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Beseitigung der Folgen des Tschernobyl-Reaktorungücks kostet Weißrussland jährlich über eine Milliarde US-Dollar

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Weißrussland verausgabt jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar für die Beseitigung der Folgen des Tschernobyl-Reaktorunglücks. Das machte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit der Zeitung „Russkaja Amerika“ klar.

Nach seiner Schätzung ist die Hilfe internationaler Organisationen bei der Beseitigung der Unglücksfolgen nur gering. „Wir brauchen heute keine Klamotten und Lebensmittel – das haben wir selbst. Wir benötigen medizinische Ausrüstungen“, betonte der weißrussische Präsident.

Wie Lukaschenko weiter anmerkte, haben die Nationalisten seinerzeit versucht, dieser Katastrophe eine politische Färbung zu verleihen. Heute gebe es Persönlichkeiten, die ihre Politik auf humanitärer Hilfe gründeten, fuhr der Präsident fort. Doch das Geld, das von Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werde, müsse über den Staat übergeben werden, denn dieser könne seine Verwendung kontrollieren.

Laut dem weißrussischen Staatschef wurde das Programm zur Beseitigung der Folgen der Havarie im AKW Tschernobyl vor zehn Jahren abgeändert, wobei die Rehabilitation der betroffenen Regionen an die vorrangige Stelle rückte.

In dem Programm werde auch dem Bau medizinischer Einrichtungen und der Entwicklung der Infrastruktur der betroffenen Regionen große Aufmerksamkeit geschenkt, sagte der weißrussische Präsident.

Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl (Ukraine) wurden 23 Prozent des weißrussischen Territoriums mit Radionukliden verseucht.