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Kategorie: Sankt Petersburg - russland.NEWS - russland.TV

Trollfabrik wird Medienriese [Video]

Die Sankt Petersburger Trollfabrik war mit ihren bezahlten, regierungsnahen Postings in Sozialen Netzwerken und den zahlreichen Negativschlagzeilen, die sie auslösten, wohl der größte russischen Misserfolg im gegenseitigen Pressekrieg im den westlichen Medien. Nun macht sie – vom Westen unbemerkt – in Russland wieder große Schlagzeilen.

Denn die geheimnisumwobenen Macher der Einrichtung haben nun ein anderes Standbein aufgebaut, einen Verbund aus 16 nationalpatriotischen Onlinezeitungen, der innerhalb kürzester Zeit in Russland zusammen einen größeren Marktanteil erreichte, als die größten etablierten Konkurrenzanbieter. Die internen Strukturen sind undurchsichtig, aber was man weiß – vor allem durch einen TV-Bericht der russischen Station RBK und Erkenntnissen der örtlichen Onlinezeitung Fontanka – fasst unsere Petersburgerin Anna Smirnowa in einem kleinen Videobericht zusammen.




Panzerkreuzer „Aurora“ von pazifistischen Clowns besetzt

Am 17. September wurde das berühmte Museumsschiff „Aurora“ von Friedensaktivisten vorübergehend besetzt und zu einem „Clown-Staat“ ausgerufen. In bunte Kostüme gekleidet und mit Transparenten in den Händen forderten die Besetzer ironisch noch weniger Geld für soziale Zwecke und noch mehr für das Rüstungsbudget. Es sei ungerecht, dass Schulen, Krankenhäuser und Pensionäre noch über Mittel verfügten, die dafür ausgegeben werden könnten, um Militärmanöver zu veranstalten und zu töten.

Die Kundgebung vor dem Hintergrund des gross angelegten Manövers der russischen und weissrussischen Armee „Sapad 2017“ an der Westgrenze organisiert. Für diese Übung wurden mehr als 12.000 Soldaten aus Boden-, Luft- und Marine-Streitkräfte mobilisiert, die in diesen Tagen von Präsident Putin persönlich inspiziert werden. Zur selben Zeit führt die Nato in der Ukraine Manöver durch.

Die Aktivisten verkündeten, dass die Manöver von der Regierung organisiert würden, um von den wirklichen Problemen der Bevölkerung abzulenken. Nach einer gewissen Zeit wurden die Demonstranten von der Schiffswache vertrieben, laut dem Portal newsru.com kam es zu keinen Festnahmen.

St. Petersburger Herold




Für Gott, Zar und Vaterland – umstrittene Prozession auf dem Newski Prospekt

Zum fünften Mal fand auf dem Newski Prospekt eine Prozession zu Ehren von Alexander Newski statt. Am Aufmarsch nahmen neben russisch-orthodoxen Gläubigen diverse nationalistische Organisationen teil, die mit Transparenten gegen den Film „Mathilda“ über Zar Nikolaus II demonstrierten.

Für die Prozession von der Kasaner Kathedrale zum Alexander-Newski-Kloster wurde der Newski Prospekt am Morgen des 12. Septembers weiträumig abgesperrt. An der Spitze marschierten der Mitropolit Warsonofi, der Duma-Abgeordnete Vitali Milonow, der Sprecher des Stadtparlaments Wjatscheslaw Makarow sowie andere bekennende Kirchenanhänger aus Politik und Kultur mit.

Die offizielle Teilnehmerzahl wurde von der Polizei mit 100.000 Personen angegeben, doch war diese Ziffer nach Angaben von Journalisten überhöht, die die Menge auf rund 20.000 Menschen schätzten. Neben den zahlreichen russisch-orthodoxen Gläubigen aus verschiedenen Stadtbezirken und Gemeinden traten auch eine Reihe von nationalistischen und monarchistischen Organisationen auf. Darunter waren diverse Kosaken-Verbände, sowie Vertreter der „Imperialistischen Legion“ und der „Newski-Front“.

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Bestechungspreise in Russland [Video]

Korruption ist in Russland ein großes Problem – bis in den Alltag vieler Menschen hinein. Das weiß aufgrund der umfangreichen Berichterstattung deutscher Medien über jedes negative Thema dort natürlich auch jeder Mitteleuropäer.

Doch, was interessanterweise kaum jemand berichtet: Was kostet denn eigentlich nach den Erfahrungen von Betroffenen so eine Bestechung? Hier geht es ganz nach Thema, Anlass und Bedeutung – ob man etwas Begehrtes schneller oder überhaupt will oder etwas Schlechtes vermeiden und wie sehr das Recht hierzu gebogen werden muss. Unsere Anna erklärt all das aber nicht anhand irgendwelcher Theorien, sondern nennt einfach ganz konkrete Beispielpreise, wie sie übrigens in Massen im russischen Internet ausgetauscht werden, denn die zahlenden Bürger reden online zu diesem für sie meist ärgerlichen Thema durchaus offen. Ein Beitrag aus unserer Mittwochsreihe Petersburg.life von und mit Anna Smirnowa aus Sankt Petersburg – Homepage:  http://www.petersburg.life




Spaziergänge über Petersburger Dächer werden legal

Exkursionen auf die Dächer von St. Petersburg, die schon lange ein Geheimtipp gelten, werden ab der kommenden Saison legal. Die Stadt hat die Bedeutung dieser Art von Tourismus erkannt und Führungen auf zwanzig Objekten in der Stadt bewilligt.

Wer schon einmal auf den Turm der Smolny- oder Isaakskathedrale gestiegen ist, weiß wie fantastisch der Blick über die Petersburger Dachlandschaft ist. Während der weißen Nächte gilt es als besonders schick, einen Spaziergang, eine Foto-Session oder sogar eine Party hoch über der Stadt zu organisieren. Bisher geschah dies jedoch meist inoffiziell, beziehungsweise illegal.

Waren die Dächer in den Neunzigerjahren noch weitgehend zugänglich, so beklagten sich die Fans von Dach-Spaziergängen in den letzten Jahren, dass die Ausgänge in den Häusern zunehmend abgesperrt werden. Es war höchste Zeit für eine Legalisierung, auch um das Unfallrisiko der oft waghalsigen Dach-Ausflüge einzudämmen.

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Europäische Universität St. Petersburg – der Rauswurf ist perfekt

Die Petersburger Stadtregierung scheint es mit dem Rauswurf der Europäischen Universität aus ihrem Gebäude an der Gagarinskaja Uliza ernst zu meinen – warum, ist bis heute unklar. In ihrem Antrag für eine neue Lizenz hat die Hochschule darum bereits eine neue Adresse angegeben.

Lange war die Lage um die frühzeitige Kündigung des Mietvertrags durch die Regierung im Smolny unklar. Doch nun hat das Moskauer Schiedsgericht die Rechtmässigkeit dieses Schritts bestätigt – und das bedeutet den endgültigen Rauswurf der Europäischen Universität aus dem ehemaligen Palast der Familie Kuschelew-Besborodko.

Die Kündigung kann ebenso wie der Entzug der Betriebslizenz durch die Erziehungskontrollbehörde Rosobrnadsor nur durch politische Motive erklärt werden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der populistische Petersburger Duma-Abgeordnete und Homosexuellen-Jäger Vitali Milonow der liberalen Hochschule den Krieg erklärt hat und gegen sie intrigiert, wo und wie er nur kann.

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Neues Zenit-Stadion lässt Immobilienpreise purzeln

Die Krestowski-Insel in St. Petersburg gilt als eine schicke Wohnadresse – das neue Stadion müsste diesen Status noch verbessern, sollte man meinen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Wohnungspreise sinken, viele Besitzer von Elite-Wohnungen fühlen sich durch Fans und Verkehr gestört.

In den Neunzigerjahren war die Krestowski-Insel noch eine grüne, weitgehend unbewohnte „Märcheninsel“. Schon damals stand dort das Kirow-Stadion und sorgte an den Spieltagen für grössere Menschenmengen, die sich neben den Wochenendgästen, Radfahrern, Skateboardern und vielen  tummelten. Doch erstens war das Verhalten der Fussballfans damals noch ein anderes und zweitens störte sich niemand an ihrem Lärm.

In den Boomjahren wurden auf der Insel und darum herum ein Elite-Wohnquartier nach dem anderen aus dem Boden gestampft. Das Wasser, die gute Luft und das viele Grün ließen diesen Bereich als kleines Paradies erscheinen. Zudem wurde das alte Stadion eher passiv benutzt.

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Rechtsradikale attackieren Homosexuellen-Kundgebung

Am 12. August fand auf dem St. Petersburger Marsfeld eine Kundgebung der LGBT-Szene statt, die von der Polizei geschützt wurde. Als die TeilnehmerInnen abzogen, wurden sie von Rechtsradikalen mit Pfeffersprays angegriffen und teilweise ernsthaft verletzt.

Laut Fontanka.ru handelt es sich bei den Tätern um Mitglieder des russischen Ablegers der rechtsextremen „Straight Edge“, die in den Achtzigerjahren in den USA entstanden war und sich für ein rassistisches und homophobes Weltbild engagiert.

Nach Angaben von Augenzeugen versuchte die Gruppe junger Männer schon während der Kundgebung auf das Marsfeld zu gelangen, wo sich rund 100 Personen friedlich und mit regenbogenfarbiger Symbolik versammelt hatte. Doch die Polizei verbot ihnen den Zugang, worauf sie vorgaben sich zurückzuziehen.

Angreifer warteten Ende der Kundgebung ab

Aber stattdessen warteten sie etwas abseits das Ende der Demonstration ab. Als die KundgebungsteilnehmerInnen gruppenweise abzogen, attackierten sie sie mit Pfefferspray. Dabei wurden 15 Personen verletzt, drei mussten mit schweren Verätzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebung um Polizeischutz bis zur Metro gebeten, was ihnen jedoch verweigert wurde. Mittlerweile wurde ein Verfahren eingeleitet, der Überfall ist mit zahlreichen Videos und Fotografien dokumentiert.

St. Petersburger Herold




Russland – das Land ohne Sicherheitsgurt

[von Eugen von Arb] An diesem Tag hatte ich gerade ein Kolumnenthema für den nächsten Tag vorbereitet. Die Stichworte standen brav untereinander, eben so wie es sein soll. Da kam mir etwas dazwischen, so wie mir fast alle schönen Dinge in diesem Land meistens dazwischen kommen.

Ich fuhr auf der großen Hängebrücke über die Newa, als sich mir für wenige Sekunden eine groteske Szene darbot: Zwei Männer und eine Frau hatten ihren weißen Lada einfach auf dem Pannenstreifen geparkt, um sich mit dem Brücken-Flusspanorama zu fotografieren. Die junge Frau tänzelte auf dem Brückengeländer, ihr Partner hielt ihre Hand und der Dritte fotografierte – ein herrliches Bild. Ich war fasziniert – so ein Leichtsinn, dachte ich! Herrlich!

Oder doch unmöglich! Das kommt ganz drauf an, in welchem Tonfall man es sagt. Es wurde mir bewusst, dass das Wort Leichtsinn in meinem Herkunftsland [der Autor ist Schweizer, die Red.] immer mit einem maßregelndem oder spöttischen Unterton ausgesprochen wird. Natürlich hätte leicht etwas passieren können – das Trio hatte nicht einmal den Warnblinker eingeschaltet – von einem Warndreieck ganz zu schweigen. Die Stelle ist unübersichtlich und die Autos donnern mit 120 Stundenkilometern über die Autobahnbrücke. Aber eben der Blick auf die Newa von dort ist eben herrlich!

Die Russen sind oft Kindsköpfe, kein Zweifel. Einige Zeit davor hatte ich beobachtet, wie beim Nachbarhaus ein Teenager mit seiner Freundin aus dem Fenster im ersten Stock kletterte. Es gelang ihnen spielerisch über das kleine Dach über dem Eingang das Erdgeschoss zu erreichen – aber eben, es hätte auch schiefgehen können. Die Zeitungen sind voll mit Unfallmeldungen, die in der Schweiz selten sind – die Leute stürzen von Balkonen oder fallen in die Newa – meistens weil sie verliebt oder betrunken sind. Pech gehabt.

Russland ist ein Land ohne Sicherheitsgurt. Stellen Sie sich einmal vor, sie fahren Auto ohne angegurtet zu sein! Ich spüre förmlich, wie Ihnen unwohl wird. Denn das ist fahrlässig – zweifellos. Unmoralisch – völlig klar. Ja, es ist leichtsinnig – und ich will keinesfalls eine Diskussion darüber beginnen, denn ich und die meisten Russen fahren korrekt angegurtet. Aber wenn sie vom Wörtchen „Leichtsinn“ die zweite Silbe abtrennen, bleibt „leicht“ übrig und Sie verstehen vielleicht was ich meine.

Diese „Leichtigkeit“ kommt unter anderem davon, dass das russische Leben weitgehend unversichert, ungarantiert ist. Es gibt nur zwei Versicherungen, die praktisch alle haben und die meistens funktionieren – die staatliche, kostenlose Krankenversicherung und die obligatorische Auto-Unfallversicherung. Aber sonst ist hier fast nichts versichert – einfach weil russische Versicherungen alles tun, um im Ernstfall nicht zu zahlen.

Das Leben bekommt dadurch unfreiwillig eine Gefährlichkeit und Intensität, die mal fasziniert, mal schockiert. Man muss davon ausgehen, dass es auch so irgendwie funktioniert – für manche ein echter Grund zu beten. Es gibt vom Leben nur ein einziges Exemplar für jeden. Eines und nicht mehr.

Erstveröffentlichung beim St. Petersburger Herold




Petersburger Flottentag 2017 mit grosser Kelle angerührt

Der diesjährige Flottentag wird mit einem riesigen Aufgebot an Schiffen und anderer Militärtechnik begangen. Mit über 60 Schiffen demonstriert die russische Marine ihr ganzes Machtpotenzial, zwei chinesische Schiffe symbolisieren den politischen Schulterschluss Russlands mit der neuen Militärmacht aus Fernost.

Gleich zweimal wurde die Flottenparade vorgängig geübt und dazu am hellichten Tag die Newabrücken im Petersburger Zentrum angehoben – in keinem der Jahre davor wurde ein solcher Aufwand betrieben. Im Fernsehen und anderen kremlnahen Medien läuft bereits seit Wochen eine riesige Werbekampagne für den Flottentag – kein Wunder, denn Wladimir Putin wird persönlich anwesend sein und sich als neuer Peter der Grosse und Flotten-Neugründer feiern lassen.

Wurden früher in der Regel alte und zweitklassige Schiffe präsentiert, so holte die russische Flotte diesmal die neuesten Schiffe her und das nicht zu knapp. Höhepunkt werden diesmal die „Peter der Grosse“, das grösste Nicht-Trägerschiff der russischen Flotte sowie der U-Boot-Raketenkreuzer „Dmitri Donskoi“ sein. Insgesamt nehmen mehr als 60 Schiffe der baltischen Flotte, der Schwarzmeerflotte, der kaspischen Flottilie sowie Marineflieger der Flotte aus dem Stillen Ozean an der Parade teil.

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