russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



21-10-2004 Estland
Michail Schemjakins Vernissage in Tallinn
Das „Russische Haus" in Estland führt vom 20. Oktober bis zum 5. November in der Stadtgalerie von Tallinn im Rahmen des zwischenstaatlichen Programms „St. Petersburger Begegnungen in Tallinn" eine Wohltätigkeitsausstellung von Arbeiten Michail Schemjakins, „in der Welt bekannter Mensch; der Meister, der dem Druck der Macht widerstehen und dabei seinen Stil, seine Meisterschaft bewahren konnte", durch, teilt das Portal „Sootetschestwenniki" /Landsleute/ mit.

Marina Tee, Direktorin des „Russischen Hauses" in Estland, berichtet, dass die ganze Künstlerwelt Estlands diese Vernissage nicht erwarten konnte und bereitete sich darauf vor. Der Malerverband Estlands stellte für die Ausstellung eine seiner besten Räume zur Verfügung. Die Mission der Gewährleistung der Durchführung der Ausstelllung übernahm HANSAPANK. Das Projekt fand Sponsors, praktisch alle führenden Massenmedien Estlands schenken ihm Beachtung.

Auf der Ausstellung werden die bekannten Serien von Schemjakin zu sehen sein: Die Lithographie „Der Bauch von Paris" und die Graphik - „Illustration zu Wyssozkis Liedern", „Menschen-Vögel. Todesengel" und „Karneval von St. Petersburg".

Voraussichtlich wird der Maler selbst der Schlusszeremonie der Ausstellung beiwohnen.

Michail Schemjakin trug aktiv zur Vorbereitung der Ausstellung bei und gerade er schlug vor, die als eine Wohltätigkeitsaktion durchzuführen.

Der Maler wurde 1943 geboren, verbrachte die Kindheit in Kaliningrad, lebte in Leningrad. 1971 wurde er des Landes verwiesen. Zu einer der bedeutsamen Ursachen der Ausweisung von Michail Schemjakin aus der UdSSR war die von ihm erfundene neue Bewegung - „der metaphysische Synthetismus", dessen Hauptidee sich folgenderweise formulieren läßt: Die Kultur verschiedener Völker besteht nicht, die Kultur ist für alle gleich, man muss lediglich ihre gemeinsamen, tief wurzelnden Grundlagen finden.

Michail Schemjakin, Besitzer mehrerer Ehrendoktorengrade, darunter der Universitäten von San Francisco /USA/ und der Akademie der Künste Europas /Frankreich/, Mitglied der New Yorker Akademie der Wissenschaften, erhielt 1993 den Staatspreis der RF, 1997 den Preis des Präsidenten und 2001 den Preis „Petropolis". (RIA)