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29-06-2006 Estland
Außenminister Russlands und Estlands erörtern Probleme der bilateralen Kooperation
Die Außenminister von Russland und Estland, Sergej Lawrow und Urmas Paet, haben am Mittwoch den Stand der bilateralen Beziehungen erörtert. Beide Minister sprachen sich für die Fortsetzung des Dialogs zwischen ihren Ländern aus, teilte die Pressestelle des estnischen Außenamtes in Tallinn mit. Die Unterredung fand im Rahmen der internationalen Konferenz "Paris-2 - Moskau-1" in der russischen Hauptstadt statt.

Lawrow und Paet tauschten Informationen über die Vorbereitung bilateraler Verträge aus. "Beide Seiten sind an der Unterzeichnung eines Vertrages über die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft wie auch eines Abkommens über die Tätigkeit der bilateralen Regierungskommission noch in diesem Jahr interessiert", teilte Paet mit.

Auf der Tagesordnung standen auch Fragen der regionalen Zusammenarbeit beider Länder im Rahmen des Programms Nördliche Dimension, und zwar in Umweltschutz, Bildung und Verkehr. Erörtert wurden ferner Probleme der Zusammenarbeit bei der Beseitigung der Folgen von Ölverschmutzungen in der Ostsee, bei der Nutzung von Ressourcen des Peipus-Sees wie auch der Prophylaxe von AIDS/HIV. "Die Realisierung dieser Projekte trägt den Interessen der Bürger beider Länder Rechnung", sagte der estnische Außenminister.

Diskutiert wurde der Bau eines neuen Grenzübergangspunktes über den Fluss Narva wie auch die Ratifizierung des estnisch-russischen Grenzvertrages.

Verträge über die Land- und die Seegrenze zwischen Russland und Estland waren am 18. Mai 2005 in Moskau unterzeichnet worden. Im Juni zog Russland allerdings seine Unterschrift zurück, weil das estnische Parlament die Dokumente mit politischen Vorbehalten ratifiziert hatte.

Die beiden Außenamtschefs sprachen sich für die Fortsetzung ihrer Kontakte und für einen aktiveren Austausch von Informationen zu allen beiderseits interessierenden Fragen aus, hieß es in Tallinn. [ RIA Novosti ]