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08-05-2007 Estland
Estland: Regierung legt erstmals Kranz am Bronzesoldaten nieder
Estnische Regierungsmitglieder haben am Dienstag auf dem Kriegsfriedhof in Tallinn erstmals einen Kranz am Denkmal des Bronzesoldaten niedergelegt.

Die Verlegung des Denkmals aus dem Stadtzentrum auf den Soldatenfriedhof war zuvor in vielen Ländern auf Kritik gestoßen aus. An der Kranzniederlegung nahmen Ministerpräsident Andrus Ansip, Verteidigungsminister Jaak Aaviksoo und Bevölkerungsminister Urve Palo teil. Im Namen des diplomatischen Corps legte der schwedische Botschafter Dag Hartelius einen Kranz nieder.

Alle Zugänge zum Friedhof wurden von der Polizei abgesperrt. Am Denkmal versammelten sich etwa hundert Personen: Mitglieder der Regierungsdelegation, Vertreter der Botschaften und Journalisten.

Nachdem der Platz vor dem Denkmal voll war, sperrte die Polizei die Zugänge zum Bronzesoldaten ab. Es wurden keine Reden gehalten.

Auf dem 1887 in Tallinn angelegten Kriegsfriedhof wurden Gefallene des zaristischen Russland, während der deutschen Okkupation 1918 deutsche Soldaten und während des Befreiungskrieges und bis zum Zweiten Weltkrieg estnische Soldaten begraben. Hier ruhen auch im Befreiungskrieg gefallene englische Soldaten.

Die Veranstaltungen der estnischen Regierung zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges haben am Dienstagmorgen mit der Kranzniederlegung am Denkmal der Holocaust-Opfer in Klooga begonnen. Auf diese Weise wurden die Handlungen jener verurteilt, die in Estland Verbrechen an der Menschlichkeit verübt und Massenrepressalien organisiert hatten.

Nach der Kranzniederlegung am Bronzesoldaten begab sich die Regierungsdelegation zur Gedenkstätte auf Marjamjagi, wo Soldaten begraben sind, die auf den verschiedenen Seiten der Front kämpften. [ RIA Novosti ]