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Kategorie: Auto & Verkehr - russland.NEWS - russland.TV

Jubiläumserfolg: 100 Jahre BMW in Russland

Seit genau einhundert Jahren fährt man in Russland die Münchner Automobilmarke BMW. Grund genug, aus diesem Anlass eine geniale Werbekampagne ins Leben zu rufen, die auch die Fahrer anderer Marken zum Kauf bewegen soll.

Die Macher der Moskauer Werbeagentur FCB wollten es genau wissen. Sie sahen bei den Vorlieben russischer Autofahrer genauer hin und spähten ihre Zielgruppe anhand derer Gewohnheiten aus. Bei der Agentur kam man zu dem Schluss, dass die mobilen Russen am liebsten sparen, selbst wenn sie das teuerste Auto fahren. Sparen an den Parkgebühren, sparen beim Entrichten von Zusatzgebühren im Straßenverkehr. Dabei war es offenbar egal, ob es sich um alte, beziehungsweise preiswerte Fahrzeuge handelt oder um die Edelkarosse für Betuchte. Hauptsache sparen.

Die Idee war so simpel wie effektiv. Jeder BMW-Fahrer wurde an der Bezahlstelle des kostenpflichtigen Teilabschnitts der Autobahn M-11 von Moskau nach Solnechnogorsk zur Eröffnung durchgewunken ohne zu bezahlen und auch wieder zuvorkommend verabschiedet. Darüber hinaus stand den BMWs eine gesonderte Fahrspur zur Verfügung. Laut der Agentur FCB erntete diese „M11 Free Drive“-Jubiläumsaktion ein kolossales Medienecho. In den russischen sozialen Netzwerken schien es nur noch dieses Thema zu geben.

Was aber, wenn alle anderen Fahrzeuglenker ebenfalls umsonst fahren möchten? Kein Problem für FCB, man entwirft einfach den nächsten Werbeknaller. Die Freie-Fahrt-Aktion wurde kurzerhand auf all die erweitert, die ihren Nicht-BMW als solchen „verkleideten“. Die Agentur verteilte Flyer mit BMW-Aufklebern und bot darüber hinaus im Internet Embleme der bayrischen Luxusmarke zum selbst ausdrucken an. Und da wiederum zeigten sich die Russen einmal mehr als wahre Meister der Improvisation.

Alles was Räder hatte und motorisiert war, diente als Grundlage für einen „Fake-BMW“. Der Zuspruch war gewaltig und überrasche selbst die Werbeschmiede. Rund 300.000 Freifahrer wurden anhand der Auswertungen der Überwachungskameras gezählt. Das hat sogar selbst die Initiatoren der Aktion überwältigt. Am meisten wohl der Audi, der eine gänzlich neue Marke präsentierte und die markanten Ringe aus Ingolstadt kurzerhand mit BMW-Aufklebern versah. Über eine Viertelmillion glücklicher Autofahrer – Hut ab!

[mb/russland.RU]




Moskau nicht mehr Stau-Weltmeister

Während das Automobil als zuverlässiges und schnelles Transportmittel beworben wird, sieht mancherorts die Realität ganz anders aus. Man steht, oder kriecht im günstigsten Fall im Schneckentempo, vor sich hin. Eine Studie fand nun heraus, dass sich 2016 die Zeiten im Stau in Moskau verkürzt haben.

Pro Jahr, so die Ergebnisse einer Studie, die das Forschungsinstitut für Verkehr, INRIX, erstellt hat, steht man als Moskauer Autofahrer rund vier Tage im Stau. Wen es tröstet, es war schon einmal schlimmer, da war die russische Hauptstadt führend in der Liste der Städte, in denen man sich meistens nur mit „Stopp and Go“ vorwärts bewegen konnte. Diesen Rang hat nun die kalifornische Metropole Los Angeles für sich beansprucht. Europaweit allerdings steht Moskau immer noch vor London, wo man wiederum „nur“ drei Tage jährlich stehend auf der Straße verbringt. Wie beschaulich es doch da im thüringischen Ludwigsfelde anmutet, wo man jährlich gerade einmal wenig mehr als zwei Stunden verwartet.

Nun ist Ludwigsfelde aber keine Metropole und selbst russische Kleinstädte sprengen meist die Dimensionen einer deutschen Großstadt. Deshalb finden sich in der INRIX-Liste unter den weltweiten Top-25 gleich vier russische Städte mit ähnlichen Problemen im täglichen Straßenverkehr. In Magnitogorsk im Südural, an achter Stelle des weltweiten Rankings vertreten, steht man pro Jahr knapp drei Tage im Stau. Aus russischer Sicht folgt auf Platz 20 das sibirische Kansk. Einer Stadt mit nicht einmal 100.000 Einwohnern, in der man jedoch trotzdem noch zwei Tage warten muss. Gleichauf mit Krasnodar, wo es nicht besser um die Autofahrer bestellt ist.

Bei den europäischen Auswertungen gesellen sich zu den genannten Städten St. Petersburg als 26. Stau-Metropole, dessen Straßenführung in der Innenstadt jedoch ohnehin kein allzu großes Fahrzeugaufkommen zulässt, sodass es sich nur um 52 Stunden jährlich handelt. Sotschi, Nowosibirsk und Ufa werden nur durch München (48,5 Sunden per Anno) von Jekaterinburg, Adler, Nischny Nowgorod und Saratow (47,1 Stunden) getrennt. Am beschaulichsten ist es für russische Autofahrer offenbar in Schachty im Donbass, dem äußersten Südwesten Russlands. Hier bleiben den Automobilisten nicht einmal drei Stunden im Jahr, um sich nicht auf den fließenden Verkehr konzentrieren zu müssen.

Unter den Ländern, in denen diese Statistik erhoben wurde, belegt die Russische Föderation lediglich den vierten Platz. Hier steht man demnach insgesamt kürzer im Stau als in Thailand, Kolumbien oder Indonesien. Danach folgen die Türkei, Großbritannien, Deutschland und die Slowakei. Für die INRIX-Studie wurden Daten auf Basis einer neuen Methodik gesammelt. Dafür sammelte das Unternehmen mit Sitz in Washington über 500 Terrabytes an Daten aus 300 Millionen unterschiedlichen Quellen auf mehr als acht Kilometer langen Straßenabschnitten. Gemessen wurde dabei prozentual zu unterschiedlichen Tageszeiten unter Berücksichtigung des Stoßverkehrs.

[mb/russland.RU]




Der Moskwitsch 2140 – er fährt und fährt und fährt

Die Botschaft, die etwas abgewandelt in den 60er Jahren den guten, alten Käfer aus Wolfsburg beworben hatte, darf nun getrost an ein Fahrzeug der ehemaligen UdSSR weitergegeben werden. Ein Rentner aus Zwickau und sein Moskwitsch – eine Liebe, die seit 40 Jahren nicht rostet.

Der 78-jährige Gerhard Schott und sein Gefährt gelten in Zwickau als Exoten. Sein Wagen, ein Moskwitsch der Baureihe 2140, mag in der ehemaligen Automobilschmiede der DDR nicht der älteste und letzte seiner Art sein, aber der einzige, der noch täglich gefahren wird. Wenn es nach seinem Besitzer ginge, solle das auch so bleiben. Trotz der mittlerweile gut 40 Jahre, die der Veteran aus Moskau bereits auf dem Buckel hat, ist er immer noch Schotts treuer Begleiter.

Der Moskwitsch 2140 aus dem Jahr 1976, den Gerhard Schott fährt, lief ab 1975 als Nachfolgemodell des legendären Moskwitsch 412, der ab Ende 1967 vom Band lief. Der 412er war eines der erfolgreichsten Modelle, die seinerzeit in der Sowjetunion hergestellt wurden. Der 1,5 Liter-Motor mit seinen 75 Pferdestärken war an dem M10-Motor von BMW orientiert und hatte sogar schon einen Aluminiumzylinderblock. Die gesamte Konstruktion des Wagens konnte damals leicht mit der westlichen Konkurrenz mithalten und fuhr erfolgreich auf Langstrecken und behauptete sich unter anderem sogar auf der 25.000 Kilometer langen World Cup Rallye. Internationale Rennen, die damals den Porsche Carreras und Co. Vorbehalten waren.

Zu Beginn der 70er Jahre ging der Anschluss an den Weltstandard annähernd verloren. Der 412er durchlief 1975 eine Verbesserung der Technik inklusive neuer Bremsanlage, sowie eine optische Auffrischung. Das Nachfolgemodell fuhr nun unter der Typenbezeichnung 2140 auf Russlands Straßen. Bereits seit 1957 wurden die Moskwitsch-Limousinen auch in die damalige DDR exportiert, da dort die Fahrzeugproduktion die Inlandsnachfrage nicht decken konnte. So gelangten auch die Autofahrer in Ostdeutschland zu dem Privileg ihres Kraftwagens, ohne die 14-jährige Wartezeit absolvieren zu müssen. Anfang der 1980er Jahre verschwand er zwar weitgehend aus dem sowjetischen Straßenbild, im kleinen deutschen Bruderstaat jedoch blieben seine Besitzer dem „Russen-Kübel“ bis zur Wende treu.

Zuerst habe Gerhard Schott „seinen“ Moskwitsch als Dienstwagen am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau gefahren, wohin er 1976 geliefert wurde, erzählte er der „Chemnitzer Morgenpost“. 17.600 Ostmark habe er später, als er den Wagen übernahm, dafür zahlen müssen. Der Rentner schätze seinen schwarz-weißen „Mossi“, wie er ihn liebevoll nennt, weil er schier unkaputtbar wäre. Über eine Millionen Laufkilometer habe er schon absolviert – und das erst auf zwei Motoren. Natürlich müsse man etwas für das Auto tun, sagt Schott. „Einfach reinsetzen und fahren ist nicht“, wird er von der „Morgenpost“ zitiert, aber man könne alles selber reparieren. Sogar der Spritverbrauch sei mit 10 Litern auf 100 Kilometer noch recht moderat, wenn man das Alter des Moskwitsch bedenkt.

Dies sei der einzige noch voll zugelassene Moskwitsch 2140 in der Heimat des 78-Jährigen. „Es gibt noch einen Zweiten“, erklärt er dem Blatt, „aber der hat nur Saisonkennzeichen.“ Heute dürfte das Auto von Gerhard Schott in Liebhaberkreisen etwa 7.000 Euro wert sein, schätze er. Und hergeben wird er seinen „Mossi“ garantiert auch nie mehr.

[mb/russland.RU]




Wie wichtig ist BMW für Kaliningrad?

[Von Uwe Niemeier] – Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist am 25. Januar zu einer mehrtägigen Reise nach Deutschland aufgebrochen. Erstes Ziel seiner Reise ist nicht Berlin sondern München – der Sitz der deutschen Firma BMW. Alichanow fährt nicht als Politiker sondern als Leiter einer wenig erfolgreichen russischen Region nach Deutschland.

Keine Ahnung, wer die Reiseplanung erstellt hat und welche Aspekte da eine Rolle spielten, dass München das erste Ziel des Kaliningrader Gouverneurs in Deutschland ist. Abgeflogen ist er aus Gdansk, denn die aufstrebende Weltstadt Kaliningrad hat keine eigene internationale Fluganbindung. Vielleicht war die Verbindung von Gdansk nach München günstig. Aber es gibt auch eine gute Anbindung an Berlin. Oder München wurde ausgewählt, weil die Gespräche mit BMW für den Gouverneur wichtiger sind als die geplanten Maßnahmen in Berlin? Meine Erfahrungen aber sagen, dass das Wichtigste bei den Russen immer ganz zum Schluss kommt. Also ist Berlin doch wichtiger als München, denn nach Berlin fährt er am Freitag. Es bleibt genug Spielraum für Phantasien, warum die Russen das alles so organisiert haben.

Lassen Sie mich ein wenig überlegen, was der Gouverneur wohl in München bei BMW will. Eines weiß ich ganz genau: er will sich keinen neuen Dienstwagen in München kaufen, denn BMW produziert seit vielen Jahren in Kaliningrad. Böse, gehässige Zungen behaupten, dass BMW in Kaliningrad nichts produziert sondern nur zusammenschraubt. Rein sachlich ist das richtig. BMW liefert Einzelteile nach Kaliningrad und hier wird durch die Montage von Fahrzeugen im Rahmen der Fahrzeugholding „Avtotor“ ein vollwertiges Auto montiert, welches für den russischen Markt bestimmt ist. Es erfolgt eine Wertschöpfung in Kaliningrad. Und diese Wertschöpfung ermöglicht es, dass man als Resident der Sonderwirtschaftszone in den Genuss von vielen Vergünstigungen kommt, die der russische Staat zahlt.

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Protestaktion gegen Gebühr auf Petersburgs Mautstrasse

Während mehr als drei Stunden blockierten mehrere Fahrzeuge die Zahlstelle des Autobahnzubringers ZSD bei der Ausfahrt Blagodatnaja Uliza. Als offiziellen Grund gaben die Vertreter der „Vereinigten Transportunternehmer Russlands“ (OPR) ihren Protest gegen die Gebühr auf einer Strasse an, die zu einem grossen Teil aus Steuergeldern finanziert worden war. Inoffiziell wird vemutet, dass der Koordinator der Organisation eine persönliche Rechnung mit dem Strassenbetreiber beglich.

Fünf Personenwagen und zwei Lastwagen simmulierten am Zahlterminal bei der Ausfahrt „Blagodatnaja Uliza“ Auffahrunfälle vor den Schlagbäumen. Da in solchen Fällen immer noch die Verkehrspolizei zur Aufnahme des Unfallprotokolls anrücken muss, kam es vor den Terminals zwischen 15.00 und 15.40 zu langen Warteschlangen. Ein Brumifahrer wurde nach Angaben von Fontanka.ru festgenommen.

Die Organisation OPR hatte im vergangenen Jahr bereits gegen die neu eingeführte Lastwagen-Maut „Platon“ protestiert. Aber obwohl sie mit ihrer jüngsten Aktion die Interessen der Automobilisten verteidigten, ernteten sie in den Sozialnetzwerken wenig Lob – im Gegenteil wurden sie in den meisten Kommentaren zum Teufel geschickt.

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St. Petersburg hat jetzt einen Bypass

Pünktlich und fast ohne Skandale ist in St. Petersburg ein riesiges Straßenbauprojekt vollendet worden: Eine Stadtautobahn führt nun von Nord nach Süd quer durch die Newa-Mündung. Allerdings wird sie alsbald mautpflichtig.

Präsident Putin persönlich kam am Freitag zur Eröffnung des 11,7 Kilometer langen Mittelabschnitts des „Sapadny Skorostny Diameter“- des „Westlichen Schnelldurchmessers“, wie die Nord-Süd-Stadtautobahn amtlich heißt.

Für etwas Aufregung sorgte dabei ein Schwelbrand einer Kabelverkleidung in einem Tunnelabschnitt, der just während der Putin-Visite ausbrach und die Feuerwehr auf den Plan rief. Da der Festakt aber in einem Pavillon auf der neuen Hängebrücke über den Hauptarm der Newa stattfand, war die offizielle Einweihung dadurch nicht beeinträchtigt.

Verkehrsentlastung fürs Stadtzentrum

Bei dem jetzt fertig gestellten Abschnitt handelt es sich um den aufwändigsten und wichtigsten Teil der partiell privat finanzierten, mautpflichtigen Trasse, die insgesamt 47 Kilometer lang ist. Denn dieses Teilstück kann das hoffnungslos überlastete historische Stadtzentrum Petersburgs von einem Gutteil des Nord-Süd-Transitverkehrs entlasten.

Wie viele Autofahrer in Zukunft bereit sein werden, für die schnelle Fahrt quer durch die Stadt Mautgebühr zu bezahlen, muss sich noch zeigen: Zwar soll die neue Autobahn noch an diesem Wochenende für den Verkehr freigegeben werden, doch das neue Teilstück bleibt zunächst drei Monate lang mautfrei.

Ein Problem ist auch, dass die neue Strecke bislang eher bescheiden an das restliche Straßennetz angebunden ist: Auf dem ganzen jetzt eingeweihten Abschnitt gibt es nur eine einzige Abfahrt im Norden der Wassili-Insel. Und auch diese ist zunächst nur auf einer etwas provisorisch anmutenden Routenführung erreichbar. Bis zur Fußball-WM 2018 soll aber eine neue Zubringerstraße in Verlängerung des Makarow-Ufers samt einer neuen Brücke auf die Petrograder Seite gebaut sein. Eine weitere Abfahrt im Süden der Wassili-Insel steht bislang nur auf dem Papier.

Hängebrücken vor der Stadtsilhouette

Fakt ist allerdings, dass sich durch den Bau des SSD die Skyline St. Petersburgs auf der Seeseite merklich verwandelt hat: Denn mit zwei je etwa 600 Meter langen Hängebrücken, getragen von 125 Meter hohen Pylonen, wird die Newa-Mündung gequert. Entlang der Westseite der Wassili-Insel verläuft die Autobahn partiell in einem Graben und unterquert per Tunnel den Newa-Arm Smolenka.

Das Nord- und das Südteilstück des SSD waren zwischen 2008 und 2013 in Betrieb genommen worden. Die Stadtautobahn beginnt im Süden Petersburgs an der Ringautobahn KAD in der Nähe des Flughafens Pulkowo. Über weite Strecken führt sie als Mammutbrücke einige Meter über dem Erdboden zum Hafen, um anschließend über mehrere Kilometer über dem Wasser der Newa-Bucht zu verlaufen. Im Norden quert der SSD ebenfalls die Ringautobahn und hat bei Beloostrow Anschluss an die Fernstraße nach Finnland.

Großbanken finanzieren – und kassieren

Mit dem Bau des entscheidenden Mittelstücks war 2013 begonnen worden. Von den Baukosten in Höhe von 120 Mrd. Rubel (nach heutigem Kurs 1,75 Mrd. Euro) trug der russische Staat 51 Mrd. Rubel. Den Rest brachte ein privates Konsortium namens MSS auf, das zu 50 Prozent der Großbank VTB und zu 41,5 Prozent der Gazprombank gehört. Die restlichen 8,5 Prozent werden von einem zypriotischen Anwalt gehalten, der, so die Webzeitung fontanka.ru, offensichtlich nur eine Strohmannrolle innehat.

Der Konzessionsvertrag mit den Finanziers sieht vor, dass diese bis 2042 auf der Autobahn Maut kassieren dürfen. Allerdings garantiert die Stadt St. Petersburg den Geldgebern eine jährliche Einnahme von 9,6 Mrd. Rubel. Werden hingegen Mauteinnahmen über diese Summe hinaus erzielt, fallen diese zu 90 Prozent an die Stadt.

Gemäß eines ab Sonntag geltenden neuen Tarifschemas kostet die Fahrt für einen Pkw über den gesamten Südabschnitt tagsüber 80 Rubel, über den Nordabschnitt 100 Rubel. Vielfahrer können sich einen elektronischen Transponder anschaffen, von dem die Mautgebühr mit deutlicher Ermäßigung automatisch abgebucht wird. Mit dieser Technik muss man an den Mautstellen auch nicht anhalten, sondern kann sie einfach langsam durchfahren.

[ld/russland.NEWS]




Russisch-weißrussische Grenze: Falle für Ausländer

Die Grenze zwischen Weißrussland und Russland ist für Bürger von Drittstaaten seit einiger Zeit faktisch unpassierbar – eben weil es dort keine Kontrollen gibt. Nun wird über eine Visa-Union des „Unionsstaates“ nachgedacht.

Beim gestrigen Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Minsk ging es hauptsächlich um die Lösung eines absurd klingenden Problems: Russland und Weißrussland haben im Rahmen ihres (eher auf dem Papier bestehenden) „Unionsstaates“ die Zoll- und Grenzkontrollen an der gemeinsamen Grenze abgeschafft und Freizügigkeit geschaffen. Doch diese „Schengen-Grenze“ ist nur für Bürger der beiden Staaten eine solche – für Inhaber von Pässen aus Drittstaaten ist sie eine Phantomgrenze, die man  eventuell zwar überschreiten kann, es aber nicht darf.  Wenn man Pech hat, wird man zurückgeschickt oder wegen illegaler Einreise bestraft.

In ihren beidseitigen Vereinbarungen über den freien Personenverkehr über diese Grenze haben Moskau und Minsk im Lauf von 20 Jahren zwar die Fragen für ihre eigenen Bürger unbürokratisch gelöst, aber nie abschließend und endgültig geklärt, wie sie mit Reisenden aus anderen Ländern verfahren wollen. Jahrelang war die russische Seite damit zufrieden, dass die weißrussischen Grenzer bei der Einreise von Ausländern nach Belarus mit Ziel Russland russische Migrationskarten ausgaben.

Terrorbekämpfung geht vor Reisefreiheit

Doch seit dem Ausbruch des Konflikts in und mit der Ukraine und im Rahmen von allfälligen Sicherheitsverschärfungen im Antiterrorkampf besann man sich beim russischen Geheimdienst FSB (dem die Grenzpolizei untersteht) auf den Wortlaut der Gesetze zur Ein- und Ausreise von Ausländern. Und da steht geschrieben, dass Ausländer die Russische Föderation über einen „Internationalen Grenzkontrollpunkt“ zu betreten haben, wo ihr Pass (und sofern erforderlich, das Visum) geprüft und erfasst wird. Das Problem: An der Grenze zu Weißrussland gibt es keinen einzigen solchen vollwertigen Grenzübergang (im Gegensatz etwa zu jener mit Nordkorea). An der ähnlich langen Grenze mit Finnland betreibt Russland 31 Grenzkontrollpunkte.

Wie die Zeitung „Kommersant“ berichtete, gab es für Reisende erstmals 2014 Schwierigkeiten an diesem Grenzabschnitt. Damals begannen die russischen Behörden offenbar, vorrangig ukrainische Staatsbürger an ihren Kontrollposten (wo üblicherweise nur Verkehrspolizei steht) abzufangen und zurückzuschicken. Ihnen wurde eröffnet, dass sie nur über einen richtigen Grenzübergang nach Russland einreisen können.

Immer wieder auch Probleme für Flugreisende

Während es im Eisenbahnverkehr offenbar bislang keine größeren Probleme gab, wurden ausländische Flugreisende und Airlines in letzter Zeit ebenfalls mit dem Problem konfrontiert. In Moskau wurden in diesem Jahr bisher 74 Ausländer abgefangen, die im Transit nach Weißrussland weiterfliegen wollten, aber kein russisches Visum hatten, schreibt die Zeitung. Dabei haben Transitreisende in alle anderen Länder durchaus die Möglichkeit, bis zu 24 Stunden  visafrei in Moskau umzusteigen.

Umweg über Lettland oder die Ukraine notwendig

Die weißrussische Seite hat offenbar keine administrativen Veränderungen im Grenzregime vorgenommen. Seit September häufen sich jedoch Klagen über Zurückweisungen von Ausländern an den Straßenübergängen durch russische Behörden. So konnte ein Reisebus mit 30 österreichischen Touristen, alle ausgestattet mit allen nötigen Reisedokumenten für Russland,  die Grenze nicht passieren.  Der Bus musste einen Umweg von 900 Kilometern fahren, was zum Platzen des geplanten Reiseprogramms führte – denn die russischen Grenzer schicken an der Grenze „ertappte“ Ausländer nun zurück und empfehlen ihnen, doch über einen Grenzübergang aus Lettland oder der Ukraine offiziell nach Russland einzureisen.

Eine sofortige Lösung für das Dilemma fanden Lawrow und sein weißrussischer Kollege Wladimir Makej gestern in Minsk auch nicht gleich. Aber immerhin sind Lösungswege vorgezeichnet:

Idealerweise wäre dies eine Vereinbarung über die gegenseitige Anerkennung von Visa – wie sie im Übrigen bereits seit letztem Jahr in Arbeit ist. Doch übers Knie brechen wollen das die Außen- und Sicherheitspolitiker beider Länder natürlich auch wieder nicht: „Man kann die wachsende terroristische Gefahr nicht ignorieren. Wenn wir mit Belarus eine gemeinsame Visapolitik erarbeiten und bei uns zu 100 Prozent koordiniert sein wird, wem man Visa erteilt und wem nicht, dann entfällt dieses Problem von selbst“, so Lawrow gestern in Minsk.

Kommen provisorische Grenzübergänge?

Bis dahin, so Lawrow, sollte man wohl vorübergehende Maßnahmen treffen – nämlich in Form provisorischer Grenzübergänge nur für Ausländer an den wichtigsten Fernstraßen. Auch an den russischen Flughäfen, von wo es Verbindungen nach Minsk gibt, müssten  derartige Checkpoints geschaffen werden.

Aber auch diese Neuerungen müssten in beidseitigen Einvernehmen verhandelt und beschlossen werden. Und dabei werden wohl beide Seiten argwöhnisch darauf achten, dass es nicht so aussieht, als hätte man den freien Grenzverkehr für die eigenen Bürger wieder aufgehoben – sie sollen weiterhin ohne Passkontrolle reisen dürfen.

Bis die verkorkste Situation bereinigt ist, wird also noch einige Zeit vergehen. Allen Nicht-Russen und Nicht-Weißrussen kann man deshalb nur raten, sowohl zu Lande wie in der Luft keine direkten Reisen zwischen dem einen und dem anderen Land zu planen – auch wenn man gültige Visa oder Aufenthaltsberechtigungen für beide Länder hat.

Es ist idiotisch – aber wer als Ausländer zwischen Minsk und Moskau unterwegs ist, sollte vorerst einen Haken über ein drittes Land schlagen, um ohne Probleme in den jeweils anderen Teil dieses seltsamen „Unionsstaates“ zu gelangen.

(Lothar Deeg/russland.news)




Rein ins Leben: Hilfe für Behinderte in Sibirien 5: Von Belarus nach Russland [Video]

Auf unserem Zusatzchannel russland.TV plus für tiefer interessierte zeigen wir eine Video-Reihe die ein unterstützenswertes Hilfsprojekt für die sibirische Stadt Nojabrsk zeigt.

Kindern, die durch eine Behinderung an den Rollstuhl gebunden sind, ist in vielen Städten Sibiriens die Teilnahme am Schulunterricht, gute medizinische Versorgung und eine aktive Teilhabe am Leben verwehrt. Im Bereich der Integration von solchen Behinderten in Russland nach wie vor kein Vorbild. So sind auch körperlich beeinträchtigte Kinder in der Stadt Nojabrsk (Kreis Yamal, Sibirien) gezwungen, häufig ganztägig oder den Großteil ihrer Zeit in der Wohnung der Eltern zu verbringen. Das Hilfsprojekt „Rein ins Leben“ will hier Abhilfe schaffen und entsprechendes Material anschaffen – wir unterstützen es dabei und zeigen die gesamte Videoreihe, mit der die Hilfe dokumentiert wird. In Teil 5 geht es von Weißrussland, wo unsere „Lieferhelden“ in der letzten Folge angekommen waren nach Russland hinein.

russland.TV plus, wo es noch mehr Videos für tiefer interessierte gibt, ist erreichbar unter http://www.youtube.com/nachrussland – Hier alle bisherigen Teil des Reisetagebuchs der helfenden Hände für Sibirien:

  1. Der Buskauf
  2. Abschied
  3. Auf nach Polen!
  4. Warschau-Gomel



Kleine Ursache, noch unbekannte Wirkung – Diplomatische Fahrerflucht

[Von Uwe Niemeier] – Ende August passierte ein Verkehrsunfall in Kaliningrad. Ein kleiner Verkehrsunfall, der in Deutschland, vermutlich auch in Russland, zwischen den Beteiligten ohne Hinzuziehung der Polizei geregelt worden wäre. Dies war aber in diesem Fall nicht möglich, da der Unfallverursacher, ein deutscher Diplomat, sich durch Fahrerflucht der Klärung des Sachverhaltes entzog.

In der Überschrift zu diesem Artikel habe ich eine „noch unbekannte Wirkung“ genannt. Das ist natürlich Blödsinn, denn es wird keine nennenswerte Wirkung geben. Alla Iwanowa, die für Außenpolitik zuständige Ministerin der Kaliningrader Gebietsregierung, hat bei Facebook in der aufbrodelnden Diskussion um die „Verhaltensweisen der Fritzen“ schlicht gepostet: „Ich bitte um Entschuldigung – aber schlagen Sie vor, wegen dieses Verkehrsunfalls die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abzubrechen?“

Natürlich wird niemand die diplomatischen Beziehungen abbrechen und es wird auch keine anderen wesentlichen Auswirkungen geben, außer, dass der deutsche Generalkonsul temporär ein wenig mehr Arbeit haben wird und am heutigen Montag wohl ein paar weniger Gäste zum Festempfang kommen werden. Ansonsten wird Russland diese Angelegenheit einfach nur nutzen, um das Musterland der Demokratie und Unfehlbarkeit, den Oberlehrer der Welt, ein wenig vorzuführen.

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Rein ins Leben: Hilfe für Behinderte in Sibirien 3: Auf nach Polen!

Auf unserem Zusatzchannel russland.TV plus für tiefer interessierte zeigen wir eine Video-Reihe die ein unterstützenswertes Hilfsprojekt für die sibirische Stadt Nojabrsk zeigt.

Kindern, die durch eine Behinderung an den Rollstuhl gebunden sind, ist in vielen Städten Sibiriens die Teilnahme am Schulunterricht, gute medizinische Versorgung und eine aktive Teilhabe am Leben verwehrt. Im Bereich der Integration von solchen Behinderten in Russland nach wie vor kein Vorbild. So sind auch körperlich beeinträchtigte Kinder in der Stadt Nojabrsk (Kreis Yamal, Sibirien) gezwungen, häufig ganztägig oder den Großteil ihrer Zeit in der Wohnung der Eltern zu verbringen. Das Hilfsprojekt „Rein ins Leben“ will hier Abhilfe schaffen und entsprechendes Material anschaffen – wir unterstützen es dabei und zeigen die gesamte Videoreihe, mit der die Hilfe dokumentiert wird. In Teil 3 fährt unser Helferteam von Deutschland nach Polen an die weißrussische Grenze.