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22-05-2007 Estland
Nach Denkmal-Unruhen in Estland: 31 Menschen immer noch in U-Haft
Nach den Krawallen in der estnischen Hauptstadt Tallinn vom 26. bis 27. April befinden sich 31 mutmaßliche Unruhestifter immer noch in Untersuchungshaft. Gegen 15 weitere Personen, die auf freien Fuss gesetzt wurden, laufen Ermittlungsverfahren. Das teilte das Presseamt der Kreisstaatsanwaltschaft Pyhja mit.

Die Justizbehörde ermittelt gegen insgesamt 237 Personen, die bei den Unruhen in Tallinn verhaftet worden waren. Im Nordosten Estlands bleiben 19 Demonstranten weiter in Untersuchungshaft.

Bei einer Verurteilung drohe den Teilnehmern an den Unruhen eine Haftstrafe von einem bis fünf Jahren, hieß es aus der Staatsanwaltschaft.

Estnische Behörden hatten am 27. April das sowjetische Kriegsdenkmal auf dem Tonismägi-Hügel im Zentrum der Hauptstadt Tallinn abgetragen und mit der Umbettung der am "Bronzesoldaten" begrabenen sowjetische Soldaten begonnen, die im Zweiten Weltkrieg bei der Befreiung Estlands von der deutschen Wehrmacht gefallen sind.

Tausende Menschen gingen in Tallinn auf die Straße, um gegen das Vorgehen der Behörden zu protestieren. Sicherheitskräfte setzten gegen die Demonstranten Gewalt ein.

Bei den Massenkrawallen wurde ein 20-jähriger russischer Staatsbürger getötet, Dutzende wurden verletzt. Die Polizei nahm mehr als eintausend Demonstranten fest.

Am 30. April wurde der "Bronzesoldat" auf dem Tallinner Kriegsfriedhof wieder aufgebaut. Dorthin sollen auch die Soldatengräber verlegt werden. [ria-novosti]