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17-09-2003 Arafat
Russland für aktivere Bemühungen um Überwindung der Nahost-Krise
( MOSKAU ) Die fehlende Bereitschaft des UN-Sicherheitsrates, eine Resolution im Zusammenhang mit der Zuspitzung der palästinensisch-israelischen Konfrontation anzunehmen, bestätigt die Notwendigkeit aktiverer Bemühungen um die Überwindung der jetzigen Krise. Das erklärte Alexander Jakowenko, der offizielle Amtssprecher des Außenministeriums Russlands, am Mittwoch für Russlands Medien.

„Dir Arbeit an einer gemeinsamen politischen Plattform muss fortgesetzt werden, die die Möglichkeit bieten würe, eine bedingungslose Einhaltung aller von den Seiten im Rahmen des Roadmap-Plans übernommenen Verpflichtungen sowie der früheren Vereinbarungen zu garantieren", erklärte Jakowenko.

Von großer Bedeutung werde in diesem Zusammenhang das bevorstehende Treffen des „Quartetts" der internationalen Vermittler auf der Ebene der Außenminister in New York sein, fügte er hinzu.

„Was die jünste Abstimmung über den Resolutionsentwurf anbelangt, so waren wir für eine weitere Arbeit im Sicherheitsrat im Interesse einer gegenseitigen Annäherung der Seiten", betonte der Diplomat. „Nach unserer Meinung war es nicht notwendig, die Abstimmung zu forcieren. Zugleich hat Russland den Resolutionsentwurf unterstützt, weil er keine Bestimmungen enthielt, die unserer Position widersprechen würden." Die Vereinigten Staaten hatten am Dienstag den Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrates mit ihrem Veto-Recht zum Scheitern gebracht, der die Forderung an Israels Regeirung enthielt, die Absicht aufzugeben, Yasser Arafat vom Territorium der Palästinensischen Autonomie zu vertreiben.

Der von Syrien im Namen der Arabischen Liga vorgelegte Entwurf wurde von elf der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats unterstützt. Großbritannien, Deutschland und Bulgarien enthielten sich der Stimme.

Die Vereinigten Staaten begründeten ihren Beschluss damit, dass die entgültige Variante keine „entschiedene" Verurteilung der von den palästinensischen Gruppierungen verübten Terrorakte enthielt. (von RIA-„Nowosti"-Korrespondent Pjotr Gontscharow)