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25-05-2006 Estland
Estnischer Premier beharrt auf Verbannung sowjetischen Ehrenmals
Der Premierminister von Estland, Andrus Ansip, beharrt unentwegt darauf, dass das Ehrenmal für die Befreier aus dem Zentrum von Tallinn verbannt und an einem anderen Platz aufgestellt wird.

"Das Denkmal ist eine Quelle von Spannungen in der Gesellschaft, darum muss es aus dem Zentrum der Stadt verschwinden. Je schneller, desto besser. Wenn sich bestätigen sollte, dass sich unweit von ihm Gräber befinden, dann müssen die Überreste auf irgendeinen Friedhof umgebettet werden", hat der Premierminister am Donnerstag auf einer Pressekonferenz gesagt.

In den letzten Jahren habe der "Bronzesoldat", wie der Regierungschef sich äußerte, einen anderen Sinn erlangt als zu dem Zeitpunkt, als er aufgestellt worden ist. "Damals war er ein Symbol des Gedenkens an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, doch mit der Zeit hat sich die Bedeutung gewandelt. Und in dem neuen Kontext wurde er zu einem Symbol, welches gegen den Staat gerichtet ist, zu einem Denkmal der Okkupation. So denken viele Esten", erklärte der Premierminister.

Ansip sagte, er befürchte nicht, dass der Abriss des Denkmals das Image Estlands in den anderen europäischen Ländern beeinträchtige, wo es Gedenkstätten für sowjetische Soldaten gebe. "Das befürchte ich nicht, denn kann es dem Image schaden, wenn wir in unserem Lande selbst entscheiden, welches Denkmal uns passt oder nicht und wo es stehen soll?", sagte der Premierminister.

"Die Spannungen in der Gesellschaft entsprechen weder den Interessen der Esten noch denen der Russen. Wir sehen, dass das Denkmal nun eine Quelle von Spannungen ist", erklärte Ansip. [ RIA Novosti ]