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Sberbank: Fans gaben 1,5 Milliarden Dollar aus

MOSKAU. Die drei Millionen internationalen Fußballfans haben während der WM in Russland rund 1,5 Milliarden Dollar ausgegeben. Das schätzt die russische Großbank Sberbank.




Alexej Sorokin – der neue WM-Chef

Ob neue Besen wirklich so gut kehren, wie es das Sprichwort sagt, muss er erst noch beweisen. Vorerst jedoch hat Alexej Sorokin, der neue Leiter des Organisationskomitees der WM 2018, einen weit besseren Ruf als sein, am Mittwoch zurückgetretener, Vorgänger Witali Mutko. Zu seinem Amtsantritt stellte er sich den Fragen der Öffentlichkeit.

Es ist davon auszugehen, dass der 45-Jährige, der sich in einem Schweizer Luxushotel von den Journalisten wertschätzen lassen musste, nicht vorhat, dieselben Fehler zu begehen wie sein Vorgänger. Auch wenn Witali Mutko seinen Abgang selbst inszeniert hatte, war jedem der Anwesenden klar, dass der Ex-Verbandsvorstand und Ex-Leiter des Organisationskomitees für das Projekt Russia-2018 von höchster Stelle zurückgepfiffen wurde. Wegen der Dopingaffäre im russischen Sport sah man bereits das Turnier gefährdet.

Nun präsentierte sich ein Neuer, der zwar nichts Neues sagte, aber deutlich souveräner auftrat, als sein Vorgänger. Die öffentliche internationale Darstellung der Fußball-WM in Russland hat plötzlich eine neue Qualität bekommen. „Es gibt viele Spekulationen, aber keinen Beweis für ein Fehlverhalten. Unser Team wurde immer wieder getestet – auch beim Confed-Cup“, wird Alexej Sorokin von der Nachrichtenagentur dpa zitiert. „Deshalb gibt es nichts, worüber man reden kann. Wir sind absolut zuversichtlich, dass das kein Thema ist“, fügte er selbstbewusst hinzu.

Mit brisanten Fragen konfrontiert, flüchtete sich Mutko gerne in die Unkenntnis fremder Sprachen. Sein Sprachmix aus Russisch und Englisch avancierte inzwischen zum viralen Hit im Netz. Ganz anders Sorokin. Als Absolvent der Staatlichen Linguistischen Universität Moskau spricht er fließend die englische und französische Sprache und arbeitete Ende der 90er-Jahre sogar als Diplomat in den USA.

Ahnung von Fußball und Baustellen

„Ziemlich überraschend“ sei seine rasante Beförderung zum Organisationschef für Russia-2018 gewesen, sagte Sorokin gegenüber der russischen Agentur R-Sport. Allerdings war er es, der die Weltmeisterschaft letztendlich nach Russland holte. Als Geschäftsführer des russischen Fußballverbands führte Sorokin die Bewerbung für die WM 2018 an, bevor er den gleichen Auftrag auch für die Organisation übertragen bekam.

An der Aufgabe, die Alexej Sorokin übernommen hat, werde sich ohnehin nicht viel ändern, sagt Wjatscheslaw Koloskow, der Ehrenpräsident des nationalen Fußballverbandes RFU und ehemalige Vizepräsident der FIFA. Er wisse zwar nicht, wie die Arbeit des Organisationskomitees nun strukturiert werde, wolle es aber gar nicht wissen. „Um ehrlich zu sein, es ist ein Theater des Absurden, dafür gibt keine Worte.“ Koloskow verwies bei einem Telefonat auf die Arbeit, die nun auf Sorokin zukomme.

„Das Organisationskomitee besteht nicht nur aus Leuten, die Ahnung von Fußball und Baustellen haben, es gibt hier viele verschiedene Ressorts. Wie kann Sorokin das alles bewältigen? Ich verstehe es nicht, ich kann es mir nicht einmal vorstellen“, sagt Koloskow. „Lesha (Sorokin, d. Red.) ist ein großartiger Typ, er hat sich gut präsentiert, er funktioniert perfekt, aber wie wird er mit einer Maschinerie umgehen können, die von Obrigkeiten befehligt wird?“ Es werde den Kurs der Vorbereitung auf die WM nicht beeinflussen, heißt es in einer Veröffentlichung des Komitees.

Einen Teil seiner Arbeit nimmt ihm ohnehin sein Vorgänger ab. Mutko wäre nicht Mutko, würde er nicht doch noch bei der WM mitmischen. In der Position des Vizepremiers der Russischen Föderation koordiniert er den Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Zudem wird Mutko die Vorbereitung der Regionen für das Turnier beaufsichtigen. Schon von Amts wegen.

[mb/russland.NEWS]




Mutko tritt als Präsident des Fußballverbandes zurück – vorerst

Erst wurde er lebenslänglich für Olympia gesperrt, nun wird er sein Amt beim Russischen Fußballverband RFU niederlegen. Witali Mutko reagiert damit auf die Vorwürfe gegen seine Rolle im russischen Sport und nimmt gleichzeitig den Druck von der FIFA. Allerdings nur für ein halbes Jahr.

Er selbst bat beim Treffen des Exekutivkomitees des russischen Fußballverbandes im „Haus des Fußballs“ sein Amt als Präsident der Organisation vorerst auszusetzen, wie er im Anschluss auf der Pressekonferenz sagte. „Ich habe mich beim Exekutivkomitee angeboten und beschlossen, wenn der Präsident seine Pflichten nicht erfüllen kann, muss er sie absetzen.“ Damit die RFU reibungslos arbeiten kann, habe sich Witali Mutko dazu entschieden, eben diese Pflichten für die nächsten sechs Monate auszusetzen.

Mutko leitete den Fußballverband von 2005 bis 2009 und wurde im Jahr 2015, nachdem man den zwischenzeitlich auf den Posten gesetzten Nikolai Tolstoy aufgrund seiner finanziellen Misswirtschaft gefeuert hatte, erneut Präsident. Im Jahr darauf wurde Mutko für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Seit 2017 bekleidet er außerdem den Posten des Vize-Präsidenten der Russischen Föderation für Sport, Tourismus und Jugend. Zudem ist der 59-Jährige aktuell Vorstand des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft Russia-2018.

„Die beiden Vize-Präsidenten Prjadkin und Anochin sind anderweitig beschäftigt, deshalb habe ich mich entschlossen, vorübergehend Alexander Alajew den Posten zu übergeben“, sagte Mutko wenig selbstkritisch. Das Exekutivkomitee habe dies unterstützt und registriert, heißt es. Die endgültige Entscheidung läge indes noch beim Komitee. „Alajew wird vorerst für die RFU entscheiden“, sagte der stellvertretende Premierminister, hält sich jedoch die Tür noch weit offen. „Natürlich werde ich nach den sechs Monaten wieder zurückkehren, vielleicht sogar schon früher“, ist sich Mutko sicher.

Es sieht so aus, als nähme der vermeintlich reumütige Doping-Initiator dadurch eine gewaltige Last vom Fußball-Weltverband FIFA, der nach Mutkos Sperre für Olympia gehörig ins Gerede gekommen war. Man würde dort die Machenschaften des Überführten decken, war in den letzten Wochen seitens ihrer Kritiker zu hören. Bis zuletzt hatte die FIFA, aus für sich verständlichen Gründen, am Organisator der WM 2018 festgehalten, obwohl der Druck nach der Olympia-Affäre zunehmend stärker wurde. Zuletzt äußerte sich das Badener Trainer-Urgestein Ottmar Hitzfeld mehr als kritisch über Mutkos Rolle als Chef-Organisator der Fußball-WM.

Die Russische Regierung weist die Vorwürfe des systematischen Staatsdopings ohnehin zurück und spricht lediglich von Einzelfällen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die jüngste Entscheidung Mutkos nicht von ihm selbst stammt, sondern auf weit höherer Ebene beschlossen wurde, um Wind aus der Angelegenheit zu nehmen. Denn soviel ist sicher: Der Entzug der FIFA-Weltmeisterschaft wäre zum jetzigen Zeitpunkt weit mehr als nur ein Imageverlust für Russland.

[mb/russland.NEWS]




WM 2018: DFB-Team hat sein Quartier gebucht

Wie der Deutsche Fußball-Bund offiziell bekannt gab, ist man auf der Suche nach der geeigneten Unterkunft während der Fußballweltmeisterschaft 2018 fündig geworden. Das Quartier vor den Toren Moskaus bietet der deutschen Auswahl optimale Voraussetzungen, heißt es aus dem Frankfurter Hauptquartier des DFB.

Watutinki – wenn jemand danach gefragt hätte, der erste Gedanke wäre an irgendeine kleine paradiesische Insel mit Palmen und Sandstrand in der Südsee gewandert. Diese ländliche Ortschaft mit ihren gut zehntausend Einwohnern liegt jedoch rund vierzig Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Moskaus entfernt. Das wissen wir nun, nachdem Watutinki quasi über Nacht zum Nabel der Welt gekrönt wurde. Zumindest aus Sicht des Deutschen Fußball-Bundes. Denn bislang trat die Siedlung lediglich als Standort des russischen Militärnachrichtendienstes, dem „sehenden Auge“ wenn man so will, in Erscheinung.

Ursprünglich dachte man in Frankfurt daran, sein WM-Quartier wieder am Schwarzen Meer in Sotschi zu beziehen, wo man beim Confed-Cup bereits gute Erfahrungen gemacht hatte. Dort haben sich jedoch nun zum einen, wenn auch unglücklich, die Brasilianer eingenistet und zum anderen spricht der Spielplan für einen zentraleren Ort in Russland. Am 12. Juni wird der Tross des Titelverteidigers deshalb seine Zelte im örtlichen Watutinki Hotel Spa Complex aufschlagen. 72 Zimmer stünden für die Truppe bereit, so hieß es. Dazu ein Indoor-Pool mit Spa-, Fitness- und Regenerationsbereich sowie sämtliche benötigten Funktionsräume mit allem Pipapo, selbstredend individuell auf die Bedürfnisse der Mannschaft zugeschnitten und ausgestattet.

„Die Entscheidung ist uns dieses Mal nicht leicht gefallen, da wir eine sehr gute Zeit in Sotschi während des Confed-Cups hatten. Für den Erfolg müssen wir optimale Voraussetzungen schaffen. In Moskau können wir bei besten Trainingsbedingungen konzentriert arbeiten und finden in dem ruhig gelegenen Quartier auch gute Möglichkeiten zu regenerieren“, zeigte sich Bundestrainer Jogi Löw mit der Standortwahl zufrieden. Der Gebäudekomplex ist komplett von Wald umgeben und liegt daher ruhig. Zudem wolle man bis April 2018 einen neuen Trakt für die deutschen Gäste fertigstellen, in dem sie dann ungestört sein werden.

Die Trainingseinheiten wird die Truppe auf dem Gelände des renommierten Moskauer Klubs ZSKA absolvieren. Bis dorthin fährt der Mannschaftsbus des DFB gerade einmal fünf Minuten. Da das neue Stadion nach langer Umbaupause erst im Sommer 2016 wieder einsatzbereit war, dürfte zudem garantiert sein, dass der Fußball-Weltmeister von 2014 hier optimale Bedingungen für die Vorbereitung auf seine Spiele zur Verfügung hat. Zu den Partien selbst geht es vom 25 Kilometer entfernten Moskauer internationalen Flughafen Wnukowo aus, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Dadurch reduzieren sich die sowieso schon recht weiten Anreisen zu den Spielorten des Titelverteidigers erheblich.

Das erste Spiel wird die deutsche Mannschaft am 17. Juni ohnehin im gerade einmal 35 Kilometer von der Unterkunft gelegenen Luschniki-Stadion austragen. „Wir denken zwar von Spiel zu Spiel, haben aber auch den gesamten Verlauf des Turnieres bis zum Finale fest im Blick. Denn unser großes Ziel ist es, den Weltmeistertitel erneut zu gewinnen. Das Quartier nahe Moskau garantiert uns kurze Wege bei den täglichen Fahrten zum Training, zum Flughafen und dem Luschniki-Stadion, im dem wir – das wünschen wir uns alle – am liebsten dreimal spielen würden. Die Aussicht darauf, zum Start ins Turnier sowie an den letzten beiden entscheidenden und wichtigsten Spielen nicht umziehen und reisen zu müssen, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt“, bekräftigte DFB-Teammanager Oliver Bierhof.

[mb/russland.NEWS]




WM 2018: Brasilien vergreift sich im Quartier

Da waren die Brasilianer wohl zu voreilig. Schon vor der Gruppenauslosung buchten sie ihre Unterkunft für die Dauer der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Das erwies sich nun als Schnellschuss. Die Folge sind lange Gesichter bei den Verantwortlichen.

Die anderen bei der Fußball-WM 2018 in Russland teilnehmenden Mannschaften warteten erst die Auslosung der Gruppenspiele ab, bevor sie sich auf ein Quartier festlegen wollten. Anders die Brasilianer, die sich schon lange davor für das Schwarze Meer, unweit von Sotschi, entschieden. Luxus hin, Komfort her, die Enttäuschung ist trotz Olympia-Infrastruktur jetzt groß.

Sicherlich hätten die Brasilianer auch in Sotschi auf einen ihrer Vorrunden-Gegner treffen können. Die Lostöpfe haben sich allerdings gegen die „Seleção“ entschieden. Jetzt dürfen sie in Moskau, St. Petersburg und Rostow am Don antreten. Alleine für diese drei Partien wird die Nationalmannschaft des letzten WM-Gastgebers siebentausend Flugkilometer zurücklegen müssen.

Das sei keine optimale Vorbereitung, es erschwere die Erholung, heißt es nun im Team. „Das gefällt mir gar nicht. Es ist eine Enttäuschung“, spricht Brasiliens Nationaltrainer Tite aus, was alle am Zuckerhut denken. Allerdings dürfte die Gruppe E mit Costa Rica, Serbien und der Schweiz für die Samba-Kicker auch trotz des falschen Quartiers keine allzu große Hürde darstellen.

[mb/russland.NEWS]

 

 




WM 2018: „WM-Auslosung“ Suchwort des Jahres

Alljährlich wertet der Suchmaschinen-Anbieter Google seine Datenbank aus, um den am meisten gesuchten Begriff zu benennen. Dieses Jahr machte das das Suchwort „WM-Auslosung“ das Rennen in Deutschland. Das Schlagwort zur Gruppenauslosung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland verzeichnete im Jahr 2017 den höchsten Anstieg.

Der Suchmaschinen-Anbieter Google teilte am heutigen Mittwoch die Ergebnisse seiner alljährlichen Auswertung mit. Insgesamt veröffentlichte der US-Konzern seine Listen nun schon zum 17. Mal. Erstmals präsentierte das Unternehmen jedoch seine Ergebnisse in siebzig Ländern weltweit. Konkrete Zahlen über die Häufigkeit der Aufrufe, beziehungsweise in welchem Ausmaß der Suchbegriff zulegte, gab Google nicht bekannt.

„Die Suchbegriffe des Jahres geben uns eine einmalige Perspektive auf die Momente, die im vergangenen Jahr die Menschen bewegt haben – in Deutschland und weltweit“, erklärte die Leiterin von Google News Lab, Isabelle Sonnenfeld. International läge bei den Anfragen „Hurricane Irma“ auf dem Spitzenplatz, so Sonnenfeld. Die weitere Reihenfolge gehe von der Digitalwährung „Bitcoin“ und dem „Las Vegas Shooting“ bis „North Korea“.

In Deutschland rangieren nach „WM-Auslosung“ auf den Plätzen zwei bis fünf die Suchbegriffe „Bundestagswahl“, „Wahlomat“, „iPhone 8“ sowie „Dschungelcamp“, wie der Branchenriese nun bekannt gab.

[mb/russland.NEWS]




Olympische Versammlung gibt grünes Licht für Teilnahme in Pyeongchang

Die russischen Athleten werden an den Olympischen Winterspielen in Südkorea unter der olympischen Flagge und mit dem Status „Olympic Athlete from Russia“ teilnehmen. Diese erwartete Entscheidung fiel am Dienstag bei der „Olympischen Versammlung“ in Moskau.

Bisher hat kein einziger russischer Sportler auf die Teilnahme in Pyeongchang verzichtet. Klar ist aber, dass jede/r eine verstärkte internationale Doping-Kontrolle durchlaufen muss, um letztendlich eine Einladung zu den Spielen zu bekommen. Wer irgendwann bereits für eine Doping-Sünde bestraft wurde, darf a priori nicht nach Südkorea reisen.

Nachdem Wladimir Putin sich am 6. Dezember für die Teilnahme der russischen Athleten ausgesprochen hatte, war der Beschluss der „Olympischen Versammlung“ mehr oder weniger nur noch eine Formalität. Putins Pressesekretär Dmitri Peskow sagte dann auch nach der Sitzung gegenüber Journalisten: „Es gibt keine Notwendigkeit, diese Frage zu beantworten, denn sie wurde schon vom Präsidenten beantwortet, als er seine Position darlegte.“

Sportminister Pawel Kolobkow sagte seinerseits, die russischen Sportler würden sich weiterhin nach den vorgesehenen Plänen auf Olympia vorbereiten: „In den kommenden zwei Monaten steht uns eine ziemlich schwierige Zeit bevor; jetzt wird klar werden, wer zu den Olympischen Spielen zugelassen wird. Alle Sportler – ob sie an den Spielen teilnehmen oder nicht – bekommen vom Sportministerium allseitige juristische, finanzielle und moralische Hilfe.“

[sb/russland.NEWS]




Olympia-Sperre: Hintertür statt Boykott! [Video]

In Russland toben nach der Sperre der eigenen Mannschaft für die kommenden Olympischen Winterspiele in Südkorea heftige Diskussionen – auch in der breiten Bevölkerung.

Anders als in deutschen Zeitungen, wo es vor allem darum geht, dass nach Meinung vieler Journalisten Russland zu glimpflich davon gekommen sei, drehen sie die russischen Meinungsverschiedenheiten vor allem darum, ob Sportler überhaupt die Möglichkeit nutzen sollen, unter strengen Auflage und als neutrale Starten an der Winterolympiade teilzunehmen. Möglich gemacht hat diese individuelle Entscheidung, die nun jeder vom Doping unbelastete Sportler treffen muss, Russland Präsident Putin, indem er einen generellen Boykott der Spiele durch Russland ausschloss, der schon von Hardlinern unter den Sportfunktionären angedacht war. Diese stehen angesichts des sportlichen und politischen Desasters jedoch selbst unter Kritik im eigenen Land.

Julia Dudnik informiert Euch im Rahmen ihrer Reihe Russland.direct über das aktuelle Geschehen rund um den Doping-Skandal und die Beschuldigung des Staatsdopings vor Ort aus Moskau. Ihre Videos gibt es jeden Sonntag auf russland.TV mit aktuellen News, Hintergründen und Interviews. Ihre eigene Homepage dazu findet Ihr unter http://www.russland.direct




WM 2018: Rentiert sich das Spektakel überhaupt?

Welchen Nutzen, vom Prestige einmal abgesehen, hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland? Klingeln die Kassen nachhaltig oder verpufft die Euphorie mit dem letzten Schlusspfiff. Ökonomen warnen schon jetzt vor der Ernüchterung.

So stolz Russland auf „seine“ WM auch sein kann, sie ist unumstritten teuer. Stadien mussten um-, aus- oder gleich gar neugebaut werden. Eine komplette Infrastruktur, sowohl im Nah- und Fernverkehr, als auch im Tourismus und auf kommunalen Ebenen mussten geschaffen werden. Von einer grundlegenden Gesamtlogistik ganz zu schweigen. Das alles kostet Geld, viel Geld. Kritiker sagen, vermutlich zu recht, dass die Unsummen, die für dieses Fußball-Weltspektakel ausgegeben wurden und noch werden, anderweitig sinnvoller eingesetzt wären.

Der Rubel rollt, das ist unbestritten. Vorerst jedoch rollt der Rubel erst einmal unbarmherzig davon. Bis Ende des Jahres 2017 werden 634 Milliarden von den Rubeln ausgegeben sein, für das erste halbe Jahr 2018 sind weitere 44 Milliarden veranschlagt. Das sind als Bilanz stolze 678 Milliarden Rubel, die bis zum Anpfiff im Zeitraum von sechs Jahren alleine für die Weltmeisterschaft in Russland ausgegeben wurden. Legt man den durchschnittlichen Wechselkurs im Zeitraum von Anfang 2013 bis Ende 2017 zugrunde, ergeben sich Gesamtausgaben in Höhe von rund 13,2 Milliarden US-Dollar.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wird somit die teuerste WM aller Zeiten, soviel ist schon jetzt sicher. Zum Vergleich: Die Kosten für die letzte WM 2014 in Brasilien beliefen sich auf elf Milliarden US-Dollar, 2010 in Südafrika kam man mit vergleichsweise bescheidenen sechs Milliarden US-Dollar zurande. Sicherlich wird diese Weltmeisterschaft in Russland nicht die teuerste aller Zeiten bleiben. Bereits jetzt schätzt man die Kosten für das darauffolgende Spektakel in Katar im Jahr 2022 auf astronomische zweihundert Milliarden US-Dollar. Wer hat, der hat.

Wirtschaftlichkeit und Prestige liegen im argen Clinch

Spätestens ab hier stellt sich die Frage nach der Refinanzierung solcher Unsummen. Lässt sich dieses ausgegebene Geld jemals wieder einnehmen, möglicherweise sogar mit Gewinn? Mit dieser Gretchenfrage beschäftigen sich Wirtschaftswissenschaftler weltweit bereits seit langem. Ein Gewinner steht definitiv schon jetzt fest. Der Welt-Fußballverband FIFA gehörte traditionsgemäß immer zu denjenigen, deren Taschen nach solch einer Veranstaltung prall gefüllt waren.

Die Rechnung ist einfach: Sämtliche Einnahmen aus sämtlichen Übertragungsrechten, auch der während der Qualifikationen, und der Vermarktung des Turniers fließen auf die Konten der FIFA, während der Veranstalter die Gesamtkosten zu tragen hat. Der Vier-Jahreszyklus der WM 2014 spielte dem Verband einen Nettogewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar in die Kasse. Beim Ausrichter Brasilien stand am Ende die graue Null. „Selbst wenn es einen bescheidenen Gewinn gibt, rechtfertigt der den Preis des Turniers nicht“, sagte der US-amerikanische Wirtschaftsprofessor Victor Matson aus Massachusetts 2014 mehr als deutlich gegenüber dem Sender CBC News.

Stanislaw Muraschow, der Makroanalytiker bei der Raiffeisenbank Russland, sieht ebenfalls ein Verlustprojekt auf sein Land zukommen. Möglicherweise habe der Geldfluss einen einmaligen positiven Effekt auf die russische Wirtschaft, aber auf lange Sicht werde sich die WM negativ auswirken, befürchtet er: „Russland wird mehr Geld für die Weltmeisterschaft ausgeben, als es durch sie einnimmt.“

Die verantwortlichen Behörden halten sich wohlweislich bedeckt. Schwer zu bewerten sei der langfristige wirtschaftliche Effekt, redete sich Alexej Sorokin, der Leiter des Organisationskomitees „Russland-2018“, 2015 einmal galant aus der Affäre. Das Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung gibt in seiner sozioökonomischen Prognose für den Zeitraum 2018 bis 2020 keine Schätzungen zu den Auswirkungen der WM auf die Wirtschaft ab und der Pressedienst des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung reagiert auf Anfragen gleich überhaupt nicht.

Und selbst der kurzfristige Effekt, sofern es einen geben sollte, sei meist gering, erläutert der Experte der Forschungs- und Prognoseagentur ACRA, Dmitri Kulikow. Die Zunahme der Arbeitsplätze und der Ausbau des Dienstleistungssektors in Verbindung mit dem Tourismus seien vorübergehende Effekte, die schon unmittelbar nach dem Ende des Turniers nichts mehr bringen, sagt er. „Es kann einen positiven Impuls für die Verbesserung der Arbeitseffizienz im Dienstleistungssektor geben, beispielsweise im Hotelgewerbe oder in der Gastronomie“, erklärt der Experte, weiß aber, dass die Geschäftstüchtigkeit an den Spielorten zwar zunehme, dies aber oft nur auf eine vorübergehende Umverteilung der Ressourcen aus anderen Städten oder Tätigkeitsbereichen zurückzuführen sei.

Der positive Effekt ist nicht von langer Dauer

Das heißt, auf längere Sicht bringt die WM dem Land fast nichts. Eher kann sie das Gegenteil bewirken, warnen Ökonomen. Beispielsweise werden gewöhnliche Touristen, die nicht an dem Spektakel interessiert sind, diese Zeit meiden und entweder ganz stornieren oder auf andere Reisezeiten ausweichen, da Flughäfen und Hotels überfüllt sein werden und die Preise anziehen. Die Rating-Agentur Swiss Appraisal rechnet mit 3,35 Millionen Menschen, die die Fußball-Weltmeisterschaft besuchen werden, davon 1,5 Millionen aus dem Ausland. Zum Vergleich, nach Brasilien reisten 2014 rund eine Million Menschen, vier Jahre vorher nach Südafrika waren es sogar nur 310.000.

Zudem könne der Kontext der Sanktionen den Anteil der ausländischen Fans erheblich reduzieren, sagt Natalja Orlowa, die Chefökonomin der Alfa Bank. „Nehmen wir an, dass zwei Millionen Menschen nach Russland kommen und jeder von ihnen eintausend Euro ausgeben wird, würde dies einen Zufluss von 140 Milliarden Rubel bedeuten. Vermutlich aber noch weniger – maximal hundert Milliarden Rubel“, spekuliert Analytiker Muraschow. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass ein solcher Event Anreiz für für die Konsumfreudigkeit der Einheimischen ist. Wenngleich schwer einzuschätzen, sei der kollektive Enthusiasmus aber ein bedeutender Effekt, sagt Kulikow.

Svantier Almers und Wolfgang Mannig, Ökonomen von der Universität Hamburg, wiesen nach, dass die besondere Atmosphäre während der Fußballweltmeisterschaft die Bürger glücklicher und inspirierter mache und sie ein Gefühl des Stolzes hätten., Die wiederum erhöhe ihre Bereitschaft, Geld auszugeben. Die Analystin von Euromonitor, Dafna Kasriel-Alexander, identifiziert mehrere Bereiche des Verbrauchermarktes, deren Einnahmen bei großen Sportturnieren steigen: Alkoholische und alkoholfreie Getränke, Fastfood und andere Speisen zum Mitnehmen, Snacks, Frischfleisch sowie Bildträger mit dem Gastland und Souvenirs.

„Für viele Konsumenten bedeutet die WM eine vorübergehende Veränderung ihrer üblichen Lebens- und Konsumgewohnheiten“, stellt sie fest. „Das wird für den ganzen Monat zum bestimmenden Faktor auf dem Verbrauchermarkt – die Fans besetzen Bars, kaufen in den Geschäften Bier und Fleisch, organisieren Hauspartys, der Verkauf von Energie- und Proteinprodukten wächst, um die Folgen der Vergiftung am nächsten Tag zu überwinden“, erklärt die Expertin. In der Regel gleiche sich das allerdings in den Monaten danach wieder aus, weiß Orlowa aus Erfahrung, „dann wird gespart“.

Das US-amerikanische Unternehmen MyThings hat zusammen mit Forbes noch einen weiteren Aspekt der Kaufkraft herausgefunden. Bei der letzten WM wurde eine Analyse durchgeführt, welche des Verhalten der Online-Käufer in Ländern, deren Teams an dem Turnier teilnahmen, ermitteln sollte. Der Studie zufolge wurde ein steiler Anstieg bei Online-Käufen registriert, wenn die Mannschaft gewonnen hatte. Umgekehrt reduzierten Einwohner der Länder, deren Team verlor, die Kaufaktivität im Vergleich zu gewöhnlichen Tagen. Da die russische Sbornaja mindestens drei Spiele bestreiten wird, könnten sich diese Ergebnisse durchaus auf den Einzelhandelsumsatz auswirken.

Infrastruktur lohnt sich nur, wenn sie weiter genutzt wird

Ähnlich signifikant wie schon zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wirken sich laut dem Direktor für die wissenschaftliche Arbeit des Gaidar-Instituts, Sergej Drobyschewski die Investitionen in die Infrastruktur zu der Fußball-Weltmeisterschaft aus. Hier sei der positive Effekt auf das BIP bereits vor dem Wettbewerb festzustellen. „Nach den Erfahrungen der Olympischen Spiele in Sotschi kann man sagen, dass der Einfluss des Schaffens der Infrastruktur auf die Dynamik der allgemeinen Investitionen etwa sechs Monate vor dem Ereignis endet“, bestätigt auch Natalja Orlowa.

Insbesondere die Investitionen im Bereich „Kultur, Sport, Freizeit und Unterhaltung“ stiegen von Januar bis September 2017 um 29,6% auf 121 Milliarden Rubel, rund 1,85 Milliarden Euro, verglichen mit dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr, wie die Zahlen der Statistikbehörde der Russischen Föderation Rosstat belegen. Es sei jedoch schwierig, so Drobyschewski, über den Sinn von Stadien zu sprechen, die eigens für diese Weltmeisterschaft gebaut werden. „In Städten wie Rostow am Don, Wolgograd, Moskau und St. Petersburg werden die Stadien aktiv genutzt, und sollten sie sich nicht auszahlen, so bleibt immer noch die verbesserte Infrastruktur. In Städten, in denen sie keine Verwendung finden, stellen sie eine zusätzliche Belastung dar und man wird versuchen, sie abzustoßen, glaubt Drobyschewski.

„Es ist klar, dass die für die Veranstaltung gebaute Infrastruktur nur dann einen positiven Effekt auf das langfristige Wachstum haben kann, wenn sie in der Zukunft auch genutzt wird. Deshalb sollten die größten Hoffnungen in die Verkehrsinfrastruktur gesetzt werden. Straßen, Zuwege, Flughäfen, Fahrzeuge, die für den Wettbewerb gebaut oder gekauft werden, können die Kosten der Unternehmen in der Wettbewerbsregion über Jahrzehnte reduzieren und die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen“, blickt Dmitri Kulikow nach vorn.

Für die sechs Jahre des staatlichen Programms zur Fußballweltmeisterschaft 2018 wurden Kapitalinvestitionen in Höhe von 678 Milliarden Rubel, rund 10,4 Milliarden Euro veranschlagt, von denen im Jahr 2018 nur 44 Milliarden Rubel benötigt werden, dieser Betrag sei unbedeutend, betont Muraschow. Die Investitionen des Energiegiganten Gazprom, nur zum Vergleich, belaufen sich auf drei Billionen Rubel, erklärt der Experte. Etwa die gleiche Menge werde in den konsolidierten Staatshaushalt investiert. „Das Resultat, das auf Investitionen zurückzuführen ist, hat sich allerdings bereits niedergeschlagen“, so Muraschow.

Ein bisschen Hoffnung auf eine Refinanzierung dürfe man schon haben, will er damit sagen. Allerdings warnt er auch unmissverständlich davor, sich allzu große wirtschaftliche Hoffnungen zu machen – die Fußballweltmeisterschaft ist eben doch nur ein Prestigeobjekt.

[mb/russland.NEWS]

 

 




Das Stehaufmännchen Mutko

Russlands Vize-Premier, Ex-Sportminister, Präsident des Russischen Fußballverbandes und WM-Cheforganisator in Personalunion, Witali Mutko, ist zur Zeit gehörig ins Gerede gekommen. Im Zuge des Olympia-Ausschlusses Russlands musste auch er seinen Hut nehmen, Mutko wurde auf Lebzeiten für die Olympischen Spiele gesperrt. Als nächstes steht die Fußball-WM vor der Tür und der Geschasste werkelt munter weiter.

Ein dickes Fell hat er, das muss man ihm lassen. Die Vorwürfe scheinen an Witali Mutko abzuprallen, als würde man ihm sagen, er habe falsch geparkt. Dabei war ausgerechnet er es, der den russischen Sport, zumindest bei den Olympischen Spielen, so richtig in den Dreck gefahren hat. Bis zuletzt hat er die Vorwürfe des organisierten Dopings geleugnet wie kein Zweiter. „Es hat nie und wird niemals ein staatlich gelenktes Dopingsystem in Russland geben. Das brauchen wir hier nicht. Diese ständigen Vorwürfe und Spekulationen zielen nur darauf ab, unser Land zu diskreditieren “, polterte er. Mit seinem Beharren hatte er sich bis zuletzt weit aus dem Fenster gelehnt – und ist nun hinausgefallen. Die Beweise gegen den Ex-Sportminister waren offenbar erdrückend.

Man stelle sich einen ähnlichen Fall beispielsweise in Deutschland vor. So schnell könnte der Beschuldigte nicht einmal schauen, schon wäre er sämtlicher Ämter enthoben und hätte seine Glaubwürdigkeit in allen Belangen ein für alle Mal verspielt. Mutko scheint das einfach so hingenommen zu haben. Ein Kommentar in der russischen Sportzeitung Sovspor bringt es auf den Punkt: „Ich verstehe nicht, warum der Vize-Premier Witaly Mutko, den das IOC auf Lebenszeit disqualifizierte, fast 24 Stunden nach dem Urteil gegen Russland still war. Ist das nicht ein Schlag gegen den geschäftlichen Ruf einer Person, die den russischen Sport auf höchstem Niveau repräsentiert, die Sotschi vorbereitet hat und heute die WM vorbereitet?“

Mutko bastelt munter, als wäre nicht geschehen, am nächsten Prestigeobjekt Russlands, der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Von Misskredit keine Spur. Und das, obwohl es nicht das erste Mal war, dass Witali Mutko sein Ansehen verspielt hatte.

Kein unbeschriebenes Blatt

Noch heute wirft man ihm vor, dass er in den Jahren nach 1995 sein Amt als Vize-Bürgermeister von St. Petersburg dafür genutzt hätte, um Sponsorendeals einzufädeln und dadurch den örtlichen Fußballverein Zenit soweit zu sanieren, dass der Klub in der Russischen Premier-Liga überlebensfähig wurde. Bereits damals wurde Mutko Korruption vorgeworfen. Als er 2001 zum Chef der Premjer-Liga bestimmt wurde, gelang ihm wie durch Zauberhand das Sponsoring mit dem Energieriesen Gazprom. Der Petersburger Klüngel, zu dem auch Gazprom-Chef Alexej Miller gehört, wollte aus Zenit auf die Schnelle einen europäischen Superklub modellieren.

Ebenfalls wie durch ein Wunder wurde Mutko 2005 Präsident der Russischen Fußballverbandes. Im Jahr 2008 erklomm Witali Mutko schließlich endgültig seinen sportlichen Olymp, er wurde Russischer Sportminister. Es war die Zeit, in der er die Olympischen Winterspiele 2014 nach Sotschi holen konnte und die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in trockene Tücher brachte. Und jetzt dieser olympische Skandal um ihn. Auch wenn dieser an ihm abzuperlen scheint, die WM ist noch nicht gespielt, und schon steht der nächste Whistleblower auf der Fußmatte. Grigori Rodtschenkow, ehemals Leiter des russischen Anti-Doping-Zentrums, das 2015 von der WADA aufgelöst wurde, belastet Witali Mutko auch beim Fußball.

Hier allerdings erhob das russische WM-Organisationskomitee seine Stimme und ließ sofort mitteilen: „Die Entscheidung des IOC hat keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen für die Fifa Fußball-Weltmeisterschaft 2018, da Russland und sein lokales Organisationskomitee gemeinsam mit der Fifa ihre Arbeit fortsetzen, um die bestmögliche Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen.“ Es wäre mehr Fatal denn Ironie des Schicksals, würde das Turnier am Ende ebenfalls negativ von einem Doping-Skandal überschattet sein. Diesmal steht allerdings, anders als bei den Olympischen Spielen, die gesamte FIFA-Exekutive lautstark hinter dem Veranstalter. Im Fußballsport sei Doping ohnehin nicht möglich, heißt es geschlossen aus den Reihen der FIFA.

Jedoch seien 34 Doping-Verdachtsfälle auch beim Fußball-Weltverband aktenkundig. So soll beispielsweise der gesamte WM-Kader von 2014 davon betroffen sein. Noch dominiert der Galgenhumor: „Wenn wir unter Doping so spielen, dann stellen Sie sich vor, wie wir ohne spielen würden“, unkte Mutko erst vor kurzem. Witali Mutko, so kennt man ihn spätestens jetzt seit seinem Hinauswurf aus der Olympia-Familie, geht das, gelinde gesagt, sonst wo vorbei. Für ihn sind die Vorwürfe eine Dummheit. Rückendeckung bekommt er diesmal auch von der FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, die einräumt, dass man bei der vorliegenden Informationslage nicht von einem weit verbreitetem Doping im russischen Fußball sprechen könne.

Dass Russland die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr entzogen wird, ist ohnehin nicht vorstellbar. Schlimmstenfalls würde der Artikel 28 des FIFA-Disziplinarcodes in Kraft treten, der den sportlichen Ausschluss eines Mitgliedslandes möglich machen kann. Ebenso könnte der WM-Chef Mutko seiner organisatorischen Pflichten entbunden werden, soviel ist denkbar. Dann würde sich der Vize-Premier wahrscheinlich wieder schütteln wie ein nasser Hund und, als wäre nichts geschehen, das nächste Projekt in Angriff nehmen. Denn wieder aufgestanden ist er noch immer.

[mb/russland.NEWS]