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Gegen alle Mutmaßungen und Lehrmeinungen ist das Finale der EM 2004 von 'Underdog Otto mit seinen Außenseitern' aus Griechenland gewonnen worden. Glückwunsch an die Kinderstube der europäischen Götter. Anscheinend gab es gestern Nachwuchs im Hause Olymp.
Das ist wahrlich innovativ. Die die EM eröffnenden Mannschaften bestreiten das Finale, da hätten die anderen doch gleich zu hause bleiben können. Was jüngst an dieser Stelle keck phantasiert wurde - "Otto bereitet genüsslich eine Wiederinszenierung des Eröffnungsspieles vor" - ist Realität geworden.
Lecker! Derartigen Zuspruch kann man auf portugiesisch nicht mit einem: Figo! ausdrücken. Wer aber etwas lecker findet, zum Beispiel das erste EM-Halbfinale Portugal - Holland, der kann das 'figo nennen'. Lecker, wie eine Feige (figo) eben schmeckt.
Dass guter Sprengstoff aus Tschechien kommt, ist seit Sempex bekannt. Erst kürzlich sickerte ins Licht der Öffentlichkeit, dass Techniker aus dem kleinen Land eine preiswerte Technologie zum Aufspüren von Tarnkappenbombern entwickelten, was die großen Amerikaner sehr ärgert.
Nun hat es die Blau-Gelben erwischt. Allerdings gelang es den Holländern erst mit dem Ritual des Elfmeterduells, aus einer zwar chronischen, aber sonst nur minimalen Überlegenheit Profit zu ziehen. Nicht, dass Schweden das Spiel nicht hätte für sich entscheiden können.
Dass der Jungspund auf der griechischen Bank nicht Otto Reh-Hagel sein kann, weiß jeder, der die zerknirschenden Arbeitsbedingungen in der deutschen Bundesliga kennt. Wer aber ist der kindshaarige Kerl, der Reha-Hera-kles, der dem vorolympischen Hellas das Jubeln lehrt?
Pünktlich zum Beginn der zweiten Runde ist König Fußball persönlich nach Lissabon gekommen. Mit fünfzehn Toren adelte er eine Gala, auf der zwei ehemalige Weltreiche ihren Diskurs um Bälle vorführten.
Die Russland-Auswahl im Fußball hat Portugal verlassen. Vor der Abreise gewährte der Cheftrainer der Mannschaft, Georgi Jarzew, in seinem Zimmer im Trainingslager der populären russischen Zeitung „Kommersant" ein Exklusivinterview. Bei der Zusammenfassung der Ergebnisse des Auftretens der russischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft erklärte er unter anderem:
Wer die A-Elf schont und wessen B-Elf siegt, der hat gegen eine C-Elf gespielt. So lässt sich das gestrige Spiel Deutschland gegen Tschechien quasi als Fußball-ABC auf den Punkt bringen.
Mit Ukrainern kennen sich die Portugiesen aus, jetzt kennen sie die Russen. Tausende von Fans haben Faro und Vilamoura für zehn Tage in eine russische Kolonie verwandelt. In dem mondänen Yachthafen rollte der Rubel derart, dass darüber noch Jahre geschwärmt werden wird.
Der Cheftrainer der Nationalmannschaft Russlands, Georgi Jarzew, hat seine Freude über den Sieg im letzten Spiel gegen Griechenland nicht verhehlt.
„Ich freue mich über den Sieg im Spiel gegen die Griechen, weil wir gewusst haben, dass der Gegner Punkte dringend braucht", erklärte er in einer Pressekonferenz nach dem Spiel, das die Russen mit 2:1 gewonnen hatten.
Rote Kreuze auf weiß gegen weiße Kreuze auf rot --- Beckham in der Totalen --- Owen schon knapper --- Gladiatoren an schwitznassen Kinderhändchen --- Fototermin --- Hymne für Eidgenossen --- nur einer singt mit --- Publikum zeigt Flagge --- Beckham singt vor --- Rest hat Kloß im Hals --- Aufstellungen bekannt ---
Die Niederlage der Russland-Auswahl im Spiel gegen die portugiesische Mannschaft, die die Hoffnungen der russischen Fußballfans auf den Einzug unserer Mannschaft ins Viertelfinale zunichte gemacht hat, wird natürlich zum Gegenstand einer Analyse der Experten nach der Europameisterschaft werden. Aber heute teilen einige in der Vergangenheit bekannte Fußballspieler und Trainer in ihrem RIA-Nowosti-Interview Eindrücke über das Spiel der russischen Nationalmannschaft mit.
Wenigstens einen ersten Platz hat Russland bei der EM gewonnen. Sie sind die Ersten, die abreisen können. Traurig, aber wahr.

Die tausenden mitgereisten russischen Fans, die Spieler und deren Frauen sind beziehungsweise haben sich umsonst ausgezogen, um Europa und der Welt die russische Variante des Ballens zu demonstrieren.
Am Mittwoch wird die Russland-Auswahl im Stadion „Luz" in Lissabon in seinem zweiten Spiel bei der Europameisterschaft im Fussball gegen die Gastgeber - die Nationalmannschaft Portugals - antreten.

Beide Mannschaften haben im ersten Spiel verloren.
Es war kein Blitzkrieg, aber ein Blitzsieg, mit dem sich die Franzosen am Sonntag Fußballgeschichte erspielten. Die Lehre für die Zuschauer: Weise wird man mit dem Schlusspfiff - 'kurz vor dem Spielende' ist nicht gleich 'nach dem Spiel'.
Bevor morgen die Gemüter der Russen und Portugiesen pünktlich zur Ballschlacht überkochen werden, wenn sich elf Vertreter einer Nation, der einmal die Hälfte der Welt gehörte, mit den Söhnen der Nation, die sich größter Landbesitzer auf Erden nennen kann, ins 'raumzeitliche Sanktionat' begeben, ist es verlockend und gleichsam ratsam, das Runde, Gemeinsame und Verbindende aus der Klamottenkiste der Völkerfreundschaft zu holen - Druschbaistik sozusagen. 'Tomaten' dürfen auch gestreichelt werden, bevor sich ein Jeder und eine Jede hinter die Mauern seiner Nation im Kopf verzieht
Der Morgen danach ist meist schlimmer als der abendliche Absturz. Tiefe Trauer, gar echter Schmerz über die nicht ungerechte Niederlage gegen Spanien dürften aber in der russischen Mannschaft nicht aufgekommen sein, da alles Leid ob der Punktlosigkeit von dem Mitleid um Gastgeber Portugal überstrahlt wurde.

Was hätte die Algarve getanzt, wenn die Verlierer des ersten Doppelspiels der EM 2004 die Sieger gewesen wären. Tausende von Russen hätten den Palmen das Wesen des Wodkas erklärt,
Während sich die russischen Fußballer an der Algarve im alten Römerdorf Vilamoura im Browns-Sports&Leisure-Club die vibrierenden Nerven behandeln lassen, muss die schreibende Zunft noch gut 24 Stunden in den globalen Belanglosigkeiten des Fußballs herumstochern.

Fehlt einem der richtige Einstieg in das letzte Vorspiel des Eröffnungspieles, soll der unvermeidliche Blick in das Herkunfts-Wörterbuch die eigene Wortlosigkeit überbrücken.
Vor 50 Tagen schrieben wir anläßlich der EURO 2004 in Portugal vom "Krieg der O-Beine", um mit zarter Ironie auf das Spiel der Spiele, den Fußball einzustimmen. Nun sind es noch 50 Tage, bis das Eröffnungsspiel angepfiffen wird.

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