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16-09-2003 Arafat
RUSSISCHER DIPLOMAT: DEPORTATION YASSER ARAFATS WÄRE EIN ERNSTHAFTER FEHLER
NEW YORK, 16. September. /RIA-„Nowosti"-Korrespondent Andrej Lostschilin/. Der UNO-Sicherheitsrat hat die Abstimmung über den Entwurf einer Resolution für heute verlegt, die die Entscheidung israelischer Behörden über Deportation des Leiters der Palästinensischen Autonomie, Yasser Arafat, verurteilt. Obwohl die meisten Diskussionsteilnehmer den Entwurft unterstürtzten, traten die Vereinigsten Staaten dagegen auf. Nach einer Schätzung ihres Verterters in der UNO, John Negroponte, trägt das Dokument in seiner heutigen Form einen einseitigen antiisraelischen Charakter.

Wie der russische Vertreter Gennadi Tatilow auf der Sitzung betonte, wäre die Deportation Arafats ein ernsthafter Fehler, der negativste Folgen für die auch ohne dies komplizierte Situation in der Region in sich birgt. Moskau meint, dass ein solcher Schritt die Perspektive einer friedlichen Beilegung der palästinensich-israelischen Krise durchkreuzen würde.

Terje Roed-Larsen, Sonderverterter des UNO-Generalsekretärs im Nahen Osten, hob auf der Sitzung hervor, dass man nicht umhin kann, Yasser Arafat Rechnung zu tragen, denn er „verkörpert in sich das Selbstbewußtsein und die nationalen Bestrebungen des palästinensischen Volkes".

Terje Roed-Larsen stellte fest, dass die jüngsten Terrorakte durch palästinensische Extremisten und die durch Israel organisierte Jagd nach Hamas-Spitzenvertretern zur vollen Einstellung des Friedensprozesses geführt hatten.