisterschaft wurden aus dieser Filiale bereits 3.000 Postkarten verschickt.

Die größte Nachfrage bei der Post sind die Produkte mit den Symbolen des Turniers. Neben Postkarten und Briefmarken mit diesen Attributen kaufen Ausländer gerne Karten mit Moskau- und Russlandmotiven. Auch in der Filiale in der Nikolskaja Straße gibt es eine Sondermarke mit einem Sonderstempel, welche nur während der WM gültig sind.

„Es ist unmöglich zu sagen, welche Fans aus welchen Ländern kommen. Postkarten möchten alle ohne Ausnahme senden. Es gibt eine Regelmäßigkeit: Wenn Brasilien spielt, bedeutet das, dass es am Abend und am nächsten Tag die Portugiesen sein werden. Davor gab es viele Fans aus Polen. Es kommen immer mehr Bürger aus China“, schildert die Betreiberin des Postamts, Irina Newerowa, ihre Eindrücke.

Eine Filiale der Russischen Post, die sich im Internationalen Rundfunkzentrum in der Crocus Expo befindet, wird hauptsächlich von Journalisten und technischen Mitarbeitern von TV-Unternehmen aus der ganzen Welt besucht. Hier, wie auch in der Post an der Nikolskaja Straße, sind die Briefmarken und die Umschläge, die Souvenirs mit dem Logo des Weltcups und die Schachtelpuppen sehr beliebt.

Philatelistische Produkte können auch mit einer Gedenkmarke frankiert werden. Seit der Eröffnung des Postdienstes haben die Angestellten des Internationalen Rundfunkzentrums über 1.000 Postkarten in ihre Heimatländer verschickt.

[mb/russland.NEWS]

 

 




Russland mit Respekt aber nicht chancenlos gegen Spanien

Respekt ja – Furcht nein. Russlands Nationalmannschaft geht selbstbewusst in das Achtelfinale gegen Spanien am Sonntag. Eigentlich haben die Russen nichts zu verlieren, sie sind ohnehin schon weiter gekommen, als man es ihnen vor der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land zugetraut hat.

Das 0:3 gegen Uruguay im letzten Gruppenspiel sei weggesteckt, man hat nach den Fehlern gesucht. „Wir spielen eine gute WM, ungeachtet dieser Schlappe“, findet Mário Fernandes, der eingebürgerte Brasilianer in der russischen Nationalmannschaft. „Wir werden voll konzentriert antreten müssen“, man ist sich schon über die Stärke des Gegners im Klaren, dessen Team mit Spielern der Extraklasse bestückt ist.

„Auch gegen Spanien wollen wir guten Fußball zeigen“, sagt Fernandes im Trainingslager in Nowogorsk bei Moskau und weiß, dass sie Respekt zeigen sollten. „Marokko und der Iran haben vorgemacht, wie man gegen Spanien spielen muss“, ergänzt Russlands Ersatztorwart Andrej Lunew. Letztlich habe das Ausscheiden Deutschlands gezeigt, dass man gegen keine Mannschaft schon vorher verloren hat. „Auf dem Feld spielen elf gegen elf, und alles ist möglich“, so des Keepers Fußballarithmetik.

Auf Innenverteidiger Sergio Ramos müsse man besonders achtgeben, weiß Lunew. „Ramos ist immer aggressiv. Aber ich denke, wir haben Spieler, die auf Aggression angemessen antworten können.“ Mit einem Quentchen Glück und vor allem mehr Spielwitz als gegen Uruguay könnte der Sbornaja am Sonntag vielleicht wirklich der große Wurf gelingen. Und wenn nicht? Dann ist man zumindest weiter gekommen als alle Skeptiker vorher geglaubt haben.

[mb/russland.NEWS]




WM-Blog – Fahrn fahrn fahrn auf der Transsibbahn

Pünktlich um 20 Uhr Ortszeit startet der Trans Sibirien Express von Kasan nach Moskau. Morgen früh um 7.10 Uhr sollen wir ankommen.
Erster Eindruck beim Einsteigen: Mann, ist das heiß. Die Luft steht im Zug, gefühlt (und wohl auch tatsächlich) an die 40 Grad, der Schweiß tropft, alle sind durchgeschwitzt.
Meine drei Raucher bekommen schon gleich zu Beginn Entzugserscheinungen – Zigaretten während der gesamten Fahrt verboten. Vielleicht kommt da der Begriff her: Lew, Oleg und Norberto kriegen Erscheinungen, wenn der Zug nicht bald an sein Ende kommt.
Auf Nachfrage, wo man denn rauchen könne, bekamen sie nur entsetzt aufgerissene Augen als Antwort. „Wait till Moscow“, ließ die energische Servicekraft der First Class keinen Zweifel aufkommen.
Lew und Norberto überlegen, sich zwischen die Waggons ins Halb-Freie zu stellen. Darf nur niemand vorbeischauen.
Seit 28 Minuten im Trans Sibirien Express – Oleg schon total relaxed
Einrichtung des Abteils:
Oleg und ich haben eine Kabine, und Norberto und Lew haben eine. Es fehlt an nichts. Zu Beginn stehen bereits Mineralwasser, Obst (das erste seit der Ankunft in Russland, aber nicht schlimm), zwei Brötchen und Schoklolade auf dem Tisch.Man kann alles Mögliche herunterklappen, hochklappen, ausklappen. Überall steckt etwas drin.
Bett kann man runterklappen, ist sogar bereits gemacht. TV oben über der Tür, die, wenn man sie schließt, sich zu einem Riesen-Spiegel verwandelt. Macht den Raum um das Doppelte größer. Kopfhörer, russische Zeitungen (hab auch endlich mal Zeit, meine Russische-Künste auszubauen und endlich mal die Buchstaben zu lernen). Auch eine Art Toilettenbeutel ist dabei: ein Paar Hausschuhe, eine Zahnbürste und russische Zahnpasta (werden wir morgen früh testen!), ein Kamm (Oleg: „Die haben genau gesehen, dass du es nötig hast, Osvaldo!“), Seife (gut, dass er dazu nichts gesagt hat, er ist ein echter Kamerad, denn wenn man einen ganzen Tag lang durch diese subtropische Hitze rumhechelt, dünstet man aus wie ein Wiesel in der Wüste.
Nach etwa 90 Minuten Fahrt wirkt auch die Klimaanlage. Mittlerweile ist es angenehm kühl. Nach weiteren 30 Minuten haben wir das Gefühl, bereits kurz vor Sibirien zu sein.
Wir wollten die Anlage ausschalten, fanden aber keinen Schalter dafür. Oleg wollte dann den Service rufen, hätte aber um ein Haar den Service-Ruf-Knopf mit der Notbremse verwechselt. Spätestens dann, nämlich wenn der Zug hält, wäre es auch wieder wärmer geworden. So teilte uns die resolute Dame mit, dass die Klimaanlage zentral geschaltet werden würde. Also weiter Sibirien. Egal.
Gegessen haben wir mittlerweile auch schon, etwas typisch Russisches: „Beef Stroganoff with mashed potatoes“ – Rindfleisch mit Pürree. Wunderbar!
Bei der Bier-Bestellung (es ist bloß alkoholfreies Bier in der Speisekarte aufgelistet) gibt uns die nunmehr freundlich wirkende Dame noch einen wertvollen Tipp: Wir sollten die Tür verschließen und ein bestimmtes Licht einschalten, dann würden uns die Polizisten in Ruhe lassen. Ansonsten würden sie in jedes Abteil reinspitzen. Und das hätte Folgen: Bier trinken, also mit Alkohol, ist nämlich im Abteil verboten. Wir bekamen‘s trotzdem. Und gaben ein ordentliches Trinkgeld.
Dabei fällt uns auf: Das 10-Kopeken-Stück ähnelt ungemein dem früheren Groschen:
Bei der „Pepsi“-Bestellung zu Beginn ist offensichtlich etwas schief gelaufen: Wir bekamen eine Coca Cola …
Jetzt fahren wir schon etwa zweieinhalb Stunden, und Oleg überlegt, ob er nicht mal die gesamte TransSib-Strecke machen sollte, also sechs Tage am Stück.
Zwischendurch klopft es mal heftig an der Tür, die wir wie empfohlen verschlossen halten. Aber es ist bloß Norberto, dem die gleiche Empfehlung gegeben worden ist und der einfach mal einen Spaß machen wollte. Haha!
Oleg und ich gähnen mittlerweile um die Wette, sechs bzw. zwölf Tage Russland hinterlassen Spuren.
Bei der Arbeit im Trans Sibirien Express
Ein Vollmond begleitet uns während den ersten Stunden der Fahrt – wie ein fürsorglicher Vater, der gut auf seine Kinder aufpasst.
Gegen Mitternacht lege ich mich hin.
Um 2.30 Uhr rappelt der Wecker. Will mitbekommen, wie die Morgendämmerung eintritt. War zwischendurch tatsächlich ein paar Mal eingeschlafen – aber auch wieder wach geworden, nämlich dann, wenn sich zwei Züge auf freier Strecke begegneten ((innerhalb von Ortschaften reduziert der Trans Sibirien Express seine Geschwindigkeit). Es knallt dann nämlich zu Beginn immer ziemlich heftig. Irgendwie kein Gefühl. Aber unser treuer Begleiter, der Mond, gibt ja auf uns acht.
Zehn Minuten später dämmert es tatsächlich. Vorbei an großen Wäldern rollt und rollt und rollt der Trans Sibirien Express weiter.
Ich bin müde, lege mich wieder zum Schlafen und stelle den Wecker erneut, dieses Mal auf 5.30 Uhr.
Video Dämmerung
2.52 Uhr: Irgendwie bekomme ich das Gefühl, mein ganzes Leben an mir vorbeiziehen zu sehen, wenn ich die wechselnden Bilder aus dem fahrenden Trans Sibirien Express sehe. Dazu tragen auch die sich wiederholenden Bilder von durchhängenden, sich erst senkenden und dann wieder erhebenden Stromleitungen bei, die mich an Heimfahrten des Abends von Besuchen bei meiner Patentante erinnern, als ich auf dem Rücksitz des Autos liegend die sich wiederkehrenden Lichter still beobachtete, aber doch versuchte, irgendwie einzuschlafen.
An Schlaf ist nicht zu denken. Es ist mittlerweile 3.27 Uhr. Zu faszinierend wechseln sich bei taghellem Licht die Bilder aus dem Fenster ab.
Alle paar Minuten ertönt ein Zugsignal, das sich durch den verzerrten Schall wie ein Schrei anhört. Jedes Mal zucke ich etwas zusammen, wenn sich dann die nicht enden wollenden Züge mit ihren Loks begegnen.

Nach einer kurzen Nacht und einer ebensolchen Katzenwäsche lacht uns die Sonne schon entgegen. 6.13 Uhr, es geht auf Moskau zu. Oleg nimmt es gelassen und genießt erstmal noch seine Liege („Noch bis halb!“).

Jetzt mal sehen, wo es Kaffee hergibt. Auf dem Flur treffe ich die mittlerweile immer freundlichere Dame an, die dann einen starken Americano serviert. Mmmh, wie der schmeckt! Oleg und Lew sind derweil auch schon munter geworden. Nur Norberto ratzt noch tief und fest. Diesen Anblick kenne ich ja …
Gleich Ankunft am Kasaner Bahnhof in Moskau. Dann sehen, wo wir diese Elektritschka finden, die uns zu unserem Freund Guntar bringen soll, 140 KIlometer südlich von Moskau. Er hat uns schon viele hilfreiche Tipps für unseren Trip geben können, und nun freuen wir uns sehr darauf, ihn auch einmal persönlich kennenzulernen!
Schon eine halbe Stunde vor Moskau haben wir LTE-Netz. Die Breitband-Versorgung in Russland ist mit Sicherheit besser als in Deutschland.
So, ab in den Tag!



Die Stunde Null nach dem Desaster

Immerhin, es passierte nicht das erste Mal, dass der amtierende Weltmeister schon nach den Gruppenspielen aus einer WM-Endrunde flog. Die Franzosen haben es 2002 vorgemacht, die Italiener bei der WM 2010 und Spanien musste 2014 die bittere Pille schlucken. Das letzte Mal, dass eine deutsche Auswahl überhaupt während der Vorrunde einer Fußball-WM ausgeschieden ist, geschah 1938. Beim DFB hat man jetzt nach dem Südkorea-Desaster einen historischen Erklärungsnotstand.

Die deutsche Nationalmannschaft galt bislang als eine Maschine bei internationalen Turnieren. Nach dem Anlassen stotterte sie immer ein bisschen und kaum dass sie sich warmgelaufen hatte, arbeitete sie so präzise, wie deutsche Wertarbeit eben arbeiten kann. Diesmal allerdings hat der Motor von Anfang an gestottert und ist letztendlich komplett abgesoffen. Nun stehen alle um ein kaputtes Vehikel herum und sind ratlos.

„Ich benutzte eine Waschmaschine der Marke Bosch, jetzt hole ich mir eine Samsung. Da passiert wenigstens nichts Unerwartetes“, die Häme im sozialen Netzwerk ließ nicht lange auf sich warten. Die deutsche Nationalmannschaft hat vor einem Jahr hier in Russland den Konföderationen-Pokal gewonnen. Bundestrainer Löw ließ bei dem Pokal, den sowieso niemand je für voll nahm, Spieler aus der nächsten Generation spielten. Um ihnen eine Chance zu geben, behauptete man damals.

Eine überalterte deutsche Mannschaft statt junger Wilder

Vermutlich sollten die alten Hasen von der Zusatzbelastung verschont bleiben, denn bei der WM tauchten sie plötzlich alle wieder auf. Das macht man Jogi Löw nun zum Vorwurf. Er darf sich jetzt anhören, warum er auf einen quirligen torhungrigen Sane verzichtet hat oder einen maladen Neuer ins Tor stellte, der nach seiner Verletzung erst kurz vor dem Turnier wieder mit leichtem Training begonnen hat. Löw selbst scheint sich nicht zu allzu sehr in Frage zu stellen.

Der Coach, der erst vor kurzem um vier weitere Jahre auf dem Posten verlängert hat und dafür vier Millionen Euro per anno kassiert, denke nicht an Rücktritt, sagt er. Es sei ohnehin zu früh, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen, wiegelt er ab. Sein Stürmer Thomas Müller versucht sich dagegen in der Diplomatie des Abwiegelns: „Wenn du Weltmeister bist, dann stehst du unter besonderer Beobachtung und musst dich mit vielen Dingen auseinandersetzen, die gar nichts mit dem Fußball zu tun haben“. Einsicht, einfach eine schlechte Arbeit abgeliefert zu haben, hört sich anders an.

Das Donnerwetter vom Chef wird bald folgen

Genervt, überheblich, Begeisterungslos – Kritiker bringen es stattdessen auf den Punkt. Zu selbstherrlich sei man in diese Weltmeisterschaft hineingegangen, bescheinigen sie dem Team des DFB arrogante Überheblichkeit. Der ehemalige Bundesligaprofi Bum Kun Cha sagte schon vor der WM: „Wir sind das mieseste Team.“ Doch ausgerechnet dieses ließ die Deutschen alt aussehen. Spätestens nach dem Lastminute-Dusel gegen Schweden hätten die Alarmglocken schrillen müssen, hätten die Spieler als Mannschaft reagieren müssen. Stattdessen erfüllten Einzelkämpfer ihre Werbeverträge.

Was für Mats Hummels, einer der Streikposten in der deutschen Verteidigung, plötzlich „ganz schwierig in Worte zu fassen“ ist und für Sami Khedira „einer der schwersten Momente für die Mannschaft“ und auch für ihn persönlich ist, sah TV-Experte Oliver Kahn von Anfang an mit Skepsis. In keinem Spiel habe er das Gefühl gehabt, „dass in der Mannschaft eine Achse vorhanden ist“. „Wir spüren im Präsidium eine grenzenlose Enttäuschung“, die Schlechtwetterwolken aus der DFB-Zentrale ziehen schon bedrohlich herauf.

„Jetzt wird es natürlich kritischer“, sagt Team-Manager Oliver Bierhof, was sich in Hinblick auf das bevorstehende Donnerwetter etwas naiv anhört. DFB-Präsident Grindel sagt es unmissverständlich. „Ich erwarte, dass wir im Präsidium eine saubere Analyse bekommen. Dann werden wir das besprechen und Konsequenzen ziehen!“ Es schaut irgendwie nach Großputz aus.

[mb/russland.NEWS]




Der Werbemarkt wächst

MOSKAU. Die Online-Werbung wuchs im Vergleich zum Vorjahr mit 22 Prozent am stärksten. Werbung in Printmedien war dagegen rückläufig.