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26-07-2011 Georgien
Georgien: Schewardnadse meldet sich zu Wort


In einem Interview mit der in Tbilissi erscheinenden Zeitung 'Assawal Dassawali' sprach der ehemalige Präsident Georgiens Eduard Schewardnadse seine Überzeugung aus, dass das georgische Volk "die Politik der jetzigen Staatsführung nicht lange dulden wird". "In Georgien steigen täglich die Preise, die Arbeitslosenquote ist hoch, und die Staatsführung ergreift Maßnahmen, die zur Senkung des Lebensstandards führen, statt diesen zu erhöhen", bemerkte Schewardnadse.




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Der 83-jährige Ex-Staatschef rief seinen Amtsnachfolger Michail Saakaschwili und sein Team auf, "sich ernsthaft Gedanken über eine Verbesserung des Lebens der Bevölkerung zu machen und Maßnahmen in diese Richtung zu treffen, sonst kann die Geduld der Menschen schwinden".

Vertreter der georgischen Regierung konterten: "Ratschläge von Schewardnadse, der mit seiner Politik das Land in die Krise gestürzt hat, brauchen wir nicht." Sie betonten, dass in der letzten Zeit "viel getan worden ist, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und das Leben der Bevölkerung zu verbessern". Zahlreiche georgische Oppositionspolitiker und Leiter von vielen gesellschaftlichen Organisationen kritisieren jedoch inzwischen die Politik des offiziellen Tbilissi aufs Schärfste.

Zur aktuellen Terrorismuslage schlägt er in seinem Pressedienst vor, dass ein Zentrum zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus in Europa gegründet werden sollte. Schewardnadse zufolge "herrscht weltweit eine Epidemie des Terrorismus, es handelt sich tatsächlich um einen neuen Weltkrieg, aber es gibt keine Frontlinie und keinen bestimmten Feind, und jeder kann Opfer werden. Deshalb muss jeder Staat einen Beitrag zum Kampf gegen den Terrorismus leisten: Europa braucht ein Zentrum zur Bekämpfung des Terrorismus." Nach seiner Auffassung "müssen die USA und Europa eine besondere Rolle in diesem Kampf spielen". Auch "diejenigen Nichtmitglieder der EU, die es wünschen, Bestandteile eines einheitlichen Anti-Terror-Systems zu werden", müssen am Kampf teilnehmen, meinte der georgische Politiker.
[russland.RU]
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