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12-05-2007 Estland
Estland: "Nachtwache"-Mitglieder fochten ihren Arrestbeschluss gerichtlich an
Drei aktive Mitglieder der durch Aktionen zum Schutz des Denkmals für den Befreiungssoldaten in der Hauptstadt Estlands bekannten Bewegung "Nachtwache", nämlich Dmitri Linter, Maxim Rewa und Mark Siryk, haben neulich den Beschluss über ihren Arrest gerichtlich angefochten.

Den "Nachtwache"-Mitgliedern wird vorgeworfen, Massenunruhen am 26. und 27. April des laufenden Jahres organisiert zu haben.

Die estnische Bewegung "Nachtwache" hatte sich im Mai 2006 spontan entwickelt. Damals begannen einige national-radikale Kräfte Estlands, den Abriss des Denkmals für die Sowjetsoldaten, die Tallinn von der faschistischen Okkupation befreit hatten, zu fordern.

Das Häuflein der National-Radikalen bekam plötzlich Unterstützung vom estnischen Premier Andrus Ansip, der erklärte, er könne es kaum ertragen, täglich "das Symbol der sowjetischen Okkupation" zu sehen. Um eine rechtliche Basis für die Demontage des Soldatendenkmals zu schaffen, verabschiedete die estnische Seite das Gesetz "Über den Schutz von Kriegsgräbern".

Es wurde erklärt, der Bronzesoldat von Tallinn sei nichts als ein Grabmal, das sich wie die Überreste der Kriegsgefallenen auf einem Soldatenfriedhof befinden solle. [itartass /russland.RU]