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16-07-2004 Arafat
Pressekonferenz des russischen Außenministers Lawrow in Paris
Russland werde die getroffenen Vereinbarungen, die den Status der Friedenstruppen im Raum des georgisch-südossetischen Konfliktes betreffen, nicht einseitig ändern.

Dies erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz in Paris. In der französischen Hauptstadt weilt Lawrow zu einem offiziellen Besuch, dem ersten nach seinem Amtsantritt als Außenminister.

"Was die Erhöhung der zahlenmäßigen Stärke des Friedenskontingentes angeht, so wurde diese Entscheidung mit allen Teilnehmern abgestimmt", so antwortete Lawrow auf die Frage, ob Moskau zusätzliche Friedenstruppen in die Konfliktzone schicken werde.

Der russische Spitzendiplomat gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Übereinkünfte, die auf der außerplanmäßigen Tagung der Gemischten Kontrollkommission für die Beilegung des georgisch-ossetischen Konfliktes erzielt wurden, in vollem Umfang erfüllt werden.

"Moskau ist mit dem Ergebnis der außerplanmäßigen Tagung der Kommission zufrieden", sagte Lawrow auf der Pressekonferenz, die er gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Michel Barnier abhielt.

Auf der Tagung wurde laut ihm auf die Notwendigkeit verwiesen, den Streit auf friedlichem Wege beizulegen, die bewaffneten Verbände abzuziehen und den Weg für Hilfsgütertransporte in die Konfliktzone frei zu machen.

"Wir hoffen, dass die Vereinbarungen diesmal in vollem Umfange erfüllt werden", sagte der russische Außenminister.

Er verwies die ausländischen Journalisten, die in Tschetschenien arbeiten, auf die Notwendigkeit, Empfehlungen der örtlichen Behörden zu folgen.

Auf den Mitarbeiter der Agentur France Press, der in Tschetschenien vermißt wird, angesprochen, versicherte Lawrow, die russische Seite werde alles tun, um ihn zu finden.

Dabei stellte der Minister mit Bedauern fest, dass der Fall des verschollen Journalisten in Tschetschenien leider kein Einzelfall sei. "Die anreisenden Journalisten mißachten in der Regel die Empfehlungen der örtlichen Behörden", konstatierte er.

Befragt nach seiner bevorstehenden Reise in die Palästinensergebiete und Gespräche mit den PNA-Chef Jassir Arafat teilte Lawrow mit, dass die Fristen seiner Reise und die Route noch nicht feststehen. (RIA)