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25-01-2010 Georgien
Georgische Oppositionschefin: "Saakaschwili handelt verantwortungslos"
Nino Burdschanadse, Chefin der Oppositionspartei "Demokratische Bewegung - Einheitliches Georgien" und Ex-Vorsitzende des georgischen Parlaments, hat dem georgischen Präsidenten, Michail Saakaschwili, verantwortungslose Handlungen und den Eingriff in innere Angelegenheiten anderer Länder vorgeworfen.




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Sie sagte in einem jüngst veröffentlichten Interview mit der russischen Zeitung "Wremja Nowostej": "Die Weigerung der Zentralen Wahlkommission der Ukraine, eine präzedenzlos große Gruppe georgischer Wahlbeobachter im Laufe der Präsidentschaftswahl zu akkreditieren, ist ein neuer Beweis dafür, dass Saakaschwili verantwortungslos handelt. Er konnte keine Demokratie in seinem eigenen Land schaffen. Nun versucht er einen großen Kämpfer für Demokratie zu spielen und greift in innere Angelegenheiten der Ukraine ein."

Ihrer Auffassung nach "leidet Saakaschwili an Größenwahn". "Sein Wunsch, die russische Armee in die Knie zu zwingen, hat unser Land in eine klägliche Lage versetzt. Das zeugt unter anderem davon, dass Saakaschwili nicht bereit ist, in seinem Vaterland normale, faire Wahlen zu veranstalten", so die georgische Oppositionspolitikerin.

Burdschanadse stellte mit Bedauern fest, dass "es derzeit unmöglich ist, von einer Wiederherstellung der gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Russland und Georgien zu reden", und rief auf, nach "Wegen zu einer Normalisierung der Beziehungen" zu suchen. "Es gilt, einen Dialog auf der Basis des gegenseitigen Respekts zu führen und dabei ganz ehrlich zu sein, damit Vertrauen entsteht", meinte sie. "Ohne die Normalisierung der Beziehungen zu Russland ist keine Normalisierung der Lage in Georgien möglich", fügte sie hinzu.

Sie erinnerte an die Worte Saakaschwilis: "Von einem Dialog mit Russland kann keine Rede sein, bis der letzte russische Soldat das georgische Territorium verlassen hat." Ihr Kommentar dazu: "Dummes Zeug." "Ohne Dialog wird Russland keinen Truppenabzug beschließen; ganz im Gegenteil, es kann in diesem Fall weitere Soldaten entsenden", betonte Burdschanadse.

Nach ihren Worten "trägt Saakaschwili die Verantwortung für all das Leiden des Landes. Georgien hat Territorien verloren, das Niveau der Demokratie ist gleich Null, die Auslandsschulden sind kolossal, und es gibt auch viele andere Probleme. Es ist notwendig, eine neue Präsidentschaftswahl baldmöglichst zu veranstalten. Sonst kann Saakaschwili das Land in eine neue Katastrophe verwickeln." [ russland.RU ]

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