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16-12-2011 Estland
Vertreter nationaler Minderheiten Estlands dringen auf Entschuldigung wegen respektloser Äußerungen des Präsidenten


Tallinn – Der Vorstand der Kammer von Vertretern nationaler Minderheiten Estlands hat am vergangenen Mittwoch einen offenen Brief an den Präsidenten Toomas Hendrik Ilves veröffentlicht, in dem vom estnischen Staatsoberhaupt Entschuldigungen wegen seiner beleidigenden Äußerungen gefordert werden. Besagte Äußerungen sind in einem Interview von Ilves für das schweizerische Magazin „Der Bund“ zu finden.




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Dem Vorstand der Kammer zufolge ist der Versuch, Diskriminierung der nationalen Minderheiten in Estland durch Berufung auf eine frühere Besatzung zu rechtfertigen, durchaus unangebracht. "In zivilisierten Ländern wird das als eine Erscheinungsform von Rassismus und Fremdenhass eingestuft", steht im Brief. Die Verfasser des Dokumentes heben auch hervor, dass die in Estland ansässigen Vertreter der nationalen Minderheiten für die Taten, die in den sogenannten Besatzungsjahren vollzogen wurden, keine Verantwortung tragen.

"Die russische Sprache trägt keine Schuld an Massenverfolgungen, die die Bolschewikenführer organisiert haben, ebenso wie die deutsche Sprache an Gräueltaten der Nazis unschuldig ist", wird im Brief betont. "Als Präsident des estnischen Staates sollen Sie dem Volk Estlands ihre Einstellung erklären und Entschuldigungen gegenüber dem Teil der Bevölkerung vorbringen, den Sie beleidigend "Volk der Herrscher" und dessen Muttersprache Sie "Sprache der Besatzungsbehörden" genannt haben."
[russland.RU]
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