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Kategorie: Umwelt - russland.NEWS - russland.TV

Abfallwirtschaft Russlands gewinnt an Bedeutung

MOSKAU. Russlands Umweltministerium plant Änderungen am „Gesetz über Produktions- und Verbrauchsabfälle“. Die Pläne sehen die Einführung eines einheitlichen digitalen Informationssystems zur Erfassung von Siedlungsabfällen vor.




Russisches Umweltministerium prüft mehr als 100 Projekte in der Arktis

MOSKAU. Das russische Ministerium für natürliche Ressourcen und Ökologie hat eine Liste mit 118 Projekten zur Ausschöpfung natürlicher Ressourcen in der russischen Arktisregion erstellt.




Gravierendes Rentiersterben in Sibirien

Die alarmierende Meldung lag passend zur Weihnachtszeit auf den Schreibtischen der Redaktionen: Der Rentierbestand in den arktischen Regionen Sibiriens ist durch gezielte Wilderei bereits stark dezimiert. Laut dem World Wild Fund for Nature, kurz WWF, sei die Hälfte der wild auf der Taimyr-Halbinsel lebenden Tiere bereits verschwunden. Und es handelt sich hier nicht nur um eine Handvoll.

„Die Tiere werden in großen Zahlen wegen ihrer Geweihe und Zungen gewildert. Wir finden immer wieder wahre Schlachtfelder an getöteten Rentieren“ berichtet Eva Klebelsberg, die Referentin der Tierschutzorganisation für die arktischen Regionen in Russland, fassungslos. Der größte Markt für die Exemplare befindet sich ihr zufolge in China. Dort werden Teile der Rentiere unter anderem in der traditionellen Medizin verwendet.

Die erbeuteten Tiere würden meist qualvoll verenden, heißt es bei der in der Schweiz ansässigen Stiftung. Den Rentieren werde das stark durchblutete junge Geweih oft bei lebendigem Leib abgeschnitten, um es weiter zu verarbeiten. Die Zunge hingegen gelte in vielen anderen asiatischen Ländern als besondere Delikatesse.

Jährlich werden 80.000 bis 100.000 Rentiere getötet, so dass die Population auf der sibirischen Taimyr-Halbinsel im Nordpolarmeer von einst 800.000 Tieren im Jahr 2000 mittlerweile auf 400.000 wildlebende Exemplare geschrumpft sei. Angaben seitens der Behörden gibt es dazu noch nicht.

Zu geringe Strafen für Wilderei

Das Problem mit der Wilderei ist jedoch hier auf dem nördlichsten kontinentalen Festlandteil der Erde ebenso wie im restlichen Sibirien bekannt. Erst vor kurzem sind drei Mitarbeiter der Forstbehörde in der Region Primorje am Pazifik zu je 200.000 Rubel, das sind umgerechnet rund 3.000 Euro, Strafe verurteilt worden, wie die Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete. Die Dunkelziffer der Wilderer dürfte jedoch erschreckend hoch sein.

„Wenn wir die illegale Jagd nicht bald bremsen, könnte die Zeit der riesigen Rentierherden in Nordsibirien bald vorbei sein“, sagt Eva Klebelsberg und erklärt, dass die wilden Herden eine wichtige Rolle für das Ökosystem der Tundra spielen. Jeden Winter sammeln sich viele tausend Rentiere, um gemeinsam die Wanderung über enorme Strecken zu den Winterweiden anzutreten. Diese riesigen Herden werden dann zum Ziel der Wilderer.

Um der systematischen Ausrottung der Rentiere entgegenzuwirken, setzt sich der WWF in Kooperation mit den für dieses Gebiets zuständigen Wildhütern für den Schutz der Tiere ein. Gemeinsam fordern sie weit höhere Strafen für Wilderei und wollen die Überwachung forcieren. Die größten Probleme sind im Moment jedoch noch mangelnde Mobilität und die fehlenden Kommunikationsmittel, wie es heißt.

Etwa 46.000 Euro würden benötigt, um die Anschaffung von Schneemobilen mit Anhängern, Satellitentelefonen sowie GPS-Halsbändern zur Ortung der Rentiere zu unterstützen. Da passt der Spendenaufruf des WWF gerade recht zur Weihnachtszeit.

[mb/russland.NEWS]




Moskowiter Wetterkapriolen

Wenn man bedenkt, dass der legendäre „Russische Winter“ so manche historische Schlacht im Alleingang geschlagen hat, so mancher Sturm auf Moskau buchstäblich eingefroren ist, dann mag man dieser Tage schon stutzig werden. In der Hauptstadt herrschen derzeit Rekordtemperaturen – Plusgrade verqueren das Weltbild, Moskau steht quasi Kopf.

Das Ende ist nah, mutmaßt der Laie, die Wetterexperten flüchten sich in bedeutungsschwangere Erklärungsversuche. Tatsache ist jedoch, dass die am heutigen Sonntag in Moskau gemessenen 7,7 Grad über dem Gefrierpunkt alles andere als normal sind. Man hat es kommen sehen. Schon vor einer Woche kündigten Meteorologen dieses April-Wetter an.

„Eine derart hohe Temperatur für den 16. bis 17. Dezember wurde in den 138 Jahren, in denen regelmäßige meteorologische Aufzeichnungen vorgenommen werden, noch nie gemessen“, sagte Alexander Sinenkow, der Leiter des Wetterdienstes Phobos, gegenüber der Agentur Interfax.

„Um Mitternacht erwärmte sich die Luft auf Plus 6,5 Grad, um drei Uhr morgens wurden Plus 7,7 Grad gemessen, das ist der bisher höchste Wert für den 17. Dezember“, erläuterte er im Hydrometeorologischen Zentrum in Moskau. Das sei absoluter Rekord, fügt Wetterfrosch Sinenkow hinzu. Der lag bisher bei 6,1 Grad Plus, aufgezeichnet im Jahr 2006.

Dementsprechend steht es um die Prognosen für die nächsten Tage. Der restliche Sonntag werde noch bewölkt sein, bis zum Abend soll es sich dann auf Plus zwei bis vier Grad abkühlen. „Die Nacht wird ohne nennenswerten Niederschläge bewölkt sein, die Temperaturen liegen in der Stadt bei etwa 0 Grad, etwas außerhalb bei Minus zwei bis drei Grad“, prognostiziert der Leiter des Wetterdienstes.

Obwohl der Wetterdienst vergangene Woche von „Tropischen Schauern“ sprach, werden nun lediglich geringe Niederschläge von bis zu elf Millimetern auf den Quadratmeter erwartet. Sollten die Meteorologen recht behalten, wird das milde Wetter noch bis mindestens Silvester anhalten. Zum Jahreswechsel werde es demnach ebenfalls wärmer sein als normal. Selbst wenn es schneien sollte, es bleibt trüb, windig und feucht.

[mb/russland.NEWS]




Die Wolga – ein Ökosystem mit Gesundheitsproblemen

Der längste Fluss Europas hat massive ökologische Probleme. Lange Zeit war die Wolga nicht mehr als ein Fluss, der alles hinwegschwemmte, was man hinein warf. Heute zeigen sich die ersten Folgeschäden des verantwortungslosen Umgangs mit einem sensiblen Ökosystem. Experten schlagen Alarm.

Aus den Augen, aus dem Sinn. Diese Redensart verdeutlicht die Mentalität der Gesellschaft, wie sie sich ihrer Hinterlassenschaften entledigt, beziehungsweise entledigte. Denn mit den Achtzigerjahren begann ein Umdenkprozess, in dem auch auch die Umwelt ihren Platz fand. Auf einmal wurde recycelt, geklärt und fachgerecht entsorgt. Man erkannte, dass der Teufel im Detail steckte: Kleinere und größere Umweltsünden summieren sich und am Ende steht die ausgewachsene Katastrophe.

In Russland besann man sich der Umwelt erst sehr viel später. Zu Zeiten der Sowjetunion hatte man noch ganz andere Sorgen und nach deren Zerfall stand zunächst der hemmungslose Konsum im Vordergrund. Erst mit dem Millennium begann man allmählich nach vorn zu blicken und erkannte die Schäden der Altlast UdSSR. Auch wenn man in Russland heute zumindest weiß, wie Ökologie geschrieben wird, so ist der Weg dorthin noch endlos weit. Zumindest scheinen Städte und Kommunen mittlerweile den Nutzen einer zentralen Abfallentsorgung erkannt zu haben.

Neuanfang trotz Altlasten

Vor kurzem pickte sich die russische Regierung als Fallbeispiel ihr Nationalheiligtum, die Wolga, heraus. Der Befund war erschreckend – mancherorts sei sogar die Gesundheit der Anwohner entlang des Flusses akut gefährdet, so heißt es. Untersuchungen ergaben beispielsweise eine Ölkonzentration in den Wässern des Flusses, die vier mal über dem zulässigen Höchstwert liegt. Und das bei der beachtlichen Länge von 3.530 Kilometern und einer Ablaufmenge, die im Mittel rund achttausend Kubikmeter pro Sekunde beträgt.

1.360.000 Quadratkilometer Einzugsgebiet speisen den Strom mit 5,5 Milliarden Kubikmetern mehr oder weniger frischem Wasser. Ein guter Teil des Wassers aus den großen Zuflüssen ist, wie zu erwarten, schon beim Eintritt in die Wolga stark kontaminiert. 66 große Städte entlang des Flusslaufs leiten ihre Abwässer, auch aus Industrieanlagen, nur unzureichend geklärt in das Flusssystem ein. Bislang habe man bereits rund zweitausend gesunkene Schiffe vom Grund der Wolga geborgen. Noch mindestens vierhundert weitere rosten derweil noch unter Wasser vor sich hin und verunreinigen kontinuierlich das Wasser.

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew befand bereits im August, dass die Wolga zu den ökologisch miserabelsten Orten des Landes zähle. 38 Prozent aller belasteten Abwässer Russlands würden direkt oder indirekt in den Fluss gelangen, ließ er seine Behörde ausrechnen. Um zu retten was noch zu retten ist, stellte Medwedew bis zum Jahr 2025 eine Sonderfinanzierung in Höhe von 257 Milliarden Rubel, das entspricht etwa 3,5 Milliarden Euro, zur Reinigung des Wassers aus föderalen Mitteln in Aussicht.

Retten was noch zu retten ist

Auch der russische Präsident Wladimir Putin, dem bekanntermaßen sehr viel an der Ökologie Russlands gelegen ist, wies die Regierung an, aus Haushaltsmitteln Gelder für das kommende Jahr und darüber hinaus für die Planung der Jahre 2019 und 2020 bereitzustellen. Mit diesen Mitteln sollen die Entwicklung der landseitigen städtischen Umwelt und die Erhaltung des Ökosystems der Wolga finanziert werden. Zudem wurden Pläne erstellt, wie Russland seine Umweltprobleme in Zukunft in den Griff bekommen will.

Zunächst müsse die russische Aufsichtsbehörde für Konsumenten- und Gesundheitsschutz, Rospotrebnadsor, nach Anweisung des Ministerpräsidenten die Arbeit zur Aufdeckung und Unterbindung der Abwasserentsorgung in die Wolga gewährleisten. Die Ministerien für Umwelt und Transport sollen zeitgleich Lösungen ausarbeiten, wie der anfallende Müll von auf der Wolga verkehrenden Schiffen, einzusammeln und zu entsorgen sei. Auch landseitig wolle man aktiv werden, heißt es weiter aus Regierungskreisen.

Wie der Umweltminister Russlands, Dmitri Donskoj, erklärte, sollen bis zu siebzig Objekte abgerissen werden, deren Einfluss sich schädigend auf die ökologische Situation der Wolga auswirke. Außerdem sollen bestehende Kläranlagen in siebzehn Regionen entlang des Flusses entweder modernisiert oder komplett neu gebaut werden. Bis zum Jahr 2020 werden zusätzlich Objekte, die die Umwelt negativ beeinträchtigen, mit vollautomatischen Systemen zur Abwasserkontrolle ausgestattet sein.

Weiterhin ist geplant, erneuerbare Energie aus dem Schlamm der Wolga erzeugen zu können. Hierzu werden junge russische Wissenschaftler aufgerufen, die bereits eine Anlage konstruiert haben, die es ermöglicht, den Grad der Wasserverschmutzung zu kontrollieren und zu steuern. Dabei soll auch gleichzeitig eine weitere Verunreinigung durch Stickstoff verhindert werden. So sollte es möglich sein, dass sich der Fluss mehr oder weniger selbst regeneriert.

Des weiteren könne man sich auch Naturschutzgebiete in verschiedenen Regionen entlang der Wolga vorstellen, um die reichhaltige und mitunter einzigartige Flora und Fauna zu bewahren. Gute Erfahrungen ließen sich bereits am Unterlauf des Stromes sammeln, wo sich die Wolga in einem verzweigten Delta ausbreitet. So konnte beispielsweise durch gezielte Maßnahmen im Zuge des Habitatschutzes der vom Aussterben bedrohte Stör wieder zu einer gesunden Population zurückfinden.

[mb/russland.NEWS]




Massenweise tote Robben am Baikalsee

In den vergangenen Tagen sind bereits mehr als 140 Robben tot an die Strände des Baikalsees geschwemmt worden. Die Ursache des Massensterbens ist noch unklar, Experten gehen jedoch von einer Epidemie aus. Nun soll die Nahrungskette untersucht werden.

Ein dramatisches Massensterben der auf der Welt einzigartigen Baikalrobben beschäftigt derzeit die Behörden im sibirischen Irkutsk. Obwohl noch keine eindeutigen Krankheitserreger bei den toten Tieren gefunden wurden, befürchten örtliche Biologen eine Epidemie, die den gesamten Baikalsee betreffen könnte. Bei den angeschwemmten Kadavern handele es sich um erwachsene und kräftige Exemplare teilten die Behörden mit. 80 Prozent der Tiere seien trächtige Weibchen gewesen, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Die Baikalrobbe ist die einzige unter den Robbenarten, die ausschließlich im Süßwasser lebt. Wie es ihr Name schon ahnen lässt, ist sie in der freien Natur lediglich im Baikalsee anzutreffen. Mit einer Körperlänge von höchstens eineinhalb Metern und einem Gewicht von rund achtzig Kilogramm zählt sie zu den kleineren Robbenarten. Auffällig sind die, zu ihrem plumpen Körper auffällig groß proportionierten, Augen, die es den Tieren ermöglichen, im Baikalsee in Tiefen von 50 bis 300 Metern auf Jagd nach Nahrung zu gehen.

Jäger in der Tiefe

Nachdem die Population seit Ende des 19. Jahrhunderts drastisch zurück gegangen ist, wurden die Baikalrobben unter strengen Artenschutz gestellt. Das bedeutet, dass die Art zwar nicht akut gefährdet, der Fang jedoch nur auf wenige Exemplare reglementiert ist. Der heutige Bestand wird auf rund 128.000 Tiere geschätzt.

Da der Baikalsee als größter Süßwassersee der Erde enormes touristisches Potential birgt, gelangen auch Krankheitserreger in den Lebensraum der Robben. So verendeten rund 7.500 Tiere Ende der 1980er Jahre an Staupe. Einer Krankheit, die durch Hunde übertragen wird, für die die Baikalrobbe besonders anfällig scheint. Außer verschiedenen Adlerarten, die regelmäßig die Jungtierkolonien ausdünnen, hat die Baikalrobbe keine nennenswerten Fressfeinde.

Allerdings ist sie ihrerseits als größter Prädator im Baikalsee in hohem Maße anfällig für Umweltgifte, die bereits von Fischen, der Nahrung der Robben, aufgenommen wurden. Biologen gehen deshalb von chronischen Gesundheitsschäden und Schädigungen des Immunsystems aus.

Umweltgifte in der Nahrungskette

Ob dies auch als Ursache für das neuerliche Massensterben der Baikalrobben verantwortlich gemacht werden kann, ist bislang noch ungeklärt. Eine gemeinsame Kommission, gegründet aus mehreren Behörden, soll dem Auslöser der Todesfälle auf den Grund gehen. Wie die Gebietsverwaltung mitteilte, seien bisher keine Krankheitserreger, wie zum Beispiel Viren, gefunden worden.

Laut den ersten Laboranalysen sei Herzstillstand die Todesursache der Tiere gewesen. Auffälligerweise sei zudem bei vielen der gestrandeten Tiere der Magen-Darm-Trakt leer gewesen. Sergej Grochotow vom Veterinäramt in Irkutsk mutmaßte deshalb gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass die Robben an Unterernährung gestorben sein könnten. Warum sie keine Nahrung aufgenommen haben, konnte er sich selbst nicht erklären. Nun sollen entnommene Wasserproben und Teile der Nahrungskette untersucht werden.

Von einer für Mensch und Tier gefährlichen Krankheit wurde zunächst nichts bekannt. Vorsichtshalber sprach die Staatsanwaltschaft jedoch eine Warnung aus. „Fell und Fleisch der toten Robben dürfen nicht für den Hausgebrauch verwendet werden“, hieß es seitens der Behörde. Wie berichtet wurde, hätten Anwohner das Fleisch bereits an Hunde verfüttert sowie Fett und Fell der Tiere nutzen wollen.

[mb/russland.NEWS]




USA will radioaktiven Müll in der Ukraine endlagern

Der perfekte Deal sieht anders aus. Die USA will der maroden Ukraine einen Kredit in Millionenhöhe gewähren. Im Gegenzug soll das krisengebeutelte Land dafür deren radioaktiven Restmüll endlagern. Ein Geschäft, bei dem der Verlierer im Vornherein feststeht.

Augenscheinlich planen die USA und die Ukraine einen gefährlichen Kuhhandel hinter dem Rücken der Bevölkerung. Wie es heißt, wurde während eines Dreieckstreffens zwischen der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC), der Holtec International und der ukrainischen SS Atomprojectengeneering die Beteiligung und Finanzierung durch die Tochtergesellschaft der Bank of Amerika, Merrill Lynch, für ein Endlager hochradioaktiver Abfälle aus den USA beschlossen. Nun sollen alle nötigen technologischen Voraussetzungen für das Projekt geschaffen werden.

Wie aus einem Schreiben von Oleksandr Rybtschuk, dem Generaldirektor bei SS Atomprojectengeneering, hervorgeht, sollen demnach Brennelemente für die Reaktoren WWER-1000 und WWER-440 sowie 8622 Brennelemente für die Reaktoren W 4-loop, W 3-loop, COMB CE und AP-1000 aus den USA in diesem Endlager entsorgt werden. Zunächst sei die Deponierung für die kommenden 50 Jahre geplant. Im Gegenzug soll der Ukraine ein Kredit in Höhe von 400 Millionen US-Dollar gewährt werden.

Als Standort für das Endlager sei die Ruine des ehemaligen Kernkraftwerks in Tschernobyl vorgesehen, heißt es. Allerdings wurde das Projekt offenbar stillschweigend geplant und sollte ohne dem Wissen der Bevölkerung realisiert werden. Zudem hat die ukrainische Regierung nach wie vor mit den Altlasten des Reaktorunfalls im Jahr 1986 zu kämpfen. Die geplante Schutzhülle um den Reaktorblock, mit deren Bau bereits 2010 begonnen wurde, konnte bislang immer noch nicht fertiggestellt werden. Ursprünglich sollte die Schutzmaßnahme im November 2017 in Betrieb genommen werden. Die Finanzierung indes ist weiterhin ungeklärt.

Der Ukraine käme diese Finanzspritze derzeit durchaus gelegen und auch für die USA scheint es die perfekte Lösung ihrer eigenen Probleme zu sein. Zweischneidig gestaltet sich jedoch die Situation vor Ort. Für die Sicherheit der geplanten Anlage kann die Ukraine in keiner Weise garantieren. Bisherige Atommülldeponien befinden sich ohnehin auf einem unzureichenden Sicherheitsniveau, über die austretende radioaktive Strahlung wird wohlweislich geschwiegen. Eine Grundlage für einen Schutz der Ökologie ist, nicht einmal ansatzweise, gegeben.

Hinzu kommt, dass es sich bei dem geplanten Projekt keineswegs um eine interne ukrainische Angelegenheit handelt. Eine sich selbst überlassene atomare Restmülldeponie beträfe in der Folge ganz Europa. Und spätestens hier muss man sich die berechtigte Frage stellen, mit welchem Recht die USA befugt sind, Europa als ihren nuklearen Abfalleimer zu benutzen. Wozu bedarf es einer Internationalen Atomenergie-Organisation der Vereinten Nationen, wenn ohnehin derlei Geschäfte über deren Köpfe hinweg beschlossen werden? Mit Verlaub, Europa hat seine eigenen Probleme.

[mb/russland.NEWS]

 




Russland von seiner schmutzigsten Seite

Sogenannte Rankings sollen im Durchschnitt eruieren, wie es um eine bestimmte Sache, einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Meinung bestellt ist. Die Ergebnisse können dabei auf unverrückbaren Faktoren beruhen oder auf des Volkes subjektiver Meinung. Während üblicherweise versucht wird, bei solcher Gelegenheit die schönen Seiten von irgendetwas hervorzuheben, soll nun einmal die Schattenseite ans Licht gebracht werden. Es geht um die zehn schmutzigsten Städte Russlands.

So überhäuft wie Russland mit Naturschönheiten und landschaftlichen Reizen auch sein mag, die Größe des Landes und seine schier unerschöpflichen Ressourcen verleiteten die Menschen seit jeher zum Raubbau an seiner fragilen Umwelt. Sicherlich ist das nun wahrlich kein typisch russisches Phänomen. Die Intensität jedoch, mit der, besonders in den Zeiten der damaligen Sowjetunion, die nachhaltige Zerstörung einzelner Landstriche voran getrieben wurde, ist durchaus bemerkenswert.

Das russische Ministerium für Naturresourcen hat jüngst – anstelle einer „Must see“-Reiseempfehlung – eine Statistik veröffentlicht, in der die größten „Dreckschleudern“ des Landes verzeichnet sind. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass in diesem Ranking die wichtigsten Industriestandorte Russlands zu finden sind. Die Emisionswerte stiegen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf drastische 31,6 Millionen Tonnen. Immerhin leben in den zwanzig am meisten belasteten Städten gut vier Millionen Menschen. Die unrühmlichen Top 10 der schmutzigsten Städte hier nun im Einzelnen.

10. Bratsk: Die Wirtschaft der Stadt Bratsk im Oblast Irkutsk ist stark von ihren Aluminium- und Chemiefabriken abhängig. 1952 wurde in der Nähe ein großer Stausee angelegt, der ein 4.500 Megawatt-Kraftwerk speist. Der größte Arbeitgeber von Bratsk, RUSAL, betreibt hier eines der größten Aluminiumwerke des ganzen Landes. Laut dem Blacksmith Institute soll die Fabrik die Umwelt dermaßen stark belastet haben, dass die Stadt im Jahr 2001 evakuiert werden musste.

9. Tscheljabinsk: Die Großstadt am Rand des Ural-Gebirges zählt heute etwas mehr als eine Million Menschen und ist die neuntgrößte Stadt Russlands. Die hier ansässigen metallurgischen Kombinate gehören zu den größten metallverarbeitenden Betrieben in ganz Europa. Weitere Wirtschaftsschwerpunkte in Tscheljabinsk sind der Maschinenbau und eine Nahrungsmittel-Industrie sowie die Herstellung von Baumaterialien. In der Umgebung der Stadt befinden sich Lagerstätten von Braunkohle, Marmor und Mineralien, aus denen Seltene Erden gewonnen werden.

Die hohe Luftverschmutzung und zahlreiche, meist unkontrollierte, Mülldeponien der Schwerindustrie sorgen für ein exorbitantes Maß an Umweltzerstörung. Außerdem, als wäre das alleine nicht genug, ereignete sich 1957 ein schwerwiegender Unfall in der Nähe von Tscheljabinsk, bei dem ein Stahltank mit hoch radioaktiver Flüssigkeit explodierte. Dabei gelangten rund 750 Millionen Gigabequerel in die Umwelt, mehr als bei dem Reaktorunfall 1986 im ukrainischen Tschernobyl. Der Kernwaffenkomplex „Majak“ ist sei 1948 Teil der geheimen Atomtest-Sperrzone „Tscheljabinsk 70“.

8. Omsk: Die sibirische Millionenstadt am Zusammenfluss von Om und Irtysch entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem großen Zentrum der Petrochemie-Industrie. Heute ist Omsk Standort des Erdöl-Konzerns Gazprom Neft. Neben der Erdöl-Industrie befinden sich hier zudem große Betriebe für Geräte- und Maschinenbau, Leichtindustrie sowie für Elektronik. Weitere Erwerbsquellen für die Bewohner der Region sind die Holzverarbeitung und Nahrungsmittelproduktion.

7. Krasnojarsk: In der Nähe der fast Einmillionenstadt an Jenissei und Transsibirischer Eisenbahn befindet sich mit der kerntechnischen Anlage „Bergbau- und Chemiekombinat Schelesnogorsk“ einer der größten unterirdischen Industriekomplexe weltweit. Ein abgeschirmter und ehemals geheimer Betrieb, der seit den 1950er-Jahren Material für das russische Kernwaffenprogramm herstellt. Metallverarbeitung und Maschinenbau fallen als Umweltsünder trotz aller Präsenz nicht einmal so ins Gewicht.

Vielmehr ist das Aluminiumwerk KrAS für eine weit stärkere Umweltbelastung verantwortlich. Der Betrieb der heute ebenfalls für RUSAL produziert, ist die zweitgrößte Aluminium produzierende Anlage der Welt. Ein Wasserkraftwerk am eigens dafür aufgestauten Krasnojarsker See deckt den Energiebedarf des Aluminiumwerks. Laut Roman Pukalow, einem Umweltaktivisten der „Grünen Patrouille“ der Umweltpartei Russlands, stoße der Betrieb fast 300 mal mehr Benzopyren aus, als gesetzlich zulässig. Die Belastung durch das besonders gesundheitsschädliche Fluor, das bei der Produktion von Aluminium anfalle, sei erschreckend hoch, so Pukalow.

6. Magnitogorsk: „Die Stadt am magnetischen Berg“, so die wörtliche Übersetzung der Stadt, die ebenfalls im Oblast Tscheljabinsk liegt, ist seit 1930 ein Zentrum der Stahlerzeugung. Der Stahl für die russischen Panzer im Zweiten Weltkrieg stammte fast ausnahmslos aus dem hier ansässigen Stahl- und Eisenwerk, einem der größten in ganz Russland. Heute hat das Unternehmen Magnitogorsk Iron and Steel Works seinen Hauptsitz in der 460.000 Einwohner zählenden Stadt.

Dem Blacksmith Institute zufolge verursachen hohe Konzentrationen an Schwermetallen eine dementsprechend hohe Krebsrate. Auf Grund der extremen Luftverschmutzung sei es in Magnitogorsk schwierig ein Kind lebend zur Welt zu bringen, heißt es. Laut dem örtlichen Krankenhaus schätzt man lediglich bei einem von hundert Kindern auf einen guten gesundheitlichen Zustand.

5. Nischni Tagil: Ebenfalls im Ural, nördlich von Jekaterinenburg, wird Eisen gewonnen und verhüttet. Industriezweige der Stadt mit 360.000 Einwohnern sind demzufolge auch die Metallverarbeitung und der Maschinenbau. Das bedeutendste Unternehmen in Nischni Tagil ist der weltgrößte Panzerfahrzeughersteller Uralwagonsawod. Ebenso hat das Stahlwerk NTMK seinen Hauptsitz in der Stadt. Für die Reorganisation der Metallkombinate sind hauptsächlich deutsche Unternehmen, wie zum Beispiel Thyssenkrupp, verantwortlich.

4. Nowokusnezk: Die Halbmillionen-Stadt im Steinkohlerevier des Oblasts Kemerowo im Südwesten Sibiriens, ist eines der größten Industriezentren Westsibiriens. Hier befinden sich die Metallurgiekombinate der beiden größten Eisenbahnschienen-Hersteller Russlands. Das Aluminiumwerk Nowokusnezk, eine Fabrik für Eisenlegierungen sowie Maschinenbaubetriebe, Nahrungsmittelproduktionen und zwei Heizkraftwerke sorgen für nicht zu unterschätzende Umweltbelastungen. In zwei der Nowokusnezer Steinkohlebergwerke kam es im Jahr 2007 zu folgenschweren Grubenunglücken, als sich Methangas-Explosionen ereigneten. Insgesamt 158 Bergarbeiter verloren dabei ihr Leben.

3. Tscherepowez: Eisenhütten, Stahlwerke, Werften und Chemiebetriebe bestimmen das Bild der nordwestrussischen Stadt, mit etwas mehr als 310.000 die Größte im Oblast Wologda. Eines der weltgrößten integrierten Hüttenwerke wird vom Stahlproduzenten Severstal betrieben. Die hohe Erzeugung von Rohstahl führte zu beträchtlichen Staubemissionen in Tscherepowez. Seit dem Jahr 2012, im Zuge eines Umweltprogramms des Unternehmens, wurde in dem Werk in eine neue Sekundärentstaubung der Firma Siemens investiert.

2. Lipezk: Im Jahr 1805 verlieh man der heutigen Halbmillionenstadt in der Nähe von Woronesch wegen seiner Mineralheilquellen das Prädikat Kurort. Wenn man sich Lipezk jedoch heute als Zentrum eines Eisenerz-Abbaugebiets mit all seinen Stahlwerken, Maschinenbaubetrieben und seiner chemischen Industrie ansieht, mag man daran zweifeln. Der größte Arbeitgeber der Region ist das seit 1992 privatisierte metallurgische Kombinat OJSC Novolipetsk Steel. Im Jahr 2011 wurde in Lipezk das Internationale Umweltschutzforum „ÖkoRegion“  abgehalten.

1. Norilsk: Unrühmlicher Spitzenreiter der Top 10-Städte der Umweltsünden in Russland ist zweifelsohne Norilsk. Nicht weit von der Küste des Nordpolarmeeres entfernt – die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt Minus zehn Grad Celsius – ist der Weltmarktführer der Nickel- und Palladium-Produktion, Norilsk Nickel, zu Hause. Die Produktion von Nickel verursacht extrem nachhaltige Umweltschäden und hat schwerste gesundheitliche Folgen für die 175.000 Einwohner der Industriestadt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Norilsk, der nördlichsten Großstadt der Welt, als moderne Planstadt aus Plattenbauten konzipiert, gut zehn Jahre unter der anderer Regionen Russlands. Atemwegserkrankungen sind an der Tagesordnung und die Krebsrate dementsprechend hoch. Waren es zur gründung der relativ jungen Stadt 1935 ausschließlich Gulag-Insassen, die im Nickelabbau tätig waren, bietet Norilsk Nickel heute eine der wenigen Erwerbsmöglichkeiten in der Region.

Den am stärksten verschmutzten Gebieten und Regionen widmete sich unterdessen das russische Umweltministerium, wie die staatliche Zeitung Rossijskaja Gazetta berichtet. Bis Ende des Jahres, dem „Jahr der Ökologie“ in Russland, will man analog zu den russischen Städten ein Umweltranking der russischen Regionen erarbeiten, erklärte der russische Umweltminister Sergej Donskoj. Hierzu soll auch das dazugehörige Umwelt-Management bewertet werden.

[mb/russland.NEWS]




Fracken auf Russisch

[von Bernd Schröder] Wissenschaftler stellen thermochemisches Verfahren zur Optimierung der Erdölförderung vor. Die Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete im August 2017 unter Berufung auf die Pressestelle der Universität Tjumen, dass russische Wissenschaftler und örtliche Ölunternehmen eine Technologie für ein thermochemisches Gas-Fracking-Verfahren entwickelt haben, das eine Alternative zur hydraulischen Frakturierung sein und die Ergiebigkeit der Ölproduktion um das Doppelte erhöhen könnte. In günstigen Fällen sei eine Steigerung der Förderung um das Sechsfache und mehr möglich. Die neue Technologie wird im ölreichen Westsibirien getestet.

Bei der hydraulischen Frakturierung oder kurz Fracking werden Gesteinsschichten im Untergrund mit Hochdruck-Injektionen von Flüssigkeiten aufgebrochen. Durch die resultierende Rissbildung im Lagerstättengestein wird dessen Durchlässigkeit für Kohlenwasserstoffe erhöht, die sich nun leichter zur Bohrung bewegen können.

Die neu vorgestellte russische Technologie macht sich hingegen im Speichergestein ausgelöste chemische Reaktionen zunutze. Die voneinander getrennten Komponenten eines Chemikaliengemischs werden in Lösung vorliegend eingeleitet und an den höffigen Stellen des geologischen Horizonts zusammengeführt, wo sie reagieren. Die dabei gebildete Wärme wird an die unmittelbare Umgebung abgegeben, das entstehende Gas lässt den Druck ansteigen. Die Viskosität des so erwärmten Erdöls sinkt, es wird beweglicher. Die durch die Druckerhöhung gebildeten Risse erhöhen die Durchlässigkeit des Untergrundgesteins.

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Russland bietet USA Hurrikan-Hilfe an

Haiti und Kuba befinden sich immer noch im Ausnahmezustand, viele Inseln in der karibischen Region sind sogar komplett zerstört. Der verheerende Tropensturm „Irma“, der seit vergangenem Freitag über die Karibik hinweg peitschte, hat auch weite Teile im Südosten der Vereinigten Staaten verwüstet. Trotz aller politischen Unstimmigkeiten hat Russland den USA Hilfe angeboten.

Mindestens 48 Todesopfer forderte der Hurrikan „Irma“ auf seiner Spur durch die Karibik, allein im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika sollen es bereits fast zwanzig sein. Mit Windgeschwindigkeiten von weit über zweihundert Stundenkilometern fegte der Sturm selbst Gebäude weg wie Streichholzschachteln. Das Rentnerparadies Key West ist fast zu einem Viertel zerstört. 15 Millionen Menschen seien von der Stromversorgung abgeschnitten, heißt es, 6,5 Millionen wurden vorsorglich evakuiert.

Nun bot Russland den betroffenen Länder Hilfe an, auch den USA. „Wir haben gemäß den bilateralen Regierungsabkommen unsere praktische Hilfe angeboten“, teilte Russlands Minister für den Zivilschutz, Wladimir Putschkow, heute der Presse mit. „Momentan lösen unsere Kollegen alle Fragen, schätzen den Schaden ab und bereiten die Anforderungen vor“, sagte Putschkow. Wie er betonte gelte das Rettungspaket für alle zu Schaden gekommenen Staaten.

Zur Frage, ob sich Russland auch den Vereinigten Staaten zur Verfügung stellen werde, äußerte sich der Minister für Zivilschutz, das dies bereits geschehen sei. In rechtsverbindlicher Weise im Rahmen der bilateralen Regierungsabkommen stünden neben Frankreich und Kuba auch den USA die zugesagte Hilfe zu, so Putschkow.

[mb/russland.NEWS]