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18-07-2007 Georgien
Georgien: Luftraumverstöße durch Russland aus Mangel an technischen Mitteln unbewiesen
Georgien wirft Russland Luftraumverstöße vor und kann dabei keine Beweise dafür anführen, dass russische Hubschrauber im März dieses Jahres ins Kodori-Tal eingeflogen waren. Darauf verweisen die Abgeordneten des georgischen Parlaments.



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An der Untersuchung des Zwischenfalls am 11. März im Luftraum des Kodori-Tales waren die UNO, die Führung der Friedenstruppe sowie Vertreter von Georgien und Abchasien beteiligt. Der untere Teil des Kodori-Tales wird seit dem georgisch-abchasischen Krieg von 1992-1993 von der abchasischen Seite und der obere Teil von der georgischen Seite kontrolliert.

Nach Behauptung der georgischen Sicherheitsstrukturen waren mehrere Hubschrauber vom Territorium der benachbarten Kabardinisch-Balkarischen Republik (Russland) aus ins Kodori-Tal eingeflogen und hatten dort drei Dörfer unter Beschuss genommen. Diese Information wurde im russischen Verteidigungsministerium als Provokation bewertet. Ein diesbezüglicher Bericht der UN-Beobachtermission in Georgien hat nicht bestätigt, dass das Feuer von russischen Hubschraubern geführt worden war.

Der Abgeordneten von der Fraktion „Rechte Opposition“ Manana Natschkebija zufolge ist es peinlich, dass weder die UN-Beobachter noch die georgische Seite die Verletzung des georgischen Luftraumes durch ein russisches Luftfahrzeug bestätigen können.

„Hätten wir dies beweisen können, wären der Ton der (georgischen) Erklärung und die Forderungen schärfer. Bedauerlicherweise können wir - wie auch vor vier bis fünf Jahren - nicht nachweisen, wer den Luftraum Georgiens verletzt hatte“, zitiert die Agentur Novosti-Grusia Manana Natschkebija. Der Chef des Ausschusses für Eurointegration des georgischen Parlaments, David Bakradse, erklärte dies mit einer unzureichenden technischen Ausrüstung der Luftverteidigungskräfte Georgiens.

„Ein solches Objekt lässt sich von keinem gewöhnlichen Radar registrieren. Soviel ich mich in Technik auskenne, ist für die Sichtung eines solchen Objektes neben einem konventionellen Luftverteidigungssystem auch eine lokale Anlage erforderlich“, sagte der Abgeordnete in einer Sendung der georgischen Fernsehgesellschaft „Rustawi-2“. [ ria novosti ]

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