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04-10-2003 Arafat
Russland über Situation um Arafat beunruhigt
( MOSKAU ) Moskau tritt gegen den Druck auf Yasser Arafat auf, erklärte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums Alexander Jakowenko am Freitag.
Die Situation um den Leiter der Palästinensischen nationalen Autonomie beunruhigt uns nach wie vor. Wir sind überzeugt, dass die Zwangsmaßnahmen gegen ihn, darunter auch mittels des Drucks, die Situation nur weiter verkomplizieren können, sagte Jakowenko.


In seiner Stellungnahme zu den Ergebnissen des jüngsten Ministertreffens von vier internationalen Nahost-Vermittlern (UNO, Russland, USA und EU) in New York teilte Jakowenko mit, dass die Erörterung vor allem die Wege zur Einstellung des Blutvergießens auf palästinensischen Territorien und in Israel sowie die Wiederaufnahme der Erfüllung der Bestimmungen der „Straßenkarte" durch beide Seiten betroffen hatte.

Es ist notwendig, möglichst schnell die militärische Konfrontation zu überwinden und den Regelungsprozeß aufgrund der „Straßenkarte" auf die politische Bahn zurückzubringen. Eben von solchen Positionen war Russland beim Treffen in New York aufgetreten, erklärte der Vertreter des Außenministeriums in seinem am Freitag veröffentlichten Interview mit „Nesawissimaja gaseta".

bei russland.RU
Russland hält Beschluss über eine „Beseitigung" von Arafat für einen politischer Fehler (12.9.2003)


Weiterer Schlag gegen die "Roadmap" im Nahen Osten (12.9.2003)
Die Situation in der Konfliktzone nähert sich, nach allem zu urteilen, dem kritischen Punkt an, sagte Jakowenko. Leider wird das Konfrontationsszenarium weiter angekurbelt, das die verderblichsten Folgen für die ganze Region und für die internationale Stabilität in sich birgt.

Neben der Realisierung der „Straßenkarte" ist es wichtig, den Prozeß der Bildung einer neuen palästinensischen Regierung zu vollenden, die unter ihrer Schirmherrschaft Kräftestrukturen vereinigen muß, die berufen sind, dem Terrorismus ein Ende zu setzen, meint man in Moskau.

Ausgehend davon, rechnen wir damit, dass die israelische Seite ihren Teil des Weges zurücklegen und den Anstrengungen der palästinensischen Behörden notwendige Hilfe erweisen wird. Eben ein solches Schema ist in der „Straßenkarte" vorgesehen, schlußfolgerte der Vertreter des russischen Außenministeriums. (RIA)