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22-04-2008 Georgien
Abchasien bestätigt, georgische Drohne selber abgeschossen zu haben
Die georgische Aufklärungsdrohne ist am vergangenen Sonntag über Abchasien nicht von einem russischen Jäger, sondern vom abchasischen Militär abgeschossen worden. Das bekräftigte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch am Dienstag.

Als "Falsifikat im Hollywood-Stil" bezeichnete er ein georgisches Video, das angeblich das Gegenteil beweist. "Ich möchte noch ein Mal betonen: Die Drohne wurde von Abchasien abgeschossen. Russland hat damit nichts zu tun", sagte der Präsident des international nicht anerkannten Kaukasus-Staates.

Abchasien hatte bereits am gestrigen Montag bekannt gegeben, am Tag zuvor ein unbemanntes georgisches Aufklärungsflugzeug über seinem Gebiet abgeschossen zu haben. Georgien wies die Meldung zuerst als falsch zurück. Doch später warf das georgische Außenministerium Russland vor, die georgische Drohne mit einem MiG-29-Jäger über dem Territorium Georgiens abgeschossen zu haben. Die russische Luftwaffe dementierte diese Meldung offiziell.

Abchasien hatte laut Präsident Bagapsch gegenüber den in der Region stationierten UN-Beobachtern sowie dem Friedenskontingent der GUS bereits mehrmals auf die Verletzung seines Luftraums durch Georgien hingewiesen. Nach einer Reihe von Warnungen schoss Abchasien am 18. März eine georgische Aufklärungsdrohne ab. "Damals hatte Georgien versichert, es habe damit nichts zu tun."

Abchasien sei in der Lage, seine Souveränität zu schützen, und werde seine Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhen, sagte Bagapsch. Wenn Georgien weiter aufrüsten würde, würde seine Republik die Hände nicht in den Schoß legen.

Die im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Abchasische Republik gehört völkerrechtlich zu Georgien, hatte sich jedoch 1992 für unabhängig erklärt, was zu einem blutigen Krieg führte. Der Sezessionskrieg dauerte etwas länger als ein Jahr, führte zu Kriegsverbrechen, vielen tausend Toten und zur Vertreibung von vielen Georgiern, die in Abchasien gelebt hatten. Im Mai 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. RIA Novosti

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