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Kategorie: Boxen - russland.NEWS - russland.TV

Klitschkos endgültiges K.o.

[von Michael Barth] Eine Ära ist zu Ende. Wladimir Klitschko dürfte nach seinem gestrigen Kampf gegen den Engländer Anthony Joshua endgültig Geschichte sein. In der elften Runde hatte der Ringrichter ein Nachsehen mit dem Ukrainer und brach den Kampf nach einem Stakkato an Treffern ab.

Er hat schon seit längerem fast alles seiner einstigen Größe eingebüßt, der inzwischen 41-jährige Ukrainer Wladimir Klitschko, der in seiner Karriere sämtliche Gürtel gewonnen hat, die man nur gewinnen konnte. Von vielen wegen seines Boxstils geschasst, von den anderen wegen seiner Popularität geliebt. In seinem 69. Kampf hat er es allen noch einmal bewiesen, warum er dennoch zu den Größten Boxern der Geschichte gezählt werden muss. Als er 2015 nach seiner letzten Niederlage gegen Tyson Fury wie ein geprügelter Hund im Ring stand, dominierte bei den meisten die Schadenfreude auf den Abgesang einer Werbe-Ikone.

Beworben hat er schon viel. Von der Schokoschnitte bis zu dem übergeschnappten ukrainischen Präsidenten Poroschenko, der gerade ihre beider Ukraine ruiniert. Nun konnte er noch einmal Werbung für sich selbst machen. 90.000 Zuschauer erlebten bei der Open-Air-Veranstaltung im Londoner Wembley-Stadion eine Gala zweier sich ebenbürtiger Boxer – einen Kampf, bei dem man nur mit der Zunge schnalzen konnte. Und einen Kampf der Superlative: Es war mit die größte Box-Kulisse der Nachkriegszeit, es wurden für 30 Millionen Euro die meisten Pay-per-View-Einschaltquoten in England verkauft und es war einer der höchstklassigen Box-Fights auf der Insel.

Man kann Wladimir Klitschko nachsagen, dass er nach seiner letzten Niederlage nicht wusste, wann es Zeit ist aufzuhören. Selbst bei den Buchmachern stand die Quote gegen ihn. Für ihn selbst jedoch schien es eine Art Comeback werden zu sollen. Ungewohnt wendig eröffnete der Ukrainer, der sich sonst immer alle seine Gegner mit seinen langen Armen vom Leib hielt, den Kampf um den Schwergewichtstitel. Vielleicht auch etwas zu wendig für einen 41-Jährigen, denn Anthony Joshua mit seinen jungen 27 Jahren ließ sich auf sein Spiel ein und gab ihm Konter. In der fünften Runde geht Klitschko das erste Mal zu Boden, blutet über dem Auge. Den Ringrichter lässt er nicht auszählen, sondern geht zum Angriff über. Joschua taumelt kurz vor dem K.o. stehend durch den Ring.

Volles Haus, volle Action

Das Publikum kommt schon jetzt voll auf seine Kosten. In der nächsten Runde geht der Engländer zu Boden und muss sich anzählen lassen. Der Aufschlag des Handschuhs dürfte noch im Oberrang zu hören gewesen sein. Die siebte Runde lassen beide Kontrahenten etwas geruhsamer angehen. Für Anthony Jushua ist es das erste Mal in seiner Karriere, dass er danach in die Achte muss. Bisher war für ihn immer hier schon Schluss und der Gegner besiegt. Die geht wieder deutlich an den Ukrainer. Es beginnt das alte Spiel des Distanzhaltens. Beide gehen nun deutlich langsamer zu Werke, der Kampf kostet Kraft. Inzwischen ist es ein Kampf auf Augenhöhe, das Publikum honoriert es, obwohl die wenigsten Anwesenden ausgewiesene Klitschko-Fans sind. Das altehrwürdige Wembley gleicht längst einem Hexenkessel.

Was kann man da noch draufsetzen? Zum Beispiel, wenn man wie Jushua in der elften Runde wie vom Katapult gelassen auf seinen Gegner losstürmt, auf ihn eindrischt als gäbe es kein Morgen mehr und eine Boxlegende aussehen lässt wie einen nassen Sandsack. Zwei Chancen gab der Ringrichter Klitschko noch und zählte ihn an. Beim dritten Mal blieb ihm nichts anderes mehr übrig, als den Kampf endgültig abzubrechen. Damit setzte er den vermeintlich endgültigen Endpunkt der Ära Klitschko. Die Ringsprecher-Legende Michael Buffer verkündete um exakt 23:53 Mitteleuropäischer Zeit das amtliche Urteil: Neuer und alter Weltmeister im Schwergewichtsboxen ist Anthony Jushua!

Nun sollte Wladimir Klitschko endgültig an einen Abgang vom aktiven Boxgeschen denken und sich und seiner schwindenden Fangemeinde eingestehen, dass seine Zeit vorüber ist. Artig bedankte er sich sichtlich gezeichnet bei seinem Publikum. „Ihr wart großartig, ich liebe euch“, waren seine vielleicht letzten Worte aus dem Ring. Seinem Gegner konnte er anschließend nur noch Respekt zollen. Die Engländer begleiteten ihn auf seinem letzten Weg von der Boxbühne mit Standing Ovations. Ja, die hat er sich verdient, Wladimir Klitschko, der einst ganz Große, zelebrierte einen würdigen Abgang seiner selbst nach einem epischen Kampf. Panem et circenses – Brot und Spiele.

Wie es nun mit dem deklassierten Idol weitergeht, weiß er selbst noch nicht. „Geben Sie mir ein paar Tage oder Wochen Zeit“, bat sich der Verlierer gegenüber den Medien aus. Er möchte den Kampf erst in aller Ruhe analysieren, wiegelte er ab. Es ist ungewiss, ob sich Klitschko nun einfach so zur Ruhe setzen kann oder ob ihm nicht noch laufende Verträge einen Strich durch die Rechnung machen. Vertraglich ist er an einen Rückkampf gebunden und auch beim Fernsehsender RTL steht er noch für drei Kämpfe in der Pflicht. „Wenn er einen Rückkampf will, bin ich definitiv bereit dafür“, sagte Joshua anschließend. Ob sich Wladimir, der endgültig Entthronte, Klitschko darauf einlassen sollte, sei dahingestellt. Eigentlich kann er nur noch mehr verlieren als eben nur einen Boxkampf.

[Michael Barth/russland.NEWS]




Gibt es ein Leben nach den Klitschkos?

Es scheint, als neigte sich eine Ära ihrem Ende entgegen. Gestern Abend wurde in Düsseldorf der Mythos Klitschko endgültig demontiert. Ähnlich den Lenin-Statuen nach dem Zerfall der Sowjetunion. Vorbei ist der einstige Ruhm und Glanz einer ehemaligen Dynastie. Spätestens seit gestern ist der Name Klitschko auf der großen Bühne nurmehr Geschichte.

Wir hätten uns schon noch ganz andere Überschriften einfallen lassen können. „Batman watscht den Steelhammer ab“, zum Beispiel oder „Klitschko findet in Fledermaus seinen Meister“. Nichts von alldem schien uns angemessen, für diesen unerwarteten, ja gar tragischen Augenblick der Demontage eines Denkmals. Elf Jahre war es Wladimir Klitschko gewohnt, seine Titel als Gürtel um den Bauch zu tragen. Davon die letzten neun am Stück. Es hatte mitunter schon einen etwas langweiligen Charakter.

Samstag Abend zur besten Sendezeit, wir erinnern uns, ein Schwergewichts-Boxkampf stand an, der Sieger stand schon fest. Klitschko, wer sonst? So ging das Jahr für Jahr. Für einen Journalisten sind solche Stereotypen unbezahlbar. Der Text stand, bevor der Kampf zu ende war. Und jetzt ist auf einmal alles ganz anders. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Der Klitschko, abgewatscht, verprügelt, gedemütigt – auweia…

Ein Idol ist dahin und die heile Welt im Eimer

Abgesehen von einer handvoll Engländer waren 40.000 vermeintlich Schöne, mehr oder weniger Reiche und deren Fußvolk auf den billigen Plätzen, schockiert. Fassungslos vernahmen sie das Ergebnis der Ringrichter, dass der Brite Tyson Fury tatsächlich eine heile Welt in ihnen zerstört hat. Ein Idol, eine Identifikation hat ihnen dieser dahergelaufene Rotzlöffel genommen. Zugegeben, man war soweit darauf konditioniert, dass Klitschko spätestens um die fünfte Runde herum seinen Gegner aus den Latschen haut. Gestern jedoch kam alles ganz anders.

Selbst die englische Presse zweifelte zunächst an ihrem Landsmann, so ließen es die hiesigen Medien verlauten. Wobei ein „Lucky Punch“ jedoch immer möglich sei. Gestern Abend war es jedoch mehr als nur der glückliche Schlag, der den Weltmeister entthronte. Während Rod Stewart noch den Ring bespielt und sich die britische Fachwelt einig ist, dass der Titel endlich wieder nach Großbritannien müsse, weiß die physische Untersuchung auch, dass Fury acht Zentimeter größer ist als Klitschko ist und seine Arme gleich zehn Zentimeter länger sind.

Das dürfte dem bisherigen Abonnements-Weltmeister letztlich auch zum Verhängnis geworden sein. Eigentlich war Klitschko immer derjenige, der seine Herausforderer durch seine Größe bis zum endgültigen Knockout auf Distanz gehalten hatte. Gestern hingegen kam er ziemlich ins straucheln. Schon in der zweiten Runde bekam der Ukrainer eine vor den Latz. Dabei hampelte Fury ziemlich respektlos vor dem Box-Monument herum. Er gab seinem Gegner von Anfang an keine Chance, ihn einzuordnen.

Unkonventionell, frech, aber effektiv

Unkonventionell, so möchte man den Boxstil des Engländers bezeichnen. In der fünften Runde rann bereits Blut über Klitschkos Gesicht. Therapieren wollte der Champ den durchgeknallten Briten, der gerade mit ihm macht was er will. Er demütigt ihn gar, nimmt mitten im Kampf seine Hände auf den Rücken. Fury kontrollierte den Kampf! In der neunten Runde hagelte es es nochmal eine kräftige Watsch’n für Klitschko. Das traditionelle sonntägliche Kirchweih-Boxen ist lahm dagegen.

Der noch amtierende Weltmeister triefte nun auch über dem anderen Auge vor Blut. In der zwölften, der letzten, Runde hätte es Tyson Fury sogar fast noch geschafft, den endgültigen K.O. zu setzen, aber das Ergebnis war klar. Die britischen Journalisten sangen und grölten schon während der Urteilsverkündung auf ihren Presseplätzen. „Du bist ein großer Champion. Vielen Dank, dass ich gegen dich kämpfen durfte. Ich wollte dir zeigen, was ich kann“, bedankte sich der neue Weltmeister noch höflich beim alten, ganz Gentleman eben.

Der entthronte Klitschko hofft nun auf sein Management, eine Revanche durchzusetzen. Sein Bruder Witali sagte dazu trotzig: „Er wird nach der Niederlage stärker zurückkommen, wie nach jeder Pleite zuvor auch“. Das hört sich aus dem Mund eines umstrittenen Bürgermeisters nicht sehr vielsagend an. In der Politik ist der ältere Bruder eh nur so etwas wie eine Kerze im Wind. Der Boxsport wird sich jedoch, genauso wie die Politik in der Ukraine, neu sortieren müssen.

[mb/russland.RU]




Batman bescheinigt Klitschko Charisma einer Unterhose

London – Boxen ist ein hässlicher Sport, sind wir ehrlich. Da stehen sich vor einer grölenden Menschenmasse zwei halbnackte Männer gegenüber, deren einziges Ansinnen darauf hinausläuft sich gegenseitig fürchterlich weh zu tun. Und dennoch haben wir unser Herz daran verloren. Nein, nicht wegen dem Wehtun, sondern wegen des Unterhaltungswerts im Vor- und Umfeld eines solchen Boxkampfes.

Erst jüngst sahen wir uns wieder eindrucksvoll bestätigt bei der Pressekonferenz zu einer ebensolchen Schlacht der Fäuste am 24. Oktober dieses Jahres in Düsseldorf. Da will einer, der Wladimir Klitschko, seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht verteidigen. Ein anderer, der heißt Tyson Fury, will ihm den Titel allerdings wegnehmen. Um das Ganze zu unterstreichen, hat sich der britische Lokalmatador etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Aufmerksamkeit der anwesenden Pressevertreter war ihm gewiss.

Klitschko, als 64-maliger Sieger in 67 Profikämpfen, ist ja schon einiges gewohnt. Er, stets um ein gepflegtes Auftreten bemüht, wurde schon von seinem Boxkollegen Shannon Briggs privat gestalkt und musste bei so manchem Ballyhoo im Vorfeld eines Kampfes markige bis sinnfreie Sprüche seiner Gegner über sich ergehen lassen. Aber so einen Auftritt eines Herausforderers dürfte er auch noch nicht erlebt haben. Denn plötzlich stand da ein zwei Meter großer Batman vor dem Ukrainer. Ja, Sie haben richtig gelesen, es war tatsächlich Batman, der plötzlich über den 39-Jährigen vom Leder ließ was das Zeug hielt.

„Wladimir, du hast das Charisma einer Unterhose“, wetterte Batman zum Erguss aller Journalisten im Raum. Und dann meinte der Held aus Gotham City: „Es ist meine persönliche Mission, das Boxen von so einer langweiligen Person, wie du es bist, zu befreien. Wenn ich dir zuhöre, schlafe ich ein“. Und Batman, alias Fury, war noch nicht fertig: „Du bist langweilig“, tobte der Engländer durch den Saal, „Und ganz Europa wartet nur darauf, dass du verlierst!“.

Und dann zog Tyson Fury seinen letzten Trumpf aus dem Ärmel. „Ich bin nicht interessiert an deinen Titeln“, und wischte des Weltmeisters Gürtel seiner Titel vom Tisch, „Ich will dich nur besiegen“. Kurze Zeit später saß dann plötzlich ein adretter Gentleman von der Insel in kariertem Anzug hinter seinem Mikrofon und beantwortete höflich seine Presseanfragen. So etwas habe er noch nie erlebt, räumte Wladimir Klitschko ein, aber es habe ihn amüsiert. Zwar gilt Klitschko als unbezweifelter Favorit beim Kampf in Düsseldorf, jedoch dürfte nach 11 Jahren auch einmal seine Zeit gekommen zu sein, abzudanken. Vielleicht kann es ja Batman richten.

[mb/russland.RU]




Europaspiele: Skandal durch Ukrainer bei Boxen-Siegerehrung [Video aus YouTube]

Eigentlich sind Siegerehrungen bei großen Sportereignissen wie den aktuellen Europaspielen in Aserbaidschan Routine und selten Grund für Aufreger.

Manchmal aber auch doch, wie für viele Russen bei der Siegerehrung der Klasse bis 49 Kilogramm im Boxen, die ein russischer Sportler gewann. Dritter wurde ein Ukrainer und als die russische Hymne erklang und die Fahnen hoch gezogen wurden, zeigte dieser, Dimitry Samotajew mit Namen, recht deutlich seine Abneigung gegen Russland und seine Symbole. Unabhängig davon, ob man dafür angesichts der angespannten Lage zwischen den Staaten Verständnis haben will – sportlich ist das sicher nicht und bei umgekehrten Nationalitäten wäre es wohl schon in der Tagesschau gewesen.

https://www.youtube.com/watch?v=hgUdnsMeuXo




Achtjährige Speed-Boxerin [Video aus YouTube]

Auch zu Kampfsportarten zieht es manches russisches Mädel.

Wie die Achtjährige, die mit ihrem Box-Elan über dieses YouTube-Video zu einer Berühmtheit wurde und in wenigen Tagen an die 700.000 Zuschauer hatte. Also Ring frei für einen neuen YouTube-Hit aus Russland bei russland.TV

https://www.youtube.com/watch?v=7084E2xzSIk




Klitschko watscht die Kobra ab

Hamburg – Ein wenig sehr gespannt waren wir ja doch auf diesen 66. Kampf des amtierenden Schwergewichts-Weltmeisters im Boxen, Wladimir Klitschko. Sein letzter Auftritt im April dieses Jahres verkam ja eher zu einer Politveranstaltung seines Bruders Vitali, dem Bürgermeister von Kiew, der damals nicht ablassen konnte für den Euro-Maidan in der ukrainischen Hauptstadt zu werben. Was waren wir diesmal enttäuscht. Nichts dergleichen – einfach nur Boxen, wie langweilig.

„Dr. Eisenfaust vs. Die Kobra“, im richtigen Leben heißen sie Wladimir Klitschko und Kobrat Pulew. Was sich so geschmeidig liest wie ein guter alter Marvell-Comic war heute Abend in der Hamburger „O2 World“ Wirklichkeit. Leider hatten die Kontrahenten keine trashigen Phantasiekostüme an wie in den Heftchen, obwohl es gut zum Thema gepasst hätte. Lediglich zwei halbnackte Muskelmänner in viel zu großen Turnhosen standen sich im Ring gegenüber. Dafür kriegen die dann 1,4 Millionen US Dollar.

Ein Strohhalm, Pulew fühlt sich zu Großem berufen: „Ich bin viel schneller und ich bin schlau“, sieht er die Gunst auf seiner Seite. Kubrat Pulew (32) trainiert hinter einem Vorhang und will nicht gestört werden. „Das ist sehr wichtig für mein Training.“ Der „bulgarische Hengst“, wie er auch genannt wird, sieht sich als den perfekten Herausforderer, Zweifel kennt er nicht. Aber noch schaut er ja frisch aus der Wäsche. „Ich kann 24 Stunden boxen“, sagte der Bulgare noch vor dem Fight. Die Wetten sprechen für den Mann aus Sofia allerdings bei 7:1 gegen ihn.

Shannon Briggs wollte im Vorfeld auch mal wieder auf sich aufmerksam machen. Er will ja nach seinem verlorenen Kampf, damals noch gegen Vitali, die Revanche an den Brüdern. Jedoch, sie lassen ihn nicht. Von dem Bulgaren indes hält er wenig: „Letztes Jahr hatte er einen Kampf und insgesamt 23-mal verloren. Wie kann er da um den Titel kämpfen. Das wollen doch die Leute gar nicht sehen. Viel lieber würden sie Shannon the Cannon sehen, wenn er Klitschko besiegt.“ Die Kanone kämpfte dummerweise heute aber gar nicht.

Beste Unterhaltung

Über 150 Länder sind live vor dem Fernsehgerät dabei, wir auch. Im Vorprogramm der „Planet der Affen“, danach die Show der Muskelpakete – perfektes Entertainment! Sogar der übliche Bühnenzauber um den Ring ist hübsch anzuschauen. Seit neuestem digital! Eigentlich haben wir ja in der ersten Runde das generelle Abtasten erwartet, das sei den Kämpen ja auch zugestanden. Dass es aber gleich so wild zugeht, hätten wir nun auch nicht gedacht. Plötzlich windet sich die Kobra schon auf dem Boden. Und gleich noch mal. Es geht ganz schön aggressiv zu hier.

Anfangs der Zweiten haut man sich noch in die Nieren und auf den Buckel. Hier geht’s gleich wieder an den Kopf. Respekt an den Bulgaren, mitunter ist er schneller am Mann als Klitschko seinen langen Arme ausstrecken kann. In der Dritten hängt die Kobra allerdings schon wieder im Seil. Die Linke war’s. Pulew fängt sich jetzt ganz schön Prügel. Aber mutig ist er, das ist unbestritten. Dafür darf er dem Ukrainer ab und zu mal auf die Nase hauen. Es ist fast so was wie ein offener Schlagabtausch. Die Runde Fünf hätte sich zum Klammern eigentlich hervorragend geeignet – aber…

Plötzlich lag er flach auf dem Boden, der Pulew, die Kobra, der Hengst. Wieder die Linke. Statt eines Gnadenschusses wurde der Bulgare einfach ganz unspektakulär vom Ringrichter ausgezählt. Der gestrauchelte Held hat jetzt ein Riesenveilchen und Wladimir Klitschko einen Titel mehr. Alles in allem: Der Mann aus Sofia war tapfer, er hatte Mut und fiel in allen Ehren. Schließlich wird nicht jeder alle Tage von einem echten Klitschko niedergestreckt. Eigentlich könne er ja 24 Stunden lang boxen, wenn nicht, ja wenn – ach lassen wir das.

Und schließlich kamen wir ja doch noch in den Genuss von ein wenig Pathos. „Slawa Ukraina“, das konnte sich der Gewinner des Abends bei der Siegerehrung dann doch nicht mehr verkneifen. Dafür lief zu unserer unverholenen Freude dem Mann von RTL die Afterparty aus dem Ruder. Statt Stimmen zum Kampf musste er Danksagungen auf Bulgarisch und Ukrainisch an das ach wie tolle Publikum über sich ergehen lassen. Der arme Kerl trug es mit Fassung…

[mb/russland.RU]

 




Powetkin schlägt Takam k.o. [Video aus YouTube]

Der kleine YouTube-Channel Boxweek postete den entscheidenen Schlag, mit dem der russische Box-Star Alexander Powetkin vorgestern seinen Gegner Carlos Takam zu Boden beförderte.

Wir hoffen, der Channel hatte die Genehmigung des russischen Sender Sport1 zur „Online-Aufbereitung“. Auf jeden Fall wurde sie zu einem der meistgeschauten Videos des russischen YouTube. Hier eingebettet bei uns direkt vom Boxweek-Channel:

https://www.youtube.com/watch?v=DNYfCq1YYLs

Sollte der Link irgendwann nicht mehr gehen, hatte „Boxweek“ die Genehmigung doch nicht 🙂

Foto: Ralf Berger, Creative Commons




Deutsch-Russische Festtage 2014

Bald ist es wieder so weit. Die 8. Deutsch-Russischen Festtage 2014 laden am Pfingstwochenende, vom 06. bis 08. Juni, nach Berlin-Kalrshorst ein. In diesem Jahr bilden die Festtage den Auftakt zum Jahr der russischen Sprache und Literatur in Deutschland, das am 6. Juni, dem 215. Geburtstag von Alexander Puschkin, in Berlin offiziell eröffnet wird.

Unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Russischen Föderation Wladimir Grinin sowie des Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Bernhard Kaster, folgt das Kulturfest der Leitidee „Begegnung zweier Nationen“ und bietet ein vielfältiges, familienfreundliches Programm aus Bereichen wie Kultur, Sport, Bildung, Jugend und Tourismus.

Musikalisch sorgen die drei Tage bekannte Künstler und Bands für ein Potpourri aus deutscher und russischer Musik, Artistik und Tanz. Höhepunkt am Freitag sind die Konzerte der bekannten Rockgruppe PANKOW und von Peter Schilling sowie das anschließende Höhenfeuerwerk. Der Samstag steht im Zeichen der Russischen Rocknacht. Die Bands „MIRMIX Orchesta“, „Prob-Ka“ und Pavel Gaida & „SONGA Band“ starten als Gewinner des internationalen Online-Wettbewerbs „Russischer Bandcontest“, gefolgt von „Orgija pravednikov“. Die bekannte russische Rockband „Posle 11“ schließt den Abend mit ihren tiefgehenden, lyrischen Texten und einzigartigen mehrstimmigen Gesangsstafetten ab.

Doch die Festtage haben noch viel mehr zu bieten: Lesungen mit deutschen und russischen Autoren und Theatervorführungen im Literaturzelt, die „Bücher-Stadt Moskau“, das Eddie-Rosner Jazzfestival, die Jugendfestivals „Neuer Wind“ und „Kulturbrücke“ oder das Freilichtkino mit dem kurzweiligen Episodenfilm „Die Erzählungen“ von Michail Segal, der von der Russischen Filmwoche in Berlin am Samstag um 22:00 Uhr gezeigt wird.

Auch für Sportbegeisterte präsentieren die Festtage ein reiches Angebot, das von Boxen über Fußball bis hin zu Schach reicht und unter dem Motto „eFAIR, beFIT – Integration durch SPORT – SPORT für BERLIN“ steht. So können bei dem Fußball-Integrationsturnier Mädchen und Jungs zwischen 6 und 13 Jahren um GAZPROM-Pokale spielen. Ein weiteres sportliches Highlight der Festtage ist der GAZPROM Energy Cube, ein multimedialer Eventwürfel, der bereits an vielen Spielorten während der UEFA Champions League Saison 2013/2014 Station gemacht und Fans in ganz Europa begeistert hat. Auch Box Fans kommen auf ihre Kosten, denn am Samstag und Sonntag zeigen junge Boxer aus Moskau, Kaliningrad und Berlin ihr Können unter freiem Himmel. Weiterhin laden der Berliner Schachverband und der SV Empor Berlin zum Schach für Jedermann, vom Anfänger über Fortgeschrittene bis zum echten Profi ein.

Weitere Informationen rund um die Festtage sowie das Programm finden Sie hier.




Boxen als Polit-Show: „KlitschK.O. – Die Mission“

Oberhausen – Es war die Gelegenheit für die Klitschko-Brüder, wieder auf großer Bühne für ihre Ukraine zu werben. Was Vitali auf dem Maidan in Kiew versuchte, wollte nun sein jüngerer Bruder Wladimir im Boxring fortsetzen. Letztendlich hatten sie in der Oberhausener Halle mehr Erfolg als in der Kiewer Politik. Und Russland sah schon mal aus Trotz nicht zu.

Wir werden einen Kampf sehen, der „Äktschän“ hat, so die Eigenwerbung. Die erste „Äktschän“ gab es vorab gleich schon mal beim Wiegen und der Pressekonferenz in Düsseldorf von Ex-Weltmeister Shannon Briggs, der schon einmal das Vergnügen mit dem älteren der beiden Brüder, Vitali Klitschko hatte. Das ist – genau, der mit den politischen Ambitionen in der Ukraine. Briggs stürmte halbnackt in den Raum und schimpfte wie ein Rohrspatz über die zwei Ukrainer. Der Wladimir leistete derweil Amtshilfe für seinen Bruder und sprach seinem Volk ganz beiläufig Mut zu.

Mut – „Ich widme meinen Kampf all den tapferen Menschen auf dem Maidan!“ – musste sein Gegner an diesem Abend im Ring, der 34-Jährige Samoaner Alex Leapai, erst noch beweisen. „Wir kämpfen heute nicht nur für den Ring“, Der bullige Farbige aus Downunder sollte quasi die ganze Wucht des ukrainischen Volkes abkriegen. Die Scorpions trällerten derweil irgendwas von „habt euch alle lieb“. Die Klitschkos indes lieben die Menschen auf dem Maidan. Gut, dass sie es noch einmal angesprochen haben, man hätte es fast nicht bemerkt.

„Slawa Ukrajiny“ – Wenn Sport zur Politik wird

Die Firma Klitschko hatte in Oberhausen eine klare Rollenbelegung. Wladimir kämpfte den Maidan im Boxring, der Vitali inszenierte in Oberhausen seine Polit-Veranstaltung. „Ein Armageddon“ sei es gerade in der Ukraine, schwadronierte der Politiker. „Bei Boxen kriegst du blaues Auge, in Politik Kugel in Kopf!“ Gar nicht richtig trainieren hätte er können, der Bruder, der Wladimir, dessen Körper zwar in der Arena sei aber der Kopf in der Ukraine weilt. „Wir kämpfen heute Abend für eine unabhängige Ukraine“, haben wir das schon erwähnt? Und mit einem Mal herrschte andächtige Stille im Hexenkessel.

„Schtsche ne wmerla Ukrajiny i slawa, i wolja – Noch sind der Ukraine Ruhm und Freiheit nicht gestorben.“ Es hatte was von schwerem Pathos, als Vitali Klitschkos Frau Natalja im blau-gelben Kleid die blau-gelbe Bühne bestieg und zur blau-gelben Nationalhymne ansetzte. Besser hätte sich der Klitschko-Familienabend nicht inszenieren lassen können und so mancher wird sich wohl verstohlen ein Tränchen aus dem Augenwinkel gewischt haben. Ein Land und seine Hymne – ein Land und seine Klitschkos. „Ich kämpfe für mein Land“, spulte der Boxer danach wieder wie auf einer hängengebliebenen Schallplatte herunter. „Slawa Ukrajiny“, für die Klitschkos ist es mehr als nur eine Titelverteidigung.

Denn, und das hätten wir jetzt vor lauter Polit-Show fast vergessen, es wurde ja auch noch geboxt. Wenn auch nicht lange. „Die Ukraine kämpft für Freiheit, ich kämpfe für mein Land“, aber das hatten wir schon. Nachdem der Wladimir „Steelhammer“ dem „Pitbull“ aus Samoa fünf Runden lang die Popel aus der Nase geprügelt hat, schlugen schließlich 700 Kilogramm Wucht hinter der der Eisenfaust direkt in Leapais Gesicht ein. Zwischendrin hat sich der Herausforderer in etwa so viel bewegt wie ein Sandsack. Abgewatscht und sichtlich verbeult bedankte sich der Verlierer noch höflich mit einem „Alles Gute Ukraine…“ beim Publikum, das gleich wieder nahtlos ins Polit-Programm überging.

Die Bürde von 62 Titeln wiegen schwer nach dem Kampf und die Last der ukrainischen Landesfahne trägt ihr Übriges dazu bei. Gott sei Dank wurde Wladimir Klitschko schon bald erlöst, denn im deutschen Fernsehen lief direkt im Anschluss ein Special über seinen Bruder – Slawa Ukrajiny…

(mb/russland.RU)




Einfach lächerlich!!

Am 26. April wird der ukrainische Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, der Bruder des vom Westen unterstützten Maidankämpfers Vitali Klitschko,

in Oberhausen seinen Titel gegen den Australier Alex Lepai verteidigen – und kein russischer Fernsehsender will das herausragende Sportereignis übertragen.

EINFACH LÄCHERLICH!!!

Hatte man sich nicht über die westliche Politisierung des Sports in Sotschi zu Recht aufgeregt?

Wladimir Klitschko hatte im Oktober 2013 seinen WM-Titel in Moskau gegen den russischen Herausforderer Alexander Powetkin erfolgreich verteidigt und will nach seinen Aussagen nochmal 10 Jahre Box-Weltmeister bleiben. Klitschko ist seit April 2006 durchgehend Champion der Verbände IBF und IBO. Nur der legendäre Joe Louis, der zwischen 1937 und 1949 Schwergewichts-Weltmeister war, hat dies übertroffen.
hmw