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12-10-2006 Georgien
Gesellschaftliche Kammer: Mehr Respekt im Beziehungswechsel mit Georgiern
Die Beziehungen können weder durch die antirussische Politik des georgischen Präsidenten Saakaschwili noch von kurzsichtigen russischen Beamten bestimmt werden.

Das erklärten die Mitglieder der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation am Donnerstag.




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"Es beunruhigt, dass die von der russischen Führung ergriffenen Maßnahmen zum Schutz der nationalen Interessen zu einer übertriebenen Reaktion führen, die sich auf die Bürger negativ auswirkt. Sowohl für georgische Bürger, die in Russland leben, als auch für russische Bürger in Georgien", sagte das Akademiemitglied Jewgeni Welichow, Sekretär der Gesellschaftlichen Kammer, auf einer Pressekonferenz von RIA Novosti.

Auf der Pressekonferenz wurde eine Erklärung des Kammerrats verbreitet.

"Russlands Bürger jedweder Nationalität, auch der russischen und der georgischen, müssen sich mit Respekt begegnen, der die Bürger eines großen und starkes Staates auszeichnet", heißt es in der Erklärung.

Die Autoren betonen weiter, dass sich die russisch-georgischen Beziehungen schon seit Jahren verschlechtern. Dennoch gelang es bislang beiden Seiten, im gültigen diplomatischen Rahmen zu bleiben.

"Die verantwortungslose antirussische Politik löste in Russland eine Antwort aus, womit sogar Saakaschwili kaum gerechnet hatte", wird in der Erklärung betont.

Unter anderem war die russische Führung gezwungen, Schritte zur Verschärfung der Politik gegenüber Georgien zu unternehmen, erinnerten die Mitglieder der Kammer.

Sie hoben auch hervor, dass in letzter Zeit Dutzende Verbrechen aufgedeckt wurden, die Georgier in Russland verübt hatten. Laut Autoren kommt man deshalb zur Annahme, dass diese Verbrechen die Gesetzeshüter zuvor nicht interessiert haben.

"Wie es aber in Russland schon so oft geschehen ist, wirkten sich die verantwortungslosen Handlungen der Beamten, die auf lieb Kind machen, negativ auf russische Bürger mit georgischer Herkunft aus", heißt es in der Erklärung.

"Unsere Völker haben eine historische Verantwortung für das gemeinsame Schicksal. Die Menschen beider Länder lebten lange Zeit in einem Staat und bildeten ein Volk. Eine Garantie für ihr Wohlergehen sind gute Nachbarschaft und ein vielgestaltiges Miteinander ohne Impresarios und Sponsoren von außen", resümieren die Autoren der Erklärung. [ RIA Novosti ]

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