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15-04-2008 Georgien
Russland schließt neue Spannungen zwischen Georgien und Abchasien nicht aus
Russland hält weitere Spannungen zwischen Georgien und seiner nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Abchasien für möglich. "Sobald der Schnee im Gebirge schmilzt, schließen wir neue Spannungen nicht aus", teilte der russische Sonderbotschafter Wladislaw Tschernow nach Konsultationen im UN-Sicherheitsrat mit. "Umso mehr, da im Kodori-Gebirgstal laut unseren Informationen zahlreiche Vertreter der bewaffneten Strukturen Georgiens präsent sind."




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Russland bewerte "die Situation im Konfliktraum insgesamt als kompliziert", führte er aus. Das widerspricht den Aussagen von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der in seinem Bericht an den Sicherheitsrat die Situation in dem Konfliktraum als "insgesamt stabil" bezeichnet hat.

Der ranghohe russische Diplomat stellte in diesem Zusammenhang fest: "Die Schlussfolgerungen im Bericht (des UN-Generalsekretärs), laut denen sich die Situation stabilisiert hat und es zu keinen ernsthaften Vorfällen kommt, gilt eher - und insbesondere was Kodori anbelangt - für die Winterzeit."

"Insgesamt gibt die Situation keinen Grund, von einer realen Verbesserung zu sprechen", so der Sonderbotschafter. "Dies ist eher eine vorübergehende Pause."

Tschernow verwies darauf, dass im Resolutionstext über die Mandatsverlängerung der UN-Beobachtermission in Georgien bis Oktober 2008, die der UN-Sicherheitsrat am Dienstag annehmen will, auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, den Mechanismus der vierseitigen Treffen zu Sicherheitsproblemen möglichst bald wieder in Gang zu setzen. An diesen Treffen sollen Vertreter Georgiens und Abchasiens sowie der GUS-Friedenskräfte und der UN-Beobachtermission teilnehmen.

Der Konflikt war am 14. August 1992 ausgebrochen, als Georgien seine Truppen nach Abchasien, ehemalige Autonomie im Bestand der Sowjetrepublik Georgien entsandte, weil diese ihre Unabhängigkeit verkündet hatte.

Der bewaffnete Konflikt endete am 30. August 1993 mit dem Ergebnis, dass Tiflis die Kontrolle über das abtrünnige Abchasien verlor.

Abchasien fordert schon seit langem eine internationale Anerkennung seiner Unabhängigkeit, während Georgien eine Wiederherstellung der Kontrolle über dieses Territorium anstrebt und der Provinz umfassende Autonomierechte anbietet. RIA Novosti

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