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28-12-2004 Estland
Russisches Außenministerium: Die Ansprüche der baltischen Staaten sind der Gründe bar
Die historischen Bewertungen der Ereignisse in den 30er-40er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Baltikum dürfen nicht für die Diskriminierung der nationalen Minderheiten genutzt werden, wurde am Vortage im Außenministerium der RF erklärt.

So kommentierte man im Departement und Information des russischen Außenministeriums die Absicht des Justizministeriums Estlands, Ansprüche gegen Russland für einen „Schaden" geltend zu machen, der Estland in den Jahren seiner „Okkupation" durch die Sowjetunion zugefügt worden war.

„Wir sind überzeugt, dass die bestehenden Unterschiede in Herangehen und Bewertungen der Ereignisse im Baltikum in den 30er-40er Jahren ins Gewebe der heutigen politischen Beziehungen nicht hineingetragen und umso mehr für die Rechtfertigung der Diskriminierung eines beträchtlichen Teils der ständigen Einwohner des Landes genutzt werden müssen, wie dies in Estland und Lettland getan wird", wurde im Außenministerium der RF erklärt.

In Moskau wird unterstrichen, dass die russische Position zur Frage über die Ereignisse in Estland im Zeitraum vom Juni bis zum August 1940 „mehrmals dargelegt worden war und unverändert bleibt".

„Die Einführung zusätzlichen Truppenteile der Roten Armee und der Anschluss Estlands an die Sowjetunion haben den Normen des damals geltenden Völkerrechts nicht widersprachen. Folglich sind jegliche Ansprüche der estnischen Seiten, inklusive der Forderungen nach der materiellen Entschädigung des Schadens, der, wie man in Estland meint, zu einem Ergebnis der Ereignisse im Jahre 1940 geworden ist, der Gründe bar. Wir sehen keinen Sinn in zusätzlichen diesbezüglichen Kommentaren", wurde im russischen Außenministerium betont. (RIA)