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12-09-2003 Arafat
Russland hält Beschluss über eine „Beseitigung" von Arafat für einen politischer Fehler
( MOSKAU ) Der Beschluss über eine „Beseitigung" von Yasser Arafat ist ein politischer Fehler der Regierung Israels. Das geht aus einer Eklärung des offiziellen Amtssprechers des Außenministeriums Russlands, Alexander Jakowenko, hervor.
„Der Beschluss der Regierung Israels, auf eine Beseitigung des Chefs der Palästinensischen Nationalen Autonomie hinzuarbeiten, ist in Moskau mit großer Besorgnis aufgenommen", heißt es in der Erklärung.


„Eine Realisierung dieses Beschlusses wäre ein ernsthafter politischer Fehler, der überaus negative Folgen für die ohnehin komplizierte Lage in der Region haben würde", erklärte der Sprecher des Außenministeriums Russlands.

„Ein solcher Schritt würde die Perspektive einer friedlichen Regelung der palästinensisch-israelischen Krise durchkreuzen und zu einer unkontrollierbaren Entwicklung nach dem denkbar schlechtesten Szenario führen", so Jakowenko.

Russland rufe die Seiten erneut auf, alles Notwendige im Interesse der Einstellung des Konflikts und der Wiederherstellugn eines politischen Dialogs zu unternehmen, hieß es. „Nur auf dem Wege eines Zusammenwirkens kann man dem Terror und anderen Erscheinungsformen von Gewalt ein Ende setzen und zum Voranschreiten gemäß dem Roadmap-Plan zurückkehren", erklärte der Amtssprecher des Außenamtes Russlands abschließend.
bei russland.RU
Weiterer Schlag gegen die "Roadmap" im Nahen Osten (12.9.2003)

Am Vortag hatte das israelische Regierungskabinett in dessen engem Kreis, zu dem elf Minister gehören, eine „prinzipielle" Entscheidung getroffen, Arafat aus der Autonomie auszuweisen. Die israelische Regierung machte Arafat für die entstandene Krisensituation verantwortlich.

Der Beschluss über die Ausweisung Arafats war eine Antwort auf die beiden jüngsten Terrorakte in Tel Aviv und Jerusalem, bei denen 15 Israelis ums Leben kamen und dutzende weitere verletzt wurden.

Der Beschluss des Ministerkabinetts Israels über die Deportation Yasser Arafats hat eine starke Welle der Empörung in der Palästinensischen Autonomie ausgelöst. (von RIA-„Nowosti"-Korrespondent Alexej Bogdanowski)