8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Ausstellung "Widerstandsbewegung in Europa" in Mailand eröffnet
Der Mailänder Oberbürgermeister Gabriele Albertini hat am Montagabend die Ausstellung "Widerstandsbewegung in Europa" feierlich eröffnet, die dem 60. Jahrestag der Befreiung Italiens vom Faschismus gewidmet war. Der Eröffnung wohnten namhafte Politiker, Veteranen der Partisanenbewegung und Diplomaten bei.

Die Exposition im Mailänder Museum der modernen Geschichte gewährt Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Widerstandsbewegung in den Jahren des Zweiten Weltkriegs.

Die Veranstalter waren bemüht, die ganze Vielfalt der Geschichte der Widerstandsbewegung zu zeigen: als einen Kampf antifaschistischer Partisanen in verschiedenen Ländern Europas, als Aktivitäten illegaler Organisationen sowie Akte des zivilen Ungehorsams, der erzwungenen Emigration, in der Form der Verbreitung der Wahrheit über die Nazi-Verbrechen und der Entlarvung der menschenhassenden faschistischen Ideologie.

Ein spezieller Bereich ist unter anderem den propagandistischen Funksendungen von BBC, Voice of America und Radio Moskau für die deutschen Truppen und die Bevölkerung der okkupierten Länder gewidmet.

An der Vorbereitung der Ausstellung nahmen 33 Museen und Forschungszentren aus 14 europäischen Ländern, darunter auch aus Russland, teil.

"Mit unserer Exposition wollten wir zeigen, wie unsere vom Feind eingekreiste Stadt 900 Tage lang unter den Bedingungen der Blockade gelebt und gekämpft hat", sagte Irina Murawjowa, Leiterin der Forschungsabteilung des Petersburger Museums für die Verteidigung Leningrads, die für den russischen Stand in Mailand zuständig war, gegenüber RIA Nowosti.

"Mit einer geringen Zahl von Exponaten war es kompliziert, die Vorstellung vom ungebrochenen Widerstandsgeist der Leningrader zu vermitteln", meinte sie.

Manche der Exponate, die aus Petersburg nach Mailand gebracht wurden - die Brotration während der Blockade, der dreieckige Soldatenbrief, der Tabaksbeutel, ein kleiner Kanonenofenoder ein Schlitten, mit dem während der Blockade Wasser aus der Newa nach Hause geschleppt wurde - werden für die heutigen Italiener wohl nicht ganz verständlich sein, äußerte Murawjowa.

"Aber dafür werden natürlich alle die Plakate und Auszeichnungen aus der Kriegszeit ohne besondere Erläuterungen verstehen, beispielsweise die Medaille ‚Für die Verteidigung Leningrads'. Gut zu begreifen ist auch das Foto von einem Kind, das in der blockierten Stadt an Hunger starb, und sein Spielzeug, das wir in unserem Museum sorgsam aufbewahren." (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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