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11-11-2004 Arafat
Tod Jassir Arafats soll nicht zum Ende der palästinensisch-israelischen friedlichen Regelung werden
Kein heutiger palästinensischer Politiker kann in vollem Maße Jassir Arafat ablösen, meint Konstantin Kossatschow, Vorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten.

Am Donnerstag früh bekräftigte der General Christian Estripeau, Leiter des medizinischen Dienstes der Streitkräfte Frankreichs, offiziell den Takt des Todes des palästinensischen Spitzenvertreters.

„Arafat hatte seinen Nachfolger nicht vorbereitet, und kaum wird jemand von den heutigen palästinensischen Politikern in vollem Maße jene Vereinigungsmission auf sich nehmen können, die Arafat selbst im Laufe von Jahrzehnten erfüllt hatte", sagte Kossatschow.

Laut Kossatschow ist die Autorität Arafats unter den Palästinensern derart groß, dass sein Ableben zu einer Situation führen kann, da eine der Konfliktparteien zu einem „Faktor der Instabilität und der Unvoraussagbarkeit" werden kann.

Der Vorsitzende des Staatsduma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten meint, dass die Situation der „schweren Zeiten und der Polyarchie nach Arafat nicht umhin kann, die Weltgemeinschaft zu beunruhigen".

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Schwerpunkt - Russland und Jassir Arafat
„Das Ableben Arafats bedeutet das Ende einer ganzen Epoche im palästinensisch-israelichen Prozess, die der Leiter der Palästinensischen Autonomie der PLO verkörpert hatte", sagte er.

Nach Meinung Kossatschows haben die Kosponsoren der Beilegung des palästinensisch-israelischen Konflikts dringliche Konsultationen zur Verhinderung einer negativen Variante der Entwicklung des Konflikts aufzunehmen sowie die Anstrengungen für die Aufrechterhaltung der Stabilität in der Region und die Rückführung des Verhandlungsprozesses in den Rahmen der „Straßenkarte" zu koordinieren.

Die Zuspitzung des palästinensisch-israelischen Konflikts kann als „Detonator" für die arabische Welt dienen, und „Russland ist daran interessiert, dass der Tod des palästinensischen Spitzenvertreters nicht zum Schlussakt des Friedensprozesses in derpalästinensisch-israelischen Konfrontation wird, und das Ende der Ära Arafats nicht die Einbuße des Einflusses Russlands auf Ereignisse im Nahen Osten bedeutet", meint Kossatschow. (RIA)