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Kategorie: Fernsehen & Kino - russland.NEWS - russland.TV

Für Gott, Zar und Vaterland – umstrittene Prozession auf dem Newski Prospekt

Zum fünften Mal fand auf dem Newski Prospekt eine Prozession zu Ehren von Alexander Newski statt. Am Aufmarsch nahmen neben russisch-orthodoxen Gläubigen diverse nationalistische Organisationen teil, die mit Transparenten gegen den Film „Mathilda“ über Zar Nikolaus II demonstrierten.

Für die Prozession von der Kasaner Kathedrale zum Alexander-Newski-Kloster wurde der Newski Prospekt am Morgen des 12. Septembers weiträumig abgesperrt. An der Spitze marschierten der Mitropolit Warsonofi, der Duma-Abgeordnete Vitali Milonow, der Sprecher des Stadtparlaments Wjatscheslaw Makarow sowie andere bekennende Kirchenanhänger aus Politik und Kultur mit.

Die offizielle Teilnehmerzahl wurde von der Polizei mit 100.000 Personen angegeben, doch war diese Ziffer nach Angaben von Journalisten überhöht, die die Menge auf rund 20.000 Menschen schätzten. Neben den zahlreichen russisch-orthodoxen Gläubigen aus verschiedenen Stadtbezirken und Gemeinden traten auch eine Reihe von nationalistischen und monarchistischen Organisationen auf. Darunter waren diverse Kosaken-Verbände, sowie Vertreter der „Imperialistischen Legion“ und der „Newski-Front“.

weiter beim St. Petersburger Herold >>>




Paradies – ein Filmtipp

Eines der cineastischen Highlights dieses Jahres feiert am kommenden Donnerstag Deutschland-Premiere. Ausgezeichnet mit dem silbernen Löwen bei den Festspielen in Venedig sowie dem „Cinema for UNICEF-Award“ zeigt die deutsch-russische Koproduktion um eine adlige Exilrussin, die für den französischen Widerstand 1941 kämpft, eine filmische Reise an die Grenzen der Gefühle. Paradies – Ein Film zwischen unstillbarer Sehnsucht nach Erlösung und grausamer Realität.

Der legendäre russische Filmemacher Andrei Michalkow-Kontschalowski, der an der führenden staatlichen Filmschule der Sowjetunion mit Andrei Tarkowski seine ersten cineastischen Schritte machte, ist bekannt für seine gefühlvollen und ausdrucksstarken Produktionen. Mit seiner filmischen Adaption des russischen Literaturklassikers „Onkel Wanja“ oder dem sowjetischen Monumentalepos „Sibiriade“ stieg Kontschalowski in die Riege weltberühmter Filmemacher auf. In seinem aktuellen Werk „Paradies“ setzt er vor allem wieder auf die gewaltige Bildsprache des Schwarzweißfilms. Nicht von ungefähr erhielt der Regisseur, dessen Vater einst den Text der russischen und sowjetischen Nationalhymne verfasste, erst vor Kurzem für sein Lebenswerk den Ehrenpreis des „Friedenspreises des Deutschen Films“.

Ein bemerkenswertes Darsteller-Trio aus Frankreich, Deutschland und Russland erzählt von der Unmöglichkeit der Liebe während der Zeiten eines Krieges, in der Zivilisation und Menschlichkeit fast gänzlich außer Kraft gesetzt werden. Zeiten in denen jeder nur „seine Pflicht“ verrichtet, so wie der französische Polizist Jules (Philippe Duquesne), der in den frühen 1940-er Jahren im Auftrag der deutschen Besatzer Juden verhaftet oder gar abtransportieren lässt. Ebenso die schöne und adlige Exilrussin Olga (Julia Wysotskaja), die sich 1941 der Résistance anschließt und bei einer Razzia verhaftet wird, weil sie zwei jüdische Kinder bei sich aufgenommen hat. Auch wenn sich der Polizist von Olgas Beteuerungen nicht umstimmen lässt, entwickelt er Gefühle für die junge Frau.

Olgas Hoffnung auf Freiheit wird jäh zerstört, als Jules bei einem Waldspaziergang mit seinem Sohn von der Résistance erschossen wird. Im Konzentrationslager wird der Wunsch nach Überleben zum Motor. Eine Welt in der kaltblütige Aufseher und herzlose Mitgefangene das Leben zu einer Zerreißprobe machen, eine Welt in der sich jeder selbst der Nächste ist. Als die Exilrussin die zwei kleinen Jungen, die sie einst vor den nationalsozialistischen Schergen versteckt hatte, wieder trifft, erstarkt in ihr die Hoffnung auf ein besseres Leben. Wie es das Schicksal will, begegnet sie im Lager einem weiteren Menschen, den sie aus ihrem früheren Leben kennt.

Als Helmut (Christian Clauß), ein hochrangiger SS-Offizier, der sich einst in die Adelige verliebt hatte, sie als Haushälterin zu sich holen will, beginnt ein gefährliches Pas de deux um eine Beziehung, die ihnen der Krieg diktiert. Der Offizier verspricht Olga „ein deutsches Paradies auf Erden“ und gemeinsam schöpfen sie aus der Zuversicht der Hoffnung, in ein neues, wunderbares Leben zu entfliehen…

Kontschalowskis rund zweistündiges Meisterwerk wird ab Donnerstag den 27. Juli bundesweit in den Kinos ausgestrahlt. Der Film wird als Original in deutscher, russischer und französischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt, um die größtmögliche Glaubwürdigkeit herzustellen. Auf diese Weise erhält die Produktion ihren dokumentarischen Charakter.

[mb/russland.NEWS]




Plündern, Schänden, Metzeln – Memoiren eines Heiligen

[Von Michael Barth] – Blutrünstige, norwegisch sprechende Wikinger füllen derzeit die russischen Kinos. „Wiking“ hat sich seit seinem Start vor wenigen Wochen bereits zum größten Kassenschlager aller Zeiten gekürt. Jedoch, der Film ist mehr als nur ein actiongeladener Blockbuster. Es ist die Geschichte eines russischen Heiligen – es ist die Geschichte Russlands.

Vergewaltigung, Menschenopfer und endlos blutige Schlachten. Meist war das Leben eines Wikingers kein Zuckerschlecken. Allen voran in diesem Gemetzel der tapfere Anführer Waldemar, der später noch Geschichte schreiben sollte. Denn – und das ist jetzt das Rührselige bei dieser bombastischen Kinoangelegenheit, die stolze 19,3 Millionen US-Dollar Produktionskosten verschlungen hat – der Waldemar hat nicht nur alles kurz und klein geschlagen was sich außerhalb seines Drachenbootes bewegte, sondern gründete, quasi so nebenher, gleich einen neuen Staat und wurde später auch noch heilig gesprochen.

Es lohnt sich durchaus, einen Blick darauf zu werfen, wie sich dieser Wüterich Waldemar in Russland nun zum nationalen Thema auswächst. Ganz wie im Film, wo er sich in dieser Angelegenheit auf eine handvoll Pilze mit seinen Göttern trifft, läutert sich der Barbar schließlich zum braven Christen. Dass in Wirklichkeit der Einfluss Byzanz‘ maßgeblich dafür ausschlaggebend war, dass sich der Nachfahre Ruriks des Warägers, der die Dynastie der Rus gegründet hatte, im damaligen Chersonnes taufen ließ, tut im Film erst einmal nichts zur Sache.

Wenn der Heilige mal ordentlich hinlangt

Der tapfere und zugleich auch tief religiöse Wladimir I., wie der einstige Berserker Waldemar bei den Russen fürderhin genannt wurde, genießt heute einen mächtig großen Bonus als Vorzeigeheiliger. Man hat ihn, wohl auch um mit der Nestor-Chronik konform zu gehen, pro forma zum Staatsgründer der Kiewer Rus erklärt. Den Russen blieben in der Frage ihrer ursprünglichen Herkunft sowieso nur zwei Optionen zur Auswahl. Mit dem Gedanken, die Goldene Horde als Gründungsväter beerbt zu haben, konnten sich nur die Wenigsten anfreunden. Sind wir ehrlich, der Wind und Wetter trotzende Nordmann, der mit seinen Feinden nur mit der Streitaxt diskutiert, hat da schon das weitaus bessere Standing.

Eurasien war vom Tisch, das christianisierte Nordwest-Russland hingegen die Wurzel des russischen Reiches. Für den anderen Wladimir, der heute Präsident des Landes ist, sei die Einführung des orthodoxen Glaubens in der alten Rus ohnehin das wichtigste Ereignis in der Geschichte Russlands. Dies verkündete Wladimir Putin bei der feierlichen Enthüllung eines Denkmals zu Ehren des ersten Wladimirs im vergangenen November, unmittelbar vor dem Kreml. Macht zu Macht – Wladimir zu Wladimir. Dann sagte er noch etwas von einem moralischen Fundament und hatte auf einmal sämtliche Kritiker des Films auf der Matte stehen.

„Wiking“, vom russischen Staatssender Kanal 1 bis zum abwinken beworben, als Fenster zur Moral zu sehen, fällt irgendwie schwer. Generationen von Kinogängern, der Film ist ab 12 Jahren freigegeben, ist das aber auch herzlich wurscht. Die Action spricht ihre eigene Sprache und schon rutscht die Frömmigkeit ein gutes Stück nach hinten. Ein sich prügelnder Heiliger – sei’s drum, schließlich sind wir Russen. Wie allerdings russische 12-Jährige einen Kontext aus Mord, Sex und Vergewaltigung und der orthodoxen Kirche sowie der Geschichte des Landes konstruieren sollen, bleibt dahingestellt.

Soviel Wahrheitsgehalt wie beim Hobbit

In seinem Blog wettert der russische Autor Jewgeni Grisjkowets, dass dies keine Werbung für sein Land sei. Es ist Propaganda schreibt er in seinem Blog. Der Film sei nicht einfach nur schlecht, er sei eine Schande und habe so wenig historisches Recht wie „Hobbit“ oder „Star Wars“. Laut dem Internetportal „afish“ hat der Kinogänger eine einfache Wahl: Entweder ist er mit sofortigem Ekel erfüllt und geht nach Hause oder findet seine sadomasochistische Lust in den blutigen Winkeln des Possenspiels. Und natürlich, was zu erwarten war, will sich auch die russisch-orthodoxe Kirche nicht wirklich mit einem Fürst Wladimir, der so brutal, schmutzig, geil und mörderisch dargestellt wird, anfreunden.

Warnungen kommen auch von Kinderpsychologen, die den Film am liebsten verbieten lassen würden. „Wiking“ könne bei den Kleinen zum tiefen Trauma führen „wenn unsere Vorfahren wie wilde, tierische Menschen porträtiert werden, die nicht wissen, was Schönheit oder Ruhm sind“, wie die Kinderpsychologin Jana Golosjapova meint. Russische Nationalisten finden gar, dass der Film eine Beleidigung für die russische Hochkultur sei und selbstverständlich haben Historiker schon längst unzählige Fehler und historische Verfälschungen gefunden.

Wie dem auch sei, den Kulturkritikern gefällt das Epos um die umtriebigen Skandinavier. Für sie traf der Film den Kern aller nationalen Bestrebungen. „Wir kommen nicht aus der Wüste, Taiga, Steppe oder gar mongolischen Jurten“ – Denis Dragonskij spreizt sich in der „Gazeta.ru“ gegen alle Vorwürfe der Geschichtsverfälschung – „Wir sind keine Skythen oder Asiaten. Und wir waren auch noch nie dort gewesen“, schreibt der bekannte Autor, Politologe und Kommentator. „Der ganzen Welt“, so findet Dragonskij, „können wir erklären, dass wir ein europäisches Land sind.“ Am ehesten meinte er wohl den Russen selbst. Er selber glaubt, dass die Popularität des Films teilweise daher rühre, dass die meisten Russen in der Tat gerne eine Verbindung nach Skandinavien hätten.

Für Putin ein Kunstwerk

Ausserdem wird „Wiking“ in Kreisen des Genres wegen der beträchtlichen Ressourcen und der sieben Jahre langen Arbeit, die die Produktion des Films vereinnahmt hat, gewürdigt. Regisseur Andrei Kravtjsuk lobt man indes für die technische Umsetzung und die Details seiner Wikinger. Insbesondere bei der Kleidung, den Waffen, beim Schmuck, den Wikingern ansich und deren Langhäuser. Teuer genug war der ganze Aufwand ja. Gedreht hat man „Wiking“, bis auf die Winterszenen, auf der südrussischen Halbinsel Krim und dazu gleich das ganze Dorf errichtet. Sogar die ausgestorbene Sprache der nomadischen Steppenvölker, das Petschengische, hat man bei der Gelegenheit wieder „neu erfunden“.

Auch im Kreml ist man voll des Lobes, auch wenn man sich als Außenstehender fragt, wie diese Orgie an Gewalt von den Hütern der Moral ab dem 12. Lebensjahr freigegeben werden konnte. Die historische Rekonstruktion sei ein Meisterwerk, heißt es aus den höchsten Kreisen. Auch Wladimir der Neuzeitliche möchte diesen Film unbedingt noch einmal sehen. Für Putin sei „Wiking“ eben ein Kunstwerk und keine verfilmte Dokumentation.

Bleibt zum Schluss noch die Frage zur Refinanzierung der 19,3 Millionen Dollar teuren Produktion. Nach den ersten zehn Tagen im Kino konnten bereits 1,2 Milliarden Rubel, das entspräche, wenn man den offiziellen Zahlen Glauben schenken darf, rund 20 Millionen Dollar, eingespielt werden. Alleine in russischen Lichtspielhäusern wohlgemerkt. Wenn erst einmal der DVD-Verkauf angelaufen ist, werden sich diese Erfolgszahlen sicherlich noch um ein vielfaches weiter erhöhen. Zudem dient die Kulisse, die extra für „Wiking“ neben der Ortschaft Perewalnje unweit von Simferopol errichtet wurde, seit Abschluss der Dreharbeiten als Themenpark. Ein Besuch desselben ist seitens der Redaktion in Kürze vorgesehen, wir werden zu berichten wissen.

[Michael Barth/russland.RU]




Ukraine: Off duty für „Off duty“

Die Krimiserie „Tatort“, ein Phänomen im deutschen TV-Dschungel, hat ein Problem. Im deutschsprachigen Raum, weil der Tatort-Kommisar Til Schweiger nun nicht gerade jedermanns Geschmack ist, und in der Ukraine, wo der Schweiger-Tatort im Kino hätte laufen sollen, wegen eines Gesetzesverstoßes.

Während sich Till Schweiger in der Tatort-Folge „Off duty“ hemmungslos in altgewohnter Manier durch 90 Minuten Sendezeit durchprügeln und -nuscheln darf, muss der wilde Til in der Ukraine draußen bleiben. Wie Sergej Neretin, der Vizechef der Staatlichen Kinoagentur beteuerte, lasse die Gesetzeslage der Ex-Sowjetrepublik ihm und seiner Behörde keine andere Wahl. Vermutlich hat der Schweiger-Tatort dann doch zu viele gute Haare an Russland gelassen. Das Kinogesetz der Ukraine verbietet nämlich Filme, in denen russische Staatsorgane freundlich erscheinen.

In „Tschiller: Off duty“ hilft ein Major des russischen Inlandsgeheimdienstes dem Hamburger „Tatort“-Team um Schauspieler Til Schweiger bei den Ermittlungen. Der Plot ist eh schnell erzählt, geht es doch bei Til Schweiger vielmehr um Action ala James Bond, so billig, als würde er von Rocky Balboa gespielt und zotigen Sprüchen, die man aber Gott sei Dank ohnehin nicht recht versteht, weil sie nur undeutlich dahin genuschelt sind. Und als roter Faden wirkt ein türkisch-russischer Menschenhändlerring mit heißer Spur nach Moskau dann auch eher flach als politisch brandaktuell.

„Das Gesetz spricht klar davon, dass wir den Film ungeachtet seiner Herkunft verbieten müssen“, kritisiert Sergej Neretin den Schweiger-Film. Per Gesetz sind in der Ukraine Filme untersagt, die russische Staatsorgane positiv darstellen, wenn sie nach dem 1. August 1991 gedreht wurden. Ebenso unterliegen alle russischen Produktionen seit 2014 der Zensur. Hintergrund hierfür sind die Rückkehr der Krim und die Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine.

Den ukrainischen Cineasten bleibt dadurch einiges erspart. In Deutschland lief „Tschiller: Off Duty“ nicht wirklich erfolgreich in den Kinos. Nicht einmal 280.000 Besucher sollen den Schweiger-Film gesehen haben. Und in die Herzen der Tatort-Enthusiasten wird sich der schnoddrige Wahlkalifornier wohl auch nicht mehr spielen.

[mb/russland.RU]




KinoPoisk Filmmarkt – ein Einblick in Russlands aktuellste Trends der Filmszene

Von Maria Thiele -Der KinoPoisk Filmmarkt steht seit diesem Oktober neu auf Moskaus Eventplan. Eine erfrischende Mischung zwischen Filmfestival und Filmmarkt, nur offener, energetischer und interaktiver. Hier, ein Überblick über Neuheiten des Filmmarktes und der russischen Filmszene.

Erstmalig wurde dieses Jahr vom 20. bis 23. Oktober der KinoPoisk Filmmarkt im Multiplex- Kino „Oktober“ in Moskau veranstaltet. Produziert wurde der Filmmarkt von KinoPoisk, einer der größten russischen Online-Filmplattformen, Tvindie Film Production und Reflexion Films. Insgesamt mehr als 8000 Teilnehmer, darunter normale Kinobesucher als auch Experten aus der Filmindustrie, besuchten den KinoPoisk Filmmarkt. Die etwa 1000 Experten aus der Filmindustrie kamen vor allem aus Russland, China, Indien, Frankreich, Italien, Weißrussland und Estland, aber auch einige deutsche Unternehmen waren vertreten.

Ein Hingucker gleich zum Veranstaltungsauftakt

Highlights der Veranstaltung gab es gleich zu Beginn. So wurde zur Eröffnung des Filmmarktes die Moskau-Premiere des Films von Xavier Dolan „Einfach das Ende der Welt“ vorgeführt.

Für große Begeisterung bei konventionellen Kinobesuchern als auch bei Vertretern der Filmindustrie sorgte im Verlauf der Veranstaltung das speziell angefertigte Programm „Okober screenings“ mit weiteren Highlights. Darunter die Vorführung von Vitaly Manskys „Unter dem Strahl der Sonne“, ein Dokumentarfilm über das Leben eines achtjährigen Mädchens in Nordkorea, „Jacques Entdecker der Ozeane“ ein Spielfilm über das Leben und die Reisen des berühmten Jacques-Yves Cousteau und „Die Bahn nach Busan“ ein spannungsgeladener, actionreicher, lustiger, und zugleich rührender Zombiefilm.

Auch die russische Filmszene glänzte dabei mit „Stalker“, einem restaurierter Klassiker von Andrei Tarkovsky, der nun das erste Mal auf der größten Leinwand Russlands im Multiplex- Kino „Oktober“ vorgeführt wurde, „Eisbrecher“, einen mitreißenden und effektvollen Katastrophenfilm, „Der Hit“, die Geschichte zweier junger Frauen, die aus der Provinz nach Moskau ziehen und nach Erfolg streben und „Anomie“, ein Film, der eine sehr enge Freundschaft und dessen fatales Ende zeigt.

Für Besucher des KinoPoisk Filmmarktes gab es all diese Filme schon jetzt zu sehen, wobei die meisten offiziell erst frühestens gegen Ende diesen Jahres in russischen Kinos vorgeführt werden.

KinoPoisk Filmmarkt – die neue Plattform für den Austausch der russischen und internationalen Filmindustrie

In Zukunft soll der KinoPoisk Filmmarkt eine Plattform bilden, um russische Filme und internationale Interessenten besser miteinander zu verknüpfen.

„Wir wissen alle, dass andere Filmmärkte, ich würde sagen, ein bisschen veraltet sind. Der Filmmarkt produziert durch KinoPoisk ist jedoch ein bisschen frischer, aktiver und interaktiver.“ sagte Mary Yuvit, Produktionsleiterin bei Utopia Pictures, einer der wichtigsten Vertriebsfirmen für Kurzfilme in Russland.

Igor, ein begeisterter Kinobesucher kam zum Festival um mit seinen Freunden die neuesten Filme sehen und diskutieren zu können: „Ich habe hier ziemlich viele Leute aus Estland, Litauen und aus Russland kennengelernt. Ich bin ziemlich glücklich darüber, weil ich so verschiedene Perspektiven erfahren konnte nicht nur die von den Filmen selbst, sondern auch von den Menschen, die sie kreiert haben. Das war durchaus interessant.“

Alexander Kochubey, Vorsitzender von KinoPoisk sieht in dem KinoPoisk Filmmarkt eine neue Perspektive für die russische Filmszene: „Es gibt im Moment keinen Ort in Russland, wo neue Inhalte zu ausländischen und auch zu russischen Investoren präsentiert werden können. Es war daher eine gute Idee einen neuen Ort zu schaffen, der das breite Publikum anspricht – Kinobesucher und Experten von der Kinofilmindustrie.“

Neues aus der russischen Filmszene

Neben den Screenings mehr oder weniger bekannter Filme in acht verschiedenen Räumlichkeiten, wurden auf dem KinoPoisk Filmmarkt in Pitchings neue Projekte vorgestellt und bei zahlreichen Round-Tables lebhaft diskutiert. Aktuelle Themen bezogen sich auf die zukünftige Entwicklung des russischen Filmmarktes, als auch auf die Finanzierung und die Förderung internationaler Koproduktions- und Vertriebsmöglichkeiten.

Aus den Diskussionen gingen viele positive Neuigkeiten für die russische Filmindustrie hervor. Der Stellvertreter der Indischen Botschaft in Moskau verkündete die anstehende Gegenzeichnung der Kooperationsverträge zwischen Indien und Russland. Diese dienen der Erweiterung und der Förderung beider Filmindustrien.

Auch wurden die langjährigen Kooperationen zwischen der russischen und der französischen Filmindustrie und zu Eurimage intensiviert sowie die Förderung des Vertriebs russischer Filme auf dem chinesischen Markt diskutiert.

„Für die Chinesen“ sagte Charles Lei, Gründer und Geschäftsführer von Thunder Communications International „sind vor allem zwei Arten von Filmen am wichtigsten: Das eine ist Action natürlich. Jeder liebt Action. Also entweder ist es ein großer Kriegsfilm mit tausenden Menschen, die den Berg runterrennen und sich gegenseitig töten – solche Filme sind immer gut, wie Tarus Bulba (!) – oder es ist ein guter Familienfilm. Ich suche auch nach Filmen mit Hunden und Katzen, gute Familienfilme eben“.

Für die interne Entwicklung des russischen Filmmarkes war vor allem die Neuigkeit, dass regionale russische Filme vor allem aus den Regionen Jakutien, Burjatien und Jekaterinburg an Bedeutung gewinnen. Ein Programm von Filmen aus diesen Regionen wurde ebenfalls auf dem KinoPoisk Filmmarkt angeboten. Gindilis kommentierte dazu: „Es ist ein sehr guten Zeichen, dass Filme nicht nur in Moskau und St. Petersburg gemacht werden.“

Desweiteren wurde aus der technischen Perspektive über Neuheiten in der Filmindustrie diskutiert. Spannend für alle Beteiligten war dabei der „Digital Summit“, eine Präsentation von Kurzfilmen, die mit der neuesten 360°-Technologie produziert wurden. So war es beispielsweise möglich über die Dächer von Donetsk zu schweben und sich ein Bild der Rückstände der vom Krieg zerstörten Region Donbass zu vergegenwärtigen.

Zu guter Letzt sorgte die Neuigkeit über den Verkauf einiger russischer Animationen an die Walt Disney Company für Freude bei den russischen Besuchern. „Unsere russischen Animationsfilme haben ein neues Level erreicht“ kommentierte dazu Kochubey.

Unterstützung der russischen Filmszene

Doch auch in der russischen Filmszene gibt es ein paar Schwierigkeiten. Eines der Hauptprobleme besteht darin für Filmprojekte finanzielle Unterstützung und Vertriebsmöglichkeiten zu finden, vor allem im Ausland.

„Grenzen werden der Verbreitung von russischen Filmen vor allem durch den Mangel an englischsprachigen Personal in der (russischen) Filmindustrie und durch den Mangel an Staatsfinanzierung für Koproduktionen gesetzt.“ erklärte Gindilis „Wir haben verschiedene aus Russland stammende Filme, aber all diese Filme brauchen Unterstützung und Werbung.“

Dabei weißt er ebenfalls auf Filmprojekte bekannter Regisseure wie Aleksey Mizgirev, Yuri Bykov und Andrei Tarkovsky hin, dessen Filme zahlreiche internationale Preise erhielten, jedoch vom Kulturministerium Russlands keine finanzielle Unterstützung erhalten haben.

Mit dem KinoPoisk Filmmarkt die Zukunft der russischen Filmindustrie auf die internationale Bühne heben

Der KinoPoisk Filmmarkt hat mit seinem Vorhaben klare Linien für die russische Filmindustrie gesetzt.

„Dieser Filmmarkt wird die russische Filmindustrie in eine internationale Richtung entwickeln.“ konstatierte Gindilis abschließend „Wenn wir diese Plattform beibehalten, wird es drei, fünf oder ein paar mehr Jahre dauern und dann werden russische Filme natürlich mehr Bedeutung im Ausland haben.“

„Ich finde diese Art Initiative sehr positiv, weil sie die Situation viel offener, transparenter und kooperativer macht und das ist genau das, was wir in unserer Produktion brauchen.“ sagte Tatiana Daniliyants, eine Filmemacherin, Produzentin und Regisseurin aus Russland. Nicht nur wurde ihr neuer Film „Six Musiciants and the City“ auf den KinoPoisk Filmmarkt vorgeführt und erhielt positives Feedback von Experten, sie fand auch endlich einen Armenischen Kooperationspartner.

Nächstes Jahr wird der Filmmarkt auf jeden Fall wieder stattfinden, und das laut Gindilis sogar mit einem noch umfangreicheren Programm für das normale Kinogängerpublikum.

 




Anna Smirnowa auf der Comic Con Petersburg

Die Comic Con Sankt Petersburg ist eine der wichtigsten Messen im Bereich Games, Comics und Fiction in Osteuropa.

Cosplayer – Schauspieler – Autoren

Einfallsreiche Cosplayer tummeln sich ebenso hierzu auf dem Gelände des SKK Petersburg am Gagarin-Prospekt wie bekannte Schauspieler, Zeichner und Autoren. Es gibt stets außergewöhnliche Stände vieler namhafter Produzenten aus diesem Bereich, Turniere und zahlreiche Neuheiten der Spieleindustrie.

… und Anna Smirnowa

Wer sich noch dort tummeln wird, ist unser Petersburger Video-Team Anna Smirnowa und Pawel Smirnow – denn in Russland gibt es bei der Gaming Szene ebenso außergewöhnliches zu sehen, wie in Deutschland oder den USA – aber eben mit einem ganz eigenen, russischen Touch. Wartet also auf unseren Filmbericht im Rahmen der nächsten Ausgabe der Reihe Petersburg.life.




Russische Filmtage 2016: Ein anderes Bild von Russland

Münster/Düsseldof – Revolution und Alltag, Internet und Schamanismus, Außenseiter und Helden – Die Russischen Filmtage 2016 eröffnen vom 28.02. bis 20.03.2016 neue Perspektiven auf ein Land voller Gegensätze und Geschichten. In Münster bereits zum achten und in Düsseldorf zum dritten Mal.

Auch in diesem Jahr präsentieren die Russischen Filmtage wieder ausgewählte Autorenfilme.Dabei reicht das Spektrum vom unbequemen Dokumentarfilm über poetische Zeitstudien bis hin zur temporeichen Komödie. Alle Filme waren zuvor auf den großen Filmfestivals in Venedig, Rom, Berlin und Rotterdam zu sehen. Die Russischen Filmtage zeigen sie im russischen Original mit deutschen Untertiteln. Publikumsgespräche mit den Filmschaffenden werden das Programm begleiten.

Über die Suche nach der eigenen Identität…

Gerade in Zeiten schwieriger politischer Beziehungen sollen die Russischen Filmtage zu einem offenen und vorurteilsfreien Dialog auf zivilgesellschaftlicher Ebene beitragen. Die gezeigten Filme spiegeln nicht nur die Vielfalt des aktuellen russischen Kinos, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Diskurse, die das Russland von heute prägen. Gleich drei Filme im Programm blicken auf die russische Geschichte.

So nimmt Sergej Loznitsas Dokumentarfilm „Das Ereignis. August 1991“ einen historischen Wendepunkt neu ins Visier. Wer waren die wirklichen Gewinner des gescheiterten Putschversuchs gegen Gorbatschow? Bereits 2015 war der vielfach preisgekrönte Regisseur mit seinen Film „Maidan“ bei den Russischen Filmtagen zu Gast. Mitten in der politischen Tauwetterperiode der 1970er Jahre spielt Michail Segals “Film über Aleksejew“. Mit feiner Ironie erzählt er von einer Künstlerexistenz zwischen Versuch und Scheitern, Widerstand und Anpassung. Ein dunkles Kapitel der Geschichte setzt Alexej Fedortschenko in Szene. „Engel der Revolution“ thematisiert die Zwangsbekehrung der sibirischen Völker zum Kommunismus in einer abgründigen Komödie.

Vor grandioser Naturkulisse erzählt der aus Hollywood bekannte Regisseur Andrej Kontschalowskij „Die weißen Nächte des Postboten“. Ausschließlich mit Laiendarstellern aus der Region gedreht, schildert der Film die fragile Welt der kleinen Leute in poetischen Bildern. Vom Dorf geht es in die Hochhausvorstadt: Mit Andrej Sajzews „14+“ präsentieren die Russischen Filmtage ein turbulentes Liebesdrama für Jugendliche und Erwachsene. Romeo und Julia in Zeiten der sozialen Medien – in diesem Fall mit Happy End.

Die Russischen Filmtage Münster, veranstaltet von der Deutsch-Russischen Gesellschaft Münster, dem Filmclub Münster und dem Filmmuseum Düsseldorf, sind inzwischen eine feste Größe in der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaft. Sie zeigen,dass sogar hier ein reges Interesse an russischen Filmen, auch abseits des Mainstreams, besteht.

Das komplette Filmprogramm, sowie aktuelle Informationen zu den Filmen und Vorführterminen finden Sie auf der Website der Fimtage.

 




Occupied – Die Besatzung

Jesper Berg (Henrik Mestad) wurde aufgrund seines ökologischen Programms zum Premierminister von Norwegen gewählt und will nun sein Wahlversprechen umsetzen: die norwegische Energieproduktion ganz auf erneuerbare Ressourcen zu konzentrieren. Doch diese Strategie trifft auf wenig Verständnis seitens der EU, dem größten Energiekunden Norwegens. Sie stellt Berg ein Ultimatum..

Während in dieser Fiktion die USA aus der NATO ausgetreten sind verbündet sich die EU mit Russland um ihre Energieinteressen durchzusetzen.

Vor TV-Start: Russische Botschaft pikiert über neue Nesbø-Serie

Im September, vor der Erstaustrahlung im norwegischen Fernsehen, schrieb Michael Zimmermann auf seinem Blog „VARSOM“:

Mitte August präsentierte der norwegische Privatsender TV2 den Trailer zu einer der teuersten Serienproduktionen in der Geschichte des Landes. 90 Millionen Kronen (etwa zehn Millionen Euro) kosteten die zehn Episoden der Serie “Occupied”, die am 29. September anläuft.Einen Monat vor dem Start sorgt die Serie für diplomatische Verstimmungen zwischen Norwegen und Russland.

Der Trailer zu “Occupied” malt ein düsteres Szenario: In einer nicht allzu fernen Zukunft wählt Norwegen eine umweltfreundliche Regierung, die komplett aus der Öl- und Gasproduktion aussteigt. Europa, stark abhängig von den norwegischen Exporten, stürzt deswegen in eine schwere Energiekrise. Die EU bittet Russland um Hilfe, das daraufhin das Land besetzt. „Offiziell soll Russland nur die Ölversorgung der restlichen Welt sicherstellen und dann wieder aus dem Land abziehen. Doch der eigentliche Plan ist es, das Öl unter Kontrolle zu bringen und den Gewinn einzustreichen. Die Besatzungsmacht hat nie die Absicht, das Land wieder zu verlassen,“ beschreibt die Produktionsgesellschaft Yellow Bird den Ausgangspunkt der Serie, die ab November auch auf arte laufen soll.

Für die Bevölkerung ändert sich zunächst wenig. Die Invasion findet weitgehend gewaltlos statt, die Norweger behalten ihren Reichtum und die meisten ihrer persönlichen Freiheiten.
Der Trailer stellt die entscheidende Frage: „Wer ist bereit, Wohlstand für die Freiheit zu opfern, wenn das Leben weitergeht wie bisher?“ Regisseur Erik Skjoldbjærg ist sich sicher: “Nicht alle Norweger würden direkt Widerstand leisten.”

Im Gespräch mit TV2 beteuert er aber, dass “Occupied” nicht von Russlands aktueller Politik handelt, sondern nur ein Beispiel sei, wie Norweger auf eine Besatzung reagieren würden, wenn ihr materieller Wohlstand nicht berührt wäre. “Die Serie dreht sich um norwegische Charaktere und darum, wie wir uns in einer solchen Situation verhalten würden,” sagt er.

Trotzdem warnen Osteuropaexperten vor den Reaktionen aus Russland, “Im Moment ist die Temperatur in den russischen Medien relativ hoch, was das Ausland angeht. Man muss sich also auf ein wenig Geschrei einstellen. Ich glaube aber nicht, dass es ernsthafte politische Folgen geben wird,” meint beispielsweise Arild Moe vom Fridtjof-Nansen-Institut gegenüber TV2. Der Sender nahm schließlich selbst Kontakt mit der Russischen Botschaft in Oslo auf. Per E-Mail antwortet der Presseattaché der Botschaft, Andrey Kulikov, etwas pikiert,

“Selbstverständlich kennen wir die Pläne von TV2 zur Serie “Occupied”, die derzeit stark in den norwegischen Medien diskutiert werden. Obwohl die Verfasser deutlich unterstreichen, dass die Handlung ausgedacht ist und nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, handelt die Serie von realen Staaten, und Russland wird leider als Aggressor präsentiert. Man braucht von der russischen Seite keine Hysterie zu erwarten – das ist nicht unser Stil. Gleichzeitig ist es selbstverständlich schade, dass die Autoren in dem Jahr, in dem wir den 70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg feiern, sich entschieden haben, die norwegischen Zuschauer mit einer nicht existierenden Bedrohung aus dem Osten zu verschrecken – ganz so, als hätten sie den heroischen Einsatz der Sowjetischen Armee für die Befreiung Nordnorwegens von der Nazi-Besatzung vergessen.”

Die Erklärung wurde auch an die russische Nachrichtenagentur TASS geschickt, die russische und internationale Medien auf den Botschaftsprotest aufmerksam werden ließ. Der Chef der TV2-Fiktionsabteilung war von den vielen Presseanfragen am vergangenen Wochenende sehr überrascht. Man registriere wohl die vielen Reaktionen, so Christopher Haug zur Tageszeitung “Aftenposten”, dennoch sollten doch alle, die die Serie kritisieren, erst einmal abwarten, bis sie sie gesehen hätten und dann die einzelnen Szenen ins Verhältnis zueinander setzen könnten. “Wir versuchen nicht, dokumentarisch zu sein oder ein Bild der Wirklichkeit zu zeichnen. Die Begebenheiten sind ausgedacht und spiegeln nicht das norwegisch-russische Verhältnis wider, genauso wenig wie das Verhältnis zur EU oder den USA.”

In der Tat spielen letztgenannte in der Serie ebenso wenig ruhmreiche Rollen wie der fiktive Besatzer selbst. Leonid Bershidsky sieht auf bloombergviews genau darin das Erfolgsrezept von “Occupied”: Die Serie rühre nicht nur an der Sorge vor Russland, sondern auch am Unbehagen, Europas Tankstelle zu sein, zerrieben zwischen zwei Großmächten, Das Leben an der Grenze zwischen Ost und West könne manchmal etwas Angst machen.

Ausstrahlung

Gestern liefen auf ARTE die Folgen 7 und 8 die beiden Schlussfolgen 9 und 10 werden nächsten Donnerstag ausgestrahlt.

Da die Mediathek von ARTE leider nicht mehr alle Folgen zur Verfügung stellt bleibt einem nur die Hoffnung auf Youtube oder über den onlinetvrecorder.

Vielen Dank an Michael Zimmermann für den Text.

Der Trailer de norwegischen Fernsehens:




Deutsch-Russische Festtage 2015

Bereits zum neunten Mal laden die Deutsch-Russischen Festtage nach Berlin-Karlshorst in den »digibet-Pferdesportpark« ein. Vom 12.-14. Juni präsentiert sich das Kulturfest wie gewohnt ohne Eintrittsgebühr und unter freiem Himmel.

Die Deutsch-Russischen Festtage sind ein Volksfest mit attraktivem Programm deutscher und russischer Künstler. Die Kultur und das Kulinarische beider Länder stehen im Vordergrund. Aber auch Kunst, Sport, Bildung und Tourismus laden dazu ein, sich über Land und Leute zu informieren und bieten vielfältige Gelegenheiten zum Mitmachen. 2015 sind die Deutsch-Russischen Festtage Teil des Jahres der russischen Sprache und Literatur in Deutschland und des Jahres der deutschen Sprache und Literatur in Russland.

Veranstaltungs-Highlights:

Live-Show »Stars in Concert«
Russische Rocknacht mit »Smyslovye Gallyutsinatsii«
Party Russkij Variant: Die Nacht wird zum Tage
Höhenfeuerwerk
Eddie-Rosner Jazzfestival
Jugendfestival »Neuer Wind«
Festival »Kultur-Brücke«
Lesungen im Racing Club
Freilichtkino: »Jungs« – der Publikumsliebling der Russischen Filmwoche
Deutsch-russicher Renntag

12.06.2015 – 14.06.2015

Digibet Pferdesportpark
Treskowallee 129
10318  Berlin-Karlshorst

Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters

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Welturaufführung des Films „Der Gast“ auf den Russische Filmtagen Münster 2015

Am Sonntag den 29.03. um 17:00 Uhr schließen die Russischen Filmtage Münster mit einem besonderen Highlight: Die Filmwerkstatt Münster präsentiert in Anwesenheit der jungen Regisseurin Nastya Molchanova die Premiere des Kurzfilms ‚Der Gast’– eine Eigenproduktion, die im November 2014 in Münster gedreht wurde. Zu der Welturaufführung im Kino Schloßtheater in Münster werden auch Nastya Molchanova und Kameramann Daniil Nevskij anwesend sein, sowie die Darstellerinnen Marion Bertling und Camila Nohl. Sie freuen sich auf die Reaktionen des Publikums und eine anregende Diskussion. Zur Einstimmung
wird der in London gedrehte Kurzfilm “409 Seconds“ von Nastya Molchanova als Vorfilm gezeigt.
„Der Gast“ ist ein 30-minütiger Kurzfilm nach dem Theaterstück „Das Missverständnis“ des existentialistischen Autors Albert Camus über die Zerstörung einer Familie: Jan kehrt nach 20 Jahren Abwesenheit zu seiner Mutter und seiner Schwester zurück, die auf dem Land ein einsames Gasthaus bewirtschaften. Er möchte erkannt werden, ohne seinen Namen zu nennen. Doch die beiden Frauen erkennen ihn nicht wieder und behandeln ihn wie einen gewöhnlichen Gast. In der Nacht kommt es infolge eines Missverständnisses zu einem Unglück – denn auch Mutter und Schwester tragen ein Geheimnis mit sich.
Die russische Regisseurin Nastya Molchanova und ihr Kameramann Daniil Nevskij haben den Film mit einem Team der Filmwerkstatt Münster im Cafe „Nobis Krug“ an der Warendorfer Straße innerhalb einer Woche ‚mit viel Herzblut‘ und viel ehrenamtlichem Engagement gedreht. „Ohne nennenswertes Budget eine professionelle internationale Kurzfilmproduktion auf die Beine zu stellen, bedeutet schon ei ne große Anstrengung und viel Liebe zur Filmkunst für alle Beteiligten“, sagt der Geschäftsführer der Filmwerkstatt Münster, Winfried Bettmer, der zusammen mit Simon Gross den Film in halbjähriger Produktionszeit organisiert hat.
Die Idee zu dem deutsch-russischen Filmprojekt entstand während der Russischen Filmtage Münster 2013. So setzt die Koproduktion auch ein Zeichen für den interkulturellen Dialog mit Russland auf zivilgesellschaftlicher Ebene gerade in Zeiten der Krise.
Karten für die Russischen Filmtage Münster gibt es unter der Telefonnr. 0251-22579 oder direkt im Schloßtheater.