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02-11-2006 Georgien
Georgiens Genozid an Südosseten: Abchasisches Parlament erkennt Dokumentationen an
Das Parlament der nicht anerkannten Republik Abchasien hat am Donnerstag den Beschluss "Über den Appell des Parlaments Südossetiens zur Anerkennung des Völkermordes an den Südosseten" gefasst.






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Das abchasische Parlament stellt fest, dass das Volk von Süsossetien im Laufe des 20. Jahrhunderts wiederholt Aggressionen von Seiten Georgiens ausgesetzt war. "Dem abchasischen Volk, das alle Erscheinungsformen des georgischen Chauvinismus und des aggressiven Nationalismus erleiden musste, sind die leidgeprüfte Geschichte und das Schicksal des ossetischen Volkes nah und verständlich", heißt es in dem Dokument.

"Nach dem Studium der vom Parlament der Republik Südossetien vorgestellten Beschlüsse ,Über die politische Bewertung der Ereignisse von 1918-1920' und ,Über die politisch-rechtliche Bewertung der Ereignisse im Zeitraum 1989 bis 1992' sowie der Erklärung "Zum Völkermord im Jahr 1920 in Südossetien' und des Dokumentes ,Über den Völkermord an den Südosseten in den Jahren 1989-1992' stellt das Parlament der Republik Abchasien fest: Die Fakten, die in den vorgelegten Dokumenten genannt werden, sprechen dafür, dass die politische Führung Georgiens in den Jahren 1918 bis 1920 und 1989 bis 1992 eine zielgerichtete Staatspolitik zur physischen Vernichtung des ossetischen Ethnos betrieben hat", so der Beschluss.

In dem Parlamentsbeschluss wird unter anderem auf "die Schließung der ossetischen Schulen, die Umstellung des Alphabeths auf die georgische Schrift und auf eine drastische Veränderung der demographischen Situation durch die massenhafte Ansiedlung von Georgiern auf südossetischem Territorium" sowie auf "die Aggression Georgiens gegen Südossetien in den Jahren 1989 bis 1992" verwiesen, wobei mehr als 1000 Zivilisten getötet und mehr als 3500 verletzt worden seien.

"Zahlreiche Raub- und Gewaltfälle, die gewaltsame Inbesitznahme von Vermögen, die brutale Ermordung von Frauen, Kindern und älteren Menschen, Foltern und sonstige barbarische Taten, die die Menschenwürde missachten, wie auch andere Fakten, die in dem vorgelegten Material dargelegt werden, fallen unter die UNO-Konvention vom 9. Dezember 1948 über die Verhinderung von Völkermord und die Bestrafung dafür und werden als Genozid qualifiziert", wird unterstrichen.

Das abchasische Parlament hat sich an die russische Staatsduma mit dem Vorschlag gewandt, "die Beschlüsse des Parlaments der Republik Südossetien zum Genozid gegen das ossetische Volk durch die militärpolitische Führung Georgiens in den Zeiträumen 1918-1920 und 1989-1992 zu unterstützen". [ RIA Novosti ]

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