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12-01-2006 Estland
Repräsentation der First Lady von Estland soll entlohnt werden
Im Jahr der Präsidentenwahlen in Estland ist im estnischen Parlament ein Gesetzentwurf unterbreitet worden, der die Privilegien und sozialen Leistungen für die Gattin (den Gatten) des Staatspräsidenten bedeutend erweitert.

Wie der Pressedienst des estnischen Parlaments am Mittwoch mitteilte, ist in dem Gesetzentwurf vorgesehen, für die Präsidentengattin ein Entgelt für repräsentative Aufgaben in Höhe von 30 Prozent des Präsidentengehaltes (umgerechnet 1100 Euro) festzusetzen sowie einen Dienstwagen samt einem Fahrer sowie einen Sekretär zur Verfügung zu stellen.



Nach Beendigung der Amtszeit des Präsidenten wird seine Gattin eine Rente in Höhe von umgerechnet rund 700 Euro beziehen, falls sie keiner Beschäftigung nachgeht.

Gegenwärtig hat die Präsidentengattin in Estland nur eine Vergünstigung - das Recht auf eine Hinterbliebenenrente.

Die Verfasser des Entwurfes begründen ihre Initiative damit, dass Präsidentengattinnen und -gatten ihre Aufgaben unentgeltlich erfüllen und dabei ihre frühere Arbeit und beruflichen Perspektiven aufgeben müssen.

Das künftige Gesetz wird vorerst nur zwei Frauen betreffen: die Ehefrau des ersten estnischen Präsidenten nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit des Landes 1991 Lennart Meri, Frau Helle Meri, und die Gattin des heutigen Präsidenten Arnold Rüütel, Ingrid Rüütel. (RIA)