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Kategorie: Eiskunstlauf - russland.NEWS - russland.TV

Eiskunstlauf: Evgenia Medvedeva in Bratislava [Fotogalerie]

Die weltweit aktuell erfolgreichste Eiskunstläuferin ist die Moskauerin Jewgenia Medwedjewa (auch: Evgenia Medvedeva).

Auch die am letzten Wochenende in der Slowakei ausgetragene Ondrej Nepela Trophy gewann sie mit sehr deutlichem Vorsprung vor der Japanerin Rika Hongo und ihrer Moskauer Mannschaftskameradin Elena Radionowa.

Vor Ort war unser Fotograf und Eiskunstlaufexperte Michail Scharow, weswegen wir heute einige besonders schöne Aufnahmen des Wettkampfs in einer kleinen Fotogalerie zeigen können. Wenn Ihr die Fotos anklickt, seht Ihr sie vollständig in größerer Auflösung. Aber nun genug Worte, bei Jenija sagt jedes Bild mehr als tausend davon.

Fotos: (c) 2017 Michail Scharow / russland.NEWS




Eiskunstlauf: Julia Lipnizkaja´s Karriereende [mit Video-Classics]

[von Roland Bathon] Sie war 2014 zur Zeit ihres Olympiasiegs im eigenen Land und mehrerer anderer internationaler Titelgewinne der Inbegriff einer russischen Eisprinzessin – danach lief es in ihrer Karriere jedoch nicht mehr so gut. Nun hat die erst 19jährige Eiskunstläuferin Julia Lipnitskaya das Ende ihrer Aktivenzeit verkündet – und ihr Umfeld diesen sogleich kommentiert.

Karriereende nach Leistungstief

An den letzten russischen Meisterschaften in Tscheljabinsk hatte Lipnizkaja bereits verletzungsbedingt nicht teil nehmen können. Spekulationen über ein Ende der Eislaufkarriere hatte das bei der erst 19jährigen aber dennoch nicht ausgelöst, sondern eher solche um den Wechsel in den Paarlauf, die sich jedoch schnell verliefen. Auch über psychische Probleme – in Folge der jungen Blitzkarriere ohne längeren Anschlusserfolg – wurde geschrieben, zuletzt war Julia laut der russischen Zeitung Kommersant wegen Magersucht in Behandlung. Dennoch traf die kürzliche Meldung über ihr frühes Karriereende die russische Eislaufwelt wie ein Donnerschlag.

Nachrufe mit viel Rührung

Ihre vormalige Trainerin Eteri Trubaridse lobte die noch junge Sportlerin. Sie habe mehr Erfolge gehabt, als mancher, der Jahrzehnte aktiv gewesen sei. So könne sie auch den Leistungssport früher verlassen sagte sie der Onlinezeitung Gazeta.ru. Die frühere Eiskunstlauf-Weltmeisterin Maria Butyrskaya kommentierte Julia´s Ausscheiden bei den Aktiven mit „Sie war ein kleiner Stern, der hell brannte, aber schnell erlosch“. Völlig unter ging im großen Presseecho über Lipnizkajas Eiskunstlauf-Aus die Unterbrechung der Karriere von Adelina Sotnikowa in der kommenden Saison. Den Einzelwettbewerb hatte 2014 zu Julia´s Karrierehoch, in Sotschi eigentlich sie gewonnen – doch vom Star-Appeal war ihr die schüchterne Eisprinzessin immer überlegen gewesen., mit der sie gemeinsam Team-Gold errang.

Spekulationen über den weiteren Weg

Wie es für Julia nun weiter geht, darüber gehen die Meinungen in der russischen Presse auseinander. Natürlich wird über eine spätere Karriere als Trainerin spekuliert, auch gelegentliche Auftritte bei Eisshows sind möglich – selbst in Zeiten ausbleibender Erfolge war Julia stets für die Russen einer ihrer Top-Stars. Vermisst werden wird sie vor allem wegen ihres menschlichen Elements, dem Ausdruck, der scheinbaren Zerbrechlichkeit, die vielleicht gar nicht scheinbar war. Ihr direktes Umfeld will sich an solchen Spekulationen nicht beteiligen – sie können genausogut Schauspielerin werden, war hier in der russischen Presse zu lesen.

Ein Aufstieg und Fall im Bild

Julia Lipnizkaja war bei russland.TV ein gern gesehener Gast in unserer Sportabteilung. Hier ein Beitrag aus der Zeit ihres kometenhaften Aufstiegs Anfang 2014. Ursprünglich stammt Julia übrigens aus Jekaterinburg und ist nach Moskau wegen des Sports gekommen

Und hier aus ihrer eher krisenhaften Zeit nach den großen Erfolgen 2016, als sie aufgrund der starken Konkurrenz im eigenen Land wieder mehr auf nationaler statt auf internationaler Ebene antreten musste. Bei ihrem einzigen international besetzten Auftritt in Moskau wurde sie nach zwei verletzungsbedingten Abbrüchen letzte – einer der vielen tragischen Momente, die ihre Fans zu Tränen rührte.

Unsere besten Wünsche begleiten Julia auf jeden Fall in die Zukunft!

(Foto: (c) Michail Scharow, russland.NEWS)




Eiskunstlauf: Die Vierfachsprung-Fee [Video]

Ein Amateurvideo mit einem spektakulären Sprung ging vor Kurzem durch die Eiskunstlaufwelt: Die 13jährige Anna Schtscherbakowa (auch Shcherbakova) aus Moskau überraschte mit einem Vierfach-Toeloop – Vierfachsprünge überhaupt sind bei Frauen ein Novum.

Sofort kochte die Gerüchteküche – das Mädchen Jahrgang 2004 hat schließlich die gleiche Trainerin wie die überragende amtierendeWeltmeisterin Jewgenia Medwedjewa – im Feld der starken russischen Juniorinnen fiel sie bereits durch ihr großes Talent auf. Ariana stellt das Mädchen vor, das von der russischen Presse nur noch Eisfee genannt wird und zeigt exklusive Aufnahmen von Turnieren und Trainings aus Russland – gefilmt von unserem dortigen Eiskunstlaufexperten Michail Scharow.




Eiskunstlauf-WM: Überfliegerin Medwedjewa rettet russische Bilanz

[Roland Bathon / Michail Scharow] Mit der Verteidigung ihres Weltmeisterinnentitels setzte die Moskauerin Jewgenia Medwedjewa aus russischer Sicht den Glanzpunkt bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Helsinki, die gestern zu Ende ging. Einen weiteren Erfolg gab es bei den Sportpaaren – ansonsten lief es für die sonst erfolgsverwöhnte russische Mannschaft nicht ganz nach Plan.

Sportpaar-Bronze für Tarassowa-Morosow aus Moskau

Bronze errang das Sportpaar Tarassowa-Morosow aus Moskau, das sich nur den Chinesen Wenjing-Cong und den Deutschen Massot-Savchenko geschlagen gegeben mussten – sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür. Bei den Herren und im Eistanz liefen die russischen Teilnehmer der Weltspitze hinterher – Michail Koljada aus Sankt Petersburg wurde bei den Männern als bester Russe achter, das Moskauer Tanzpaar Bobrowa-Solowjow fünfter. Die besten Eiskunstlauf-Herren kommen momentan aus Fernost: Die Japaner Hanyu und Uno belegten die beiden ersten Plätze vor dem Chinesen Boyang, danach folgte der etwas glücklose Europameister und Titelverteidiger Javier Fernandez auf Rang vier, dessen Kür nicht an das exzellente Kurzprogramm anschließen konnte.

Medwedjewa mit Weltrekord-Wertung

Nicht zu schlagen scheint jedoch die Moskauerin Jewgenia Medwedjewa zu sein – sie gewann nicht nur das Gesamtklassement sondern auch die Einzelwertungen in Kurzprogramm und Kür, jeweils vor den Kanadierinnen Ossmond und Daleman. Medwedjewas dabei erzielte 233,41 Wertungspunkte sind dabei gleich noch ein Weltrekord. Ob Anmut, Vielfalt oder Sprungkraft – so etwas wie Schwächen gibt es bei der Moskauerin nicht und wenn alles gut läuft kann sie auch im nächsten Jahr als Favoritin für das Siegertreppchen gelten.

Michal Scharow (russland.NEWS) und die Eiskunstläufeirn Maria Sozkowa

Die beiden Kanadierinnen hinter ihr waren die Überraschung des Wettkamps, für sie waren es die ersten WM-Medaillen überhaupt. Als Aspirantinnen für ihr Edelmetall galten im Vorfeld der WM auch die beiden weiteren Moskauerinnen Anna Pogorilaja und Maria Sozkowa. Nach dem Kurzprogramm noch knapp hinter der Spitze auf den Rängen 4 und 6 verpatzten jedoch beide ihre Kür und fielen beim Endstand auf 8 (Sozkowa) und 13 (Pogorilaja) zurück. Im starken Feld der russischen Damen werden sie zu kämpfen haben, sich auch im nächsten Jahr für die Startplätze zu internationalen Meisterschaften zu qualifizieren, denn mit ihnen kann die starke Konkurrenz aus Moskau und Sankt Petersburg – im Gegensatz zum Überflieger Medwedjewa – noch mithalten, etwa die letztjährige Vize-Europameisterin Elena Radionowa, die in diesem Jahr keine starke Saison hatte.

Weitere Ergebnisse russischer und deutschsprachiger Teilnehmer

Als weitere russische Teilnehmer landete das Sportpaar Stolbowa-Klimow auf Rang fünf, die Moskauer Eistänzer Stepanowa-Bukin auf Rang zehn. Der zweite russische Teilnehmer bei den Herren Maxim Kowtun wurde elfter. Aus dem deutschsprachigen Raum wurde bei den Herren der Deutsche Paul Fentz zwanzigster und der Schweizer Stepane Walker achtundzwanzigster, die Deutsche Nicole Schott wurde bei den Damen neunzehnte, die Österreicherin Kerstin Frank einunddreißigste. Bei den Paarwettbewerben waren die mitteleuropäischen Teilnehmer bis auf das Star-Paar Massot-Savchenko auf folgenden Plätzen zu finden: Haase-Segert (Sportpaare, Deutschland, Rang 19), Chtchetinina/Scherer (Sportpaare, Schweiz, Rang 28), Lorenz/Polizoakis (Eistanz, Deutschland, Rang 19).

Titelfoto

Jewgenia Medwedjewa, alte und neue Weltmeisterin im Eiskunstlauf aus Moskau Foto: Michail Scharow, russland.NEWS




Eiskunstlauf-EM: Medwedjewa überragend [mit Video-Classics]

Die alles überragenden Teilnehmer bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Ostrava in Tschechien waren bei den Damen Jewgenia Medwedjewa, bei den Herren der Spanier Javier Fernandez, die völlig unangefochten ihre Konkurrenzen gewannen. Insgesamt konnten sich viele russischen Teilnehmer ausgezeichnet platzieren und führten am Ende bei der Medaillenausbeute.

Russischer Doppelerfolg bei den Damen

Man kann schon sagen – wie gewohnt dominierten vor allem die russischen Damen die Konkurrenz auf Europaebene und feierten einen Doppelerfolg mit der alles überragenden Jewgenia Medwedjewa auf Gold und Anna Pogorilaja (ebenfalls aus Moskau) auf Silber. Jewgenia fuhr dabei der Konkurrenz davon und präsentierte sich ähnlich überragenden wie kürzlich auf der Russischen Meisterschaft in Tscheljabinsk. Dass es keinen russischen Dreifacherfolg gab, verhinderte Carolina Kostner (30) aus Südtirol, aktuell angesichts der jungen Konkurrenz die große Dame des Eiskunstlaufs mit einem späten Comeback. Allerdings gab es auch Stimmen, die meinten, nicht sie, sondern eine großzügige Bewertung von Kostners Vortrag habe ihr unter anderen die Medaille verschafft. Das Nachsehen hatte hier die dritte Moskauerin im Bunde Maria Sozkowa, die hinter Kostner das Siegertreppchen knapp verpasste und vierte wurde. Kostners genereller Beliebtheit in Russland – sie ist dort oft bei Galas und außer Konkurrenz zu sehen, wird das wahrscheinlich aber keinen Abbruch tun.

Moskauer Gold bei den Sportpaaren

Auch bei den Sportpaaren kam das Siegerduo aus Moskau:  Jewgenia Tarasowa und Wladimir Morosow siegten knapp vor den Deutschen Savcheno/Massot, die durch die beste Kür des Tages ihren Rückstand aus dem Kurzprogramm auf die Russen nicht wett machen konnten. Auf Rang drei platzierte sich das französische Paar James/Cipres. Sehr gut schnitten dieses Mal auch die russischen Herren ab, Maxim Kowtun holte Silber, Michail Koljada Bronze. Koljada ist dabei momentan der einzige Sankt Petersburger unter den russischen Spitzenläufern, da sich die Damen von der Newa wie die frühere Weltmeisterin Tuktamyschewa nicht gegen die Übermacht aus Moskau durchsetzen konnten. Die Hoffnungen der Petersburger ruhen hierbei vor allem auf den beiden 14jährigen Nachwuchsläuferinnen Anastasia Gubanowa und Alisa Feditschkina, denen man in den nächsten Jahren schon zutraut, mit den Moskauerinnen mitzuhalten.  Die letzte und bronzene Medaille holte beim Eistanz für Russland das Duo Bobrowa-Solowjow. Von den deutschsprachigen Teilnehmern landeten bei den Damen Nicole Schott (Deutschland) auf 10; Nathalie Weinzierl auf 17 und Kerstin Frank (Österreich) auf Rang 22. Yasmin Yamada (Schweiz) konnte sich nach dem Kurzprogramm nicht für die Kür qualifizieren. Das deutsche Sportpaar Hase/Seegert wurde Zwölfter, die deutschen Eistänzer Lorenz/Polizoakis 14.

Videos vom EM-Teilnehmerinnen bei russland.TV

Zwei Videos von uns gab es in jüngster Zeit über die neue Europameisterin Medwedjewa, zum einen haben wir sie vor gut einer Woche beim Training besucht

Zum anderen haben wir uns auch mit ihr zwischen dieser und der letzten Saison getroffen, als sie nicht so im Stress war, wie aktuell

Zum Saisonbeginn haben wir auch Maria Sozkowa getroffen, die nun bei der EM unglücklich Vierte wurde, aber übrigens noch als Junioren-Vizeweltmeisterin amtiert:

Foto: Eine symphathische Europameisterin, Jewgenia Medwedjewa – wir haben sie schon einige Male getroffen und können das sagen 🙂 – (c) Michail Scharow / russland.TV

 




Eiskunstlauf: Jewgenia Medwedjewa backstage [Video]

Die amtierende Weltmeisterin im Eiskunstlauf Jewgenia Medwedjewa aus Moskau ist auch gleich die Favoritin für die nächste Welt- und Europameisterschaft – schon einmal wegen ihrem überragenden Sieg auf russischer Ebene in Tscheljabinsk trotz starker Konkurrenz.

Unser Eiskunstlauf-Experte Michail hat due Ausnahmesportlerin hinter den Kulissen beim Training in der russischen Hauptstadt besucht – und auch das Tanzbein hat sie dort vor seiner Kamera geschwungen. Das Ergebnis ist ein authentischer Einblick in das Leben von Evgenia Medvedeva – gemeinsam mit unserer Eiskunstlauf-Moderatorin (und aktiven Eiskunstläuferin) Ariana.




Furore in den Medien – Gattin von Putins Pressesprecher tanzt „Holocaust on Ice“

[Von Susanne Brammerloh] – Die Promi-Show „Eiszeit“ im Ersten Kanal hat mit einer auf einem KZ-Film basierenden Tanznummer eine Riesendiskussion losgetreten, schreibt das Petersburger Stadtportal Fontanka.ru. Darf man den Holocaust aufs Eis bringen? Ist das „Kunst“, und wenn ja – wie weit darf Kunst gehen? Pikant an der Sache – die Darstellerin ist die Gattin von Dmitri Peskow, dem Stellvertretenden Leiter der Präsidentenverwaltung und Pressesprecher Putins.

Tatjana Nawka, ihres Zeichens Eiskunstlauf-Olympiasiegerin, und ihr Partner, der Schauspieler Andrej Burkowski, betraten die Bühne in gestreifter Häftlingsrobe mit gelbem Davidstern. Ihre gefühlsbetonte Vorführung basierte auf dem Lied „Das Leben ist schön“ aus dem gleichnamigen italienischen Film von 1997, der mit lyrischem Humor das Schicksal einer Familie in einem deutschen KZ in Italien thematisiert und drei Oscars gewann.

Die Jury ist begeistert, Peskow ist stolz

Das Publikum im Saal reagierte mit donnerndem Applaus auf die ungewöhnliche Darstellung, die Jury ließ sich nicht lumpen und teilte höchste Noten aus – jeweils eine „6.0“ für künstlerische Ausführung und Technik. Jury-Mitglied Karen Schachnasarow, ein bekannter russischer Filmregisseur, bescheinigte den Tänzern: „Den beiden ist es gelungen, den Geist, das Wesen dieses hervorragenden Films wiederzugeben.“

AP-Korrespondentin Natalia Wassiljewa ließ auf Twitter verlauten: „Ich habe Dmitri Peskow nach dem Tanz von Tatjana Nawka gefragt. Er hat geantwortet: ,Ich bin stolz auf meine Frau – das ist alles, was ich sagen kann.’“

Beleidigend und unangebracht?

Soweit, so gut – in den sozialen Netzwerken hagelte es – wie soll´s auch anders sein –zum Teil heftige Kritik. „Nawka hat allen gezeigt, wie fröhlich die Häftlinge in den faschistischen Konzentrationslagern ihre Freizeit verbrachten. Wer damit einverstanden ist, ist ein Geschichtsfälscher“, schrieb zum Beispiel ein User namens Durevestnik. In anderen Posts tauchten Worte wie „beleidigend“, „ekelerregend“, „fehl am Platze“ und „geistlos“ auf.

Der amerikanische Komiker Michael Ian Black drückte seine Zweifel vorsichtiger aus: „Vielleicht ist es einfach unangebracht, so etwas (die Epoche von Auschwitz) aufs Eis zu bringen.“ Die israelische Zeitung „Haaretz“ betont die Ambivalenz, das Thema in Vergnügungssendungen zu thematisieren: „Holocaust on Ice: Die Frau von Putins Berater ruft mit ihrem Eiskunstlauf in KZ-Robe Kontroversen hervor.“

Eiskunstlaufen ist eine Kunst

Interessant ist die vorsichtige Reaktion des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von St. Petersburg, Mark Grubarg: „Die Wahl des Themas ist nicht verboten. Ein Kunstwerk wird danach bewertet, (…) ob es die Menschen bewegt. Ich kann diese Nummer nicht als großes, bedeutendes Werk einschätzen. (…) Ist es gelungen, dem Publikum die Tragik zu vermitteln? Das ist fraglich. Aber jetzt suchen viele nach Dissonanzen, die nicht konzeptionell sind.“

Oxana Kasakowa, Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 1998, ist dagegen voll auf der Seite der Darsteller: „Die Nummer hat viele zum Weinen gebracht. Das Thema wurde nicht mit Komik präsentiert. Eiskunstlaufen ist eine Kunst. Mit dem Tanz können wir Emotionen, Probleme und Ängste wiedergeben.“

[Susanne Brammerloh/russland.NEWS]




Triumph & Tragödie am russischen Sportwochenende [mit Fotogalerie]

Wie nah im Sport oft Triumph und Tragödie beieinander liegen, zeigten am vergangenen Sportwochenende vor allem die russischen Eiskunstlauf-Damen. Aber auch vom Turnen gibt es neues.

Eiskunstlauf: Drama um Lipnizkaja beim Rostelekom-Cup in Moskau

Nach dem Kurzprogramm beim Rostelecom-Cup in Moskau an diesem Wochenende lagen Anna Pogorilaja, Elena Radionowa und Julia Lipnizkaja, alle drei mit Heimvorteil, vor der gesamten internationalen Top-Konkurrenz in Führung. Vor allem für Julia Lipnizkaja, seit Sotschi der russische Publikumsliebling Nummer eins im Sport, aber zuletzt von einer Pechsträhne verfolgt, wäre dieser Erfolg sehr wichtig gewesen. Aber ausgerechnet sie verletzte sich vor der Kür am Bein und konnte sie nur nach einer Unterbrechung und mit sichtbarer Mühe überhaupt zu Ende bringen. Tränen standen daraufhin nicht nur ihr in den Augen, sondern auch zahlreichen Fans der Verkörperung der traumhaften Eisprinzessin im Saal und an den Bildschirmen. Russland ist ein erneutes Mal geschockt – im Guten wie im Schlechten reißt niemand im Eiskunstlauf eine ganze Nation so emotional mit wie Lipnizkaja.

Am Ende siegte Pogorilaja vor Radionowa – die Dominanz der Russinnen bei den Damen blieb erhalten, aber überschwängliche Freunde wollte nicht aufkommen. Bei den Sportpaaren gab es Silber und Bronze für Russland hinter dem deutschen Paar Sawtschenko/Massot, im Eistanz siegte das Moskauer Paar Bobrowa/Solowjow. In unserer Galerie eine bunte Mischung von Fotos aus dem Wettkampf ebenso wie von den Trainings und ein paar interessante Details vom Rande aus Moskau.

Turnen: Rang drei für russisches Duo in der Schweiz – Melnikowa als Nachwuch-Model

Das Duo Angelina Melnikowa – Nikita Ignatjew vertrat derweil Russland beim Swiss Cup in Zürich. Ganz zufrieden waren beide mit ihrem dritten Rang hinter der Ukraine und Deutschland wahrscheinlich nicht. Angelina, noch vor ein paar Jahren ein dürres, unscheinbares kleines Mädchen, stahl jedoch von Ausdruck und Fotogenität ihren Konkurrentinnen klar die Show. Wenn man sich auf ihrem Instagram-Account umschaut, wähnt man sich manchmal mehr bei einem Nachwuchs-Model als bei einer Turnerin. Wie gut, dass unser Turn-Spezialfotograf seine Kamera zur Hand hatte.

Fotos: Eiskunstlauf (c) Michail Scharow / russland.RU, Turnen: (c) Stefan Wurzer




Eiskunstlauf: Tuktamyschewa wieder Weltniveau [Video]

Die Sankt Petersburger Eiskunstläuferin Elisaweta Tuktamyschewa ist nicht nur die ehemalige Weltmeisterin ihres Sports – sondern auch eine Meisterin des Auf und Ab.

Schon die Weltmeisterinnensaison 2014/2015 kam überraschend nach einem Durchhänger, in dem sie viele jüngere Russinnen überflügelten, dann lief es in der Folgesaison plötzlich wieder überraschend schlecht. Ein zweites Mal schrieben viele Experten sie schon fast ab – bis sie nun plötzlich, auf einem kleinen Turnier in ihrer Heimatstadt, plötzlich wieder zu absolutem Weltniveau auflief, so dass sie nach Meinung unseres Experten so auch die meiste internationale Konkurrenz in den Schatten gestellt hätte. Zum Glück war er dabei und hat das mit seiner Kamera eingefangen.

Das gibt uns auch die Gelegenheit, einen Blick auf die Siegerin bei dem Mädchen, einem weiteren hoffnungsvollen Nachwuchstalent trainiert vom Tuktamyschewa-Coach Mischin zu werfen. Ebenfalls Schlagzeilen machte ein weiterer Gast, der außer Konkurrenz in Petersburg dabei war: Carolina Kostner aus Südtirol. Ein Video mit unserer jungen Sport-YouTuberin Ariana, die selbst aktive Eiskunstläuferin ist.




Eiskunstlauf: Maria Sozkowa – alles neu! [Video]

Zum Beginn der Eiskunstlaufsaison beschäftigen wir uns mit dem aktuell wichtigsten Neuzugang der russischen Damen.

Maria Sozkowa (auch Sotskova) war im letzten Jahr noch ausschließlich bei den Juniorinnen unterwegs – und dort glatt Vizeweltmeisterin. Dennoch hat sie für ihre erste Damensaison einen kompletten Neuanfang gewagt und auch die Trainerin gewechselt. Bei den Programmen soll ebenfalls Schluss sein mit dem mädchenhaften und Maria will nicht nur beim Alter im Damenbereich ankommen. Ein neues Video von unserem Eiskunstlauf-Spezialistenduo Michail Scharow und Ariana Bathon., der eine mitten drin in der Moskauer Eislaufszene und die andere selbst aktive Eiskunstläuferin.