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18-05-2007 Estland
Expertise in Tallinn beendet: Exhumierte Gebeine identisch mit sowjetischen Soldaten
Das estnische Büro für gerichtsmedizinische Expertise hat die Untersuchung der sterblichen Reste abgeschlossen, die am „Bronzesoldaten“ auf dem Hügel Tönismägi beigesetzt worden waren. Bei den exhumierten Gebeinen handelt es sich um elf Männer und eine Frau, die zur gleichen Zeit beerdigt worden waren.

Laut einer Mitteilung des Pressedienstes des estnischen Außenministeriums wurden die entnommenen DNS-Proben an die Botschaft Russlands in Estland übergeben.

Die Ortslage des Massengrabes und diesbezügliche historische Fotodokumente lassen darauf schließen, dass die sterblichen Reste mit den im Jahre 1945 beigesetzten sowjetischen Soldaten identisch sind.

Estland ist an einer genauen Identifizierung der Personen interessiert, die auf Tönismägi bestattet worden waren. Für eine definitive Identifizierung der sterblichen Reste werden DNS-Proben von jeweils zwei nächsten Verwandten der zwölf sowjetischen Soldaten benötigt. Die estnische Seite erklärt sich bereit, die Kosten für eine Vergleichs- und Kontrollanalyse der DNS-Proben zu tragen.

Beim Büro für gerichtsmedizinische Expertise und beim Estnischen Roten Kreuz sind bisher keine Anträge von eventuell in Estland lebenden Angehörigen auf die Identifizierung der Kriegstoten eingereicht worden. Das Außenministerium bittet die russische Botschaft in Tallinn, bis zum 7. Juni Informationen über die in Russland lebenden nächsten Verwandten der beigesetzten Soldaten zu liefern.

Auf Beschluss der estnischen Behörden war das Kriegsdenkmal auf dem Hügel Tönismägi im Zentrum von Tallinn in der Nacht zum 27. April abgebaut und auf den Militärfriedhof am Stadtrand verlegt worden, wo auch die sterblichen Reste beigesetzt werden sollen.

Diese Entscheidung löste Massenunruhen in der Stadt aus. Bei den Zusammenstößen mit der Polizei wurden Hunderte von Menschen festgenommen und Dutzende verletzt. Ein russischer Bürger, geboren 1987, wurde getötet. [ria-novosti]