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12-08-2008 Georgien
Gemeinsames Training für den Ernstfall - USA leisten Militärhilfe für Georgien
Die USA haben die Armee ihres Verbündeten Georgien in den vergangenen Jahren mit Geld und Ausbildung unterstützt. Seit 2004 stellte Washington nach Angaben des State Department mehr als 460 Millionen Dollar (rund 309 Millionen Euro) Hilfe für Georgien bereit, dafür waren über 190 Millionen für Sicherheit und Militär bestimmt. Rund 130 US-Militärausbilder sind ständig in Georgien stationiert.



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Wenige Tage vor Beginn der Kämpfe um Südossetien übten etwa 1000 US-Soldaten und 600 Georgier in einem Manöver bei Tiflis den Ernstfall.

Das US-Verteidigungsministerium legt Wert darauf, dass das militärische Engagement in Georgien im Zusammenhang mit dem weltweiten "Krieg gegen den Terrorismus" steht und nicht etwa eine Aufrüstung gegen Russland zum Ziel hatte. Die Militärausbilder bereiten laut Pentagon georgische Einheiten zum Einsatz im Irak vor, auch die jüngste Truppenübung bei Tiflis basierte demnach auf Guerrilla-Szenarien aus dem Einsatz im Irak.

Als Waffenlieferant an Georgien treten die USA offiziell nicht auf. Das renommierte Stockholmer Friedensinstitut SIPRI dokumentierte für die Zeit zwischen 2003 und 2007 Waffenimporte im Umfang von 183 Millionen Dollar in Georgien. Die größten Aufträge gingen demnach mit 71 Millionen in die Ukraine und mit 60 Millionen an die Tschechische Republik. Waffenkäufe in den USA sind nicht verzeichnet.

Die Ausbildungshilfe der USA für die georgische Armee wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 intensiviert. 2002 startete die US-Armee das "Georgien-Trainings- und Ausbildungsprogramm" (GTEP), in dessen Rahmen vier georgische Bataillone zum Einsatz im Rahmen des "Kriegs gegen den Terror" ausgebildet wurden. Sein Volumen wurde auf 60 Millionen Dollar geschätzt.

Anfang 2005 wurde es abgelöst durch das Programm "Georgiens Nachhaltigkeit und Stabilität" (Georgia SSOP), das auf die Vorbereitung georgischer Infanteristen zum Einsatz im Irak abzielt. Zuletzt war Georgien mit etwa 2000 Soldaten drittgrößter Truppensteller im Irak, die Soldaten waren vor allem an Kontrollposten an Bagdads Ausfallstraßen stationiert. Georgien rief sie inzwischen zurück, bis Montag hatten die USA meisten georgischen Soldaten in ihr Heimatland ausgeflogen.


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