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Kategorie: Reisen - russland.NEWS - russland.TV

Einführung des E-Visums

Ausländische Touristen und Geschäftsleute können ab diesem Jahr ein E-Visum zur Einreise in ausgewählte Gebiete Russlands beantragen.




Russische Firma gewinnt Auftrag der Deutschen Bahn

MOSKAU. Der russische Waggonbauer United Carriage Company (UWC) hat eine Ausschreibung der Deutschen Bahn (DB) gewonnen und wird Plattformen für den Containertransport liefern.




Neue direkte Bahnverbindung zwischen Berlin und St. Petersburg

MOSKAU. Deutschland plant eine direkte Zugverbindung zwischen Berlin und St. Petersburg. Die neue Trasse soll durch Kaliningrad führen.




Bis Jahresende weiter keine Visumspflicht für Fußballfans

MOSKAU. Russlands Präsident will die visafreie Einreise für WM-Ticket-Inhaber noch bis Ende des Jahres beibehalten.




Russlands kulinarischer Ferner Osten

So vielfältig die Küche im riesigen Russland auch ist, sie hat eine Gemeinsamkeit. Seit jeher sind es die verschiedenen ethnischen Gruppen und Nachbarvölker, die in den Kochtöpfe ihre Spuren hinterlassen haben. Ein kulinarischer Blick in die Gastronomie des Fernen Osten.

Die Geschmäcker sind verschieden. Während die einen in der Fremde nicht ohne Gewohntes aus der Heimat bleiben können und alles, was das Reiseland bietet, aus Furcht vor Überraschungen aus Überzeugung ablehnen, stürzen sich andere geradezu in jedes kulinarische Abenteuer. Die Touristik-Branche hat sich darauf eingestellt und versucht beide Klientel gleichermaßen zufrieden zu stellen. Gerade der Ferne Osten Russlands hat großes Potenzial, einen ausgeprägten gastronomischen Tourismus zu entwickeln.

Frischer Fisch und Meeresfrüchte, Wildfleisch und besondere Delikatessen aus der Taiga. Selbst der anspruchsvollste Feinschmecker sollte hier auf seine Kosten kommen, wagt die Nachrichtenagentur Tass einen Blick über den Tellerrand. Für Touristen aus Europa ist die Gastronomie exotisch, für die Asiaten vertraut und selbst Russen finden hier die besondere Abwechslung. Zwar hat der Ferne Osten gerade erst begonnen, eine Tourismus-Gastronomie zu entfalten, Insider jedoch sind der Überzeugung, dass gerade die kulinarische Vielfalt für viele Touristen interessant sein könnte. Ein besonderes Auge hat man dabei auf die Nachbarn aus dem pazifisch-asiatischen Raum – China, Südkorea und Japan – geworfen.

Reisende aus diesen Ländern seien zwar gern skeptisch gegenüber fremden Gerichten, kennen aber dafür aus ihrer Heimat Zutaten, die wiederum Europäer stutzig machen. Im Lauf der Zeit hat die Küche des Fernen Ostens zu ihren lokalen Traditionen auch viele der ethnischen Gruppen Sibiriens, sowie aus Weißrussland und der Ukraine übernommen. Und asiatische Gerichte sind ohnehin generell populär in der Region. „Schon seit Jahrzehnten ist die asiatische Küche hier im Fernen Osten bekannt und beliebt“, sagt Natalja Owtscharenko, die stellvertretende Leiterin der Tourismus-Abteilung an der Fernöstlichen Föderalen Universität. Ihr zufolge sei sie längst vom Exotischen zu etwas Alltäglichem geworden: „Wir haben Hunderte von asiatischen Restaurants und Cafés im Fernen Osten.“

Asiaten bevorzugen es asiatisch

Hauptsächlich, so sagt sie, werde die Region von Touristen aus den asiatisch-pazifischen Ländern besucht, die ihr gewohntes Essen bevorzugen. „Sogar im Urlaub“, sagt ein Sprecher der Regionalverwaltung und versucht so die Popularität der asiatischen Küche zu erklären. „Wegen der geringen Kosten und ihrer Vielfalt werde sie aber auch von den Einheimischen geschätzt“, meint er. Auf der Insel Sachalin koste ein Mittagessen etwa 300 Rubel, das sind gerade einmal 4,50 Euro, und ein Dinner 1.200 bis 1.500 Rubel, also plus-minus 20 Euro. „Koreanische Gerichte findet man auf allen Festlichkeiten auf Sachalin und den Kurilen-Inseln“, teilt die regionale Tourismusbehörde mit. Es gibt außerdem viele japanische Restaurants mit gebürtigen Japanern als Köche.

In der Region Primorje dagegen finden sich neben Japanern und Koreanern außerdem noch etliche Restaurants, die chinesische und panasiatische sowie indische und vietnamesische Gerichte anbieten. „Der Gastro-Tourismus in der Region Primorje hat ein neues Niveau erreicht und wird dadurch immer populärer“, erklärt die dortige Verwaltung nicht ohne Stolz. „Viele Touristen, die in die Region kommen, loben die Vielfalt der Köstlichkeiten und ihre erschwinglichen Preise.“ Durchschnittlich verlangen chinesische und japanische Restaurants 300 bis 500 Rubel, zwischen 4,50 und 7,50 Euro. Dafür sind japanische Gerichte mit Meerestieren wiederum sehr teuer.

Einzigartig allerdings macht den Fernen Osten erst die authentische Küche der dort lebenden Völker. Beispielsweise die der Udegen, einem indigenen Volk im Südosten Sibiriens. Dort serviert man mit Taigakräutern und Knoblauchblüten gewürzte Gerichte, eine besondere Lachssuppe und anderen Flussfisch sowie Wild. Besondere Beachtung verdiene auch die Küche der Jakuten, lobt Owtscharenko, deren Speisen aus dem Fleisch von Elch, Hirsch, Pferd, Braunbären und Lachs gebraten und gekocht wird.

Exotisches aus der Taiga

Derlei Delikatessen finden Touristen meist auf regionalen Festen der verschiedenen ethnischen Gruppen. „Fremde sind begeistert von der jakutischen Küche, Köche aus Japan und Island kommen hierher, um Meisterkurse zu absolvieren“, sagt Jegor Makarow, der Besitzer des jakutischen Restaurants Muus Haia. Auch er glaubt, dass der Gastronomie-Tourismus gute Perspektiven habe. In der benachbarten Region Chabarowsk, in der gleich acht verschiedene ethnische Völker beheimatet sind, geht man sogar noch einen Schritt weiter.

Hier überrascht man die Gäste nicht nur mit seiner exotischen Speisekarte, sondern bietet zusätzlich Angeltouren und Ausflüge in ein Dorf der Nanai an. Ein Volk, auch unter dem Namen Hezhen oder Mandschu bekannt, das im südöstlichen Sibirien im Grenzgebiet zu China lebt. Sie lebten seit jeher vom Fischfang und da selbst Kleidung aus Fischhaut gefertigt wurde, nannten sie die Chinesen Jupi Dasi, was soviel wie „Fischhaut-Tataren“ bedeutet. „Eine Nanai-Familie heißt Gäste im Dorf Sikatschi-Aljan, am Ufer des Amur, nach einer zweistündigen Fahrt von Chabarowsk in traditioneller Tracht willkommen“, erläutert die regionale Tourismus-Verwaltung.

Hier werden Touristen mit Fisch in allen Varianten verwöhnt. Er wird geräuchert, getrocknet, gesalzen sowie mit Farnen gedämpft und mit rotem Kaviar serviert. Beenden wollen wir die kleine Exkursion durch die Küchen des Fernen Osten Russlands auf der Halbinsel Kamtschatka. Auch hier werden die beliebtesten Gerichte traditionell aus Lachs zubereitet. Außerdem verwöhnen lokale Hirschzüchter Besucher mit Hirschsuppe sowie anderen Köstlichkeiten der Ewenen.

[mb/russland.REISEN]




St. Petersburg mit Preisen gekrönt

Die zweitgrößte Stadt und Kulturmetropole Russlands, St. Petersburg, wurde jüngst mit zwei Travel Awards für ihre besondere Bedeutung im Tourismus ausgezeichnet. Damit zählt die ehemalige Zarenstadt zu den führenden Reisezielen Europas.

Stolz schwingt mit, wenn Andrej Muschkarjow, der Leiter des lokalen Komitees für die Entwicklung des Tourismus berichtet, dass St. Petersburg zum Gewinner in gleich zwei Kategorien gewählt wurde. Die Fünfmillionen-Metropole an der Newa wurde zu der weltweit führenden Kulturhauptstadt 2017 und der weltweit führenden Stadtdestination 2017 gewählt.

„Wir glauben, dass diese Auszeichnungen wohl verdient sind und zu erwarten waren“, so der Beamte. Schon einmal, im Jahr 2016, wurde St. Petersburg als bestes Touristenziel Europas ausgezeichnet. Im September, als die Reiseführer und Experten der Tourismus-Industrie aus aller Welt anlässlich der Zeremonie zur Europäischen Gala hier zusammentrafen, wurde die Gastgeberstadt zu Europas führendem City-Reiseziel auserkoren.

„Nachdem sie St. Petersburg mit eigenen Augen gesehen hatten, konnten sie dem Venedig des Nordens nicht gleichgültig gegenüberstehen und ihr touristisches Potenzial leugnen“, sagte Muschkarjow der Nachrichtenagentur Tass.

Die Preisvergabe war die 24. jährliche Verleihung der World Travel Awards, die diesmal auf der. Zu Vietnam gehörenden, Insel Phu Quoc stattfand. Die World Travel Awards wurden 1993 ins Leben gerufen und sind das renommierteste Beurteilungsprädikat der Reisebranche. Sie belohnen führende Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Hotel- und Gastgewerbe sowie Fluglinien aus der ganzen Welt.

[mb/russland.REISEN]




China-Touris auf Retro-Trip

Zur Zeit fallen Touristen aus China wie Heuschrecken über Russland her. Die Reiseveranstalter buhlen um die Gunst der neuen Gäste. Deshalb stellt sich die Frage, an was die neuen Gäste aus dem Reich der Mitte besonders interessiert sind. Die Antwort ist – nun ja, ziemlich Chinesisch.

Der russische Touristiksektor hat ein neues Gesicht dazugewonnen. Im Jahr 2017 kamen 840.000, das sind 24 Prozent, mehr Touristen aus China als im Jahr zuvor. Ermöglicht wurde dies in erster Linie durch das Abkommen über ein visafreies Austauschprogramm. In Russland sieht man das als Chance diesen Markt noch zu erweitern. Experten der Branche schlagen deshalb vor, gezielter auf die Vorlieben und Interessen dieser Zielgruppe einzugehen und neue Routen zu schaffen sowie weitere beliebte Orte für den Tourismus zugänglich zu machen.

Etwa die Hälfte der chinesischen Touristen, die jene, bei Reisenden aus anderen Ländern so beliebten, Stätten des Goldenen Rings besuchen seien Individualtouristen, weiß Igor Konyschjew, der Direktor des Museumsreservats Wladimir-Susdal. „Etwa 40.000 Gäste aus China besuchen jährlich die Ausstellungen der Anlage“, sagt er. Dasselbe gelte für die benachbarte Region Jaroslawl, ebenfalls Teil der beliebten Touristenstraße Goldener Ring. „Chinesische Touristen haben Probleme, Englisch sprechende Führer zu verstehen, deshalb bringen sie ihre eigenen Dolmetscher mit. Und trotzdem steigt der Touristenstrom weiter an“, erklärt die Leiterin der regionalen Tourismus-Abteilung, Irina Plischina.

Inzwischen gehört Chinesisch zum guten Ton

Viele lokale Restaurants in Jaroslawl bieten inzwischen Menüs auf Chinesisch an und in der altrussischen Stadt Rostow Weliky findet man sogar Straßenschilder auf Chinesisch. „Die meisten Touristen kommen an Bord der Wolga-Kreuzfahrtschiffe nach Jaroslawl. Sie mögen hier besonders das Kunstmuseum, das Bälle aus dem 18. und 19. Jahrhundert organisiert“, so die Erfahrung der Leiterin einer örtlichen Tourismus-Agentur, Swetlana Danilenko. Aber eigentlich, so sagt sie, wollen die chinesischen Touristen viel lieber die sowjetische Geschichte erleben und bevorzugen den Industrie-Tourismus.

Die Verwaltung der Region Tula erwartet deshalb, dass das neu eröffnete Museum zur Hundertjahrfeier der Oktoberrevolution von 1917, chinesische Touristen anziehen werde. Das Museum, das im November im Bahnhof von Kimowsk, etwa 180 Kilometer südlich von Moskau, seine Pforten öffnete, zeigt ein Gemälde, das alle Stadien der Entwicklung der Sowjetunion darstellt. „Die Ausstellung enthält ebenso Kopien von Archivdokumenten, historische Fotografien und sowjetische Plakate“, erläutert die Museumsführerin Natalja Kiparina. Außerdem befindet sich dort ein Porträt des bolschewistischen Führers Wladimir Lenin in seinem Büro sowie eine Skulptur von Felix Dserschinski, dem damaligen Chef der sowjetischen Geheimpolizei. Vor kurzem wurden noch zwölf weitere Museen in Bahnhöfen der Region integriert.

Im Urlaub ins Maschinenwerk

Nicht von ungefähr wird auch ein direkter Flug zwischen der Inneren Mongolei, einer der größten autonomen Regionen Chinas, und Jekaterinburg eingerichtet. Dieser soll den Touristenstrom auf den „Roten Routen“, wie die Branche sie nennt, noch weiter Anwachsen lassen. Wie Viktor Topolkarajew, der Leiter der Gesellschaft Intourist, verrät, wollen die russischen Reiseveranstalter im Sommer 2018 verstärkt chinesische Gäste zu den Industrie-Standorten im Ural lotsen. Besonders die Ural-Region hat es offenbar den chinesischen Industrie-Touristen besonders angetan.

In Swerdlowsk zieht sie beispielsweise ein Besuch der gigantischen Uralmasch-Fabrik an, die 1958 als Vorbild für den Bau der größten Schwermaschinenfabrik Chinas diente. Eine der Hallen des Uralmasch-Museums ist der Freundschaft der Menschen Chinas und der Sowjetunion gewidmet, wie der Museumsmitarbeiter Sergej Agejew stolz erklärt. „Wir haben Mao Zedongs Unterschrift im Gästebuch und so etwas schätzen die Chinesen sehr hoch.“ Laut Agejew war Mao Zedong, der Gründervater der Volksrepublik China, damals der erste ausländische Staatschef, der Uralmasch im Jahr 1950 besuchte. „Daraufhin beschloss China eine ähnliche Fabrik zu bauen. Die Einführung in das chinesische Uralmasch-Werk koordinierten sowjetische Ingenieure, die chinesischen Ingenieure wurden im Ural ausgebildet“, erzählt Agejew.

Auch Chiang Ching-kuo, Präsident der Republik China von 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 1988, arbeitete bei Uralmasch als Techniker, als er in den 30er Jahren in der Sowjetunion lebte. Nikolai Jelizarow, wie sich Chiang Ching-kuo in der UdSSR nannte, wurde 1934 sogar stellvertretender Direktor der Uralmasch-Fabrik. Im darauffolgenden Jahr ehelichte der spätere Staatspräsident seine Frau, die er ebenfalls in dem Werk in Swerdlowsk kennengelernt hatte. Schöner könnte Sergej Agejews Geschichte für, und nicht alleine, die Chinesen, gar nicht ausgehen. Russlands Tourismus-Branche weiß um dieses Potenzial. Jetzt soll es genutzt werden.

[mb/russland.REISEN]




Mit dem Eisbrecher zum Solowezki-Kloster

Aufgrund der besonderen Lage ist die Saison für die Solowezki-Inseln, einen Steinwurf vom Polarkreis entfernt, kurz. Lebten auf der Inselgruppe hoch oben im Norden Russlands, lediglich Mönche, Verbannte und Strafgefangene, zieht sie heute immer mehr Touristen an. Künftig sollen im Winter Eisbrecher als Fährgelegenheit dienen.

Die Mönche, die sich im 13. Jahrhundert auf dem Archipel, 530 Kilometer nördlich von St. Petersburg, niederließen suchten die besinnliche Stille in der Einsamkeit. Sie bauten auf der Hauptinsel ein Kloster, dessen Silhouette sich seit 1429 schon aus der Ferne majestätisch abhebt. Die Verbannten, die ab dem 18. Jahrhundert hier ihr tristes Dasein fristen mussten, dürften von dieser beeindruckenden Einsamkeit im hohen Norden Russlands allerdings nicht gar so angetan gewesen sein.

Endgültig zum Symbol der russischen Geschichte wurde Solowezki schließlich im 20. Jahrhundert, als die Sowjets ein berühmt berüchtigtes Arbeitslager einrichteten. Sämtliche klösterlichen Einsiedeleien wurden ab den 20er-Jahren in Lagereinrichtungen umfunktioniert. Das Solowezki-Lager sollte zum Archetypen des Gulag werden. Etliche zehntausend Gefangene ließen hier ihr Leben. Heute gibt es auf Solowezki kein Gefängnis mehr und gehört seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch die Mönche sind wieder zurückgekehrt.

Viel Angebot für wenig Touristen

Ziemlich bald hat man erkannt, dass sich der Ort hoch oben im Weißen Meer auch touristisch vermarkten lässt. In der kurzen Hauptsaison, die gerade einmal rund sechs Wochen währt, besuchen immerhin ein paar Gäste die Region für meist drei bis vier Tage. Ein bisschen mehr würden sie ja schon gerne in den Unterkünften sehen. Sogar ein, für Solowker Verhältnisse, luxuriöses Hotel mit etwa hundert Betten hat man gebaut. Bisher gelangte man entweder mit Fährbooten oder dem Flugzeug von Archangelsk aus auf die Inseln. Nun will man Solowezki den Touristen auch in der frühen und späten Winterzeit schmackhaft machen.

Solange das Eis auf dem Weißen Meer noch relativ dünn ist, sollen Eisbrecher als Fähre dienen. „Touren wie diese nach Solowki können ein- oder zweimal im Jahr stattfinden, wenn es möglich ist, die Eisbrecher Kapitan Jewdokimow und Kapitan Tschadajew zu nutzen“, sagte Sergej Nikulin, der Finanzdirektor der Pomor Tour Company, vor kurzem gegenüber der Agentur Tass. Bis Anfang Januar, solange das Eis noch dünn ist, könnten diese Touren veranstaltet werden, sagte er. Bis zu zehn Passagiere könnten die Schiffe laut Nikulin aufnehmen.

Allerdings kommt der Reiseveranstalter nicht umhin, auf die Exklusivität der Fahrten hinzuweisen: „Die Touren werden mit ungefähr zwei Millionen Rubel, das entspricht rund 30.000 Euro, pro Tag preislich ziemlich hoch sein.“ Dass das Angebot dieser Tour nur ein kleines, wenn auch elitäres Klientel ansprechen wird, weiß er selbst. „Aber wie wir aus Erfahrung wissen, kann sich das eine bestimmte Kategorie von Touristen leisten“, so Nikulin. Statt der viertägigen Kreuzfahrten will der Veranstalter jedoch auch einstündige Fahrten mit dem Eisbrecher anbieten.

„Wir arbeiten an einem Programm für chinesische Touristen“, erklärt Sergej Nikulin. Auf der nördlichen Dwina sei ein einstündiger Aufenthalt auf dem Eisbrecher geplant, bevor der dann weitere eineinhalb Stunden den Fluss entlang fährt. Auf solchen Touren, so sagt er, könnten die Touristen „sehen wie das Schiff das Eis bricht, der Crew bei ihrer Arbeit zuschauen und das Panorama der uralten Stadt Archangelsk genießen“.

[mb/russland.REISEN]




Pisten und Palmen – Sotschi hat das besondere Etwas

Fitness und Flair, Wellness und Wedeln. Wer seinen Wintersporturlaub einmal ganz anderes verbringen möchte, dem sei Sotschi ans Herz gelegt. Das besondere Klima macht den Urlaub am Schwarzen Meer zu einem Wintersportvergnügen, das seines gleichen sucht. An Weihnachten und Neujahr jedoch wird es voll auf der Piste.

Bevor der Ort zum Jahr 2014 für die Olympischen Winterspiele mit geschätzten 33 Milliarden US-Dollar aufgerüstet und mit der notwendigen Infrastruktur versehen wurde, befand sich hier einer der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands. Bis zum Ende der Sowjetunion erreichte die jährliche Gästezahl bis zu sechs Millionen. Durch den Preisanstieg, verbunden mit der freien Marktwirtschaft, endete schlagartig das Konzept des farblosen sozialistischen Tourismus für die Massen. Heute spricht man über Sotschi eher von einer Art russischem Venice Beach.

Die Leser des National Geographic Traveller-Magazins haben abgestimmt, um das beste Skigebiet für das Jahr 2017 zu küren. Der Gewinner wurde Sotschi. Krasnaja Poljana, die Schneereiche Region in den Ausläufer des Kaukasus-Gebirges, und die Infrastruktur der rund 400.000 Einwohner zählenden Olympiastadt am Schwarzen Meer konnte unter den 270.000 Lesern, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, am deutlichsten punkten. Sicherlich nicht nur wegen des milden Wetters. Was aber macht das Wintersportgebiet von Sotschi zu etwas Besonderem?

Alles richtig gemacht

„Das Skigebiet von Krasnaja Poljana wurde zum Besten Russlands gewählt. Die Region Krasnodar [Sotschi gehört politisch zum Gebiet Krasnodar im Südwesten Russlands, Anm. d. Red.] erhielt auch eine Auszeichnung als bestes Reiseziel für Wellness-Urlaube im Land“, teilt der Pressedienst zunächst nüchtern und trocken mit, bevor er es deutlicher formuliert. „Diese Auszeichnung bedeutet, dass wir unser olympisches Vermächtnis richtig nutzen. Drei Jahre nach den Olympischen Spielen kommen immer noch neue Gäste nach Krasnaja Poljana und die Qualität der Dienstleistungen verbessert sich ständig.“

Die Temperaturen an der Schwarzmeerküste betragen im Winter nicht unter fünf Grad Celsius. Viele Russen kommen an die Küste, um Neujahr und Weihnachten zu feiern. In den sich unmittelbar anschließenden Bergen finden Skifahrer hervorragende Bedingungen. Insgesamt 37 Sessellifte und Seilbahnen, die täglich bis zu 15.000 Personen auf die Höhe von bis zu 2.300 Meter über dem Meer befördern können, bringen Wintersportler zu Pisten und Loipen. Nach dem Ausbau für die alpinen Disziplinen der Olympischen Winterspiele, die 2014 hier ausgetragen wurden, verfügt das gesamte Gebiet über 150 Kilometer Skipisten der verschiedensten Schwierigkeitsgrade.

In der Hauptsaison kostet der Tagesskipass, je nach regionalem Skigebiet, ungefähr 20 bis 35 Euro. Das ist immer noch weniger im Vergleich zu den Preisen in den Österreichischen oder gar Schweizer Alpen. Auch die Hotel- und Pensionspreise liegen im Schnitt noch unter denen in den Alpen, sofern man nicht im Fünf-Sterne-Luxushotel „Polyana“ bei der russischen Prominenz inklusive Helikopter-Skiing eincheckt. Die Vorbereitungen für die Skisaison beginnen in Krasnaja Poljana ab Mitte Oktober, wenn die Temperaturen in den Bergen unter Null sinken. In der Regel dauert die Saison dann bis Mitte Mai.

Anerkannter Kurbetrieb

Wenn am 2. Dezember in Krasnaja Poljana die Skisaison eröffnet wird, werden auch dieses Jahr wieder mindestens rund eineinhalb Millionen Gäste erwartet, die in den Ressorts in und um Sotschi Urlaub machen. Die warme subtropische Luft und der Kaukasus, der die Stadt von Norden her schützt, machen das Klima in Sotschi selbst sehr mild. Über zwanzig Hotels und Sanatorien bieten zudem im Rahmen des „Open-South-Tourismusprogramms“, das vor zehn Jahren lanciert wurde, spezielle Angebote für die Nebensaison und große Rabatte für die Winterzeit.

„Das „Open-South-Projekt“ lädt Touristen dazu ein, ihren Urlaub in Sotschi zu verbringen und medizinische Behandlung für nicht mehr als 1.400 Rubel [das entspricht derzeit rund 20.- Euro, d. Red.] pro Tag zu erhalten. Reiseveranstalter haben ihr Interesse an diesem Programm gezeigt“, sagte Sergej Domorat, der Leiter der Ressort-Abteilung, kürzlich gegenüber der Agentur Tass. An dem Projekt teilnehmen könnten laut dem Tourismusexperten Hotels mit nicht weniger als drei Sternen, Vollpension, Schwimmbad und medizinischen Dienstleistungen.

Der Kulturminister der Region Krasnodar verspricht während der Wintersaison rund 460 geöffnete touristische Einrichtungen in der Region. Die berühmten Sanatorien von Sotschi sind darauf eingestellt, Herzkrankheiten, nervösen Störungen und allerlei andere gesundheitliche Probleme zu behandeln sowie spezielle Wellness- und Entspannungsprogramme, darunter auch die Schlammtherapie, anzubieten. „Unsere Gäste aus den nördlichen Regionen kommen aber auch einfach nur nach Sotschi, um den Sommer zu verlängern“, weiß Ellina Akinschina, die Leiterin des Tourismusverbandes „Sotschi-Planet“.

Wie sie sagt sei das Meer zwar bereits kalt um diese Zeit, „aber es lassen sich dafür ein paar schöne warme Tage am Strand verbringen.“ Und ein Abstecher in den Olympiapark von Sotschi sei ohnehin obligatorisch. Das Rathaus von Sotschi teilte dagegen mit, dass das Ressort vor Neujahr mit Skulpturen von Delfinen, Quallen, Robben und Tintenfischen geschmückt sein werde. Die Hotels können gleichzeitig mehr als 50.000 Personen aufnehmen und sind normalerweise über die Neujahrs- und Weihnachtsferien regelmäßig ausgebucht. Sotschi ist im Moment durch 170 Verbindungen aus allen Richtungen für Touristen zu erreichen.

[mb/russland.REISEN]




Von Riga aus im Flug zum Fußball

Für all diejenigen, die sich Gedanken über eine Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland machen hat airBaltic ihr Angebot bekannt gegeben. Ab Flughafen Riga wird die Airlines im kommenden Jahr fünf Flugziele zur WM anbieten. Die lettische Hauptstadt gilt als Drehscheibe des Flugverkehrs zwischen Ost und West.

Reisende aus Europa können somit bequem fast die Hälfte der Austragungsorte der Fußball-WM 2018 über einen Zwischenstopp in Riga erreichen. Im Sommerflugplan für 2018 bietet airBaltic täglich bis zu vier Verbindungen nach Moskau und St. Petersburg an. Hinzu kommen sechs Flüge pro Woche in die nahegelegene russische Exklave Kaliningrad. Jeweils zwei Flüge nach Sotschi und Kasan komplettieren das WM-Angebot von airBaltic.

„Alle fünf Destinationen gehören zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – und unsere Verbindungen werden in vielen Fällen die schnellsten zwischen der EU und Russland sein“, verspricht Wolfgang Reuss vom Network Management bei airBaltic.

2009 erkor der europäische Verband der Regionen-Fluglinien airBaltic zur Fluggesellschaft des Jahres. Im Jahr darauf hat das führende Medium der Branche, Air Transport World, die Fluglinie als Anerkennung zur erfolgreichen Umstrukturierung den „Phoenix Award“ verliehen. Die Flotte startet derzeit mit insgesamt 25 Maschinen und fliegt von Riga aus insgesamt 60 Städte- und Urlaubsziele in ganz Europa sowie den GUS-Staaten und dem Nahen Osten an.

[mb/russland.REISEN]