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05-11-2004 Arafat
US-Botschafter: Kurs Washingtons gegenüber Russland wird sich in der zweiten Amtszeit Bushs nicht ändern
Der US-Kurs gegenüber Russland wird sich nach der Wiederwahl Bushs für die zweite Amtszeit nicht ändern, erklärte der Botschafter der USA in der RF, Alexander Vershbow, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Moskau.

„Ich bin mir dessen sicher, dass George Bush den Kurs gegenüber Russland fortsetzen wird, den er in den ersten vier Jahren gesteuert hatte", sagte der Diplomat.

Der Botschafter betonte, dass man in den USA „auf einen gemeinsamen Kampf gegen akute Herausforderungen und Gefahren hofft, mit denen sich beide Länder konfrontiert sehen".

Nach Meinung Vershbows gibt es heute ein enormes Potential für die Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen.

„In den vergangenen vier Jahren hatten wir im Kampf gegen den Terrorismus Vieles erzielt sowie bei der Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen effektiv zusammengearbeitet. Wir hatten auch den Kampf gegen neue Gefahren und Herausforderungen, solche wie AIDS, aufgenommen. Es gibt ein riesengroßes Potential für die Arbeit, das bis heute nicht realisiert ist", erklärte der Botschafter.

Wie er sagte, hatte es zwischen den USA und Russland recht scharfe Meinungsverschiedenheiten zur Frage des Irak-Krieges gegeben. Aber zugleich betonte er, dass sich heute die Positionen der USA und Russlands zu Fragen der Festigung der Demokratie in Irak annähern.

„Die nächsten vier Jahre werden zu einer Periode werden, da wir dieses Potential vollständig nutzen und unsere Partnerschaft auf ein neues Niveau bringen werden", erklärte der Botschafter.

Vershbow verwies auch darauf, dass „wir an einem sehr breiten Kreis von Fragen arbeiten und die entstehenden Schwierigkeiten überwinden können", obwohl die Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland auf neue Herausforderungen stößt.

Die palästinensische Administration, die nach Yasser Arafat an die Macht kommen wird, muss die Bereitschaft zur Einstellung der Terroranschläge demonstrieren, meint Vershbow.

„Eine Entscheidung darüber, in welcher Richtung sich das palästinensische Volk nach Yasser Arafat bewegen wird, hat die palästinensische Führung zu treffen. Aber wir hoffen sehr darauf, dass eine neue palästinensische Administration nach der Beendigung des Prozesses der inneren Meinungsverschiedenheiten nicht nur die Treue zum Frieden, sondern auch die Bereitschaft zur Einstellung der Terroranschläge demonstrieren wird, die die Straßenkarte unterminieren", sagte der Diplomat.

Vershbow erinnerte an die Position des US-Präsidenten George Bush, der mehr als einmal erklärt hatte, dass Yasser Arafat nicht jene Seite sei, mit der man die Verhandlungen über den Frieden führen könne.

„George Bush hatte die Orientierung der USA auf den Kurs der Bildung von zwei Staaten - Israel und unabhängiges Palästina - bekräftigt", sagte Vershbow. (RIA)