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24-04-2007 Boris Jelzin
Weitere Stimmen zum Tod von Boris Jelzin – von Putin bis Beresowski
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen verstorbenen Vorgänger Boris Jelzin als Schöpfer eines "neuen demokratischen Russlands" gewürdigt. Dank Jelzin sei für Russland eine ganz neue Epoche angebrochen, sagte Putin am Montag in Moskau.

Jelzin werde als erster russischer Präsident in die Geschichte eingehen, sagte Putin. Durch ihn sei Russland heute ein weltoffenes Land. Auf Jelzins Initiative habe Russland eine neue Verfassung bekommen, die den Menschenrechten oberste Priorität einräume: "Sie gibt den Menschen die Möglichkeit, ihre Gedanken frei zu äußern, die Politiker ihres Landes frei zu wählen und ihre kreativen Wirtschaftsprojekte umzusetzen", sagte Putin.

Bush: Zutiefst traurig über Jelzins Tod

US-Präsident George W. Bush nannte Jelzin eine "historische Figur". Seine Frau Laura und er seien zutiefst traurig über Jelzins Tod, erklärte Bush. Bush erklärte, Jelzin habe seinem Land in einer Phase fundamentalen Umbruchs gedient und sich für gute Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten stark gemacht, betonte Bush.

Pentagon-Chef nennt Jelzin „wichtige Figur in Russlands Evolution“

Der amerikanische Verteidigungsminister, der sich derzeit zu einem Besuch in Moskau aufhält, hat am Montag im Namen der US-Administration zum Ableben des ersten Präsidenten Russlands Boris Jelzin kondoliert. „Ich möchte meine Sympatie und mein Beileid gegenüber dem russischen Volk bekunden. Jelzin war eine wichtige Figur in Russlands Geschichte. Niemand in Amerika wird vergessen, wie er auf einem Panzer vor dem Weißen Haus stand. Er war eine wichtige Figur in Russlands Evolution“, sagte der Pentagon-Chef.

Jelzin regierte in Periode von historischen Transformationen

Die Administration von George W. Bush hat dem russischen Volk wegen dem Ableben von Boris Jalzin kondoliert.

„Wir richten unsere Gedanken und Gebete an seine Familie und das russische Volk“, sagte Sean McCormack, offizieller Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, und bemerkte, dass Jelzin „Russland während einer Periode von historischen Transformationen regierte“.

Javier Solana von Jelzins Tod tief bedrückt

Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, ist über die Nachricht über den Tod des ersten ru Sprecherin Christina Gallach am Montag in Luxemburg.



„Solana kannte Jelzin persönlich, weil er als NATO-Generalsekretär lange mit ihm gearbeitet hatte“, sagte Gallach.

EU-Kommissionspräsident Barroso bedauert Tod Boris Jelzins

Der erste Präsident Russlands, Boris Jelzin, hat nach Worten von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso Ost und West einander näher gebracht.

"Als Präsident war er (Jelzin) unzähligen Herausforderungen und Problemen in seiner Tätigkeit gegenübergestanden, konnte aber Ost und West näher bringen und helfen, die Konfrontation durch die Zusammenarbeit zu ersetzen", heißt es in einer Erklärung Barrosos. Der EU-Kommissionspräsident würdigte ferner "großen Mut" Jelzins bei der Verteidigung der Freiheit in Russland.

EU-Außenminister zollen erstem russischen Präsidenten Respekt

Boris Jelzins Tätigkeit verdient allseitigen Respekt seitens der EU. So hieß es in einer Erklärung der Außenminister der 27 EU-Mitgliedsländer im Zusammenhang mit dem Tod des ersten russischen Präsidenten.

Boris Jelzin hatte acht schwierige Jahre lang den Posten des russischen Präsidenten inne und trug wesentlich zum Werdegang der Demokratie in Russland bei, hieß es in der Erklärung, die der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Vertreter des EU-Vorsitzenden vor Journalisten verlas.

Die Verfasser der Erklärung betonten auch, dass der erste russische Präsident die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der EU förderte und dass das Kooperatuons- und Partnerschaftsabkommen zwischen Russland und der EU in seiner Amtszeit unterzeichnet wurde.

Europarat: Jelzin brachte Russland in Familie europäischer Völker

Der erste russische Präsident Boris Jelzin hat Russland in die Familie der europäischen Völker gebracht.

Das sagte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Rene van der Linden, am Montag in Straßburg. Er schätzte Jelzins Verdienste um die Demokratisierung der russischen Gesellschaft hoch ein. "Wir sollen dem ersten demokratisch gewählten Staatschef Russland Tribut zollen, weil Russland unter Jelzin unter anderem ein Moratorium für die Todesstrafe eingeführt hat… Jelzin bleibt in unserem Gedächtnis als ein Symbol für die Unumkehrbarkeit der Demokratie in Russland", sagte Van der Linden.

NATO-Generalsekretär De Hoop Scheffer bedauert Tod Boris Jelzins

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat den Tod des ersten Präsidenten Russlands, Boris Jelzin, bedauert und dessen Beitrag zur demokratischen Entwicklung des russischen Staates gewürdigt.

Jelzin werde für seinen Mut bei der Wahl eines neuen demokratischen Weges für sein Land in die Geschichte eingehen, heißt es in einer am Montag in Brüssel verbreiteten Erklärung De Hoop Scheffers. Jelzin habe viel dafür getan, das Erbe des Kalten Krieges zu überwinden und ein neues Verhältnis zwischen der NATO und Russland zu begründen.

"Diese historischen Anstrengungen ließen die Angst der Vergangenheit zugunsten der Kooperation überwinden, deren Ziel die gemeinsame Abwehr neuer Herausforderungen und Gefahren ist… Diese Anstrengungen sind denn auch in der von Boris Jelzin unterschriebenen grundlegenden Akte Russland-NATO festgehalten", heißt es in dem Schreiben.

Armeniens Präsident Kotscharjan kondoliert zum Ableben von erstem Präsident Russlands Jelzin

Der armenische Präsident Robert Kotscharjan hat am Montag zum Ableben des ersten russischen Präsidenten Boris Jelzin kondoliert.

"Mit tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod Boris Jelzins erfahren", sagte Kotscharjan in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Der Name Jelzins sei untrennbar mit dem Werden der Demokratie in Russland verbunden. "Sein Beitrag zur Herstellung der Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Staaten war von großer Bedeutung für die Erhaltung und Festigung der Beziehungen. Jelzin stand an der Wiege einer neuen Etappe der traditionellen Freundschaftsbeziehungen zwischen Russland und Armenien."

Boris Jelzin ist nach Kotscharjans Worten eine "ganze Epoche, eine historische Richtung in den Beziehungen zwischen unseren Brudervölkern… In meinem eigenen Namen und im Namen des armenischen Volkes und der Landesführung spreche ich der Führung Russlands und Angehörigen von Boris Nikolajewitsch, aber auch allen Einwohnern Russlands ein tief empfundenes Beileid aus", sagte der armenische Präsident.

Duma-Chef Gryslow bittet deutsch-russisches Forum um Schweigeminute

Der Vorsitzende der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) hat den Angehörigen von Boris Jelzin, der am Montag unerwartet im Zentralen Klinischen Krankenhaus starb, kondoliert.

Gryslow, der sich zu einem offiziellen Besuch in Deutschland befindet, bat die Teilnehmer des Deutsch-Russischen Forums vor Anfang der Sitzung, das Andenken des ersten russischen Präsidenten mit einer Schweigeminute zu ehren.

„Er wird als Mensch, der viel für das Entstehen unseres Staates und die Errichtung der Demokratie getan hat, für immer in unserem Gedächtnis bleiben“, sagte Grylow. Er kondolierte den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen sowie allen, „die Jelzin als einen der größten Politiker unserer Zeit einschätzen“.

Ukrainischer Präsident kondoliert zum Tod von Boris Jelzin

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat in einem Schreiben an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Tod von Boris Jelzin kondoliert.

„Im Namen des ukrainischen Volkes und in meinem eigenen Namen möchte ich mein tief empfundenes Beileid im Zusammenhang mit dem unwiderbringlichen Verlust - dem Tod des hervorragenden Politikers und Staatsmannes, des ersten Präsidenten der Russischen Föderation, Boris Nikolajewitsch Jelzin, - aussprechen. Wir teilen aufrichtig den Schmerz über diesen schweren Verlust. Ich möchte bitten, der Ehefrau, den Angehörigen und Verwandten, den Mitkämpfern sowie dem ganzen russischen Volk meine Kondolenzworte zu übermitteln“, heißt es in dem Schreiben, dass am Montag vom Pressedienst des ukrainischen Staatschefs im vollen Wortlaut zitiert wird.

„Ein großer Demokrat und ein Politiker von Format, mit dessen Namen eine ganze Epoche der Weltgeschichte verbunden ist, ist aus dem Leben geschieden. Der Beitrag von Boris Jelzin zur Wiedergeburt des russischen Staates, zur Behauptung der Prinzipien der Freiheit, der Gleichberechtigung und der Souveränität im postsowjetischen Raum sowie zur gerechten Gestaltung der modernen Welt ist einmalig und kann mit den Leistungen hervorragender historischer Führungspersonen verglichen werden“, heißt es.

„Wir werden ein gutes Andenken an Boris Nikolajewitsch für immer in unseren Herzen bewahren“, unterstreicht Juschtschenko.

Russlands Botschafter: Jelzin wollte in der Ukraine vermitteln

Der erste Präsident von Russland, Boris Jelzin, hatte beabsichtigt, als Vermittler in der Ukraine aufzutreten.

Das sagte der russische Botschafter in Kiew, Viktor Tschernomyrdin, am Montag vor Journalisten.

„Wir hatten am 9. April ein längeres sachliches Gespräch. Er (Jelzin) interessierte sich vor allem für die Situation und für die Möglichkeit, mit jemandem darüber zu sprechen. Er wollte herkommen und fragte, wie und ob er auf die Krim kommen könnte“, sagte Tschernomyrdin.

Laut dem Diplomaten war Jelzins Tod für ihn völlig unerwartet. Der Botschafter äußerte „den Angehörigen und Verwandten, all denen, die ihn gut kannten und immer in seiner Umgebung waren“ sein Beileid.

„Jelzin bedeutet eine ganze Epoche für Russland“, betonte Tschernomyrdin.

Parlamentspräsident Moros würdigt Beitrag Jelzins zur Unabhängigkeit der Ukraine

Am Beitrag des ersten Präsidenten Russlands, Boris Jelzin, zur Unabhängigkeit der Ukraine und der Anbahnung der Beziehungen zwischen Moskau und Kiew ist nach Ansicht des ukrainischen Parlamentspräsidenten Alexander Moros nicht zu zweifeln.

Nach Angaben des Pressedienstes des ukrainischen Parlaments vom Montag sprach Moros sein tiefempfundenes Beileid im Zusammenhang mit dem Ableben Jelzins aus. Künftig würden Experten seine Erfolge und Fehler analysieren… Aber er habe zum Erhalt der Unabhängigkeit durch die Ukraine beigetragen. Gerade von diesem Standpunkt aus soll Jelzin als ein Mensch, als ein Staatsmann eingeschätzt werden. "Wir bedauern seinen Tod", betonte Moros.

"Boris Nikolajewitsch und alles, was mit ihm verbunden ist, sind ein wichtiger Meilenstein in der modernen internationalen Geschichte. Es findet sich kaum einer, der in den zurückliegenden Jahrzehnten derartiger Einschätzung würdig wäre", heißt es in dem Schreiben.

Litauens Präsident Adamkus trauert um gestorbenen ersten russischen Präsidenten Jelzin

Der litauische Präsident Valdas Adamkus hat am Montag sein tief empfundenes Beileid zum Ableben des ersten russischen Präsidenten Boris Jelzin ausgesprochen.

"Das Volk Litauens und ich persönlich haben mit tiefer Trauer vom Tod Boris Jelzins erfahren", sagte Adamkus in Vilnius. "In den Jahren der Präsidentschaft Jelzins wurden überaus wichtige Schritte zur Förderung der Beziehungen Russlands und Litauens getan. Im historischen bilateralen Vertrag wurden die Grundlagen für die bilateralen Beziehungen geschaffen und der Abzug der sowjetischen Truppen (aus Litauen) vereinbart. Signiert wurde ein Grenzvertrag…"

"Boris Jelzin war ein mutiger und aufgetaner Mensch, der nicht nur in die Geschichte Russlands, sondern, wie ich hoffe, auch in die Geschichte des Baltikums und der ganzen Welt eingeht. Seine Position hatte den Weg Litauens zur Freiheit beschleunigt und einen großen Beitrag zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit in den Baltischen Ländern geleistet… Für uns war es eine große Ehre, Jelzin als Freund und Partner zu haben", betonte Adamkus.

Litauens erster Präsident Algirdas Brazauskas würdigte in einem Interview für den litauischen Rundfunk die Rolle Boris Jelzins bei der Verbesserung der Beziehungen zwischen Litauen und Russland, die durch die tragischen Ereignisse vom Januar 1991 getrübt worden waren. "Ohne Zweifel ist der Kampf gegen die damalige Ordnung, gegen die damalige Macht der Partei Jelzins markantester Schritt… Ohne Jelzin hätte es erhebliche Probleme beim Abzug der (sowjetischen) Truppen gegeben", sagte Brazauskas.

Flüchtiger Oligarch Beresowski würdigt Jelzin als großen Reformpolitiker

Der erste Präsident Russlands, Boris Jelzin, hat den Russen das Wichtigste - die Freiheit - beigebracht.

Diese Ansicht äußerte der im Londoner Exil lebende russische Oligarch Boris Beresowski am Montag in einem RIA-Novosti-Gespräch. Jelzin sei ein großer Reformpolitiker gewesen, sagte er.

1996 hatte Jelzin Beresowski zum stellvertretenden Sekretär des Sicherheitsrates Russlands ernannt. 1998 beförderte Jelzin den Oligarchen zum Exekutivsektetär der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). [afp/itartass/ria novosti/russland.RU]