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15-09-2003 Arafat
RUSSLAND ERACHTET DEPORTATION YASSER ARAFATS FÜR KONTERPRODUKTIV
MOSKAU, 15. September. /RIA-„Nowosti"-Korrespondenten Sergej Selenzow und Anna Bobina/. Moskau erachtet die Deportation Yasser Arafats und um so mehr seine physische Vernichtung für einen konterproduktiven Schritt. Das erklärte heute der stellvertretende Außenminister Russlands, Juri Fedotow, auf einer Pressekonferenz in Moskau.

Nach seinen Worten könnte das zu einer ernsthaften und globalen Explosion im Nahen Osten sowie zu einem umfassenderen Wachstum der terroristischen Gefahr führen. Fedotow hob hervor, dass die Erfüllung des Plans zur friedlichen Regelung „Straßenkarte" ein greifbarer Ergebnis der Arbeit von Vermittlern und Seiten ist, die in den Konflikt einbezogen sind, und es ermöglichen wird, auf dem Wege der Regelung der Situation im Nahen Osten und unter anderem bei der Beilegung des palästinensisch-israelischen Konflikts voranzukommen.

Der stellvertretende Außenminiser unterstrich in diesem Zusammenhang, dass es notwendig ist, darüber nachzudenken, wie der Empfehlungscharakter des Plans „Straßenkarte" verbindlich zu machen ist und auf welche Weise die Weltgemeinschaft den Seiten Hilfe bei der Überwindung des Mißtrauens und bei der Einstellung der lasterhaften Gewaltkette erweisen kann.

Fedotow teilte mit, dass die Erörterung des Problems der Nahostregelung in Diskussionen auf einer Sitzung der UNO-Vollversammlung einen zentralen Platz einnehmen wird, die ihre Arbeit am 16. September in New York aufnimmt.