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05-10-2004 Arafat
Lawrow telefoniert mit Arafat und Shalom
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei Telefonaten mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat und dem israelischen Außenminister Silvan Shalom den Resolutionsentwurf zur Lage im Gazastreifen besprochen, der am Montag im UN-Sicherheitsrat unterbreitet worden war.

Wie RIA Nowosti aus dem Informations- und Pressedepartement des russischen Außenministeriums erfuhr, fanden die Telefonate auf Wunsch der russischen Seite statt.

„Es kam zu einem Meinungsaustausch im Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion im UN-Sicherheitsrat über Geschehnisse im Gazastreifen", hieß es.

Der russische Minister äußerte sich zutiefst besorgt über die erneute Verschärfung der israelisch-palästinensischen Konfrontation im Gazastreifen, die bereits zahlreiche Opfer unter den Zivilisten forderte.

Lawrow verurteilte scharf die Angriffe der Terroristen, bei denen in Sderot israelische Kinder getötet wurden, und betonte, dass der palästinensisch-israelische Konflikt sich nicht unter Einsatz von Gewalt beilegen lässt. „Er rief die Israelis auf, auf unangemessenen Gewalteinsatz zu verzichten und ihr Recht auf Selbstverteidigung unter Einhaltung der allgemein anerkannten internationalen humanitären Normen wahrzunehmen", so das Informations- und Pressedepartement des russischen Außenministeriums.

Gleichzeitig forderte Lawrow die PNA-Führung auf, „energische Schritte zur Unterbindung neuer Terrorangriffe zu unternehmen".

Der russische Minister hob die Notwendigkeit hervor, so schnell wie möglich den Friedensprozess auf der Grundlage des „Fahrplans" wiederherzustellen, der von Russland, den USA, der EU und der UNO im Konsens mit der übrigen Weltgemeinschaft ausgearbeitet worden war.

Zu diesem Friedensplan gebe es keine vernünftige Alternative. Jetzt gelte es, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um weitere Eskalation der Konfrontation zu verhindern, sagte Lawrow nach Angaben des Informations- und Pressedepartements.

Jassir Arafat und Silvan Shalom machten den russischen Spitzendiplomaten mit ihrer Vision der Lage in den Palästinensergebieten bekannt. „Beide Seiten bestätigten ihr Interesse daran, dass Russland auch weiterhin als Vermittler aktiv bei der Herstellung des Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten mitwirkt", so das Informations- und Pressedepartement des russischen Außenministeriums. (RIA)