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13-09-2004 Estland
Russland ist über die Besudelung von Denkmälern für die sowjetischen Soldaten in Estland empört
"Die Besudelung der Ruhestätten als Akt des Vandalismus kann bei uns natürlich keine anderen Gefühle als Entrüstung hervorrufen. Um so mehr, als diese rowdyhaften Übergriffe in der letzten Zeit massenhaften Charakter annehmen, was zumindest als unfreundlicher Akt, wenn nicht sogar als Provokation empfunden werden muss",

heißt es in einer Antwort des offiziellen Sprechers des Außenministeriums Russlands auf Anfragen der russischen Massenmedien aus Anlass erneuter Schmierereien an den Grabstätten und Denkmälern für die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition.

Wie das Außenministerium unterstreicht, "muss man all jenen, bei denen es mit dem historischen Wissen nicht zum Besten steht, in Erinnerung rufen, dass es sich um die Besudelung von Grabstätten und Denkmälern von Soldaten der Anti-Hitler-Koalition handelt".

"Wir gehen davon aus, dass die estnischen Behörden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um sie wieder in Ordnung zu bringen und zu schützen", so die Erklärung.

Wie die Pressestelle der westlichen Polizeipräfektur mitteilte, hatten am Sonnabendabend Unbekannte den Obelisk für die sowjetischen Soldaten auf dem Friedhof Mihkli im Kreis Pärnu, Bezirk Koonga mit roter Farbe beschmiert.

Nachdem am 2. September auf Anordnung der estnischen Regierung das Denkmal für Esten, die an der Seite des faschistischen Deutschlands gekämpft hatten, in Lihula demontiert worden war, mehrten sich die Akte von Vandalismus gegenüber Denkmälern für sowjetische Soldaten.

Vandalen besudelten Obelisken und Denkmäler auf der Insel Saaremaa in Kuressaare, Tuudi und Haapsalu, im Kreis Tartu in Suur-Kambja, Kaarma, Ansekjula und Imara und im Kreis Pjärnu in Suru und Pärnu.

Die Polizei und der Staatsanwalt der Republik führen die Untersuchung der Verbrechen, doch wurde bisher keiner der Vandalen in Haft genommen. (RIA)