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24-11-2004 Arafat
Lawrow: Das politische Haupterbe Arafats besteht in der Absicht, den Nahostkonflikt politisch beizulegen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow meint, dass das politische Haupterbe Yasser Arafats in der Erkenntnis der Notwendigkeit der Erreichung einer politischen Regelung des palästinensisch-israelischen Konfliktes besteht.

Auf einer Pressekonferenz nach den Verhandlungen mit der palästinensischen Führung brachte der Außenminister Russlands Genugtuung darüber zum Ausdruck, dass er noch einmal Yasser Arafats gedenken konnte, der sehr viel getan hatte, damit die palästinensische Nation ihre Staatlichkeit erlangt, und der die schicksalsträchtige Entscheidung über die Notwendigkeit der Erreichung der politischen Regelung des palästinensisch-israelischen Konfliktes getroffen hatte".

"Ich meine, dass eben in dieser prinzipiellen Entscheidung das politische Haupterbe Yasser Arafats besteht", sagte der Minister.

Wie Lawrow sagte, habe er gefühlt, dass die Palästinenser unter der Leitung von Mahmoud Abbas das Werk der Bildung des palästinensischen Staates durch die Erzielung der vollen Regelung des palästinensisch-israelischen Konfliktes zu Ende führen wollen.

"Dabei besteht unter den heutigen Bedingungen sowohl bei der ‚Vier' als auch bei der Führung Israels und der Führung Palästinas ein übereinstimmendes Herangehen bezüglich der günstigen Bedingungen für die Realisierung dieser politischen Regelung durch die Erfüllung der Resolution des UNO-Sicherheitsrates und der ‚Straßenkarte' der internationalen Vermittler", sagte der russische Außenminister.

Russland möchte, dass zum Leiter der Palästinensischen Administration eine Person wird, die die Palästinenser selbst wählen, erklärte Lawrow.

Auf die Frage von Journalisten nach dem Treffen mit der palästinensischen Führung, ob es von Bedeutung sei, wer die Palästinensische nationale Administration leiten wird und wer eine besonders annehmbare Kandidatur für Russland ist, antwortete Lawrow: "Für uns hat das Bedeutung."

"Wir wollen, dass der Palästinensischen nationalen Administration eine Person vorsteht, die die Palästinenser selbst wählen. Alles andere wird sich, wie man so sagt, finden. Hauptsache, man hat eine klar ausgedrückte Wahl des palästinensischen Volkes", sagte der russische Minister. (RIA)