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Kategorie: Sankt Petersburg - russland.NEWS - russland.TV

Millioneninvestition in Getriebezentrum bei Sankt Petersburg

SEW-Eurodrive, ein deutscher Hersteller von Antriebstechnik aus Bruchsal, hat am 24. Oktober ein neues Getriebezentrum im Gebiet Leningrad eröffnet.




Petersburg: Nagelbombe in Supermarkt

Bei der Explosion einer Nagelbombe in einem Sankt Petersburger Supermarkt sind heute um 18:45 Uhr Ortszeit 10 Menschen verletzt worden.

Die Bombe hatte laut dem Russischen Verteidigungsministerium die Sprengkraft von 200 g TNT-Äquivalent und war offenbar Marke Eigenbau. Die Explosion führte zu zerberstenden Fensterscheiben und einer starken Rauchentwicklung, schreibt die russischen Onlinezeitung Lenta. Vier, laut anderen Angaben neun Betroffene mussten gemäß der örtlichen Onlinezeitung Fontanka ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die örtliche Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Mordversuch aufgenommen und geht nach örtlichen Quellen von einem kriminellen Hintergrund aus. Die russische Onlinezeitunt Sputniknews wurde im Umfeld der Explosion 70 Menschen evakuiert. Die Arbeit von Spezialisten am Explosionsort dauert zur Stunde an.

Bei weiteren Meldungen zum Ereignis werdet Ihr hier bei uns umgehend informiert.




St. Petersburg mit Preisen gekrönt

Die zweitgrößte Stadt und Kulturmetropole Russlands, St. Petersburg, wurde jüngst mit zwei Travel Awards für ihre besondere Bedeutung im Tourismus ausgezeichnet. Damit zählt die ehemalige Zarenstadt zu den führenden Reisezielen Europas.

Stolz schwingt mit, wenn Andrej Muschkarjow, der Leiter des lokalen Komitees für die Entwicklung des Tourismus berichtet, dass St. Petersburg zum Gewinner in gleich zwei Kategorien gewählt wurde. Die Fünfmillionen-Metropole an der Newa wurde zu der weltweit führenden Kulturhauptstadt 2017 und der weltweit führenden Stadtdestination 2017 gewählt.

„Wir glauben, dass diese Auszeichnungen wohl verdient sind und zu erwarten waren“, so der Beamte. Schon einmal, im Jahr 2016, wurde St. Petersburg als bestes Touristenziel Europas ausgezeichnet. Im September, als die Reiseführer und Experten der Tourismus-Industrie aus aller Welt anlässlich der Zeremonie zur Europäischen Gala hier zusammentrafen, wurde die Gastgeberstadt zu Europas führendem City-Reiseziel auserkoren.

„Nachdem sie St. Petersburg mit eigenen Augen gesehen hatten, konnten sie dem Venedig des Nordens nicht gleichgültig gegenüberstehen und ihr touristisches Potenzial leugnen“, sagte Muschkarjow der Nachrichtenagentur Tass.

Die Preisvergabe war die 24. jährliche Verleihung der World Travel Awards, die diesmal auf der. Zu Vietnam gehörenden, Insel Phu Quoc stattfand. Die World Travel Awards wurden 1993 ins Leben gerufen und sind das renommierteste Beurteilungsprädikat der Reisebranche. Sie belohnen führende Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Hotel- und Gastgewerbe sowie Fluglinien aus der ganzen Welt.

[mb/russland.REISEN]




Russland: Angst vor psychisch Kranken [Video]

Einige spektakuläre Unfälle und Ausbrüche in Russland und speziell bei Sankt Petersburg haben in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass die Angst Menschen vor Ort vor psychisch Kranken erheblich zugenommen hat.

Obwohl psychische Probleme ähnlich wie in Mitteleuropa ein Massenphänomen sind werden vor allem Menschen mit schweren Krankheitsbilder stigmatisiert. Obwohl es von den reinen Statistiken keine Berechtigung gibt, haben spektakuläre Fälle dafür gesorgt, dass das Bild vom gefährlichen Psycho in der russischen Bevölkerung neue Nahrung bekommen hat. Unsere Petersburger Redakteurion Anna Smirnowa zeigt Euch, wovor die Menschen Angst haben und Hintergründe dazu. Ihre Reihe Petersburg.life http://www.petersburg.life gibt es immer mittwochs bei russland.TV. In der nächsten Ausgabe am 13.12. um 18 Uhr wird sie übrigens von ihrem Deutschlandbesuch live zusammen mit Ariana berichten und Ihr könnt dann interaktiv dabei sein.




Deutsches Sankt Petersburg [Video]

Heute leben etwa 4.000 Deutsche in Sankt Petersburg – bis vor etwa 100 Jahren waren es mehr als zehnmal so viele.

Deutsche hatten einen großen Einfluss auf die Metropole an der Newa. Ihre große Zeit waren das 18. und 19. Jahrhundert, als viele angesehene Petersburger Bürger Teil der deutschen Minderheit waren, ob Ärzte, Bankiers oder hoch geschätzte Handwerker. Doch schon im Ersten Weltkrieg vor der Oktoberrevolution begann ein rasanter Niedergang des deutschen Sankt Petersburg, der erst im nachsowjetischen Russland wieder rückgängig gemacht wurde. Auch die Petersburger interessieren sich seitdem wieder für ihre deutsche Vergangenheit. Ein Video von unserer Petersburger Videoredakteurin Anna Smirnowa im Rahmen ihrer Reihe Petersburg.life http://www.petersburg.life – immer Mittwochs bei russland.TV




Gazprom-Turm ist höchstes Gebäude Europas

Das St. Petersburger Gazprom-Hochhaus „Lachta-Zentr“ hat die Rekordhöhe von 384 Metern erreicht und ist damit höher als jeder andere Turm Europas. Parallel zum Bau in die Höhe schreitet auch der Ausbau der glitzernden Fassade fort – unter anderem mit Technik aus Deutschland.

Laut Fontanka.ru ist der Büro-Turm im Norden St. Petersburgs jetzt bereits zehn Meter höher als sein Konkurrent „Federazia-Wostok“ in Moskau. Ausserdem ist Gazproms Sprössling auch der nördlichste Wolkenkratzer der Welt. Bei der Fertigstellung des Turms 2018 soll die Endhöhe von 462 Metern und 87 Etagen erreicht werden. Das rasante Wachstum ist auch von weitem im historischen Stadtzentrum bemerkbar, wo sich die Glasspitze ins Blickfeld zwischen die historischen Höhenmarken, die goldenen Spitzen der Admiralität und der Peter- und Paul-Festung, drängt.

Spätestens heute wird jedem klar, wie dominant der Turm für das historische Zentrum geworden wäre, wenn man ihn wie ursprünglich geplant gegenüber dem Smolny gebaut hätte. Damals versuchten die Stadtregierung und Gazprom die Auswirkungen mit allen Kräften herunterzuspielen, während die Denkmalschützer das flache Stadtprofil verteidigten.

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Das surreale Konglomerat St. Petersburg

[von Michael Barth] Der Newsky Prospekt sei ein einziger Lug und Trug, befand einst der literarische Surrealist Nikolai Gogol in seinen Petersburger Novellen. Was er 1835 mit der Schilderung eines Straßenzuges in der Kulturmetropole an der Newa schonungslos offenlegte, gilt bis heute stellvertretend für eine ganze Stadt. Es ist nicht der Glanz der prächtigen Fassaden, der den wahren Charakter St. Petersburgs ausmacht, es ist vielmehr der ungeschminkte Blick dahinter.

Dem geläufigen Besucher mag während seiner Kurzvisite der Zarenstadt ein bleibender Eindruck von Pracht und Schönheit aus schmucken Zeiten haften bleiben. Wer jedoch für längere Zeit in der Fünfmillionen-Stadt am Finnischen Meerbusen weilt, wird schnell des aufgesetzten, heuchlerischen Prunks überdrüssig sein. An diesem Punkt beginnt St. Petersburg sein wahres Gesicht zu offenbaren – der Kontrast von Licht und Schatten, von vermeintlichem Wohlstand kaiserlicher Tage und den ständigen, bis heute währenden, Überlebensstrategien seiner Bewohner. Auf den ersten Blick kann das moderne St. Petersburg den europäischen Kultur-Metropolen Berlin oder Paris mit seinen Bars, Cafés und seiner Szene durchaus das Wasser reichen. Beim zweiten Hinsehen allerdings erkennt man, dass es sich um eine russische Großstadt handelt, die ihre eigenen Gesetze schreibt.

Noch immer ist das Denken und Handeln der Russen geprägt von einstiger Leibeigenschaft des alten Zarenreiches und der Reduzierung des Menschen auf einen wirtschaftlichen Faktor später während der Sowjetzeit. In den Nuller-Jahren gesellte sich der stilprägende Ausbruch aus den Normen und gesellschaftlichen Zwängen hinzu, so dass sie mittlerweile von sich behaupten können, zu den eigenartigsten Hipstern dieser Welt zu zählen. St. Petersburg ist ein einzigartiges, surreales Konglomerat aus Vergangenheit und Gegenwart, dessen Zukunft sich täglich neu erfindet. Um bei all den Umtrieben den Kopf nicht zu verlieren, so scheint es, haben die Petersburger ihre ihnen eigene Arroganz entwickelt. Der Schwermut der viel bemühten russischen Seele, gepaart mit der Dynamik der Moderne, illustriert das besondere Flair, das hier an der Newa herrscht.

Von der Kunst zu leben

St. Petersburg ist eine Stadt, die gespickt ist mit Kontrasten. Eine Stadt der Möchtegerns und Habenichtse, der Aufsteiger und derjenigen, die bereits von vorn herein verloren haben. Eine Stadt der prächtigen Fassaden und der tristen Hinterhöfe, in denen die Bewohner fernab aller Touristenströme ihren Alltag bewältigen. Diesen Kontrasten hat sich der Fotograf Daniel Biskup in seinem neuesten Bildband St. Petersburg – Kontraste, erschienen im Verlag Salz und Silber, angenommen. Biskup besucht Museen und schlägt sich gleichermaßen in den angesagten Clubs die Nächte um die Ohren, nicht ohne auf der Fahrt mit der Metro den, gedankenverloren in sich gekehrten, Passagier abzulichten.

Biskup als Fotograf ist in seinem Metier ein Kaliber für sich – bei ihm ist der Beruf Berufung. Er hat den Blick für das Wesentliche, das sich nur allzu gern hinter dem Vordergründigen versteckt. Das, was man nicht sucht, aber intuitiv findet, wenn man nur aufmerksam genug durchs Leben streift. Und jedes mal, wenn Daniel Biskup in seiner Dunkelkammer verschwindet, darf man gespannt sein, mit welchem weiteren Meisterwerk er wieder herauskommt. In dem vorliegenden Bildband werden seine Arbeiten dem Titel mehr als gerecht. High-Heels im Schnee, Paradeuniformen bei Hitze – das sind die kleinen und doch so faszinierenden Nebensächlichkeiten, auf die der Künstler sein Augenmerk richtet.

Während auf dem edlen Newsky Prospekt die Menschen flanieren, findet er sie zehn Meter darunter, durch die Metro-Etage hetzend, wieder. Es ist vorwiegend der Mensch, den er in seinem natürlichen Habitat findet. Der Fleischverkäuferin hinter der Theke ist dabei genauso viel Platz gewidmet, wie dem aufgedonnerten Modell, das sich im Glanz der Straßenlaternen räkelt. Ihren Lebensraum findet Biskup hinter schäbigen, heruntergekommenen Fassaden, die im Widerspruch zu der Touristenstadt mit all ihrem pompösen Gehabe stehen. Der Fotograf nimmt den Betrachter mit in die Kommunalka-Küche und in Wohnungen mit schickem Designerinterieur. Dokumentiert in Bildern, auf denen die Gebrauchsgegenstände wirken, als hätte sie derjenige, der sie zuletzt benutzt hat, eben erst abgestellt.

Somit richtet sich der Bildband St. Petersburg – Kontraste weniger an diejenigen, die an Hochglanzfotos als Reiseerinnerungen interessiert sind, sondern vielmehr an die, die ein tieferes Bild einer Stadt sehen wollen, die auf ihre Art einzigartig ist.

Über den Autor: Daniel Biskup, Jahrgang 1962, entdeckte bereits in seinen frühen Lebensjahren das Metier Photographie für sich. Da ihn die Schule wenig beeindruckte, widmete er sich lieber den Menschen, der Gesellschaft und dem Schönen. Mit 18 Jahren holte er sein Abitur nach und studierte Geschichte, Politik und Volkskunde. 1982 erschien sein erstes veröffentlichtes Foto auf der Titelseite der Allgemeinen Augsburger Zeitung. 1989 gelang Daniel Biskup der Durchbruch als Fotograf, als er das damalige Zeitgeschehen in Berlin dokumentierte. Rund 25 Jahre später reiste er mit seiner Kamera während des Maidans in die Ukraine.

Als Lichtbildner konzentriert er sich auf Menschen in Momenten, die für sie existenziell sind, ohne ihnen zu nahe zu treten. Auf seinen Werken dokumentiert das Schöne, das Menschliche, das Normale. Ganz ohne Hilfsmittel wie Studiolicht oder Bildbearbeitungsprogramm. 2011 wird Biskup einer größeren Öffentlichkeit bekannt. 280 Bilder Über das Leben zeigen auf einer Ausstellung in Berlin den Umbruch in den ehemaligen Ostblockstaaten. Heute befinden sich seine Fotos sowohl in privaten Sammlungen als auch beispielsweise im Russischen Museum in St. Petersburg, im Deutschen Historischen Museum in Berlin oder im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Daniel Biskup: St. Petersburg – Kontraste, Verlag Salz und Silber 2017, 264 Seiten, 280 Abbildungen, ISBN: 978-3-00-057266-1




Trollfabrik baut russisches Desaster [Video-Kommentar]

Die Sankt Petersburger Trollfabrik, ins Leben gerufen von regierungsnahen Kreisen steht offenbar im Zentrum der im Westen natürlich umfangreich ausgeschlachteten, russisch finanzierten Kampagne zur US-Präsidentenwahl.

Die Vorwürfe wiegen schwerer, als etwa die im gleichen Zusammenhang gegen RT oder Sputniknews – wurde hier ja offen mit Fakes gearbeitet und nicht etwa nur einseitig geschrieben, was ja auch deutsche Journalisten zeitgleich zugunsten von Hillary Clinton taten. Die Folgen für das Russlandbild im Westen, dass in Folge des Skandals von interessierten Kreisen dort nun wieder in den düstersten Farben ausgemalt werden kann zeigen, dass sich Russland mit der Installation dieser Einrichtung einen Bärendienst im weltweiten beidseitigen Meinungskrieg erwiesen hat.




Fassbier-Boom in Russland – mit Test :-) [Video]

Von Sibirien aus verbreitete sich in Russland in den letzten Jahren ein Trend – viele kleine Geschäfte, die frisch vom Fass gezapftes Bier für den heimischen Konsum verkaufen – sowie meist die typisch russischen Bier-Beilagen.

Dieser vermischte sich mit dem vom Westen kommenden Craft-Beer-Boom und schuf eine ganz eigene russische Bierkultur, die seitdem einen wahren Boom feiert – denn Bier ist ohnehin schon seit über einem Jahrzehnt vor dem Wodka das alkoholische Getränk Nummer eins in Russland. Unsere Petersburger Videoredakteurin Anna Smirnowa berichtet Euch nicht nur von dem Boom mit dem Bier vom Fass – sie hat auch gleich zwei recht außergewöhnliche Sorten – ein Bier „belgischer Art“ und ein russisches Honigbier – mit ihrem Mann für Euch vor der Kamera getestet. Ihre Videos direkt und authentisch aus Sankt Petersburg gibt es immer Mittwochs bei russland.TV. Mehr Infos: http://www.petersburg.life

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Ein Zar, seine Stadt und reichlich Liebelei

[von Michael Barth] Zar Peter der Große setzte im Jahre 1703 den ersten Spatenstich, um eine Stadt zu bauen – seine Stadt. Heute ist sie unter dem Namen St. Petersburg bekannt, lockt jährlich gut fünf Millionen Touristen an und zählt inzwischen zu den zehn sehenswertesten Städten der Welt. Unter welchen widrigen Bedingungen der Zar dem Sumpf jedoch sein Stück Land abgerungen hat, das wissen nur die wenigsten.

Es ist schon etwas Besonderes, eine Stadt in einer Landschaft zu planen, die unwirtlicher nicht sein könnte. Einer Landschaft der jeder feste Boden in mühevoller Arbeit abgetrotzt werden will, die von sich aus keinerlei Lebensgrundlage bietet. Peters Visionen von seiner Stadt, sie sollten sich erfüllen. Menschen bewegen sich dort heute wie selbstverständlich auf befestigten Wegen, leben in prächtigen Häusern, gehen in prunkvolle Kirchen, fahren mit Autos auf den Straßen. Das glänzende St. Petersburg ist zweifellos eine Perle der Architektur.

Bauherren haben im Lauf der Zeit etwas Prächtiges, etwas Einzigartiges entstehen lassen. Mit welchen Mühen, unter welchen Qualen diese Stadt entstanden ist, davon handelt der große St. Petersburg-Roman von Martina Sahler Die Stadt des Zaren, erschienen im List-Verlag. Die Autorin erzählt darin vom Aufbruch in ein Abenteuer, zu dem Menschen aus allen Himmelsrichtungen anreisen, um das monumentale Vorhaben des Zaren Wirklichkeit werden zu lassen – Russlands Fenster zum Westen. Sie verwebt die Geschichte um die Gründung der Stadt mit fiktiven Handlungssträngen ihrer Protagonisten, die teils historisch belegt sowie frei erfunden sind.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht, neben Peter dem Großen natürlich und dessen Adlatus Fürst Alexander Menschikow, die deutsche Arztfamilie Albrecht, die dem Ruf des Zaren gefolgt ist, um ihr Schaffen in den Dienst des werdenden St. Petersburgs zu stellen. Dass sich schon bald die älteste Tochter in einen rechtschaffenen schwedischen Kriegsgefangenen verliebt, ist die logische Konsequenz, die sich wie ein roter Faden durch die Erzählung zieht. Die weiteren Personen und deren Erlebnisse veranschaulichen das Vielvölkerkonglomerat, das die Baustelle St. Petersburg zum Leben erweckt.

Es wäre fahrlässig, den Roman mit den Augen der historischen Akribie eines Simon Sebag Montefiores (Die Romanows und Katharina die Große und Fürst Potemkin) betrachten zu wollen. Auch wenn Martina Sahler auf historische Unterlagen zurückgreifen konnte, erreicht deren Auswertung bei weitem nicht die tiefe Gründlichkeit eines Historikers. Dafür steht die fiktionale Handlung des Romans zu sehr im Vordergrund, was die Geschichte jedoch nicht weniger interessant und attraktiv gestaltet. Die Stadt des Zaren ist ein Buch, das in erster Linie unterhalten soll.

Diejenigen unter den Lesern, die St. Petersburg kennen oder zumindest schon einmal besucht haben, werden sich wiederfinden in den glamourösen Palästen und Kathedralen, die, wenngleich seinerzeit noch aus Holz errichtet, das künftige Stadtbild bereits prägen sollten. Vielleicht wird der eine oder andere bei einer Fahrt mit der Metro im Untergrund der heutigen Metropole an die Menschen denken, deren Schicksal eng mit der Stadt verbunden ist. An die Knochen der Leibeigenen und Kriegsgefangenen, denen diese ehrgeizige Baustelle das Leben kosten sollte.

Und selbst der unbedarfte Leser wird schnell erkennen, dass St. Petersburg weit mehr als nur eine Stadt von vielen ist – dass St. Petersburg etwas Besonderes ist.

Martina Sahler: Die Stadt des Zaren, List-Verlag 2017, 520 Seiten, ISBN: 978-3-471-35154-3