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Kategorie: Armenien - russland.NEWS - russland.TV

Russland alternativ: Einwanderer willkommen [mit Video]

Während Europa und die Vereinigten Staaten die Grenzkontrollen intensivieren, ermuntert Moskau ehemalige sowjetische Staaten dazu, Arbeitskräfte nach Russland ziehen zu lassen. Besonders im rechten Lager Europas wird die Flüchtlingskrise zum Wiederaufleben der Isolationspolitik und Fremdenfeindlichkeit genutzt. In Russland, drittgrößte Destination für internationale Einwanderer, geht man mit dem Problem anders um.

Wie in jedem entwickelten Land arbeiten in Russland viele Zuwanderer. Gemäß den UN gibt es 11 Millionen Ausländer, viele ohne Visa und größtenteils aus moslemischen, zentralasiatischen Ländern. Die russische Regierung weiß, dass ein Aufschwung der heimischen Wirtschaft nur mit eingewanderten Arbeitskräften zu bewerkstelligen ist. “Wir brauchen dringend preiswerte Arbeitskräfte, die innerhalb des Landes nicht gefunden werden können”, erklärt Andrej Mowtschan, Wirtschaftsexperte am Moskauer Carnegie Zentrum. Einwanderer reinigen Straßen und ziehen riesige Wohngebäude hoch. Sie spielen eine Schlüsselrolle in den Fabriken, dem Einzelhandel und bei Dienstleistungen sowieso. Ohne das Küchenpersonal aus Ländern wie Kirgisistan, Tadschikistan und Georgien liefe in der Gastronomie wenig. Mowtschan warnt eindringlich, „wenn sie die Arbeitsimmigranten vom Markt nehmen – 15 Prozent aller Werktätigen in Russland – wird es unmöglich sein, sie zu ersetzen“.

Der Niedergang der Ölpreise und die nach der Ukrainekrise 2014 gegen Russland vom Westen verhängten Sanktionen, lösten eine Abwanderungswelle aus. Der Zuzug von Usbeken fiel um 21 Prozent, der von Tadschiken um 11 Prozent und Kirgisen kamen fünf Prozent weniger. Inzwischen, Russlands Wirtschaftsdaten und Prognosen verbreiten Optimismus, nimmt die Zuwanderung wieder zu. Waren es im Jahr 2015 noch161.000 Ausländer, die nach Russland kamen, wuchs laut offiziellen Quellen die Zahl 2016 auf 196.000 Immigranten. Die Regierung gab im Februar bekannt, dass 200.000 vorher abgeschobene Tadschiken wieder zurück nach Russland kommen könnten.

Moskau weiß, dass Immigranten Ängste in der Bevölkerung wachrufen. Ängste vor Terroristen, die unkontrolliert mitreisen könnten. Wie anders Russland tickt, sieht man an einer Äußerung Putins vom letzten Monat. Mit schonungsloser Offenheit präsentierte er seinem Land brisante Zahlen – nicht weniger als 5.000 Menschen aus Russland und den GUS-Staaten haben sich dem islamischen Staat in Syrien angeschlossen. Sicherheitskräfte haben 2016 zwei Gruppen von Einwanderern verhaftet, die verdächtigt wurden, Anschläge auf russischen Boden zu planen. In europäischen Sicherheitskreisen müssen Schätzungen darüber existieren, wie viel potentielle Schläfer in den letzten Jahren eingesickert sind und wie viele Rückkehrer aus Syrien man in den nächsten Jahren erwartet. Eine Frau Merkel zum Beispiel, diese Zahlen der Nation verkündend – undenkbar.

Ildar Gilmutdinow von der Regierungspartei ‚Einiges Russland’ weist die Sorgen zurück, dass die lockeren Einwanderungsbedingungen zu einer vergrößerten Terrordrohung führen könnten: „Das aktuelle Visaregime garantiert einen ziemlich hohen Grad der Sicherheit.” Vor dem Konflikt mit der Ukraine hat ungefähr die Hälfte der Russen gemeint, sie wollen die Einwanderung aus dem Kaukasus und Zentralasien einschränken. Laut Lewada-Zentrum unterstützen heute 66 Prozent eine bessere Kontrolle der Zuwanderer. Die Regierungspartei sieht das laut Gilmutdinow anders. Die visafreie Regelung mit postsowjetischen Ländern sei “Russlands strategische Wahl”.

Das Potential zur Politisierung der Einwanderungsfrage hat auch die russische Opposition erkannt. Dem Populismus gegen Immigranten frönen zuallererst die Kommunisten. Walery Raschkin, Duma-Experte bei der Einwanderungsgesetzgebung, behauptet, dass Russland mit schlecht qualifizierten Arbeitern “überschwemmt wird” und russischen Staatsangehörigen die Jobs gestohlen werden. In diesem Sinne befürwortet Raschkin strenge Visaregelungen für zentralasiatische Länder.

Sich zum radikalen Nationalismus bekennende Russen, seit 2012 mit den Protesten gegen die Regierung Teil der Opposition, ergriffen Partei für die Ukraine, worauf der Kreml scharf reagierte. Viele Ultranationalisten flohen in die Ukraine, wo einige gegen russische Soldaten und pro-russische Ukrainer im Osten gekämpft haben. Auch diese Gruppierungen bekämpfen die Visum-Freiheit mit Kirgisistan, Kasachstan und Armenien.

Ebenso hat der neue Kopf der Anti-Putin-Bewegung, Alexey Navalny, begriffen, dass man nur mit nationalistischen Ausländerproblemen einen Keil zwischen Putin und Volk treiben kann. Seine Forderungen nach neuen Visum-Gesetzen sind zentraler Teil seiner politischen Agenda. Berüchtigt ist sein Video, in dem er Terroristen mit Kakerlaken vergleicht, die anders als die Schabe nicht mit einer Fliegenklatsche oder einem Pantoffel, sondern nur mit einer Pistole zu bekämpfen seien. Nicht minder abwegig sein Vorschlag, „zersetzende Elemente“ deportieren zu lassen.

Verdrehte Welten in Ost und West. Putin steht vor einer Opposition, deren gemeinsamer Nenner aus Ausländerfeindlichkeit besteht und damit dem islamischen Extremismus in die Hände spielt. Ein Spiel mit dem Feuer bei ungefähr 9.4 Millionen in Russland lebenden Moslems – 6.5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die Situation plakativ beschreibend hieß es jüngst im Titel eines Editorials der Nesawissimaja Gaseta: Trump und Le Pen gehören in Russland zur Opposition.

[hub/russland.news] inspiriert durch einen bei der Nachrichtenagentur Bloomberg erschienenen Artikel von Leonid Ragozin




Bundesregierung: Doch (k)eine Distanzierung von der Armenien-Resolution?

[Von Thomas Pany] – Erwartet wurde, dass Regierungssprecher Seibert eine ausgehandelte Formel verkündet, um den Streit über das Besuchsrecht in Incirlik beizulegen. Update

Noch am heutigen Freitag wird eine Erklärung der Bundesregierung zur Armenienresolution erwartet. Sie soll in einer diplomatisch abgefederten Form den Incirlik-Streit beilegen. Abgeordnete des Verteidigungsausschusses des Bundestags sollen wieder die Bundeswehrsoldaten auf dem Militärflughafen in der Türkei besuchen können (Incirlik: Weiterhin keine Besuchserlaubnis für deutsche Politiker). Im Dezember läuft das Mandat aus, der Bundestag muss es verlängern, ohne Besuchsrecht stehen die Chancen für eine Verlängerung schlecht.

In dem Streit, der sich aufgrund der Armenienresolution Anfang Juni entwickelt (Bundestag verabschiedet Armenien-Resolution) und rasch hochgeschaukelt hatte, spielt das Ehrverständnis von Erdogan eine große Rolle. Er reagierte mit groben Aussagen auf die Bundestagsresolution (Erdogan bezeichnet deutsche Abgeordnete als verlängerten Arm der Terroristen). Seine Regierung verhängte ein faktisches Besuchsverbot deutscher Abgeordneter in Incirlik. Übermittelt wurde eine Forderung, die einer Art Kniefall der Bundesregierung gleichkäme (Nordsyrien: Türkei-Islamisten-Allianz greift Anti-IS-Allianz an): Entweder die Bundeskanzlerin oder der Außenminister sollte sich öffentlich von der Resolution distanzieren.



Ein brisantes Problem russischer Außenpolitik

[von Dr. Christian Wipperfürth] Der Konflikt um Berg-Karabach bereitet Moskau seit langem großes Kopfzerbrechen. Die russisch-türkische Annäherung dürfte die gefährlichen Spannungen im Südkaukasus entschärfen.

Armenier und Aserbaidschaner sind seit Generationen verfeindet. In der zerfallenden Sowjetunion brachen alte Konflikte wieder auf. Im Februar 1988 gab es ein erstes Pogrom gegen die etwa 400.000 in Aserbaidschan lebenden Armenier. Aus dem Gebiet Berg-Karabach, das zu Aserbaidschan gehörte, aber überwiegend von Armeniern bewohnt war, wurden daraufhin Tausende Aseris vertrieben. Der Konflikt spitzte sich zu, und die Moskauer Führung setzte mit gewissem Erfolg Truppen ein, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Gleichwohl kamen vermutlich hunderte Menschen ums Leben.

Ende 1991 brach die UdSSR auseinander. Der russische Präsident Boris Jelzin ordnete im April 1992 den Rückzug der russischen Truppen aus dem zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Berg-Karabach an. Russland war nicht mehr bereit, Ordnungsfunktionen im Südkaukasusraum wahrzunehmen. Jelzin bat stattdessen die NATO, Truppen zu entsenden, was diese jedoch ablehnte. Die Feindseligkeiten zwischen Aserbaidschan und Armenien brachen nun in aller Härte aus. Zwischen 1992 und 1994 kamen bis zu 50.000 Menschen ums Leben. Fast alle Armenier flüchteten aus Aserbaidschan und Hunderttausende Aseris wurden aus Bergkarabach und den angrenzenden Gebieten, die von Armeniern besetzt wurden, vertrieben.

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Russland ging bereits während des armenisch-aserischen Krieges wieder dazu über, als Ordnungsmacht zu agieren. Moskau zwang Georgien 1993 zu einem Beitritt in die GUS, um den Landweg nach Armenien zu sichern, das Russland als unentbehrliche Schutzmacht betrachtete. Ohne die russische Präsenz wären die gewaltsamen Auseinandersetzungen womöglich noch eskaliert.

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Berg-Karabach wurde faktisch zu einem eigenen, von Armenien massiv unterstützten Staat, der von keinem Land völkerrechtlich anerkannt wird, nicht einmal von Armenien selbst. Aserbeidschan verlangt die Räumung des besetzten Territoriums, einschließlich der Rückkehr Berg-Karabachs in das eigene Staatsgebiet. Dies lehnen die Armenier ab.

Frankreich, Russland und die USA einigten sich darauf, den Konflikt gemeinsam zu lösen, aber seit 20 Jahren ohne Erfolg. Auch die Versuche der Präsidenten Wladimir Putin und Dmitri Medwedew, den Konflikt ohne Beteiligung von Paris und Washington zu lösen, schlugen fehl. Dies ist dem russischen Prestige, auf das Moskau großen Wert legt, abträglich.

Immerhin kam es mehr als 20 Jahre zu keinen großen Kampfhandlungen mehr, aber wiederholt zu Scharmützeln, bei denen insgesamt Hunderte Menschen ums Leben kamen.

Aserbaidschan, das etwa dreimal so viele Einwohner wie Armenien hat, gewann seit der Jahrtausendwende aufgrund der steil ansteigenden Ölexporte und Ölpreise beträchtlich an finanziellen Möglichkeiten. Baku baute eine militärische Drohkulisse auf, um den Widersacher zu einem Nachgeben zu zwingen. 2011 überstiegen die Militärausgaben Aserbaidschans diejenigen Armeniens um das Achtfache.

2011 schien zugleich ein Angriff der USA auf den Iran denkbar. Russland fürchtete, dass Aserbaidschan in diesem Fall Armenien angreifen könnte. Russische Truppen begannen darum, nicht nur wie bislang die armenisch-türkische Grenze zu sichern, sondern auch diejenige zu Aserbaidschan. Baku sollte hierdurch von einem Angriff auf den Bündnispartner Armenien abgeschreckt werden. Andererseits wollte der Kreml die Beziehungen mit Aserbaidschan nicht belasten. Russland drang auch darum auf eine Verhandlungslösung mit dem Iran.

Der Kreml war der Ansicht, selbst erfolgreiche Luftschläge würden iranische Kernwaffen lediglich verzögern, aber nicht verhindern, falls Teheran diese tatsächlich anstrebe, was nicht sicher sei. Ein Angriff würde insbesondere den Anreiz erhöhen, Nuklearwaffen zu besitzen, um in Zukunft nicht mehr attackiert zu werden.

Nach einigen Jahren relativer Ruhe rückten im Frühjahr 2016 Truppen Aserbaidschans gegen die armenischen Einheiten im Gebiet Berg-Karabach vor, und es gab zahlreiche Tote. Baku hätte diesen Schritt ohne Rückendeckung aus Ankara nicht unternommen. Die Türkei, die die Grenze zu Armenien seit 1993 geschlossen hält, wollte nicht zuletzt Russland durch die militärischen Maßnahmen Aserbaidschans unter Druck setzen. Moskau aber sandte eine unmissverständliche Drohung an Baku, das hieraufhin zurücksteckte. Armenien ist Mitglied der russisch geführten Verteidigungsallianz „Organisation des Vertrags für Kollektive Sicherheit“. Moskau kann und will den Bündnispartner im Ernstfall nicht seinem Schicksal überlassen, sondern – nicht zuletzt mit dem Blick auf Zentralasien – als zuverlässige Ordnungsmacht gelten.

Russland strebt aber auch kooperative Beziehungen mit Aserbaidschan an, verkauft ihm sogar Waffen und hofft auf dessen Beitritt zur „Eurasischen Wirtschaftsunion“, der bislang außer Russland noch Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Weißrussland angehören. Auch Baku hat Interesse an guten Beziehungen mit Moskau, u.a. um das Interesse des Westens an Aserbaidschan zu erhöhen.

Erdogan und Putin einigten sich in St. Petersburg Im August 2016 auf einen trilateralen Dialog unter Hinzuziehung Aserbaidschans. Am Tag vor dem Russlandaufenthalt des türkischen Präsidenten hatte sich Putin bereits mit seinen Amtskollegen aus dem Iran und Aserbaidschan getroffen. Am Tag nach der Abreise Erdogans traf sich Putin mit dem armenischen Präsidenten.

Eine wirkliche Lösung des Konflikts um Berg-Karabach liegt noch in weiter Ferne. Aber die Aussichten auf Fortschritte im Friedensprozess sind besser als seit vielen Jahren:

  1. Russland hat seit Frühjahr seine Position als Ordnungsmacht im Südkaukasus befestigt, was Aserbaidschan zügelt.
  2. Moskau und Ankara beginnen, in Bezug auf den armenisch-aserischen Konflikt zu kooperieren, was es seit langen Jahren nicht mehr gegeben hat.
  3. Ein westlicher Angriff auf den Iran steht seit der Einigung im Atomstreit vom Sommer 2015 nicht mehr zur Debatte, was auch die Situation auch in der Nachbarschaft des Iran beruhigt.
  4. Aserbaidschan muss seine Militärausgaben zurückfahren, da die Öleinnahmen stark gesunken sind. Die Offensive vom Frühjahr 2016 war der vermutlich letzte noch mögliche Versuch Bakus, eine militärische Überlegenheit auszuspielen.

Und Moskau entfaltet bemerkenswerte Aktivitäten von höchster Stelle, um den Konflikt um Berg-Karabach zu entschärfen. Er stand bereits mehrfach davor, auch Russland selbst in kriegerische Auseinandersetzungen zu verwickeln.

 

Quellen der Abbildungen:

Folie 1: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:FHen; https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2c/NKR_locator.png

Folie 2: http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Don-kun; http://en.wikipedia.org/wiki/de:Creative_Commons; http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de




Kriegsgefahr Armenien-Aserbaidschan? [Video]

Die Besetzung eines Polizeireviers in der armenischen Hauptstadt zeigte deutlich, welch ein Pulverfass Armenien und die Nachbarrepublik Aserbaidschan wegen ihres Streits um die Region Berg-Karabach sind.

Waren es doch radikale Armenier, die ein härteres Vorgehen gegen Aserbaidschan erzwingen wollen – und Radikale gibt es auch auf der anderen Seite und schlägt eine zu, ist ein Krieg schnell Realität. Durch Bündnisse und Freundschaften etwa mit Russland, der Türkei oder Georgien ergibt sich eine gefährliche Gemengelage, die sich schnell zu einer internationalen Kettenreaktion bis hin zur NATO und EU auswachsen kann. russland.TV mit Hintergründen zum Konflikt, von dem wohl niemand per Fernsteuerung die Zündung geben will, der aber ganz schnell zum Selbstzünder werden kann.

Achtung! Tonspur hat Fehler bei einigen Mobilgeräten!!!




Putin und Obama wollen militärische Koordination in Syrien intensivieren

Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama haben eine engere militärische Koordination in Syrien vereinbart.

Wie der Kreml am Mittwoch in einer Erklärung weiter mitteilte, habe Putin den US-Präsidenten bei einem Telefonat außerdem über die Lage im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um das Gebiet Bergkarabach informiert.

Putin hatte die Präsidenten beider Staaten Mitte Juni zu Vermittlungsgesprächen empfangen. Russland und die USA sind beide an dem Friedensprozess für das Gebiet beteiligt.

Auch über die Lage im Ukraine-Konflikt tauschten sich Putin und Obama der Erklärung zufolge aus. Beide Staatschefs hätten betont, die Ukraine-Krise könne nur mit politischen Mitteln gelöst werden.

China Radio International. CRI




Bundestag verabschiedet Armenien-Resolution

[Von Peter Mühlbauer] – Heute Mittag hat das deutsche Parlament in Berlin mit Unterstützung der Linkspartei eine von CDU, CSU, SPD und Grünen eingebrachte Resolution über die Wertung der Vertreibungen und Massenmorde an Armeniern und anderen christlichen Bevölkerungsgruppen des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkrieges mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung verabschiedet. In diesem fünfseitigen Papier heißt es wörtlich:

Der Deutsche Bundestag […] beklagt die Taten der damaligen jungtürkischen Regierung, die zur fast vollständigen Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich geführt haben. […] Im Auftrag des damaligen jungtürkischen Regimes begann am 24. April 1915 im osmanischen Konstantinopel die planmäßige Vertreibung und Vernichtung von über einer Million ethnischer Armenier. Ihr Schicksal steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen, ja der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist.

Außerhalb der Türkei ist mittlerweile relativ unstrittig, dass während des Ersten Weltkrieges eine enorm große Zahl von Armeniern und Assyrern bei Deportationen ums Leben kam – sowohl durch direkte Gewaltausübung als auch durch Hunger, Durst und Erschöpfung. In Briefen deutscher Diplomaten werden Teile der damaligen politischen Führung des Osmanischen Reiches zitiert, die im Gespräch offen zugaben, dass die „Verbannung“ das Ziel habe, „die Armenier zu vernichten“.

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Putin auf deutsch: Zusammenarbeit mit Ostasien [Video]

In Zeiten des Konflikts mit dem Westen gewinnt für Russland die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem asiatischen Raum eine größere Bedeutung.

Putin traf sich heute mit einer ganzen Reihe von Staatschefs aus Südostasien in Sotschi beim ASEAN-Russland-Gipfel. In seiner Grundsatzrede stellte er ganz konkret fest, in welcher Hinsicht er die russischen Wirtschaftsbeziehungen nach Ostasien ausbauen will. Vor allem der Energieesektor, Verkehrs- und Infrastrukturprojekte will Russland hier unterstützen und erhofft sich dabei auch Impulse für den eigenen, russischen Fernen Osten. Bei uns wie immer die Übersetzung des Originalmanuskripts des Kreml unterstützt von der Sprachschule Liden und Denz, wo auch Ihr in Moskau und Sankt Petersburg vor Ort Russisch lernen könnt.




Putin auf deutsch: Pulverfass Karabach [Video]

Erst vor kurzem ist der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Bergregion Nagorny-Karabach kriegerisch aufgeflammt.

Hinter den Kontrahenten stehen als Verbündete Russland und die Türkei, mit deren gegenseitig ebenfalls angespannten Verhältnis – und Millionen von Armeniern und Aserbaidschanern leben in Russland. Kein Wunder also, dass bei Putins TV-Sprechstunde vor wenigen Tagen besorgte Bürger den russischen Präsidenten nach seiner Meinung zu diese Pulverfass befragten. Dieses Video ist der letzte Teil unserer Reihe mit Auszügen aus Putins Bürgersprechstunde, unterstützt wie immer von der Sprachschule Liden und Denz, bei der man als Ausländer in Moskau und Sankt Petersburg Russisch lernen kann.




„Polyzentrische Architektur der internationalen Beziehungen“

[Peter Mühlbauer] Putin will die russische Außenpolitik neu ordnen – Gefechte und Jubiläumsfeiern in Donezk.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow machte gestern auf einer Sitzung des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik bekannt, dass Staatspräsident Putin ein neues „Konzept der russischen Außenpolitik“ angeordnet hat. Dieses Konzept strebt seinen Worten nach eine „polyzentrische Architektur der internationalen Beziehungen“ und ein „Zusammenwirken der führenden Machtzentren“ zur Lösung internationaler Probleme an.

Eines dieser Probleme ist der zwischen dem 2. April und dem 5. April neu aufgeflammte Konflikt zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan (Eskalation um Nagorny Karabach). Um in diesem Konflikt zu vermitteln, reiste der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew letzte Woche nach Eriwan und Baku. Die russischen Waffenverkäufe an beide Länder will Medwedew fortsetzen, weil sie seinen Worten nach der Abschreckung dienen und weil die beiden Staaten sonst auf andere Lieferanten zurückgreifen würden, was die Situation noch verfahrener mache. Außerdem erfasse Russland alle militärischen Bewegungen dort mit Satelliten, weshalb weder Armenien noch Aserbaidaschan etwas „verheimlichen“ könnten.

Der russische Ministerpräsident vermutet, dass zum Wiederaufflammen des Konflikts um das von Armeniern besiedelte, aber zu Sowjetzeiten Aserbaidschan zugeschlagene Gebiet Bergkarabach auch ein „türkischer Faktor“ beitrug. Die Türkei sieht sich als Schutzmacht Aserbaidschans, wo schiitische Türken leben. Zu Armenien besteht dagegen unter anderem deshalb ein gespanntes Verhältnis, weil die Türkei der Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches ist, dem die gezielte Vernichtung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg vorgeworfen wird, was die türkische Regierung bestreitet (vgl. Bergkarabach wählt, Aserbaidschan droht und Mit Stöcken im Anus tot liegen gelassen).

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Russland als ehrlicher Makler – mit Zähnen

Der Guru der Moskauer außenpolitischen Intelligenzija, Fjodor Lukjanow, bewertet in einem Beitrag für die Online-Zeitung Gazeta.ru den Bergbarabach-Konflikt und Russlands Rolle vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Veränderungen im Koordinatensystem der russischen Außenpolitik. Hier eine Übersetzung seines Beitrags:

Die plötzliche Zuspitzung des Karabach-Konflikts bestätigt nur eine bekannte Wahrheit: Eingefroren wird nur auf Zeit. Die postsowjetische Epoche hat deutlich gemacht, dass alle auf dem geopolitischen Feld hinterlassenen Minen irgendwann explodieren.

Alle Minen explodieren

Die Krim, deren Status nach 1991 vergleichsweise noch das geringste Krisenpotenzial aufwies, ging sogar mit dem größten Krach in die Luft.

Was soll man da von Bergkarabach sagen? Von allen postsowjetischen Krisenherden war es der erste, der entflammte – und mit aller Wahrscheinlichkeit ist es auch heute noch der auswegloseste. Dort begannen die Kriegshandlungen bereits 1988, als überhaupt noch niemand an den Untergang der UdSSR dachte.

Im Übrigen war es gerade die Ausweglosigkeit und die Schärfe des Konflikts, die der Region über die Jahre eine gewisse Stabilität verschaffte. Alle Beteiligten hatten verstanden, auf was für einem Pulverfass sie saßen, und verhielten sich entsprechend. Es war eine Stabilität, die sich dem klassischen Grundsatz der beiderseitigen Zurückhaltung verdankte, jedenfalls seit Beginn der Nullerjahre.

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